Woran Denkt ihr gerade so?

      Ihr LIeben, im Innersten warten wir wohl alle sehr lange, dass alles wieder so wird wie es war - trotz allem Wissen das es das nicht mehr geben wird.
      Da haben wir einen Schutz in usn, wir wissen nicht wie es funktioniert aber es funktioniert im normaln Fall ziemlich gut.

      In kleinen Schritten, bis wir auf einmal wieder sicher stehen und uns normaler bewegen im Leben ohen es direkt mitzubekommen - aber es dauert, und dauert, und dauert, egal wie viele liebe Menschen wir auch um uns haben.
      Manches mal dauzert es sogar länger weil wir uns so zusammenreißen um eben niemanden zu belasten *denk*

      Ich drück euch ganz vorsichtig aber von ganzem HErzen, einen jeden der es braucht - von Trauer zu Trauer.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      ja auf was wartet man eigentlich, auf das eine und das kann und
      wird sich nie erfüllen. also lebt man tag für tag so vor sich her.
      erfüllt die tagespflichten und versucht dem trott zu entkommen in
      dem man die kleinen lichtpunkte geniesst. ja es gibt sie wenn sie
      auch klein sind, ein kleines lächeln, da ein sonnenstrahl der das herz
      erfreut. das leben ist nicht mehr so einfach wenn man so schlimmes
      erleben musste. es können jahre vergehen man vergisst es nie, wäre
      auf eine art auch schlimm. es wird merklich leichter kommt nur
      an gewissen tagen hoch so wie jetzt grad zu weihnachten. was bin ich
      froh wenn wieder januar ist und alles vorbei ist.
      ich hab jetzt wieder meine kleine familie bin ende oktober Uroma geworden
      aber das macht den kummer das man trauert nicht kleiner. man geniesst gemeinsame
      stunde aber letzendlich ist man doch allein.
      ich wünsch euch eine besinnliche Adventszeit, denkt an die schönen kleinen Momente.

      lg monalisa
      Ich denke gerade, wie gut es ist, all' dieses Erleben hier niederschreiben zu dürfen und auf ähnlich Fühlende zu treffen - auch wenn ich euch und uns allen wünschte, wir müssten so nicht fühlen. Ja, liebe Emmi, ich kann es auch nicht greifen und begreifen, warum das alles. Am besten geht es mir, wenn ich ins Tun komme, aber gerade am Wochenende oder auch an den bevorstehenden Feiertagen kommt Leerlauf. Trotzdem, irgendwie packt man es immer wieder, und ich denke, auch wir hier alle werden es wieder schaffen - auch, liebe monalisa, dank der schönen kleinen Momente des Augenblicks und der Anteilnahme - danke für deine Umarmung, liebe Funny. Gerade eben, bevor ich anfing, hier zu lesen, war es wieder da, dieses Gefühl völliger Sinnlosigkeit - und der Austausch mit euch war wieder so ein kleiner Moment, in dem es besser wurde. Danke euch allen für euer Hiersein, Mitlesen, Mitmachen und Anteilnehmen.
      Liebe Grüße und einen schönen Tag trotz allem,
      Aelice
      Während ich mal wieder leise mitlese, denke ich gerade, wieviele von uns so ein trauriges Schicksal haben ….und wie tapfer die meisten von euch das annehmen und immer wieder Kraft finden, andere zu trösten. Ich bemühe mich auch darum, andere zu trösten und mich selbst irgendwie aufrechtzuhalten, aber nach jetzt fast zwei Jahren habe ich nicht das Gefühl, das irgendetwas besser geworden ist. Bin auch so ein bisschen zwiespältig, ob ich das überhaupt so schreiben soll, gerade auch für die Neuen, für die Trost und Hoffnung auf Besserung in der Zukunft ja die besseren Botschaften wären. Aber jeder ist anders und jeder trauert anders. Ich habe oft das Gefühl, dass mein Leben in gewisser Weise vorbei ist, auch wenn ich das so nie zu jemandem sagen würde, dem ich nahe stehe und dem ich damit weh tue. Ich weiß auch, dass mein verstorbener Freund nicht wollte, dass ich so denke und fühle. Ist aber oft so. Ich mach ja trotzdem weiter, aber ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben wieder richtig froh werden kann. Das heißt nicht, dass ich nicht mehr lachen oder mich überhaupt nicht mehr freuen kann, es ist nur dieses "richtig froh", was ich meine ...ich glaube, das ist vorbei. Bin dankbar, dass es da war. Aber, und das kann ich auch nur hier so offen äußern, an manchen Tagen ist es schon brutal zu wissen- oder zu glauben, es zu wissen - dass es das nie mehr geben wird. Wollte es nur mal loswerden und hoffe, das ist okay.
      Hallo aeliceohnewunderland,
      dein Beitrag hätte wortwörtlich von mir sein können. Auch bei mir sind es fast 2 Jahre und nichts ist besser, die Sehnsucht nach meinem Mann unendlich groß. Dieses Gefühl, daß das eigene Leben mit vorbei ist, kenne ich nur zu gut. Momente, manchmal tagelange tiefe Verzweiflung überfällt auch mich. Wenn jemand vor Monaten gefragt hat, was mir bei der Trauer hilft, habe ich geantwortet nichts.Inzwischen weiß ich, daß es Dinge gibt, die etwas helfen. Einzeln betrachtet fallen sie kaum ins Gewicht. Die Schritte in der Bewältigung sind klein, so furchtbar klein. Aber es geht vorwärts, ganz langsam und bis hierher haben wir es geschafft. Dieses "wollte es nur mal loswerden" war für mich immer die größte Hilfe. Sich den Kummer von der Seele schreiben und auf Menschen treffen, die einen verstehen, einfach nur singnalisieren, ich bin da, das ist mit mein größter Halt.Heute hat unser mittelstes Kind Geburtstag.Ich weiß es noch, als wäre gestern, wie mein Mann mit mir im Trabi durch den Schneesturm gefahren ist.Ich war so stolz, als unser 2.Sohn geboren wurde, so stolz auf meine 3 Männer und so glücklich! Nun sitze ich hier alleine, alles vorbei, Vergangenheit. Aber ich hatte heute auch überraschend Besuch von einer lieben Kollegin mit Hund. Das ist einer von den kleinen Schritten, die mir helfen auf meinem Weg. Aber wohin der mich führen soll und wird, ich weiß es nicht. Was ich weiß ist, wir sind stärker als wir glauben.
      L.G.Emmi
      Danke für deine lieben und offenen Worte, liebe Emmi.
      Und du hast recht, das Aussprechen hilft, das Schreiben, und diese Begegnungen, die dann doch das wunde Herz erwärmen und für den Augenblick gut sind und gut tun.
      Und hier sein und mitfühlende Menschen zu treffen.
      Ich versuche auch immer, mir kleine Ziele zu setzen, die es mir ein bisschen einfacher machen, eine Freundin treffen, eine Ausstellung besuchen. Mir hilft es auch, Bücher mit spirituellen Themen zu lesen, nicht alles, nichts, was zu abgehoben ist, aber von Menschen, die wie ich auch glauben und hoffen, dass das letzte Kapitel noch nicht geschlossen ist …
      Danke dir nochmals und einen schönen Tag mit guten Momenten,
      Liebe Grüße, Aelice
      Liebe Aliceohnewunderland, liebe Emmi,

      auch mir sprecht bzw. schreibt ihr aus der Seele. Nach vier Todesfällen seit April 2015 meine ich auch, nie mehr im Leben froh zu werden. Ich glaube aber auch, das liegt ganz viel daran, dass ich nicht mehr unbeschwert sein kann, kein Vertrauen mehr in den nächsten Tag habe. Wenn einem jemand weggerissen wird, wenn das vielleicht sogar noch öfter passiert, wie soll man dann noch frohen Mutes in die Zukunft blicken? Ich denke immer wieder, ich mache nur noch ganz kurzfristige Pläne, weil ich ja nicht weiß, was sonst bis dahin wieder passiert. Neben dem, dass die geliebten und vertrauten Menschen weg sind, ist das für mich eigentlich das Schlimmste.
      Das einzig Positive, das man daraus vielleicht noch ziehen kann, ist, dass man ziemlich im Hier und Jetzt lebt, weil man eben für die Zukunft nicht mehr groß plant. Wenn allerdings die Lieben weg sind, geht man so oft in die Vergangenheit, weil man sie da noch mit sich sieht.
      Wie man es dreht und wendet, es wird nicht wirklich besser.
      Ich wünsche Euch trotzdem ein kleines Lichtlein, das den Tag ein bisschen heller macht.
      Alles Liebe,
      Destiny
      Danke für eure Worte, liebe Emmi und liebe Destiny.
      Das Achtsamsein fürs Hier und Jetzt hilft wirklich ein bisschen oder ist, wie Destiny schreibt, das, was übrig bleibt. Manchmal ist es furchtbar schwer. Mich hat der Kummer nach einiger Zeit so sehr in eine Depression getrieben, dass ich Medikamenten dagegen gebraucht habe. Nach einigen Fehlversuchen habe ich jetzt etwas gefunden, dass es mir zumindest ein klein wenig leichter macht, den Abgrund unter mir ein wenig wegrückt und ich stundenweise mich sogar ganz okay fühlen kann. Das klappt nie für lange, aber immerhin ist es auch ein kleiner Lichtblick. Bin privat nur noch mit den Menschen zusammen, die mir gut tun, und das Zusammensein mit Tieren tut gut. Auch diese treuen Wegbegleiter verlassen uns irgendwann, aber so ist es nun mal. Eines der geliebten Kätzchen ist vor Weihnachten nach drüben gegangen und der Schmerz war und ist so groß.
      Nein, wir finden wohl keine Antwort auf die Frage nach dem Warum, und ich versuche ohnehin, mir diese Frage nicht zu stellen. Betrachtet man all das Leid auf der Welt, könnte man wahnsinnig werden, wenn man sich nicht völlig innerlich abstumpfen lässt - aber das kann ich sowieso nicht. Also bleibt uns nur, die kleinen Freuden im Hier und Jetzt zu erleben so gut wir es vermögen. Ist schwer, aber wenn es auch nur für kleine Augenblicke geht, ist wieder ein bisschen Licht gewonnen.
      Ich finde es schön, dass es hier Menschen gibt, die das alles verstehen und nicht bewerten.
      Danke euch allen!
      Aelice
      allen trauernden forenmitgliedern wünsche ich, dass wir gut durch die schwere zeit der corona-krise kommen...

      bleibt alle - so weit es eben geht - gesund

      lg heike
      Rainer meine Liebe, mein Leben...
      immer, wenn wir von dir erzählen, fallen Sonnenstrahlen in unsere Seelen. Unsere Herzen halten dich umfangen, so, als wärst du nie gegangen...
      ich wünsche Dir Frieden, ohne Kampf , ohne Schmerz, unendlich geborgen für immer. Sei dort, wo Du bist, verbunden mit mir. Sei wachsam und sei da in dem Moment, wenn zu meiner Zeit, das Band unserer Liebe mich hinführt zu Dir.
      Nun naht die wunderbare Frühjahrzeit mit Helligkeit,
      Wärme und Sonne.....

      Die Lokale richten ihre Bestuhlung im Außenbereich, die
      Biergärten öffnen und die Menschen zieht es nach draußen.....

      Die neue Frühjahrsmode - schöne, helle Farben - ist in den Schaufenstern
      zu bewundern.....

      Die Osterzeit mit eventuell geplanten Urlauben naht.....

      Es ist schon hart, diese Annehmlichkeiten nach dem dunklen, nassen
      Winter nun nicht unbeschwert genießen zu können bzw. dürfen.....

      Ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, aber alles Dinge, die das
      Leben letztendlich lebenswert machen.....

      Und "PLATSCH", da legt ein lebensbedrohender Virus die ganze Welt lahm, verändert von Jetzt auf Gleich den kompletten Ablauf und den Rhythmus der
      Planungen und wir können nur sehr wenig dagegen machen, sondern
      lediglich versuchen, die Auflagen einzuhalten, um uns und unsere Mitmenschen
      zu schützen, damit die Ausbreitung verringert werden kann.....

      Also wieder einmal eine Situation, die uns aufzeigt; es kommt sehr oft anders
      als man denkt und plant.....

      In diesem Sinne wünsche ich Allen, dass sie gesund bleiben und diese
      Zeit gut überstehen.

      Ganz liebe Grüße Regine
      Ich denke gerade nicht nur an meiner im Jahr 2008 verstorbenen Frau, sondern auch an ganz vielen liebenswerten, warmherzigen und sympathischen Menschen, die ich hier im Forum kennengelernt und schätzen gelernt habe. In dieser doch sehr bedrohlichen Zeit möchte ich diesen Menschen meinen Gruß senden in der Hoffnung, dass es ihnen gut geht und sie gut auf sich aufpassen.

      All den Users dieses Forums, die neben Ihrer Trauer zudem noch mit der Angst und die Bedrohung durch den Virus zu kämpfen haben, möchte ich Zuversicht und meine Anteilnahme aussprechen. Ihr habt es nicht leicht, das weiß ich! Neben Euren Verlust habt Ihr noch mit Euren eigenen Existenzängsten zu kämpfen und Euch damit auseinanderzusetzen. Gebt aber Euch nicht auf! Schaut, wie Ihr aus Eurer Trauer, aus dem Trauerloch, herausfindet. Wendet Euch, so gut es geht, dem Leben, dem Hier und Jetzt zu. Ergreift die momentane Krisensituation, die der Virus uns bereitet, und seid für Euch da, unterstützt Euch und lasst Eurer Trauer ihren Platz, wendet Euch so gut es geht, den Lebenden und den zu Unterstützenden zu. Ich bin mir bewusst, dass es den Menschen, die einen aktuellen Trauerfall zu verkraften haben, es überhaupt nicht einfach und leicht haben, sich den Dingen zuzuwenden, die in Ihrer Mitwelt gerade passieren. Aber wir brauchen auch Euch Trauernden!! Ihr seid, trotz Eurer intensiven Trauer, ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Und wenn die Bedrohung durch den Corona-Virus zu Eurer Trauer noch hinzu kommt und alles so ausweglos erscheint, so seid gewiss, dass das nicht der Fall ist. In Eurer unmittelbaren Umgebung, in Eurer Verwandtschaft und Bekanntschaft gibt es so viele Menschen, die Euch mögen, die Euch wohlgesonnen sind, die Anteil nehmen und die auch womöglich auch benötigen. Ihr werden gebraucht und Ihr seid wichtig!

      Jetzt sitze ich hier vor dem Computer, wie an so vielen Tagen und Nächten. Ich denke weit zurück, als ich zu diesem Trauerforum fand. Es war schlimm, vieles war aussichtslos. Alles war grau und trist. Ich traf hier wunderbare Menschen. Das geschriebene und später auch das persönliche Wort halfen mir über die schwierige Zeit meines Verlustes, meiner Trauer, meiner Resignation.

      Ich weiß; heute ist für mich eine andere Zeit. Die Trauer ist größtenteils verflogen. Meine verstorbene Frau war, ist und bleibt in meinem Herzen, vieles hat sich eingespielt und ist relativiert. Andere Dinge treten den Vordergrund. Die Zeit heilt zwar keine Wunden, aber sie sorgt dafür, dass der Verlustschmerz erträglicher wird. Irgendwann konnte ich mich anderen Dingen wieder zuwenden. Der Fokus verändert sich. Das ist die Botschaft, die ich Euch mitteilen möchte. Das Leben besteht aus Veränderungen. Nur Stillstand ist Rückschritt! Und auch, wenn Ihr Trauernden das nicht gleich sehen und akzeptieren wollt, so werdet auch Ihr von Veränderungen betroffen sein. Nichts ist mehr so wie vorher!

      Und gerade jetzt, in dieser akuten und bedrohlichen Situation benötigen wir auch Euch Trauernden ganz intensiv. Verschließt nicht den Blick auf Eurer Mitwelt, Euren Mitmenschen, den Menschen nebenan. Auch wenn Ihr Trost, Verständnis und Anteilnahme benötigt, so nehmt diese für Euch surreale Situation zum Anlass, zurück zu finden im Hier und Jetzt und fühlt Euch ein Teil dieser Gemeinschaft, die jetzt wirklich jeden Einzelnen benötigt, die Situation zu überstehen.

      Das sind die Gedanken, die mich gerade so umgeben und die ich hier einfach nur verschriftlicht habe.

      Passt gut auf Euch auf und bleibt gesund.

      dry
      Wo Worte enden, beginnt die Musik
      hallo ihr lieben menschen hier im forum,
      allen die mich aus der intensiven zeit meiner trauer noch kennen, aber auch allen anderen, wünsche ich in dieser schwierigen zeit gutes durchhalten und alles liebe.
      mir geht es soweit gut, wobei ja heute "der Tag" ist. Inzwischen sind 5 jahre vergangen und ich habe wieder gut ins leben zurück gefunden.
      außer meinem tagebuch schreibe ich ja hier nicht mehr, lese nur noch ganz wenige beiträge. aber heute mache ich mal eine ausnahme, um für euch alle ein paar grüße dazulassen.
      passt auf euch auf und bleibt schön gesund.

      eure lucie/lonie :love:
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Ich denke gerade, dass alles eben doch so ziemlich sinnlos ist - oder vielleicht hat es Sinn und ich kann ihn nicht erkennen - aber was für einen Sinn ergibt es dann für mich?
      Es gibt Zeiten, da bin ich einfach nur furchtbar traurig. Dieses ganz schlimme Gefühl wird irgendwann weniger, und es kann im normalen Alltagstrott weitergehen. Richtig freuen geht eh nicht mehr und wird wohl auch nix mehr, aber dann ist es wenigstens erträglich.
      Es gibt Zeiten, dann ist neben der Trauer ein Schimmer von Hoffnung, dass das hier nicht alles gewesen sein kann. Aber die sind seltener.
      Und dann gibt es so Tage wie heute, sicher auch durch die Coronakrise mitbedingt, wo ich einfach nur die Sinnlosigkeit sehe - ewiges Werden und Vergehen, alles ist Veränderung, ja, stimmt, gut erkannt, aber was, wenn die Veränderungen nicht mehr erträglich sind?
      Pech gehabt, liebe Aelice, dass du so einen blöden Blick auf die Welt hast - sage ich mir.
      Die Welt ist kein freundlicher Ort, und manchen wird das jetzt im Rahmen der Krise bewusst, manche sehr arme Menschen (weltweit Millionen, wenn nicht Milliarden, die Hunger leiden, Krieg und Flucht ertragen müssen, Gewalt durch andere, Krankheiten, Schmerzen u.v.a.m) wissen es schon länger - und die Spaßgesellschaft wettert über Ausgangbeschränkungen.
      Nein, die Welt ist kein freundlicher Ort. Und geliebte Menschen und Tiere zu verlieren ist unerträglich - auch nach Jahren noch. Man verdrängt, schiebt es mal weg, zerstreut sich und ja, manches rückt weiter weg und relativiert sich. Und dennoch: hat man diese Sicht auf die Welt, dann ist es an Tagen wie diesen so deutlich, dass es genau das ist: sinnlos (Oder es hat einen Sinn und ich erkenne ihn nicht und dann komme ich zum gleichen Ergebnis).
      Wie gut, dass es nicht nur solche Tage wie heute gibt.
      Danke, dass ich mir das hier von der Seele schreiben darf.
      Ich wünsche euch allen, dass ihr einen anderen Blick auf die Welt habt.
      Bleibt, so gut es geht, gesund.
      Aelice
      Mir schwirrt alles Mögliche durch den Kopf, raubt mir auch oft den Schlaf.
      Nachdem ich vor kurzem meine Mum urplötzlich verloren habe, ist auch die Trauer um meinen Mann wieder omnipräsent. Nach den 2 Jahren, seit er von mir gegangen ist, hatte ich mich wieder einigermaßen im Griff - alles zusammengestürzt, es geht von vorne los, und das nun auch noch doppelt.
      Ich lebe momentan in Angst, schlicht und ergreifend Angst. Ich bin allein. Meinem Mann und mir waren keine Kinder vergönnt. Mein Papa ist schon lange tot, er starb an Leukämie, als ich 7 Jahre war. Die Geschwister meiner Mum - es waren mal 9 - haben sich auf 2 dezimiert. Meine Tante ist 84 und wird zunehmend bettlägerig und dement - eine Frage der Zeit.... Mein Onkel ist 73 und gesundheitlich sehr angeschlagen. Zu einem Cousin und dessen Frau habe ich seit dem Tod meiner Mum wieder Kontakt, aber uns trennen 300 km und viele Jahre, in denen wir aufgrund der räumlichen Entfernung kaum mehr zusammengekommen sind, jeder hat halt sein eigenes Leben gelebt und ist seinen beruflichen und familiären Verpflichtungen nachgegangen. Wen also habe ich noch? Meine beste Freundin ist vor 2 Jahren nach China ausgewandert (ausgerechnet), eine weitere sehr gute Freundin rutscht seit Jahren trotz therapeutischer Hilfe immer tiefer in ihre Depression ab, ohne dass ich etwas dagegen tun könnte. Was bleibt, ist der Kollegen- und Bekanntenkreis, aber diese Menschen, so lieb sie alle sind, können die Vertrautheit und Innigkeit, die man mit seinen Liebsten hatte, natürlich nicht ersetzen.

      Und jetzt sitze ich auch noch zuhause, weil es bei uns im Büro 2 Corona-Verdachtsfälle gibt. Unter Menschen kann man auch nicht mehr (was ich nicht verurteile, ganz im Gegenteil), aber es macht einsam...

      Zum Kuscheln und Liebhaben habe ich zum Glück meine 2 Fiffis, die beiden sind so hinreißend, die merken, da stimmt was nicht, und hängen mir auf Schritt und Tritt am sprichwörtlichen Rockzipfel.

      Meine Zukunftsangst können sie mir aber nicht nehmen.... Ich wollte etz eigentlich alles regeln, was mich persönlich betrifft; Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Testament etc. - bin aber wie gelähmt, weil mich diese Coronakrise zusätzlich schrottet.

      Lasst uns gesund bleiben und hoffentlich nicht den Mut verlieren.

      Alles Liebe,
      Ena
      Ja liebe Enda, mit all den Gedanken und Gefühlen bist du nicht wrklich allein.
      Nich talle hier haben große Familien, viele Freunde oder gar KInder, nein im GEgenteil lese ich oft wie allein Menschen sein könne, sich fühlen.
      Nein ich bin auf dem LAnd groß geworden, in dem Maßen kannte ich das allein sein müssen nicht - auf dem Lande ist eigentlich nur allein, wer das auch wirklich will- sich abschottet irgendwie.

      Der Tod läuft immer mit sagte meine Oma gern, gestorben wird immer und irgendwann ist einer immer der letzte.
      Wenn ich mich umschaue, na ja - ich schotte mich ja gerne immer mal wieder, bis keiner mehr da ist der dafür VErständnis aufbringen kann und will.
      NUn ist mein Vater noch - der Tod rückt also immer nähre dann bin die GEneration welche - na ja wenn der Tod sich daran hält- tut er ja nicht immer.
      Ja manchmal macht mir das große Angst, dann wieder ist es mir egal, gehen müssen wir ja alle.
      Sicher da wäre meineTochter noch die alles regeln müsste, die ich trauernd zurücklassen müsste - sie würde dann leiden wie ich ?
      Ich hoffe nicht, mit ihr habe ich die Trauer anderes aufgearbeitet, für sie ist das mehr NOrmalität als wie es für mich war.
      Ob das aber eine Garantie ist, ich glaube nicht.

      ALso würde ich dich in diesem Moment glücklicher schätzen - keine ANgst um ein KInd haben müssen, gemusst haben, haben werden, wie auch immer.
      Nicht sterben müssen in der Not ob das Kind gut durch kommt so ohne einen.

      Dann aber werden viele schreien - bist du verrückt Funny, so etwas doofes habe ich selten von dir gelesen und ich werde wissen ja sie haben genau so Recht, wie ich in dem Moment als ich vor Angst um ein KInd lieber sterben wollte.
      Es sind die Momente aber derren Gedanken einfach da sind, da sein dürfen, müssen vielelicht um am Ende zu erkennen das alles mehrere Seiten hat - alles!

      Corona hin oder her, dass es mal so kommen muss war mir klar, nur nicht wann und in welchem Ausmaß.
      Gerade geht das alles noch, mag ich vielleicht viel mehr Angst davor haben was da noch zu kommen gedenkt - später.
      Die Natur schlägt zurück - das hat sie immer, wird sie immer wieder, wir müssen durch da, es gehört zum LEben, auch wenn unsere Generation bisher mehr Glück hatte als die vor uns.

      Schrecklich die Bilder da aus Italien, am liebsten würde ich weggucken- helfen würde mir das dann auch nicht - hinschauen und anfangen zu beten, wenn ich das dann noch hinbekomme - nein mehr bleibt gerade nicht.

      Du hast deine HUndis, das freut mich sehr für dich, und mit deiner Arbeit und den KOllegen wohl noch mehr als einige andere hier. China, weit weg aber durch Internet etwas näher.
      Ich weiß das alles kann dir deine ANgst nicht nehmen, lässt sich das auch nicht schön reden - es ist wie es ist, schön das du hier bist *dück*

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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