Woran Denkt ihr gerade so?

      Ihr LIeben, im Innersten warten wir wohl alle sehr lange, dass alles wieder so wird wie es war - trotz allem Wissen das es das nicht mehr geben wird.
      Da haben wir einen Schutz in usn, wir wissen nicht wie es funktioniert aber es funktioniert im normaln Fall ziemlich gut.

      In kleinen Schritten, bis wir auf einmal wieder sicher stehen und uns normaler bewegen im Leben ohen es direkt mitzubekommen - aber es dauert, und dauert, und dauert, egal wie viele liebe Menschen wir auch um uns haben.
      Manches mal dauzert es sogar länger weil wir uns so zusammenreißen um eben niemanden zu belasten *denk*

      Ich drück euch ganz vorsichtig aber von ganzem HErzen, einen jeden der es braucht - von Trauer zu Trauer.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      ja auf was wartet man eigentlich, auf das eine und das kann und
      wird sich nie erfüllen. also lebt man tag für tag so vor sich her.
      erfüllt die tagespflichten und versucht dem trott zu entkommen in
      dem man die kleinen lichtpunkte geniesst. ja es gibt sie wenn sie
      auch klein sind, ein kleines lächeln, da ein sonnenstrahl der das herz
      erfreut. das leben ist nicht mehr so einfach wenn man so schlimmes
      erleben musste. es können jahre vergehen man vergisst es nie, wäre
      auf eine art auch schlimm. es wird merklich leichter kommt nur
      an gewissen tagen hoch so wie jetzt grad zu weihnachten. was bin ich
      froh wenn wieder januar ist und alles vorbei ist.
      ich hab jetzt wieder meine kleine familie bin ende oktober Uroma geworden
      aber das macht den kummer das man trauert nicht kleiner. man geniesst gemeinsame
      stunde aber letzendlich ist man doch allein.
      ich wünsch euch eine besinnliche Adventszeit, denkt an die schönen kleinen Momente.

      lg monalisa
      Ich denke gerade, wie gut es ist, all' dieses Erleben hier niederschreiben zu dürfen und auf ähnlich Fühlende zu treffen - auch wenn ich euch und uns allen wünschte, wir müssten so nicht fühlen. Ja, liebe Emmi, ich kann es auch nicht greifen und begreifen, warum das alles. Am besten geht es mir, wenn ich ins Tun komme, aber gerade am Wochenende oder auch an den bevorstehenden Feiertagen kommt Leerlauf. Trotzdem, irgendwie packt man es immer wieder, und ich denke, auch wir hier alle werden es wieder schaffen - auch, liebe monalisa, dank der schönen kleinen Momente des Augenblicks und der Anteilnahme - danke für deine Umarmung, liebe Funny. Gerade eben, bevor ich anfing, hier zu lesen, war es wieder da, dieses Gefühl völliger Sinnlosigkeit - und der Austausch mit euch war wieder so ein kleiner Moment, in dem es besser wurde. Danke euch allen für euer Hiersein, Mitlesen, Mitmachen und Anteilnehmen.
      Liebe Grüße und einen schönen Tag trotz allem,
      Aelice

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      Während ich mal wieder leise mitlese, denke ich gerade, wieviele von uns so ein trauriges Schicksal haben ….und wie tapfer die meisten von euch das annehmen und immer wieder Kraft finden, andere zu trösten. Ich bemühe mich auch darum, andere zu trösten und mich selbst irgendwie aufrechtzuhalten, aber nach jetzt fast zwei Jahren habe ich nicht das Gefühl, das irgendetwas besser geworden ist. Bin auch so ein bisschen zwiespältig, ob ich das überhaupt so schreiben soll, gerade auch für die Neuen, für die Trost und Hoffnung auf Besserung in der Zukunft ja die besseren Botschaften wären. Aber jeder ist anders und jeder trauert anders. Ich habe oft das Gefühl, dass mein Leben in gewisser Weise vorbei ist, auch wenn ich das so nie zu jemandem sagen würde, dem ich nahe stehe und dem ich damit weh tue. Ich weiß auch, dass mein verstorbener Freund nicht wollte, dass ich so denke und fühle. Ist aber oft so. Ich mach ja trotzdem weiter, aber ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben wieder richtig froh werden kann. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr lachen oder mich überhaupt nicht mehr freuen kann, es ist nur dieses "richtig froh", was ich meine ...ich glaube, das ist vorbei. Bin dankbar, dass es da war. Aber, und das kann ich auch nur hier so offen äußern, an manchen Tagen ist es schon brutal zu wissen- oder zu glauben, es zu wissen - dass es das nie mehr geben wird. Wollte es nur mal loswerden und hoffe, das ist okay.

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      Hallo aeliceohnewunderland,
      dein Beitrag hätte wortwörtlich von mir sein können. Auch bei mir sind es fast 2 Jahre und nichts ist besser, die Sehnsucht nach meinem Mann unendlich groß. Dieses Gefühl, daß das eigene Leben mit vorbei ist, kenne ich nur zu gut. Momente, manchmal tagelange tiefe Verzweiflung überfällt auch mich. Wenn jemand vor Monaten gefragt hat, was mir bei der Trauer hilft, habe ich geantwortet nichts.Inzwischen weiß ich, daß es Dinge gibt, die etwas helfen. Einzeln betrachtet fallen sie kaum ins Gewicht. Die Schritte in der Bewältigung sind klein, so furchtbar klein. Aber es geht vorwärts, ganz langsam und bis hierher haben wir es geschafft. Dieses "wollte es nur mal loswerden" war für mich immer die größte Hilfe. Sich den Kummer von der Seele schreiben und auf Menschen treffen, die einen verstehen, einfach nur singnalisieren, ich bin da, das ist mit mein größter Halt.Heute hat unser mittelstes Kind Geburtstag.Ich weiß es noch, als wäre gestern, wie mein Mann mit mir im Trabi durch den Schneesturm gefahren ist.Ich war so stolz, als unser 2.Sohn geboren wurde, so stolz auf meine 3 Männer und so glücklich! Nun sitze ich hier alleine, alles vorbei, Vergangenheit. Aber ich hatte heute auch überraschend Besuch von einer lieben Kollegin mit Hund. Das ist einer von den kleinen Schritten, die mir helfen auf meinem Weg. Aber wohin der mich führen soll und wird, ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, wir sind stärker als wir glauben.
      L.G.Emmi

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      Danke für deine lieben und offenen Worte, liebe Emmi.
      Und du hast recht, das Aussprechen hilft, das Schreiben, und diese Begegnungen, die dann doch das wunde Herz erwärmen und für den Augenblick gut sind und gut tun.
      Und hier sein und mitfühlende Menschen zu treffen.
      Ich versuche auch immer, mir kleine Ziele zu setzen, die es mir ein bisschen einfacher machen, eine Freundin treffen, eine Ausstellung besuchen. Mir hilft es auch, Bücher mit spirituellen Themen zu lesen, nicht alles, nichts, was zu abgehoben ist, aber von Menschen, die wie ich auch glauben und hoffen, dass das letzte Kapitel noch nicht geschlossen ist …
      Danke dir nochmals und einen schönen Tag mit guten Momenten,
      Liebe Grüße, Aelice

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      Liebe Aliceohnewunderland, liebe Emmi,

      auch mir sprecht bzw. schreibt ihr aus der Seele. Nach vier Todesfällen seit April 2015 meine ich auch, nie mehr im Leben froh zu werden. Ich glaube aber auch, das liegt ganz viel daran, dass ich nicht mehr unbeschwert sein kann, kein Vertrauen mehr in den nächsten Tag habe. Wenn einem jemand weggerissen wird, wenn das vielleicht sogar noch öfter passiert, wie soll man dann noch frohen Mutes in die Zukunft blicken? Ich denke immer wieder, ich mache nur noch ganz kurzfristige Pläne, weil ich ja nicht weiß, was sonst bis dahin wieder passiert. Neben dem, dass die geliebten und vertrauten Menschen weg sind, ist das für mich eigentlich das Schlimmste.
      Das einzig Positive, das man daraus vielleicht noch ziehen kann, ist, dass man ziemlich im Hier und Jetzt lebt, weil man eben für die Zukunft nicht mehr groß plant. Wenn allerdings die Lieben weg sind, geht man so oft in die Vergangenheit, weil man sie da noch mit sich sieht.
      Wie man es dreht und wendet, es wird nicht wirklich besser.
      Ich wünsche Euch trotzdem ein kleines Lichtlein, das den Tag ein bisschen heller macht.
      Alles Liebe,
      Destiny
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