Meinem Geliebten Mann und meine Mutti

      Meinem Geliebten Mann und meine Mutti

      Hallo Ihr Lieben,

      Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Es ist ein bisschen viel was ich in letzter Zeit aushalten muss.

      Es war der 01.03.2013, der mein gesamtes Leben zerbrechen lassen sollte. Es war ein ganz gewöhnlicher Freitag. Mein Mann ging nach dem Frühstück zur Arbeit wenig später fing ich an Vorbereitungen zum Mittag zu machen. Als wir gegessen hatten ist mein Mann noch mal für 2 Stunden arbeiten gegangen. Ich freute mich irgendwie schon richtig aufs kommende Wochenende, warum weiß ich selbst nicht mehr. Also fuhren wir nach der Arbeit einkaufen. Alles war wie immer. Wir, mein Mann und ich lachten und feixten miteinander. Wir hatten eine sehr glückliche Beziehung. Wir lernten uns als Kinder kennen und als ich 18 war habe ich mich in meinen Mann verliebt. Wir heirateten erst nach 18 Jahren, weil ich vorm heiraten Angst hatte.
      Wir packten die Einkaufsachen aus und mein René holte die Getränke aus dem Auto. Da geschah es, ich hörte einen lauten Knall und bin sofort raus. Da lag mein Mann. Atmete noch, aber er war ganz grau. Ich stürmte rein und rief sofort den Notarzt. Ich weiß nur noch, das ich gebrüllt bzw. Geschrien habe. Es war alles so grausam. Er hatte schon Kot und Urin verloren. Den Geruch hatte ich noch lange in der Nase. Der Notarzt kam ganz schnell. Ca. 4 min hat es gedauert, da war mein Mann noch bei Bewusstsein. Das änderte sich aber schlagartig als der Notarzt ankam. Sie fingen sofort an zu reanimieren. Das ganze dauerte von 15.40 Uhr bis 17.16 Uhr. 17.16 Uhr ist mein Mann verstorben. Er ist nur 46 Jahre alt geworden. Ich bekomme die Bösen Bilder nicht aus dem Kopf. Ich bin erst 40 Jahre und hatte bisher ein ganz tolles Leben.

      Ich war wohl 2 Wochen in einem absolutem Schockzustand. Mir war kalt obwohl der Kamin an war, mein Körper vibrierte. Ich muss dazusagen, das ich nach erfolgreicher Chemotherapie vor 16 Jahren mit vorangegangener Operation wegen eines Ovarialkarzinoms, eine spastische Halbseitenlähmung erlitt, die bis heute anhält. Ich kann das alles noch gar nicht Glauben, da kommt die nächste Katastrophe. Ich bin nur am weinen.

      Meine Mutti hat seit ca. 2 Jahren Gallengangskrebs. Es waren nicht nur für Meine Mutti Höllenqualen, sondern auch für uns Kinder und besonders meinem Papa, der meine Mam liebevoll gepflegt hat. Nun ist meine Mama am 24.04.2013 auch eingeschlafen und ich war dabei. Nun am 10.05.2013 schon wieder Beerdigung.

      Mir wächst im Moment alles über dem Kopf. Haus, Garten, Hund, Katze, Aquarium (740 Liter), die Firma meines Mannes, die bereits vor dem Verkauf steht, uvm. Es tut mir gut mir das alles von der Seele zu schreiben. Aber ich habe auch ganz tolle Freunde die mich nicht im Stich lassen. Seid alle gedrückt.
      Entschuldigt bitte manche Schreibfehler.
      Andrea
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Ich habe Dich über alles lieb, ich liebe Dich!

      Hallo Ihr lieben,

      Habe ein hartes aber doch angenehmes Wochenende hinter mir. Es kann aber nicht meine Trauer unterdrücken. Mein Mann fehlt mir von Stunde zu Stunde immer mehr und ich dachte es wird immer weniger. Er fehlt mir so. Ich hatte vorher noch nie einen richtigen Sterbefall in der Familie und dann gleich mein Mann, ich bekomme das einfach nicht in meinem Kopf rein. Ich kann mir ein Leben ohne Ihn einfach nicht vorstellen. Es ist einfach so leer. Heute am Muttertag hätte ich auch gerne meine Mama angerufen und ihr meine Sorgen erzählt. Jedoch haben wir sie am Freitag auch zu Grabe getragen. Was muss ein Mensch doch alles ertragen. Die Wunde in meinem Herzen wird niemals heilen. Ich habe Angst nie wieder richtig glücklich zu sein. Ich möchte Euch auch nicht noch weiter runterziehen und finde für vieles keine Worte. Meine Seele ist einfach nur kaputt.

      Eure Andrea


      Eine Kerze für meinen René :kerze2: Und eine zum Muttertag für meine Mama :kerze4:
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Liebe Andrea,
      Du ziehst uns nicht runter. Entweder, man ist selbst ganz unten und dann erreicht einen der Bericht eines anderen sowieso nicht wirklich, oder man hat ein bisschen Kraft, wenigstens so viel, um davon noch etwas abgeben zu können. Und dann ist man auch bereit, einem anderen wenigstens virtuell die Hand reichen zu können. Also nimm hier zumindest keine Rücksicht. Hier ist unser Platz, hier dürfen wir sein, wie wir wirklich sind.

      Hab keine Angst Andrea, die Wunde wird heilen, auch wenn Narben bleiben. Damit aber wirst Du leben können und auch wieder Glück spüren können. Ich konnte mir das damals auch nicht vorstellen. Aber ich und viele andere haben es erlebt.

      Liebe Grüße
      Beauty
      Hallo Andrea,

      für mich sind die Ereignisse auch noch ganz frisch (4 Monate) und alles was ich bisher über die Phasen weiß, die man durchlaufen muss, ist, dass am Ende steht, dass man da offen durchlaufen muss. All der Schmerz muss zugelassen werden, da bin ich irgendwie gerade angekommen.
      Aber wie du schon schreibst, sind wir es nicht gewohnt uns solchen Schicksalsschlägen entgegen zu stellen, gerade wenn wir ansonsten ein ziemlich erfülltes Leben haben hier in Deutschland.

      Deien Verwirrtheit wird nachlassen, aber man sollte sie vielleicht auch behandeln. Ich nehme Medikamente damit ich ruhiger bin und die Realität nicht in einer surealen Welt auflöst.

      In jedem Falle mein Beileid und den Zweifeln am Leben den Kampf ansagen!
      Alles andere wird dauern... man kehrt nicht mehr zurück zu der Person, die man mal war.

      Liebe Grüße Gert

      Danke für Eure Anteilnahme

      Hallo nochmal Ihr Lieben,

      vielen Dank für Eure Nachrichten. Ich werde natürlich auch nach vorne schauen. Mein Mann ist ja auch erst seit 9 Wochen tot. Ich finde es nur so ungerecht das er gehen musste. Ich werde kämpfen und es annehmen. Schön ist es das man so viel Unterstützung bekommt. Und jetzt kommt der Hammer, habe gerade mit einen meiner allerbesten Freunde telefoniert und er sagt mir das meine Freundin Krebs hat. Unsere Freunde wollten mir es erst nicht erzählen, aber da ich heute bei Ihnen war und sie nicht zu Hause habe ich einfach angerufen, weil ich einen Beutel vor die Tür gestellt habe. Und da hat er mir gesagt, dass sie ganz schwer krank ist. Was ist das für ein Jahr? Hoffentlich geht es schnell zu Ende.

      Bis dann Ihr Lieben. Vielleicht kann ich ja mal bald was positives schreiben.
      Eure Andrea
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Heute ein ganz schlechter Tag

      Und ich weiß nicht warum. Bin nur am Weinen und gebrochen habe ich auch schon. Der Tag fing gut an, aber hört verdammt schlecht auf. Hoffentlich ist es nur heute so. Meine Gedanken Kreisen heute pausenlos um René und ich schaffe nicht das was ich mir vorgenommen habe. Mach ich's halt morgen.

      Ich hoffe Euch geht's heute besser!

      :knuddeln: Andrea
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Hallo Andrea,

      es gibt einfach diese Tage, an denen einfach nichts geht. Man nicht genau weiß, warum heute ? Ich hatte Wochen, da wurde es Tag für Tag besser und dann kommt wieder einer oder auch mehrere Tage, wo alles zusammenbricht, wo man das Gefühl hat, es wird nicht besser. Es fühlt sich genauso schlimm an wie am ersten Tag. Es gibt bei mir heute noch Tage (der Tod meiner besten Freundin ist fast 1,5 Jahre her), da möchte ich einfach nur zu ihr rüber gehen und mit ihr reden. Nur einmal noch. Ihren Rat hören. Mit ihr Lachen.....Mit ihr weinen... reden....Sie wird immer jemand sein, den ich mein Leben lang vermissen werde. Und das tut auch heute noch so weh. Trauer hört nie auf. Sie verändert sich nur. Es wird leichter mit der Zeit. Aber das Gefühl von Verlust bleibt. Stärke ist das was wir dann brauchen aber auch Geduld und Verständnis für uns selbst. Lass dir die Zeit.

      Liebe Grüße Katina

      Tja, was soll ich Euch sagen

      Es ist alles sehr schwer zu ertragen. Am Freitag wird es ein Vierteljahr und ich vermisse meinen Mann von Tag zu Tag mehr. Am Donnerstag haben wir Hochzeitstag und mir wird heute schon ganz schlecht wenn ich daran denke. Heute Nacht habe ich von meinem René geträumt. Es war kein schöner Traum, so dass ich den ganzen Vormittag geweint habe.

      Ich habe geträumt das er wieder nach Hause gekommen ist. Er hat dann gleich zu mir gesagt, dass er erst mal Läufen geht, schon eigenartig, weil er nie Sport getrieben hat. Also lief er los. In der Zwischenzeit bekam ich Panik, weil ich ja die ganzen Sachen von Ihm entfernt habe, selbst die meisten Ordner aus unserem Gästezimmer. Ich dachte mir nur, was mach ich bloß, ereil sich doch bestimmt nach dem Sport umziehen. Was wird er sagen, das ich hier vieles erneuert habe. Ich kann Euch sagen, dass war echt ne Panik. Dann kam er wieder vom Laufen und ich sah, dass er vorm Haus ganz grau wurde und wieder umgefallen ist. Er kam nicht mehr Heim. Dann bin ich vor later Alptraum aufgewacht. Ich musste mich am Frühstückstisch mit meinem Besuch ganz schön zusammenreißen. Aber dann konnte ich auch nicht mehr und fing an zu weinen. Habt Ihr solche Träume auch schon gehabt?

      Ganz liebe Grüsse Andrea
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Hallo Andrea,

      habe auch nochmals deine Geschichte gelesen.
      Es tut mir so leid,du hast echt soviel schreckliches schon durchmachen müssen.
      Wenn ich eine Geschichte wie deine lese,dann frage ich kich,wieviel kann ein Mensch aushalten.warum müssen Menschen solche Dinge aushalten.
      Was machst du,damit du nicht durchdrehst?

      Fühl dich umarmt :knuddeln:
      Ich fühle mit dir,meine Mama fehlt mir auch so sehr.
      Katja
      :kerze1:

      Fallen Angel schrieb:

      Hallo Andrea,

      habe auch nochmals deine Geschichte gelesen.
      Es tut mir so leid,du hast echt soviel schreckliches schon durchmachen müssen.
      Wenn ich eine Geschichte wie deine lese,dann frage ich kich,wieviel kann ein Mensch aushalten.warum müssen Menschen solche Dinge aushalten.
      Was machst du,damit du nicht durchdrehst?

      Fühl dich umarmt :knuddeln:
      Ich fühle mit dir,meine Mama fehlt mir auch so sehr.
      Katja
      Liebe Katja,

      Ja es ist eine schwere Zeit, aber die schwerste liegt hinter mir. Nach fast 8 Monaten kann ich auch wieder einigermaßen am Leben teilhaben. Es gibt mittlerweile viele schöne Tage aber natürlich auch Tiefen. Diese werden deutlich weniger und dauern auch nicht mehr so lange an. Mein Papa und ich versuchen das Beste aus unserer Situation zu machen. Es wird schon :knuddeln: :knuddeln: :knuddeln:. Ich brauche lange nicht mehr so viel Kraft wie vor einem halben Jahr.
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Hallo Andrea,

      kaum vorstellbar im Moment,dass der Schmerz weniger wird oder man auch gute Tage hat.
      Im Moment sind die Tage nur schleppend schwer!
      Der Tod ist so etwas unfassbares,ich verstehe es nicht,den geliebten Menschen nie wieder zu sehen....
      Wie soll es bloß werden,wie kann man leben,sich freuen ohne an das Schlimmste was passiert ist,zu denken?

      Manchmal denke ich,ich halte es kaum aus.
      :kerze1:
      Der Schmerz wird immer bleiben, aber es wird leichter wenn wir den Tod unseres Partners angenommen haben. Bei mir hat es lange gedauert bis ich es realisiert habe. Er kommt nicht mehr wieder und ich muss mich damit abfinden, auch wenn es die ersten Monate nicht leicht war. Trost hat mir gegeben das ich nicht alleine war und anderen auch sowas passiert. So schlimm es auch ist. Dadurch konnte ich aber mit dem Tod meines Mannes einigermaßen Kraft schöpfen und ich wollte allen zeigen das ich es auch alleine schaffen kann.
      :knuddeln: :knuddeln: :knuddeln: :knuddeln: :knuddeln: :knuddeln: und Du schaffst es auch. Gemeinsam sind wir stark. Man entwickelt ungeahnte Kräfte.
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

      Liebe Andrea,

      Es tut gut,zu hören,dass der Schmerz besser wird.
      Wie gesagt,im Moment kann ich es kaum glauben.....es ist schwer für mich das alles zu realisieren.
      Manchmal denke ich,ich bin in einem schrecklichen Alptraum und kann nicht aufwachen,niemand kommt mich aufzuwecken.
      Aber leider ist es kein Alptraum.

      Zusammen sind wir stark :knuddeln:
      Katja
      :kerze1:

      Fallen Angel schrieb:

      Liebe Andrea,

      Es tut gut,zu hören,dass der Schmerz besser wird.
      Wie gesagt,im Moment kann ich es kaum glauben.....es ist schwer für mich das alles zu realisieren.
      Manchmal denke ich,ich bin in einem schrecklichen Alptraum und kann nicht aufwachen,niemand kommt mich aufzuwecken.
      Aber leider ist es kein Alptraum.

      Zusammen sind wir stark :knuddeln:
      Katja

      Ich weiss, genauso erging es mir auch. Ich wollte auch nicht glauben das es besser wird, ich hatte in den ersten Monaten eher das Gefühl, es wird immer schlimmer. :knuddeln:
      Den Weg, den Du vor Dir hast, kennt keiner.
      Nie ist ihn einer so gegangen, wie Du ihn gehen wirst.
      Es ist Dein Weg.

    Liebeskummer Sorgen Forum