Woran Denkt ihr gerade so?

      jaa ich habe im Rathaus bei uns alles beschrieben und auch nachgefragt im EDEKA, überall wo ich war, jua es ist kein Weltuntergang, aber es ist alles ärgerlich und nicht notwendig. Ja aber es geschieht halt. Ich habe ja gottseidank keine Kontenkarte drin gehabt. Das wäre weitaus schlimmer. Aber da muß man auch durch.

      Machs gut und lg Heidi
      ... dass ich mich immer frage, wenn es ein Jenseits gibt, was meine Mutter da nun eigentlich so macht den ganzen Tag. Ob sie dort mit meinem Vater rumhängt? ?(

      O je, das hat ja noch nie so richtig funktioniert mit den beiden ... :rolleyes:

      Und ob ich später dann mal wieder mit meiner Schwester vereint bin ...? Hat mich eben mal wieder eine Stunde lang am Telefon genervt mit ihrem Dauergeschimpfe ... Wenn sich das im Jenseits dann so fortsetzt ...

      Angeblich soll der spezielle Charakter der Menschen nach dem Tod ja derselbe bleiben.

      Zumindest nach dem, was man so hört ... Beziehungsweise liest auf allerlei obskuren Seiten ... Obskure Seiten, über die man früher bloß den Kopf geschüttelt hätte und zu denen es einen nun immer wieder hinzieht ...

      Ja, das klingt alles reichlich bescheuert, was ich da schreibe, und wahrscheinlich so, als ob ich mich über die ganze Sache lustig machen wollte.

      Das Schlimme ist bloß, dass man sich diese ganzen mehr oder weniger absurden Fragen ja TATSÄCHLICH und ALLEN ERNSTES stellt.

      Einziger Lichtblick heute war ein nettes Gespräch mit der Raumausstatterin und dass ich wahrscheinlich schöne Vorhänge kriege. Letztendlich bleibt ja nichts anderes, als sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und täglich sein Pensum abzuarbeiten.

      Und doch bleiben so viele Fragen offen, wenn derjenige gegangen ist, der einem ALLES bedeutet hat ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Hallo Marion,
      ich habe viel von deinen Berichten verfolgt.
      Du bist so traurig, das du das Haus verlassen must oder willst.
      Das tut mir sehr leid, das du so gar nicht damit klar kommst.
      Und ich kann das auch verstehen, alleine Umziehen ist auch nicht mein Ding.
      Wir sind vor 1 Jahr zusammen von einem großen haus 21o qm in eine 3 Zimmer
      Wohnung in der Stadt gezogen. Es war auch am Anfang schwer.
      Aber es hat mehr Lebensqualität im Alter. In einem Haus lernt man neue Menschen
      kennen, denen es auch so geht wie mir und man kommt eher ins Gespräch.
      Ein kurzen Schnack auf dem Wäscheplatz oder beim nahe gelegenen Edeka.
      Das hilft schon etwas. Und man hat nicht mehr so viel Arbeit.
      Man kann seine Zeit anders einteilen und es wird ruhiger.
      Das ist im Alter nicht verkehrt, denn man braucht auch mehr Ruhe.
      Manchmal wird man zum Kaffee eingeladen und kann auch mal an etwas anderes
      denken.
      Bei uns im Haus wohnen so viele Frauen, die ihren Mann verloren haben.
      Die wissen alle genau wovon man spricht.
      Vielleicht kannst du dich auch auf so etwas einlassen.
      So sieht vielleicht die Zukunft nicht so trist aus. man muß es nur zulassen.
      Und jedes hat auch seine positiven Seiten.
      Auch wenn etwas ist, hat man direkte Nachbarn. Im Notfall nicht
      verkehrt.
      Das Leben führt einen. Und manchmal aus Umwegen zum Besseren .
      Sei nicht so traurig. Freu dich auf das was kommt ....
      Hallo ihr Lieben,
      und ich denke gerade, ein Schritt vor und einer zurück.Gestern Nacht war ich wieder kurz auf Arbeit. Die 2 Kollegen hatten mir eine Whattsapp geschickt mit der Frage, ob ich vorbeikommen möchte, sie würden sich freuen und mich gern mal wieder sehen.Habe ich dann auch gemacht und eine von ihnen hatte extra Pflaumenkuchen mitgebracht.Es gesellte sich eine dritte dazu, die vom Spätdienst noch da war. Es war sehr angenehm und sie sagten, dass sie mich vermissen, das tat gut. Dazu muß man sagen, dass eine von ihnen ihren Sohn und die anderen beiden ihre Männer verloren haben. Was für Schicksale! Heute früh war ich dann sehr aufgewühlt, meine Kollegen und das Heim, das war soviel von meinem alten Leben, das ich ja nicht mehr habe, das machte mir zu schaffen. Dann bin ich das erste mal alleine zu einem Dorffest mit Kunst und Handwerkermarkt gefahren.Aber ich konnte nicht lange bleiben. Sonne, Paare, Marktstände, Musik und der Duft von Gegrilltem. Da hab ich mich so unsäglich allein gefühlt und mein Mann fehlte mir so sehr, das mir die Tränen kamen und ich nach Hause mußte. War es einfach noch zu früh oder wird es jetzt immer so sein ? Ich wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende.
      L.G.Emmi
      Liebe Emmi,
      Du beschreibst gerade einen Abschnitt Deiner Trauer, den wir so oder so ähnlich alle durchgemacht haben oder noch beschreiten.
      Nein, dass ist völlig normal. Und ich freue mich für Dich, dass Du es schaffst, herauszukommen, Menschen zu treffen, die Dich verstehen und auch eine Veranstaltung besucht hast. Das alles ist aus meiner Sicht genau richtig. Und ja, auch ich befand mich in den ersten Wochen und Monaten wie in einem Nebel und habe mich gefragt, was mache ich hier (Veranstaltung, Job etc.) eigentlich? Worüber reden die Menschen eigentlich? Spielt dies alles - angesichts meiner Tragödie - eine Rolle? Alles bedeutungslos. Und ich fühlte mich so furchtbar verlassen und allein.
      Ein Schritt nach dem anderen. So wie Du das jetzt machst, habe ich es auch getan und Du wirst sehen, dass es irgendwann leichter wird, mit dem Unfassbaren umzugehen.
      Jeder Tag eine neue Herausforderung. Trauer und Liebe verschwinden nicht. Sie werden Bestandteil unseres Lebens. Mit Deinen Aktivitäten schaffst Du die Voraussetzungen, um mit einer "neuen" Stärke, dass Leben zu meistern. Wann und wie ist natürlich individuell. Ein Versuch, und wenn es manchmal noch so schwer fällt, ist es wert. Ich spreche aus Erfahrung. Obwohl nichts gut ist, geht es mir heute soviel besser. Dafür bin ich Schritt für Schritt gelaufen und laufe immer weiter.

      AL Hobbyorni....
      Liebe Hobbyornithologin,
      vielen Dank für deine aufmunternden Worte. Dieser Austausch ist der Grund, warum ich mich in diesem Forum angemeldet habe. Seit mein Mann nicht mehr bei mir ist, fühle ich mich wie ein 50%-Mensch. Es fehlt so viel und ich brauche andere Menschen, um diese Situation und damit mein Leben zu meistern.Da mir immer wieder Zweifel kommen, ob ich das schaffe, brauche ich auch immer wieder die Bestätigung durch andere, dass ich das kann. So sind nun einmal meine Gefühle und manches dreht sich halt im Kreis. Ich bin denen dankbar, die geduldig zuhören, wiederholen, dass es besser wird, die verstehen und Erfahrungen weitergeben.
      L.G.Emmi
      So ist es @Emmi und @Hobbyornithologin !

      Am Anfang bist du unendlich einsam und fragst dich, was das alles soll. Wofür, warum, weshalb???

      Ich konnte in der ersten Trauerzeit keine Musik hören, keine Filme schauen und das, was die Menschen um mich herum redeten, das war so uninteressant, dass es oft weh tat.

      Erst langsam (wirklich Schrittchen für Schrittchen) bin ich sicherer geworden, sicherer mit meinem und in meinem eigenen kleinen Leben. Dieses Forum war mir eine riesige Hilfe.

      Auch noch nach Monaten und Jahren fehlte mir die Resonanz, die mir mein über alles geliebter Mensch geschenkt hatte. Da gab es viel zu erarbeiten. Vieles ist passiert nach jetzt über 4 Jahren.

      Die Leere, die in mir war, füllte sich ganz langsam: zuerst mit Naturerlebnissen, die mir sehr viel gaben, dann auch wieder mit lieben Menschen, die mir Hilfe und Aufmerksamkeit schenkten, langsam spürte ich mein Lebensfünkchen wieder und das war echt schön.

      Habt Geduld und seid mutig. Es lohnt sich.

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo Ihr Lieben,

      wie es Frieda beschreibt erging mir es auch. Habe fast ein 3/4 Jahr keinen Radio und kein TV gesehen. Ich konnte einfach nicht. Es war fürchterlich. Wenn die Jungen kamen sagten sie immer mache doch bitte den TV an oder den Radio. Wenn ich dann ein bestimmtes Lied hörte war ich schon wieder am Heulen. Dann so langsam aber ganz langsam wurde es besser, Hauptsache es hat was geredet, egal was. Eigentlich war das alles wie in einem Albtraum. Jetzt hinterher mit 8 Jahren Abstand weiß ich gar nicht wie ich das alles überstanden habe. Es ist unglaublich. Aber jetzt kann ich auch sagen es ist etwas besser geworden. Gut wird es nie werden, also bei mir nicht. Er fehlt mir immer und überall. Emmi sagt es man ist nur ein halber Mensch. Aber wie gesagt es wird immer etwas besser, Schritt für Schritt.
      Für uns alle hier ist es ein totaler schlimmer Abschnitt im Leben und damit muß jeder für sich alleine fertig werden. Wir können uns nur etwas untereinander unterstützen und uns Mut zusprechen.

      Ich war bis eben noch bei meiner Nachbarin und wir haben zusammen gegrillt. Es war ein sehr schöner Abend. Sie hat im April d.J. auch Ihren Mann an Krebs verloren. Wir unterstützen uns auch gegenseitig. Ja man muß etwas zusammenrücken, sonst wird man verrückt.

      So machts gut Ihr Lieben und ich wünsche Euch trotzallem einen schönen Sonntag.

      lg Heidi
      Das wünsche ich dir auch, liebe @Heidi!

      Was wissen wir schon, was einmal sein wird?! Ich bin eigentlich froh darüber, es nicht zu wissen. Sehe mein jetziges Leben als große Chance dazu, wirklich hinzufühlen, um was es geht. Um was geht es mir überhaupt?

      Es geht mir darum, "echt zu werden". Oft höre ich mich sagen, dass ich das so und so nicht möchte. Mir ist es mittlerweile egal, was "die Leute" von mir denken.

      Meine Trauer hat mich gelehrt, ich zu sein, zu weinen wann und wo ich es brauche und die Türen zu schließen, wenn ich es möchte.

      Aber jetzt erstmal

      aL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Ich denke, daß man im Alter doch immer krank ist, wer ist eigentlich gesund? Dann würden ja lauter gesunde Menschen sterben? Und wenn es die Krankheiten garnicht gäbe, würden wir ja wie Methusalem werden. Also darüber muß sich jeder im Klaren sein, daß es so ist wie es ist. Und auch wir müssen alle gehen, ist doch alles normal. Und heutzutage über 80 zu werdern, ist ja schon was.
      ...ich denke gerade...
      habe seit 4 Tagen meine Medis abgesetzt. Die Nächte sind schrecklich.
      Kann schlecht einschlafen und ich Träume die ganze Nacht so wirres zeug.
      Immer werde ich verfolgt oder es passieren schreckliche Dinge.
      das ist so schlimm. Aber ich will unbedingt diese Medis los werden.
      Ich bin doch nicht krank ich bin doch nur unendlich traurig.
      Die Tabl. haben mir für den Anfang im Job gut geholfen.
      Es war auch sehr anstrengend. Aber jetzt ist das Gröbste geschafft und ich
      möchte wieder normal werden.
      Ist aber sehr anstrengend. Gut das ich noch ein paar Tage Urlaub habe.
      Bin im Moment dabei meine Deko auf Herbst umzustellen.
      Es fällt mir sehr schwer. Alles erinnert mich an voriges Jahr.
      meinem Mann hat das immer gefallen, wenn ich alles umgestalte.
      Nun laufen mir dabei die Tränen.
      ich kann in keinster Weise sagen, das meine Trauer besser geworden ist.
      Habe noch nicht so viel in meinem Leben geändert. Die Kraft fehlt.
      Morgen bekomme ich für 2 Wochen die Katze von meinem Sohn.
      Freue mich drauf. Obwohl die Katze sich nicht streicheln lässt und
      wirklich eine "Lady" ist, bin ich dann nicht mehr alleine. Mal sehen, ob es ihr bei mir gefällt.
      Hallo Petel,

      das ist sehr gut, daß Du von den Tabl. weg willst. Mach weiter so, also ich kenne das nicht, mir wollten sie auch Tableten geben damals wo es passiert ist mit meinem Männe, aber ich habe mich immer gesträubt. Im Grunde ist es wie bei Zigaretten oder Drogen, es ist nur eine Betäubung und wenn es nicht mehr wirkt, ist alles wieder da und das gleiche. Bei Dir kommt hinzu, daß Du noch arbeiten gehst. Ich hätte sehr sehr viele Nächte wo ich nicht geschlafen habe und wenn ich einschlief, dann nur mit Albträumen. Ich hatte es ja mal beschrieben in vcorherigen Seiten, daß ich innerhalb von ca. 4 Wochen 10 kg abgenommen habe.

      Also ich drücke Dir die Daumen, daß Du die Tabletten hinter Dich bringst. Auf Dauer ist das sowieso kein Zustand.

      Wenn die Herbstdeko auch Deinem geliebten Mann gefallen hat, dann mache es doch bi tte so weiter. Ich mache das alles so wie wenn er hier wäre. Und er würde zu mir sagen, du machst alles richtig. Ich spüre das. Liebe Petel probiere es aus. Wenn es nicht geht, dann merkst Du das selbst.

      Ja das ist aber schön, daß Du die Katze von Deinem Sohn zum "Urlaub" bekommst. Tiere bringen viel Liebe mit und sie spüren, wenn es dem Menschen nicht gut geht. Egal ob sie sich streicheln läßt oder nicht, man ist auf jeden Fall nicht alleine.

      Wünsche Dir und auch allen anderen einen schönen Tag.
      ......lb. Petel,

      wollte noch sagen, das mit der Trauer das geht doch nicht so schnell? Denk mal bei Dir sind es ja erst 6 Monate.....bei mir waren es 8 Jahre, und das wird immer, auch wenn es Dir mal besser geht, immer da sein. Wir denken doch auch immer an unsere Lieben, Geburtstage usw. das ist doch normal. Es heißt immer die Zeit heilt alle Wunden, das ist nicht wahr, es heißt richtig: man lernt nur damit umzugehen.

      Machs gut
      Danke, liebe Heidi,
      ja du hast recht. Es geht nicht weg, es betäubt nur mit den Tabletten.
      Und es kommt alles wieder. Aber es ist gut so. Ich will nicht wie ein Zombie rumlaufen,
      dem alles egal ist, auch wenn meine Umwelt das wohl gerne möchte.
      Mein Chef hat mir gesagt er freut sich, das ich wieder die Alte bin.
      Da habe ich ihm gesagt, das sind nur die Medis.
      Er sagte, das ist doch egal. Mir aber nicht. Und so ist es eben.
      Die Gesellschaft will einfach nur, das man funktioniert.
      Ja und mit dem Abnehmen, ich fresse alles in mich hinein.
      Eben das Gegenteil. Aber das ist schon besser geworden.
      So ist das eben unterschiedlich.
      Liebe Grüsse
      Liebe Petel,

      ich habe mich nach dem Tod meines geliebten Mannes
      überwiegend mit Lindt Schokolade ernährt.
      Und wie Du Dir denken kannst, blieb dass leider gewichtsmäßig
      nicht ohne Folgen. Aber es hat getröstet und mir ganz einfach
      gut getan.....................

      Und die in der ersten Zeit "sinnlos draufgefutterten"
      Kilos sind wieder weg, weil es mir gut geht, ich mir wieder
      wichtig bin und daher auch die "Eitelkeit" zurückgekehrt ist.

      So ist das nun einmal und glaube mir,
      über solche Nichtigkeiten mache ich mit keine Gedanken mehr.

      Lass Dir ganz einfach die Zeit, die Du benötigst und dann
      werden sich einige Dinge wieder einpendeln. Aber das alles
      benötigt Zeit. Auch ich wollte dies in der ersten Zeit nicht
      glauben, aber es wird ...............
      Ich finde es toll, dass Du die Tabletten abgesetzt hast.
      So gehst Du einen Schritt nach dem anderen.............

      Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.

      Ganz liebe Grüße Regine


      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Danke Agadir,
      bin froh, das es nicht nur mir so geht.
      Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, weil viele immer berichten
      sie essen nicht und nehmen ab.
      Hatte schon gedacht bei mir stimmt was nicht.
      Aber es ist wirklich schon besser geworden.
      Ich gehe zum Schwimmen und betätige mich auch sehr viel Körperlich.
      Das ist schon alleine wegen der Arbeit . Auch achte ich jetzt darauf, was ich esse.
      Das Problem ist eben nur, das diese Tabletten immer noch große
      Nebenwirkungen haben. Und die gehen auch nicht so schnell vorbei.
      Da ist zum Beispiel, das ich immer so viel schwitze.
      Vor allem auf dem Kopf. Meine haare sind immer nass, wie gerade aus
      der Dusche.
      Das ist sehr unangenehm und an eine Frisur ist nicht zu denken.
      Aber ich hoffe das das jetzt in den nächsten Wochen nach lässt.
      Liebe Grüsse

      Petel
      Danke Doro, das ist sehr lieb von dir.
      Ich kann doch nun sagen, das meine Familie sehr geduldig mit
      mir geworden ist und auch sehr lieb mit mir umgeht.
      Das weis ich zu schätzen.
      Seit heute habe ich auch die Katze von meinem Sohn.
      mit einem mal, habe ich viel zu tun. Aber es ist gut und es
      lenkt mich etwas ab. Die Katze ist auch ganz lieb und macht mir das
      leben nicht schwer.
      Aber ich will es ihr auch so schön wie möglich machen.
      So bekommt sie von mir alle Annehmlichkeiten.
      Mein Mann würde über mich lachen und sagen, das kenne ich an dir.
      Aber er würde das auch alles tun.
      So habe ich das Gefühl, das wir zu Dritt in der Wohnung sind und
      das ist schön.
      ... dass es schon super ist, wenn in einem Haus die Wände so dünn sind, dass man in manchen Räumen die ganzen Gespräche der Nachbarin mithören kann - von Privatsphäre keine Spur.

      Einsam ist man da jedenfalls nicht, weil man sich ja immer am Gequatsche der Nachbarschaft "erfreuen" kann.

      Die Stimme, die ich geliebt habe, höre ich nicht mehr, dafür nun die Stimmen anderer Leute durch die Wand. Nein, gefällt mir alles nicht. Und meiner Katze wird es dort auch nicht gefallen.

      Aber ich werde es hinnehmen müssen und das Beste daraus machen müssen. Bloß werde ich mir nicht einreden, dass es nun irgendwie toll sei oder womöglich noch besser als mein früheres Leben.

      Den Anspruch, glücklich zu sein, habe ich nicht mehr. Dankbar für das Gute in der Vergangenheit sein und sich mit dem bescheiden, was ist, lautet nun wohl die Devise. Irgendwie durch die Tage und Nächte, Wochen, Monate und Jahre kommen. Sich hier und da mal über eine Kleinigkeit freuen ... Auf den Anruf von Freundinnen warten ... Hoffen, dass man nicht zu alt wird, weil sonst irgendwann überhaupt keiner mehr da ist ...

      Kürzlich die 90-jährige alleinstehende Nachbarin über mir kennengelernt. Geht am Rollator und kann das Haus nicht mehr verlassen, geht nur noch einmal am Tag runter, um den Briefkasten zu leeren. Essen auf Rädern. Wird zwei Mal in der Woche von einer etwas jüngeren lieben Freundin besucht, die mit ihr zusammen isst. Hat dabei fast noch ein schlechtes Gewissen, die Freundin zu sehr in Anspruch zu nehmen, wie sie mir sagte.

      Jung sterben ist alles andere als schön, aber alt werden ist oft auch nur ein Alptraum.

      Die guten Jahre sind vorbei, sagte kürzlich meine Schwester. Auch wenn ich mir oft nicht mit ihr einig bin, in dem Punkt musste ich ihr doch recht geben.

      Tut mir leid, dass ich nichts Erbaulicheres beisteuern kann. Aber vielleicht hat mancher ja ähnliche Gedanken. Manchmal reicht es ja auch schon zu wissen, dass es anderen nicht besser als einem selbst geht. Dann merkt man, dass es irgendwie zum "Mensch-Sein" gehört - dass man sich dieser Gedanken nicht schämen muss, weil sie ein gemeinsames Schicksal beschreiben und so auch etwas Verbindendes haben.
    Liebeskummer Sorgen Forum