Woran Denkt ihr gerade so?

      Ihr Lieben,
      es tut mir leid, dass euch die Trauer wieder so überrollt. Zeigt es doch, dass auch nach längerer Zeit nicht alles wieder gut ist. Das Leben geht weiter, es kann auch wieder schön sein und doch ist da etwas was die Seele nie wieder ganz fröhlich sein lässt.
      Ich hoffe ihr habt heute wieder einen besseren Tag und eure Seele weint heute nicht.
      LG
      allesanders
      ”Komm Schicksal setz dich zu mir.
      Lass uns über mein Leben plaudern.
      Ich hätte da so einige Ideen.“
      Ob es an der Jahreszeit liegt? Diese dunklen, grauen Tage lassen auch mich zur Zeit in ein Trauerloch fallen..Nachts laufen die Tränen...ich kann nicht gut schlafen...und Angst...vor der Zukunft...vor mir selber....ich zieh mich zurück....
      Dieses Vermissen tut zur Zeit am meisten weh....und immer wieder diese Augenblicke zu Hoffen das alles gar nicht passiert ist...welch ein böser Trugschluss...es könnte alles wieder gut sein.
      Ich bewundere die, die es schaffen wieder mit sich und ihrer Situation im Guten zu sein...
      und weiß doch auch das es so viele gibt denen es wesentlich schlechter geht als mir.
      Diese Wehmut....oder ist es Selbstmitleid...?

      Ich wünsche uns allen wieder hellere Tage und Gedanken
      LG Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Liebe @sorina, mir geht’s gerade genau wie dir ... so viele Tränen und so viel Wehmut weil er nicht mehr da ist! Vor 2 Wochen ging es mir noch so gut - ich dachte, ich hätte den Tod endgültig akzeptiert, hätte das schlimmste hinter mir. Aber im moment bin ich so mutlos, möchte in den Winterschlaf fallen um diesem ganzen Wahnsinn zu entgehen... am 6.12. ist sein Geburtstag, das macht mich auch so unglaublich traurig ... früher ... das ganze Chaos - Nikolaus für 3 Kinder, sein Geburtstag , singen, Geschenke, Frühstück ... wie sehr wünsche ich mir grad die Zeit zurück! Ich weiß, dass es nur ein Trauerloch ist und es bald wieder aufwärts geht, aber grad ... ....
      ich drück dich mal ganz lieb!!
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Hallo liebe Sorina,
      eine Mischung von beidem denke ich. Etwas Wehmut und auch (allerdings dann unbewusst) etwas Selbstmitleid. Und das gilt jetzt nicht für dich persönlich sondern ist eher generell so.
      Das ist ein Hausgemachtes Problem unserer Gesellschaft. In unserer "zivilisierten" Welt ist der Tod ja irgendwie ein Tabuthema. Wenn überhaupt dann vielleicht zu Unterhaltungszwecken in einem Krimi oder so. Ansonsten wird es weit weg geschoben. Und dies ist dann sicher auch ein Grund warum es uns oft mehr aus der Bahn wirft als in anderen Gesellschaften.... oder noch besser gesagt anderen Kulturen.
      Der Tod gehört zum Leben.... alles und jeder stirbt irgendwann.... sogar unser Planet selbst.
      Man weiß das, aber man verdrängt es. Ist der Tod weit weg tut er einem ja nicht weh. Darum nimmt man eher am Rande zur Kenntnis wenn in einem Dritte Welt Land 50 kleine Kinder verhungert sind aber bricht zusammen wenn der 90jährige Großvater stirbt.
      Wir haben irgendwie verlernt mit dem direkten Tod umzugehen. Wahrscheinlich ist dies auf Deutschland bezogen nach dem zweiten Weltkrieg passiert, welcher was das Thema Tod angeht ja geradezu extrem traumatisch war.
      Wir haben uns da diese Illusion des ewigen Glückes geschaffen. Und leider wurden wir dann durch ein tragisches Ereignis aus dieser Illusion brutal heraus gerissen. Es bleibt nur zu hoffen dass kommende Generationen wieder lernen besser damit klarzukommen.
      Uns wird es wohl zwischendurch immer mal wieder kalt erwischen.
      Sieh es wie eine Fahrt mit einer Achterbahn: im Moment bist du unten.... aber hinter der nächsten Kurve geht's wieder nach oben.

      Schicke mal aufbauende Knuddels an dich und Blumenduft

      LG
      Snoopo
      Liebe @sorina , liebe @Blumenduft ,

      der Tod des geliebten Partners kann unsere Grundstrukturen, unser Selbstverständnis vom Leben ins Wanken bringen und sogar einstürzen lassen.

      Da wir nur gelernt haben, unser Leben äußerlich in den Griff zu bekommen, Beruf, Wohnung, Partner u.s.w. überfordert uns diese Situation total.

      Was wissen wir schon darüber hinaus? Wo kommen wir her und wo ist der geliebte Partner jetzt? Was bedeutet überhaupt "Leben"? Haben wir unser persönliches Glück "gepachtet"? Was bedeutet Schicksal, gibt es so etwas überhaupt?

      Und was bedeutet der Tod, der jetzt so real geworden ist? Wie weiterleben, woher Vertrauen nehmen und worin jetzt Vertrauen haben?

      Alles wird hinterfragt, nichts ist mehr so, wie es einmal war. Wir sind total desillusioniert. Klar versuchen wir, "stark" zu sein, doch für wen und für was?

      Mich wundert es nicht, dass immer wieder solche "Löcher" kommen, von denen ihr schreibt. Trauer ist Schwerstarbeit, ist ein Entwicklungsprozess, kann das ganze Leben umkrempeln. Wir sehen "mit anderen Augen". Wir wissen um den Tod.

      Ich wünsche euch, dass ihr immer wieder tief in euch in euren Herzen sein und Liebe spüren könnt.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Ihr Lieben!

      Vielen Dank für eure liebevollen aufmunteren Worte....es tut gut verstanden zu werden!
      Ich denke auch das ist unser Problem...dieses Verständnis unserer Trauer auch nach längerer Zeit....in meinem Umfeld befinden sich nur sehr wenige die meine Gefühlswelt verstehen können.

      Ich drück euch ganz fest!
      LG Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Hallo ihr Lieben und einen ruhigen ersten Advent.
      ​Mir geht es wie euch , die Trauer hat mich wieder fest im Griff.
      Ich merke schon das es auch mit der Jahreszeit zu tun hat, die Sehnsucht nach meinen Mann, die unnötige Hoffnung das das alles nicht wahr ist ,ist momentan so groß.
      ​Mein herz ist so voller Trauer das ich zur Zeit einfach dasitze und weine.
      Nach außen bin ich " normal" wieder gefestigt ,wie mir so schön gesagt wurde.
      Aber innerlich ist ein Ring um meiner Brust, der immer enger wird.
      Keiner redet mehr von meinen Mann, es ist als ob ich immer alleine war.
      Es ist kaum auszuhalten, ich könnte schreien wenn sie sich so verhalten.
      ​Nie hätte ich gedacht das ich mich mal so fühlen würde, ich dachte immer nach einer Zeit bekommt man das Leben wieder im Griff.

      ​Aber zur Zeit bekomme ich nichts im Griff,ich bin so blockiert mit meinen Gedanken an ihn, meinen Erinnerungen, das nichts für das eigentliche Leben überbleibt.
      ​Ich weiß das es wieder leichter wird , war es ja schon, aber momentan ist es alles wieder da.

      Ich drücke euch und denke immer auch an euch.
      Liebe Grüße
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      ja es ist, wie ich finde, einfach diese besinnliche zeit im moment. obwohl ich mein leben wieder ganz gut im griff habe, bin ich im moment extrem empfindlich und könnte bei jeder gelegenheit heulen. ich weiß, dass es vorbei geht und ich lasse es zu, denn es gehört dazu, immer noch und immer wieder.
      in diesem sinne drücke ich euch alle und wünsche euch trotz allem in der vorweihnachtszeit ein paar fröhliche tage.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      ihr lieben,

      genau wie lucie ergeht es mir heute auch.... sitze da und fange an zu weinen....
      und das nach 4 jahren....
      es gehört einfach dazu.... und danach geht es mir wieder besser.....
      nur wir wissen, was es bedeutet den liebsten menschen verloren zu haben.... und das ist jede träne wert...
      Rainer meine Liebe, mein Leben...
      immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich umfangen, so, als wärst du nie gegangen...
      ich wünsche Dir Frieden, ohne Kampf , ohne Schmerz, unendlich geborgen für immer. Sei dort, wo Du bist, verbunden mit mir. Sei wachsam und sei da in dem Moment, wenn zu meiner Zeit, das Band unserer Liebe mich hinführt zu Dir.
      Ich hadere gerade. Nicht weil mein Mann gestorben ist sondern weil meine Mama jetzt unheilbar krank ist.
      ​Am Donnerstag habe ich nach sehr vielen Rückschlägen, ein paar Tränen und mit Arbeit bis fast zur letzten Minute unser Haus um 18.00 Uhr an die neuen Besitzer übergeben. Um 20.00 Uhr habe ich das Haus endgültig verlassen. Am Freitagmorgen hatte ich nach langer Zeit das Gefühl jetzt wird alles gut und innerlich eine richtige Erleichterung und Befreiung empfunden und um ca. 14.00 Uhr klingelte meine Schwester Sturm bei mir um mir mitzuteilen das unsere Mama unheilbar krank ist.
      ​Das waren ca. 18 Stunden in denen ich dachte "Jetzt wird alles gut".
      Ich wusste nicht, dass ich mich zu früh gefreut habe.
      ”Komm Schicksal setz dich zu mir.
      Lass uns über mein Leben plaudern.
      Ich hätte da so einige Ideen.“

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „allesanders“ ()

      Es scheint als wäre wir, die ja schon einge Zeit auf dem Weg der Trauer sind, zurzeit wieder in einem tieferen Tal unterwegs. Mir geht es da wie euch. Weine und hardere wieder mehr und fühle mich ift verloren. Oft habe ich auch Angst vor neuen schlechten Nachrichten, so nach dem Motto: sicher passiert bald wieder etwas schlimmes.
      Woran das liegen mag weiss ich nicht, die kommenden Feiertage sind es bei nir glaube ich eher nicht.
      Ich weiss nur eins, ich will da wieder raus, wieder unbeschwerter sein, denn wir wissne es hier ja so gut, wie schnell kann das Leben vorbei sein.
      Also euch allen, Kopf hoch und alles Liebe

      Neu

      Ein sehr kluger Mann sagte einmal:

      "Du bist beruflich unterwegs, es gibt ein schreckliches Unwetter und als du wieder in deinem Zuhause ankommst, ist dein Haus weg, deine Familie tot, dann verlierst du deinen Job .... alles ist weg .... vorbei .... nichts mehr ..... was ist dann? "


      Ich denke manchmal drüber nach und komme bis jetzt zu dem Ergebnis, dass ich dann immer noch da bin.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

      Neu

      Und die Geschichte geht weiter:

      Es geht um dich - nur um dich!

      Dein Vater stirbt, deine Freundin, dein Hund .... und: du bleibst!

      Es geht um dich - bis auch du sterben wirst.

      Solange du aber lebst, nutze diese Möglichkeit, Liebe zu erfahren, zu geben, zu vertehen .... was dieses Leben bedeutet.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

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      Ich denke daran das wir den größten Teil der dunklen Jahreszeit bald geschafft haben....am 21. 12 ist Wintersonnenwende und ab diesem Tag werden die Tage wieder länger und zwar um 10-11 Minuten pro Woche.....klingt nicht viel aber dann sind wieder das Licht und die Wärme auf dem Vormarsch......und das Licht wird gegen die Dunkelheit siegen........
      Warum ich das jetzt schreibe ? Keine Ahnung es kam mir gerade so in den Kopf.....ich war eigentlich nie ein Frühlings/Sommermensch tatsächlich eher ein Herbst/Wintermensch aber ich bemerke immer mehr das sich das ändert........
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