Woran Denkt ihr gerade so?

      Marion68 schrieb:



      Nein, das ist leider ein Schlafzimmer mit Balkonzugangstüre. :(

      Und wenn ich das andere Zimmer als Schlafzimmer nehmen würde - das liegt direkt über den Garagen. Da möchte ich auch nicht morgens um 6 Lärm und Abgase abkriegen.

      Ich denke, dass ich da wahrscheinlich in Klimageräte investieren muss.

      Ich kriege wirklich immer mehr Bedenken, ob es das Richtige ist, worauf ich mich da eingelassen habe, zumal es meiner Katze (Freigängerin) dort auch überhaupt nicht gefallen wird und sie mir sicher Probleme machen wird.

      Aber ich hatte ja keine andere Wahl - in irgendeinen sauren Apfel musste ich ja beißen. Mit einem relativ bescheidenen Einkommen allein ein Haus mit zwei Wohnungen und Renovierungsstau bewirtschaften, jeden Winter in einer kalten Wohnung sitzen und gar kein eigenes, selbst gestaltetes Umfeld haben, sondern bloß immer im Vergangenen festhängen - das wäre es eben auch nicht gewesen.

      Das Blöde ist halt immer, wenn man doch noch irgendeine Wahl hat - dann kann man nachher jahrelang so schön gedanklich dran herummachen und sich sagen: Ach, hätte ich lieber doch nicht ... Vielleicht hätte es ja doch noch andere Optionen gegeben ... Da bin ich ohnehin ganz gut drin, in dieser Denkweise.

      Wenn ich tatsächlich aus finanziellen Gründen sofort aus dem Haus hätte raus müssen, dann würde ich das nachher wohl nicht so lange reflektieren, sondern eben einfach als gegeben hinnehmen.


      Liebe Marion68,
      ich musste nach dem plötzlichen Tod meines Mannes auch das Haus verkaufen.
      Leider fehlte es an der passenden Witwenrente und der Sanierungsstau wäre nicht zu bewältigen gewesen.
      Und auch der Garten wäre mir alleine viel zu viel geworden. Und selbst wenn das alles nicht gewesen wäre, was hätte ich alleine in dem großen Haus mit dem riesigen Garten gesollt.
      So habe ich mich auch schweren Herzens entschlossen das Haus zu verkaufen. Da ich aber erst eine neue Wohnung kaufen konnte als das Haus veräußert war war meine Zeit stark begrenzt in der ich nach was Neuem suchen konnte.
      Ich habe dadurch viele Abstriche machen müssen. Meine Wohnung ist in einem 15 Parteien-Haus, ich habe weder in der Küche noch im Badezimmer ein Fenster und beide Zimmer sind winzig klein, die Fenster und die Balkontür vom Schlaf- und Wohnzimmer liegen alle in Richtung Süd-West (was gerade jetzt bei der Hitze nicht wirklich sinnvoll ist und das Fenster im Wohnzimmer ist ein feststehendes) und dadurch das sie alles zur gleichen Seite liegt ist Durchzug machen unmöglich. Und mein Wauzel findet das neue Umfeld auch bei weitem nicht so prickelnd wie früher am Haus und der schöne Garten fehlt ihm natürlich auch. Und wo ich gerade dabei bin...….eine Garage habe ich nicht mehr nur einen winzig kleinen Keller, meine Waschmaschine und den Trocker musste ich in der Diele unterbringen und den Schlüssel für den Wäschekeller bekomme ich alle Jubeljahre mal was bei einem 15 Parteien Haus wohl normal ist. Ach ja......3 Etagen unter mir lebt ein sehr starker Raucher, ich merke es schon extrem wenn er nur mal die Wohnungstüre aufgemacht hat. WAs da übers FEnster nach oben zieht brauche ich ja nicht weiter zu beschreiben.
      Nichts desto Trotz habe ich mich sehr gut hier eingelebt. Es nützt doch nichts rumzujammern. Versuche positives zu sehen. Ich genieße es z.B., dass ich nicht mehr den großen Garten pflegen muss, dass ich meinem Wauzel die Balkontüre auflassen kann wenn ich weggehe, dass ich weder Hausflur noch Gehweg reinigen bzw. fegen (Schneefegen) muss, dass ich nur noch die kleine Wohnung sauber halten muss, dass ich nicht alleine in dem Haus bin und ich mich deswegen sicherer fühle, dass hier eine sehr nette Hausgemeinschaft ist, etc.
      Sicher hätte alles schöner, besser, größer sein können aber es hätte doch auch viel schlimmer kommen können.

      Ich wünsche dir etwas mehr Zuversicht.

      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Ihr Lieben,

      sicher hat das Schicksal uns alle "geschlagen". Einige sind scheinbar "besser" dabei weggekommen.

      Aber alle Dinge, jede Begebenheit und jeder Schicksalsschlag hat mindestens 2 Seiten, meistens mehr.

      Ich kann über meine Situation meckern oder sie von der posiiven Seite sehen.

      Es gibt diese chinesische Geschichte, in der ein Mann immer wieder ganz schlimme Schicksalsschläge erlebt und von den Mitmenschen stark bedauert und beklagt wird, aber er sieht immer die andere Seite und hat so ein zufriedenes Leben voller Klugkeit und ohne Ängste und Befürchtungen.

      Dahin möchte auch ich kommen: mich selbst und meine momentanen Bedürfnisse und Vorlieben nicht so furchtbar ernst nehmen, aus dem, was für mich da ist das Beste machen. Dem Schicksal nicht gram sein, nicht unzufrieden sein. Sind sowieso alles nur Vorstellungen und Befürchtungen. Das Leben selbst braucht so wenig und ist so groß.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo ihr Lieben,
      ich bin zurück von meinem nächtlichen Besuch. Das Zusammensein mit meinen Kollegen war sehr angenehm, aber alles andere was mich erwartet.....ich glaube, vor mir liegt noch ein sehr weiter und steiniger Weg.
      Uns allen eine ruhige Nacht.
      L.G.Emmi
      Liebe Emmi,

      auch der weiteste Weg beginnt mit einem Schritt.

      Lass Dich nicht unterkriegen. Geh Deinen Weg in Deinem Tempo... immer einen Schritt nach dem anderen.

      Ich schick Dir ganz viel Kraft.

      Liebe Grüße
      Franzi
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      - Aufgeben ist keine Option -
      ja Emmi dann war das ja eine positive Sache, daß Du Dich mit den Kollegen getroffen hast. Daumen hoch. Mach weiter so, wie wir alle müssen auch so weitermachen.

      Komme eben vom Friedhof, heute ist ja der 8. Todestag meines Mannes und es ist mir heute ganz besonders schwer. Aber man muß durch, egal wie. Habe ihm schöne Lilien und eine rote Rose (Rosen sind leider 1 Tag bei dieser Hitze kaputt) aber egal heute ist der Tag.

      So machts alle gut bei dieser Hitze, ich habe alles dicht gemacht wie immer und es ist angenehm. Aber es gibt wieder eine harte Woche.

      lg Heidi
      Heute ist mir folgender Satz von Karl Marx vor die Brille gekommen:

      "Der Tod ist kein Unglück für den, der stirbt, sondern für den, der überlebt."

      Diesen Satz verstehe ich so, dass wir über unsere Verstorbenen direkt nicht so sehr trauern, denn die merken und fühlen nichts mehr. Sondern wir betrauern uns in Wirklichkeit nur selbst, da wir einen unwiederbringbaren Verlust beklagen.
      Uli schreibt:

      " ... Diesen Satz verstehe ich so, dass wir über unsere Verstorbenen direkt nicht so sehr trauern, denn die merken und fühlen nichts mehr. Sondern wir betrauern uns in Wirklichkeit nur selbst, da wir einen unwiederbringbaren Verlust beklagen. "

      So ist das, völlig richtig ekannt!

      Ob sie aber nichts mehr merken und fühlen, kann allerdings niemand von uns Sterblichen wissen.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo ihr Lieben,
      für mich ist es auch ein Unglück für den Verstorbenen und zwar in erster Linie.Natürlich betrauern wir vor allem unseren großen Verlust. Aber wir können wenigstens noch fühlen. Unsere Liebsten, die voraus gegangen sind, können das nicht mehr. Nicht die Liebe, die wir für sie empfinden, nicht den Wind auf der Haut, nicht das Lachen ihrer Kinder nicht das Leben mit all seinen Facetten. Mich macht das sehr traurig.Und falls es doch weiter geht, hoffe ich, daß Liebe und Geborgensein die Gefühle sind, die meinen Liebsten dann umhüllen.
      L.G.Emmi
      Hallo Ihr Lieben,

      also ich verstehe es so mit den Liebsten, die vorausgegangen sind. Habe viel über Nahtoderlebnisse gelesen und ich g l a u b e, ob es so ist, wissen wir alle nicht, daß es denen dort "drüben" gutgeht und nur wir sind die sogenannten Looser und Unglücklichen. Es ist leider noch k e i n e r zurückgekommen und hat es bestätigt oder geschweige erzählt. Erst wenn wir selbst das alles erleben, dann können wir das den anderen auch nicht erzählen. Es muß halt alles so sein wie es ist.

      Machts alle gut und einen schönen Abend, bei uns scheint sich ein Gewitter anzubahnen, ob was kommt werden wir sehen.....

      lg Heidi
      Letztes Jahr habe ich Mitte September schon das Heizen angefangen und bis Anfang Mai die Heizanlagen laufen gehabt. :whistling:


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Furchtbar dieser Gedanke mit den Lebkuchen, das wird "gefühlt" immer früher. Das ist leider bei uns alles sehr übertrieben. Aber was solls, ich kaufe es nicht, auf jeden Fall nicht so früh.


      Habe soeben noch den letzten Teil der Doku mit den Senioren " mit 80 Jahren um die Welt" angeschaut. War wirklich eine ganz nette zusammengewürftelte Truppe. Ja wenn es gesundheitlich so geht wie bei denen, dann ist es ja gut,, aber mit 80 ist manches beschwerlich. Also Hut ab vor diesen Senioren im TV.

      So Ihr Lieben schlaft gut lg Heidi
      Zum Zitat "Der Tod ist kein Unglück für den, der stirbt, sondern für den, der überlebt."

      Ja sicher, "den eigenen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben"(Mascha Kaleko)....
      ich leide und empfinde es als Unglück, dass ich meinen geliebten Mann verloren habe. Aber ich weiß auch, dass mein Mann gerne weitergelebt hätte. Wenn ich nur daran denke, wie was er alles noch machen wollte, wie sehr er das Leben geliebt hat, wie sehr er gelitten hat, werde ich traurig und muss weinen. Meiner Meinung nach ist es genau so ein Unglück für den, der stirbt.
      Der Spruch soll Trost verschaffen, aber mich tröstet dieser Spruch leider überhaupt nicht....
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      ich denke. 1. Woche Arbeit geschafft. Es war eine Hitzeschlacht und ganz
      furchtbar. Und die nächste Woche wird noch schlimmer.
      Ich muß versuchen ruhig zu werden und nicht in Stress ausarten.
      Die Firma ist nicht mehr mein Leben.
      Es gibt Wichtigeres im Leben. Und das muß ich lernen und mir selber beibringen.
      Aber das ist schwer, weil ja die Zukunft eigentlich nicht mehr existiert.
      Morgen haben wir 40. Hochzeitstag. Mal sehn wie ich das überstehe....
      wollte mich mal wieder melden.

      Ja mir reicht jetzt auch die Hitze, ich gehe auch sehr früh morgens zum Friedhfof und ich gieße jeden Tag, da mein Grab auch in der prallen Sonne liegt.

      Hoffentlch laut Wetterbericht soll es am kommen WE etwas abkühlen. Also immer so heiß das möchte auch keiner. dann lieber kühler und Regen. Ich wollte früher immer in einem Land leben mit viel Sonnenschein, nein schon lange nicht mehr. Seit ich mit meinem Mann in Island waren, bin ich sehr für den Norden.

      Schlaft alle gut lg Heidi
    Liebeskummer Sorgen Forum