plötzlich und unerwartet

      plötzlich und unerwartet

      Hallo da draussen,

      ich möchte gern die Gelegenheit nutzen,mir meine sorgen von der leber zu schreiben, bzw.suche ich tipps und ratschläge.

      Am 9.10.wollte ich(m,44) mit meiner Familie meine Silberhochzeit feiern und mit allen abends essen gehen.meine mutter(77) hat am nachmittag noch mit uns kaffee getrunken und wollte auch mit,gab aber an,sich nicht wohl zu fühlen und wollte lieber heim bleiben.wir sind dann ohne sie los,aber nach gut einer halben stunde rief sie mich an und meinte,es ginge ihr sehr schlecht.ich bin dann sofort heim und hab sie im sehr schlechten zustand vorgefunden,während ich auf den notarzt wartete,kollabierte meine mutter,so das ich erste reanimationsmassnahmen einleitete(ich bin exam.Fachkrankenpfleger).
      bis meine mutter dann transportfähig war,vergingen gut 1,5h,in dieser zeit war sie zweimal mehr oder weniger klinisch tot.
      sie lag dann noch bis zum 19.10. vollbeatmet und unter dauerreanimationsbedingungen auf einer ITS,ehe sie dann für immer einschlief.

      es stellte sich dann später heraus,das sie am 9.10. sowie am 17.10 einen Hinterwandinfarkt hatte.dies waren dann ihre infarkte nummer drei und vier(die ersten beiden hatte sie in den neunziger jahren und wurde damals auch operiert(bypass und künstliche herzklappe).
      am letzten freitag war dann die beisetzung und seit samstag bin ich wieder arbeiten(war auch zwischendurch auf arbeit,hatte aber letzte woche frei,um die bestattung zu organisieren).
      ich muß dazu sagen,das ich meine eltern immer in nächster nähe habe,sie wohnen auch bei mir im haus,haben sich immer um die enkel rührend gekümmert,ich habe meine mutter in den letzten jahren bei all ihren kleinen wehwehchen betreut,bin ja vom fach.ich war immer ihr bezugspunkt,ihr"kronsohn" sozusagen.hatte ja schon bei ihrem zweiten infarkt( 1998 ) das ganze procedere der reanimation miterleben müßen,so das sich unsere beziehung weiter intensivierte.
      da auch mein vater(79) bei uns wohnt,war es in den letzten wochen meine hauptaufgabe,mich um ihn zu kümmern,ihn mit der situation vertraut zu machen,das seine ehefrau nicht wieder kommt.es dauerte ja 10 tage,bis meine mutter endgültig von uns ging und die beiden waren 57 jahre verheiratet.Er hat sie auch nicht nochmal gesehen,war während der reanimation hier bei mir daheim nicht anwesend;gott sei dank

      ich dachte eigentlich,das es jetzt etwas ruhiger in mir wird,aber irgendwie rebelliert jetzt mein körper.ich kann mich zwar im dienst gut anpassen,falle dann aber daheim in ein riesiges loch.
      mir ist schlecht,hab durchfall,kann nichts essen,habe herzrasen,enge in der brust,bin kaum körperlich belastbar und extrem müde(gut,in den letzten vier wochen war mein schlaf eher am unteren level,wenn ich endlich mal schlafen konnte,gabs albträume usw.).halt typische symptome für eine depressive verstimmung.

      manchmal möchte ich einfach losheulen,aber irgendwie klappt das nicht.während der beisetzung kamen schon ordentlich tränen,aber es war nicht befreiend,so wie ich es mir gewünscht hätte.

      nun meine fragen,wie sind andere damit umgegangen,hat jemand tipps,was ich besser machen kann(versuche mich auch abzulenken,aber irgendwie klappt nichts).
      ich will auch nicht unbedingt zum hausarzt,da gibts eh nur ein paar pillen und nen AU-schein.

      LG
      Santa-Fe
      Grüß Dich Santa Fe,

      wenn Du Dich mal in Ruhe durch unsere Beiträge liest, wirst Du feststellen, es gibt für den Umgang mit der Trauer keine Tipps, keine Ratschläge, keine Gebrauchsanweisung. Sie lässt sich nicht austricksen, nicht umgehen, nur kurzfristig durch Ablenkung unterdrücken, man muss sie durchleben.

      Wenn ich mir Deinen Beitrag durchlese, so habe ich das Gefühl (wir sind alle keine Psychologen) Dir steht Dein Beruf im Weg. Das liest sich vor allem im ersten Teil wie ein sachlicher und professioneller Bericht über eine Krankengeschicht. Du hast sicher lernen müssen, das Leid Deiner Patienten nicht so nah an Dich rankommen zu lassen, eine gewisse Distanz zu wahren wenn es um Reanimation, Schmerzen, Angst usw usw. geht. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser "Panzer" sich nicht so leicht abstreifen lässt. Dass sich der Druck anderweitig und eben in körperlichen Symptomen ein Ventil sucht, dazu brauchen wir wohl keine Mediziner zu sein, dass das plausibel ist.

      Mein Rat, der wirklich nur meinem Bauchgefühl oder dem normalen Hausverstand entspringt wäre, Dich vielleicht doch mal eine Weile krankschreiben zu lassen, damit Deine Seele nachkommen kann auf dem Weg durch die Trauer, der vor Dir liegt. Wenn Du zur Ruhe kommst, Dich in Gedanken mit Deiner Mama und nicht mit der Patientin beschäftigen kannst, vielleicht löst sich der Knoten dann. Deinen Zustand würde ich nicht gleich depressiver Verstimmung nennen. Die hat man wenn kein Grund da ist, am Boden zu sein. Dein Zustand ist wohl unterdrückte Trauer. Trauer fühlt sich so an. Wir haben oder hatten wohl alle Alpträume, Schlafstörungen, keinen Appetit, Kreislaufprobleme, das Gefühl, einen Panzer ums Herz zu haben. Das löst sich mit der Zeit, aber dazu muss die Seele erst mal kommen können.

      Ich wünsche Dir, dass Du eine Möglichkeit findest, Dir eine Auszeit zu nehmen und nicht nicht mehr der Fachmann per Verstand die Kontrolle über Dich hat, sondern dass es Dir möglich ist, das Kind zu sein, dass nun seine Mutter verloren hat und da ist es völlig unwichtig, wie alt Du bist.

      Herzliche Grüße
      Beauty
      Danke Beauty für deine tröstenden worte.

      ja,ich bin sicher zu sehr in meinem job eingebunden,ich hab auch mit absicht nicht geschrieben,in welchem tätigkeitsbereich ich in der pflege tätig bin.nur soviel,ich bin dort seit 1985 tätig und erlebe täglich alle facetten des lebens.auch der umgang mit verstorbenen ist mir nicht fremd,habe über jahre hinweg aussegnungen in unserem haus vorbereitet und mit unserem seelsorger durchgeführt.

      durch einen schweren schicksalsschlag vor zwei jahren(wir haben damals unseren schwiegersohn durch einen tragischen arbeitsunfall verloren,er war grad 20 und noch in der ausbildung) hab ich schon einmal sowas ähnlichen mitmachen müßen und mich dann intensiv in meinen job gestürzt,hab zusatzausbildungen absolviert und dienste ohne ende geschoben,nur aussegnungen hab ich seitdem nicht mehr gemacht,das ging nicht mehr.
      es hat lange gedauert,um damit fertig zu werden.


      der plötzliche tod meiner mutter kam komplett überraschend,sie war erst tage vorher beim arzt,alles war im grünen bereich.das einzige,was mir sorgen bereitete,war eine leichte,beginnende demenz,also auch nichts wirklich bedrohliches.sie stand mit beiden beinen,trotz ihrer 77jahre, im leben.

      ich war die letzten 10 tage ihres lebens an ihrem krankenbett,hab gehofft,obwohl ich wußte,das keine hoffnung mehr bestand,hab zusammen mit meiner schwester an ihrem bett geweint und gelacht,wir haben alte geschichten unserer kindheit vorgekramt. eine lange zeit zum verabschieden,wenn man den von einem"abschied" sprechen kann.
      eigentlich hab ich seit dem 9.10. nur noch funktioniert.

      ich hab seit dem WE viel hier im forum gelesen,es tat sehr gut und heute endlich fand ich den mut,mich hier zu äußern.als mann sich seine eigenen schwächen einzugestehen,fällt nicht leicht,aber es tut unendlich gut.

      liebe grüße aus dem schönen Harz
      Santa-Fe
      "....in den Job gestürzt, Dienste ohne Ende" - vielleicht ist das der Knackpunkt. Vielleicht bist Du eben gar nicht damit fertig, was damals passiert ist, sondern Du hast es mit Arbeit zugeschüttet. Und nun hat der Tod Deiner Mutter das wieder hochgeholt. So schwer die 10 Tage an ihrem Bett waren, so wie Du erzählst, wie Du sie mit Deiner Schwester begleitet hast, das hört sich "gesund" an.

      Tja und dass sich Männer in unserer Gesellschaft schwer tun, das ist ja leider immernoch so. Ich sehe in meinem Umfeld, dass trauernde Männer versuchen, das Geschehene zu managen, zu verarbeiten im wörtlichen Sinne. Das geht aber nicht. Trauer ist doch keine Aktivität sondern ein Gefühl, das gelebt werden will wie Freude, Angst oder Ärger. Das kann man nur ausleben. Trauerarbeit zu "leisten" das hört sich an, als ob man eine Bringschuld hätte. Man muss nur fleissig genug dran arbeiten, dann überwindet man sie. Das funktioniert ganz sicher nicht.

      Es ist jetzt bei Dir ein paar Wochen her, dass Du von Deiner Mutter Abschied nehmen musstest. Wir alle hier haben es erlebt, wie diese ersten Wochen und Monate ablaufen. Man funktioniert erst mal. Es muss ja so vieles erledigt werden. Dann denkt man, so die Trauerfeier ist vorbei, alle Post beanwortet, alle Behördengänge erledigt usw., nun wird es leichter. Nein, es wird nicht leichter, denn jetzt geht es erst los. Jetzt fällt man in das Loch. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich morgens auf der Bettkante sass und nicht wusste, wozu ich eigentlich aufstehen sollte. Ich hatte meinen Mann verloren. Mein Sohn wohnt nicht mehr bei mir, also war ich alleine. Die freien Tage, ohne den Druck der Arbeit waren besonders schlimm. Wochenenden ein Alptraum, der sich hinzog wie Kaugummi. Aber irgendwann hab ich angefangen, mich selbst zu beobachten. "So fühlt sich also Einsamkeit an". "Heute bin ich vor allem wütend, dass er mich mit der ganzen Sch... alleine gelassen hat" Wir haben im normalen Leben gelernt, nicht mehr wirklich in uns hineinzuhören. Unsere Gefühle im Griff zu haben. Manchmal macht uns das ja sogar Angst. Und ich denke es ist menschlich, Angst zu haben. Egal ob Männlein oder Weiblein. Und es ist menschlich und macht uns menschlich, das auch zugeben zu können.

      Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Weg findest und wieder Licht am Ende des Tunnels siehst. Vielleicht hilft es ja schon, hier im Forum Dir alles von der Seele zu schreiben, was im Alltag runtergeschluckt werden muss. Wobei, warum muss es das eigentlich??????? Vielleicht kannst Du Dich ja wirklich mal einfach eine Weile ausklinken und was für Dich tun. Für andere warst Du lange genug da.

      Liebe Grüße
      Beauty
      Hallo Santa-Fe,

      vieles was du schreibst, kommt mir mehr als bekannt vor ... ich bin gelernte Arzthelferin und hab durch die Ausbildung so einiges an Wissen mitbekommen ... trotzdem hat es mich "weggehauen" als mein Vater ins Koma fiel und wir ihn 15 Monate gepflegt haben, bevor er sterben "durfte"

      Heute weiß ich, dass dich nichts ... aber auch wirklich nichts ... darauf vorbereitet, wenn ein liebgewonnener Mensch geht ... egal welches Vorwissen man angesammelt hat... der Hammer sitzt und trifft :(

      Du kannst nicht viel tun ... aber du kannst ruhig versuchen, zu zu lassen ....durch zu atmen ... nach zu denken ... versuchen zu akzeptieren ... und vor allem versuchen, dem Schmerz einen Platz zu geben ..... mehr geht nicht !

      Und genau diese "Machtlosigkeit" macht, vor allem wegen dem "Wissen", eben so .... machtlos !!!

      Nichts was du wusstest, weißt und irgendwann wissen wirst, wird etwas an der Tatsache verändern .... es passiert einfach ... und wir stehen "einfach" daneben !

      Dein Körper spielt "verrückt" weil er dir Grenzen aufzeigt ... auch das ist "normal" und okay - wenn du die Möglichkeit hast, gib ihm die Ruhe und lass ihn wieder durchatmen.

      Trauer bedeutet nicht nur seelische "Arbeit" ... auch der Körper ist intensiv damit beschäftigt .... und das braucht einfach ! - verteufel dich nicht, weil nicht alles so funktioniert, wie du dir das gerade wünschst ... halt einfach mal still und hör, was der Körper grad braucht ... ist es eine Auszeit ??? dann ist der "gelbe Schein" auch mal in Ordnung ..

      lieben Gruß
      Kerstin
      „Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden der bequem darunter durchlaufen kann!“
      Lieber Santa Fe,

      eigentlich steht schon alles richtige hier, was sollte dem so Wahren hingefügt werden können, es sei denn ein Mann schriebe hier von sich, seinem Erlebten seinen Gefühlen.
      Ja Männer erleben anders, irgndwie ein mir sehr bekannter Satz, Männer sind aber auch stark, tragen anders Verantwortung, weinen nicht.
      Ich empfinde das anders, ich habe ihn leiden sehen meinen Mann, sprechen darüber, unmöglich, trösten ein Unding.
      Auch er stürzte sich in die Arbeit, der Tagesablauf war gesichert, oh wie stark er doch war, nur keine Schwäsche zeigen.
      Ich habe sie gespürt die Tränen, die er nicht geweint hat, ich habe sie gesehen die heimlichen.
      Auch er hat sich einen Panzer umgelegt, einen Panzer den er heute noch trägt einen der sich ständig weiter festigt ihn unnahbar gemacht hat.
      Ich hätte ihn gerne anders erebt, wie er seine Gefühle rausschreit, den Himmel verurteilt, das Leben für diese Ungerechtigkei was auch immer.
      Nichts, nur Verbitterung ist ihm geblieben, weil (mein) Mann eben so ist.
      Er sorgt für Zukunft, seine aber die hat er vergessen, weil er nicht im Jetzt leben kann.
      Genau diesen Satz hatte ich gesucht schon seit längerem.
      Auch die Zukunft wird ein Jetzt haben.
      Für dich ein Satz den ich anders schreiben sollte - Wenn du die Trauer jetzt nicht verarbeitest sie besiegst, sie annimmst dann wird sie deine Zukunft sein.
      Sie wird nicht vershwinden, einfach weg sein wie ein unbehandelter Schnupfen es kann, eine einfache Grippe, sie kommt sie geht sie dauert wie war das noch, mit Medikamenten 14 Tage, ohne 2 Wochen.
      Nein ich bin nicht wirklich vom Fach, ich bin nur Mutter, ich darf das so schreiben.
      Ja die erste Trauer die steckt noch, diese dazu stecken wäre nicht ratsam.
      Denk an dich, vergiss dich nicht, ein Satz den ich gerne besnutze, ich die den SInn dessen selbst nicht wirklich beachtet, wohl wissend was sich daraus entwickelt.
      Urlaub, Auszeit, mit Krankenschein, egal wie, der beste Rat den auch ich hätte.
      Trauer ist keine Krankheit kann aber viele auslösen.

      Auch ich wünsche dir was, Dich, dich zu nehmen zu tragen wie ein wertvolles Geschenk das auch so behandelt gehört.
      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      als erstes möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken,die geschriebenen worte taten mir sehr gut.
      ich werd wohl doch die reißleine ziehen und erstmal beruflich kürzer treten,hab aber noch zwei sehr wichtige weiterbildungen vor mir,die ich unbedingt absolvieren muß.aber dann ist erstmal feierabend.
      die größten probleme macht z.zt.mein körper,die erschöpfungszeichen sind sehr nervig,angefangen von unendlicher müdigkeit(na gut,hab in den letzten vier wochen mehr oder weniger von kaffee und zigaretten,sowie sehr wenig schlaf gezehrt),über appetitlosigkeit bis zu verdauungsproblemen.
      ist es normal,das man so in ein loch fällt?
      angefangen hat der fall am grab meiner mutter,vorher ging es eigentlich.
      scheinbar ist es endliche der situation,jetzt wo mutter ihre letzte ruhe gefunden hat.vorher gabs so viel zu erledigen,termine hier und dort,ständig auf achse und nun ist da diese "ruhe",die gedanken haben nun zeit zum kreisen und es wird immer deutlicher,wie sehr unsere mutter uns fehlt.das geht bei banalen dingen los:
      da meine frau und ich in schichten arbeiten gehen,hat unsere mutter immer,wenn meine frau spätdienst hatte,das abendbrot für meinen sohn und mich gemacht,jetzt sitze ich am abend allein mit ihm in der küche und koche für ihn.
      ich bin jede woche einmal mit meiner mutter zum einkaufen gefahren(wir wohnen auf`m dorf),ich kannte ihren einkaufszettel auswendig,nach all den jahren :)
      jetzt gibt mir mein vater nen zettel und ich bringe alles von unterwegs mit.

      ich hab jetzt angefangen,von meiner mutter ein paar sachen zu sortieren.es ist schon kurios,was man so alles findet.da tauchen sehr viele erinnerungen auf,teilweise sehr lustige, wie auch traurige.
      wir haben längst verschollen geglaubte bilder vergangener urlaube gefunden,andenken an urlaubsorte,aber auch dokumente meiner mutter,welche mir nicht bekannt waren.es ist ein wechselbad der gefühle,aber es tut sowohl meinem vater,wie auch mir sehr gut.wir sitzen abends oft zusammen und erzählen einfach nur von früher.das ist einerseits für meinen vater ganz,so werden seine grauenzellen gefordert und auch mir hilft das.

      was mir halt zu schaffen macht,ist das plötzliche dieser situation,man hatte nicht wirklich zeit sich darauf vorzubereiten.das war schon beim tod unseres schwiegersohns so,von einer sekunde zur nächsten ändert sich alles.auch bei meiner mutter jetzt,nachmittags halb vier noch kaffee getrunken und zwei stunden später war sie eigentlich schon tod.das ist so unbegreiflich.
      als meine großeltern starben,war das ein längerer prozeß,beide waren schwer krank und lagen über längere zeit in kliniken und dann daheim,da war das ableben abzusehen und besser zu verarbeiten.ich habe beide großeltern auch gepflegt,hab mich um die beisetzung gekümmert usw.
      jetzt kann ich mir auch erklären,bzw.erlebe es selber,das mein vater damals sich nicht wirklich um alles kümmern konnte,es waren seine eltern,welche gegangen sind.auch er hatte ein sehr inniges verhältnis zu seinen eltern,war einzelkind und eben sehr verwöhnt.genau wie ich(meine schwester ist 13 jahre älter,daher bin ich eigentlich als einzelkind groß geworden ;) )
      vater wirkte damals auch sehr geschockt,obwohl wir alle wußten,das die zeit der großeltern nicht unendlich ist.

      LG
      Santa-Fe
    Liebeskummer Sorgen Forum