Woran Denkt ihr gerade so?

      Ich hab heute schon den ganzen Morgen über gedacht das etwas anders ist, konnte aber nicht genau sagen was es ist......jetzt weiss ich es......die Mauersegler sind eingetroffen......morgens zwitschern hier sehr viele Vögel aber das charakteristische schrille rufen der Mauersegler war das, was heute anders war.....nun beginnen sie unter unserem Hausdach mit dem Bau ihrer Nester......es ist irgendwie als ob man alte Freunde begrüßt.....schön......
      Auch von mir die besten Wünsche zum Ruhestand. Das ist wirklich ein schönes Ziel was die meisten sehr zu schätzen wissen.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Danke, ihr Lieben.
      Ich habe es geschafft. Und was soll ich sagen,
      mir geht es wirklich besser ohne diesen vielen Stress.
      Ich kann auf den Friedhof wann ich will.
      Kann mir meinen Tag einteilen wie ich will.
      Traurig sein wann ich will.
      Und ich lerne auch ganz langsam damit umzugehen.
      Weil , es steht nichts mehr in Weg. Ich muß nicht mehr funktionieren.
      Meine Katze ist glücklich, das ich mich mehr um sie kümmere.
      Heute habe ich mein Fahrrad fit gemacht.
      Das hat früher immer mein Mann gemacht.
      War eine große Herausforderung. Aber ich habe es geschafft.
      Habe auch schon die erste Tour hinter mir. Und es hat Spass gemacht.
      Ich kann nur sagen, es ist einfach gut und für mich war es die beste
      Entscheidung.
      Schade, das das mein Mann nicht mehr miterlebt hat. Er würde sich
      bestimmt für mich sehr freuen.
      Ich habe mein Leben lang voll gearbeitet ohne Pause.
      Und er hat oft gesagt, wenn ich es könnte, dann könntest du zu
      Hause bleiben. Aber das ging leider nicht.
      Das ist der traurige Teil an der Sache.
      Aber trotzdem werde ich die verbleibende zeit versuchen zu geniessen.
      Liebe Grüsse
      Petel
      Liebe Petel, ich kann mir vorstellen, dass nun eine Last von dir abgefallen ist und freue mich für dich dass du nun nicht mehr funktionieren musst. Auch dass du dir vorgenommen hast, zu versuchen, die bleibende Zeit zu genießen. Ich muss noch ein bisschen durchhalten, aber ich freue mich schon jetzt auf genau das, was du beschrieben hast und auf meinen Umzug in meine Heimat zurück, zu meinen Kindern und auf mein erstes Enkelkind, dass in diesem Jahr im November zur Welt kommt. Alles Gute für dich Petel!
      Hallo ihr Lieben,
      woran denke ich gerade so ? Ich denke gerade über den Beitrag von Jenny nach. Darüber, daß sie gerne weitergehen würde, wüßte sie nur den Weg.Da finde ich mich 1:1 wieder. Lange habe ich hier nicht geschrieben, lese die Beiträge und kann mich nicht einordnen. Ein Jahr ist vergangen und nichts ist leichter. Die Leere, der Schmerz, Fassungs-und Hoffnungslosigkeit sind unverändert. Ja, ich habe viel geschafft, habe mir vieles angenommen, man könnte sagen "bin gewachsen", aber das wollte ich doch gar nicht, war mit meiner Größe zufrieden ;) .Mein Haus steht allen offen, ich mache Besuche und empfange solchen, unternehme auch was. Manche sagen mir, daß ich stark und mutig bin. In Gesellschaft mag das auch so wirken. Bin ich allein, kommt die große Verzweiflung. Am meisten quält mich der Gedanke, daß mein Mann nicht mehr leben darf, daß alles ohne ihn weiter geht. Dabei weiß ich nicht, wie mein Weg ohne ihn weitergehen soll. Weiß nicht, welche Richtung ich einschlagen soll. Weiß nicht, was ich kann und was ich will. Seit ein paar Tagen arbeite ich wieder. Bin seit 22 Jahren Dauernachtwache in einem Pflegeheim. Mein Dienst im Moment von 22- 24 Uhr, sehr liebe Kollegen und keine Verantwortung. Und trotzdem fällt es mir sehr schwer, muß ich viel weinen, Es ist nicht die Arbeit, es sind die Emotionen, die mir das Herz so schwer machen. Es ist einfach zu viel von meinem alten Leben, in das ich mich zurück versetzt fühle und das es so nicht mehr gibt. Mein Mann bewacht nicht mehr meine "Nachtfahrt", stets bereit, mir zu helfen, wenn Probleme auftreten. Er erwartet mich nicht mehr mit meinem Schlaftee, wenn ich nach Hause komme. Und die Kollegen erzählen von ihren Männern, von ihren Urlaubsplänen, das war auch mal meine Welt. Und jetzt ? Wohin mit mir. Das sind recht trübe Gedanken, ich weiß, aber darum schreibe ich heute, mußte mir das von der Seele reden.
      Liebe Grüße an euch alle, Emmi
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