Woran Denkt ihr gerade so?

      Ich denke gerade 6 Jahre.....
      Und ich bin immer noch hier, wenn auch nur ab und zu, lese still mit, kann mich in so vielem wiederfinden was geschrieben wird.
      Dieses "neue" Leben, kann mich darin immer noch nicht so wiederfinden.
      Irgendwann werde ich wohl auch Abschied nehmen müssen von unserem Haus, mag noch nicht daran denken, wieder ein Abschied vom Gewohnten und Geliebten.
      Irgendwann ein Neuanfang vor dem ich mich fürchte.
      Es ist kühl. Dein Lächeln strahlt nicht mehr.
      Was bleibt mir? Die Wärme deiner Liebe.
      Die Hoffnung auf dich. Später!
      Ich war lange nicht hier...habe ab und an gelesen..und heute ist mir danach, mal zu schreiben. 2 1/4 Jahr bin ich jetzt allein. Mein Alltag klappt recht gut...ich gehe gerne zur Arbeit, ich habe meine Kinder und Enkelkinder, ich kann mich in Gesellschaft gut ablenken, kann lachen, kann Musik hören, bin sogar schon auf einem Konzert gewesen und fliege jetzt mit meiner Schwester für 1 Woche nach Spanien. ABER..jetzt kommt das große ABER : Noch immer sind da diese Grübeleien, dieses ständige Hinterfragen, die unendliche Sehnsucht und das letzendlich doch Alleinsein...Ich lebe hier in unserem großen Haus und bin immer hin und hergerissen. Oft überfordert mich alles und ich möchte es verkaufen. Dann wieder die Zweifel..ich lebe hier mietfrei und in einer Mietwohnung würde ich mich nicht wohl fühlen. Obwohl ich ein geselliger Mensch bin, merke ich, wie ich mich doch sehr zurückgezogen habe. Ich bin einerseits froh, wenn ich meine Ruhe habe..andererseits regt es mich auf , dass ich mich oft so zurückziehe. Noch immer ist jede Sekunde mein Schatz in meinen Gedanken . Ich bin in diesem " neuen " Leben noch nicht angekommen und ich glaube, ich werde es auch nie so richtig. Ich habe keinen Plan, wie ich das schaffen soll. Nach außen wirke ich so stark, aber innerlich hat mich dieser Verlust sehr zerbrechlich gemacht. Du fehlst!!
      Denke daran, dass der Herbst und der Winter viel Gutes für mich bringen könnte: kein gießen mehr draussen und kein krauten, kein mähen und kein säen.

      Draussen wird alles immer ruhiger und kälter werden, starrer und stiller.

      Das ist die Zeit, um drinnen am Ofen zu sitzen, vielleicht etwas zu stricken und dem Hund zuzuschauen, wie auch er herumliegt und tiefenentspannt ist.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Ich denke gerade an den 15.11.2013. Dieser Tag hat meine ganze Welt verändert. Du musstest gehen und alles stand still. Nach 9 Jahren habe ich wieder ein neues Leben. Es ist ok aber anders. Es gibt keinen Tag an dem ich nicht an dich denke, keinen Tag an dem ich dich nicht vermisse, keinen Tag an dem ich nicht unser schönes gemeinsames Leben vermisse. Und genau das hat mir die Kraft gegeben weiter zu machen, mit diesem unglaublichen Schmerz umzugehen und ein neues Leben auf zu bauen. Jedes Wort, jede Umarmung, deine respektvolle Einstellung zu jedem Menschen und zum Leben an sich, jedes Gespräch, alles was du mir mit der gemeinsamen Zeit die wir hatten gegeben hast, all das war mir Trost und hat mir die Kraft gegeben weiter zu machen. Geblieben ist meine Liebe, meine Dankbarkeit diese wundervolle Zeit mit dir erleben zu dürfen und eine Menge liebevoller Erinnerungen. All das wurde zu den Grundfesten meines neuen Lebens.
      In ewiger Liebe.
      Gestern habe ich daran gedacht, dass mein Patenkind nächstes Jahr schon sechs Jahre tot ist. Einfach unvorstellbar, wie die Zeit vergeht! Und seitdem sind auf dem Friedhof weitere Mitmenschen "hinzugekommen", die ich zu ihren Lebzeiten gut gekannt hatte.
      :( :P Ich denke seit dem Tod meines Vaters wie jetzt jeden früh daran, was ich verpasst habe, am Unglückstag im Pflegeheim anzurufen, als ich so ein komisches Gefühl hatte morgens 7 Uhr, als ich Frühstück gemacht habe, wenn ich angerufen und die Schwester meinen Vater im Todeskampf hätte noch helfen können.

      Mir geht der grausame Tod meines letzten Angehörigen nicht aus dem Sinn und beschäftigt mioch jetzt jeden Tag. Daran muss ich gertade denken, auch daran, auf dem Friedhof zu sehen, dass die Grabgebinde zu Ehren der Beisetzung meines Vaters langsma weggeräumt werden müssen.

      LG
      Matthias
      denke gerade daran, dass ich sein Grab mit Buchsbaum-Schnitt aus dem Garten abdecken werde, damit die Rosen und andere empfindsame Pflanzen dort einen guten Winter haben.

      Sein Grab bedeutet mir sehr viel. Obwohl - ich glaube ja, dass er sich immer dahin bemühen muss, wenn ich oder der Sohn oder Freunde dorthin kommen. Ich spüre ihn einfach nicht im Grab. Er ist mehr bei mir als dort und meistens irgendwo .......


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      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

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      Ich denke beim Lesen der letzten Beiträge, dass ich nicht jeden Tag an meinen verstorbenen Mann denke. Ich denke hin und wieder an ihn. Oft in besonderen Situationen, vielleicht sind sie auch gar nicht so besonders.....es sind halt Situationen in denen die Erinnerung "aufploppt". Diese Erinnerungsmomente sind schön, manchmal tun sie weh und manchmal zaubern sie ein Lächeln in mein Gesicht. Aber, wie schon geschrieben, ich lebe auch im Hier und Jetzt und da sind gerade die Vorbereitungen für Weihnachten voll im Gange. Da freue ich mich auf die Familie und zwar auf meine, Michaels und auf die von meinem Lebensgefährten. Außerdem warte ich auf die Reaktion von meinem Enkelkind auf das Geschenk vom Nikolaus. Davon werde ich heute Nachmittag bestimmt einen kurzen Film bekommen und anrufen wird die Maus mich sicher auch um mir zu erzählen was der Nikolaus alles gebracht hat. Ich denke, dass ich sehr viel Glück habe weil ich, ich vermute durch meine Gott gegebene Art, in der glücklichen Lage bin mein Leben immernoch sehr genießen kann und nicht in der Trauer versunken bin. Ich denke.......ich kann sehr dankbar dafür sein.
      Liebe Grüße
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


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      Denke gerade an die Friseurin meiner Frau, die gestern zu ihr gesagt hat, dass ihr Vater, Jahrgang 1958, einen Tumor in der Bachspeicheldrüse habe, der bereits gestreut hat. Daher keine OP, sondern Chemo. Lebenserwartung laut Angaben der Ärzte: 3 Jahre. - Wie sagt man doch noch hier im Ruhrgebiet: "Alles Scheiße! Deine Elli!"

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      Denke gerade daran, wie schön es ist, nicht alles als selbstverständlich anzunehmen: dass meine Schwester mal wieder für ein paar Tage zu Besuch gekommen ist, dass der Hund gesund und quicklebendig ist, das schöne kalte Wetter, das Haus, in dem ich wohne, die Winterruhe im Garten, der freundliche Nachbar, meine eigene Lebendigkeit und all die kleinen und größeren Freuden meines Lebens.

      Trotz all der Trauer, den Rückschritten und auch manchmal der Uneinigkeit in mir selbst möchte ich das sehen, was für mich ist. Daran will ich mich orientieren und das möchte ich wertschätzen.

      AL Frieda


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      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
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      Albert Einstein
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