Schuldgefühle nach dem Tode meiner Mutter

      Schuldgefühle nach dem Tode meiner Mutter

      Seitdem meine Mutter gestorben ist, plagen mich Schuldgefühle. Wir haben uns auch öfters mal gestritten und es vielen böse Worte. Mama, sagte einmal zu mir, "dann sterbe ich halt, dann hasst Du mich los." Hätte ich ihr doch niemals so weh getan. Sie hat dabei geweint. Nie, nie werde ich das vergessen und mit dieser Schuld weiter leben können. Ich hab meine Mama so sehr lieb, wie konnte ich da nur manchmal so hässlich zu ihr sein. Ich komme mit dieser Schuld nicht klar, dabei liebe ich meine Mama mehr als mich selbst. Hätte ich ihr doch nie so sehr weh getan. Niemals werde ich darüber hinweg kommen. Oh Mama, es tut mir so leid. Bitte, bitte verzeih mir. Ich vermisse dich und will nur noch bei dir sein. Ich bin schon ganz krank vor lauter Schuldgefühle und Sehnsucht nach dir. Ich lieb dich doch so sehr.
      Liebe Erika,

      auch ich hatte heftige Schuldgefühle nach dem Tod meiner Mutter. Wir haben uns nicht gestritten, aber ich habe sie so selten besucht, weil ich einfach glaubte, dass sie ewig leben würde. Sicher hat sie das oft traurig gemacht. Man kann einfach nichts mehr gut machen, wenn der geliebte Mensch gestorben ist. Ich glaube, dass deine Mama, trotz der bösen Worte, wusste, dass du sie liebst. Es ist leider oft so, dass gerade Menschen, die sich sehr lieben, sich auch sehr wehtun. Es tut ja gerade weh, weil man den anderen so sehr liebt. Deine Mama wird das auch gewusst haben. Und sie wird auch jetzt wissen, dass sie in deinem Herzen ist. Die Selbstvorwürfe helfen dir nicht. Hab deine Mama einfach lieb. Letztendlich zählt doch nur die Liebe.
      Mach dich nicht so fertig.

      Liebe Grüße

      Waltraud
      Liebe Erika,
      da falle ich doch gerade so voll in deinen Beitrag hier und habe meine Erinerungen mal aktualisiert.
      Dein Alter wüsste ich gerade gerne Mütter und Töchter, ein kutes Thema immer wieder, selbst ja Tochter gewesen, selbst Mutter, huch und was für eine, eine die Fehler macht, die sich so oft fragt - Himmel was mache ich nur falsch.
      Es fallen chon mal Worte die ich nicht mal deken mag ber meine Töchter holen mich in das, es ist doch so nicht gemient zurück, erklähren mir vielfach und immer öfter verstehe ich schon warum sie so weit gehen, selbst ich zu weit gehe.
      Es ist eine schwierige Mischung Liebe, erwachsen werden, Hilflosigkeit weil verstanden werden wollen, manchmal um jeden Preis.
      Ich und meine Mama, oh je, irgendwann ist man im Leben angekommen und steht vor der Mama die nicht anders kann als Mama sein, einem das für sie immer Kind bleiben sein klar.
      Worte fallen die erklähren sollen am ENde aber shcmerzen, nie aber und das mag ich betonen, wirklich weh sollten sie nie tun, Gefühle klar zwigen aber weh tun, nein.
      Es schaukelt sich hoch, das Hirn geht wohl in sows wie Fehlfunktion *lächel*

      Ich weiß wie sehr ich meine Mama geliebt habe, egal was auch immer war, sie wusste es und umgekehrt auch.
      Wie mit meinen Mädels, da trifft gerade Pubertät auch Wechseljahre und doch wissen wir, wir wissen es einfach.
      Ja es tut weh manchmal aber Liebe tut auch schon mal weh weil sie nicht immer nur ohne Worte verstehen läßt, Liebe einfach Liebe ist auf ihre Art in sämtlichen Situationen.
      Wenn ich in deinen Worten lese wie sehr du sie liebst, ja dann bin ich mir sicher sie wuste es, sie weiß es noch immer.
      Ja und noch etwas weiß ich so aus mir heraus, auch ihr taten ihre eigenen Worte mehr weh wie dir und doch auch sie ist nur ein Mensch, wird es nie so gemeint aber eben gesagt haben so wie du eben.
      Ja ein wie kann man nur, himmel aber auch - aber menschlich.
      Am Ende da bleibt die Liebe, das ist wichtig, keine Schuldgefühle haben bitt, schicke ihr deine Liebe, mit eiem Blick in den Himmel, aus deinen Gedanken heraus, zünde eine Kerze an, egal wo, lasse deine Liebe bis in den Himmel leuchten.
      Mach sie glücklich indem du lächelst, dein Leben in die Hand nimmst und nutzt was sie dir mit gab all die Jahre.
      Lass sie in dir weiterleben.

      LG,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Funny,
      ich lese oft und gerne deine Beiträge, aber gerade die letzten Zeilen in deinem Obigen , berühren mich
      stark! Das hätte von mir kommen können ( grins ).
      Ich bin ja auch Tochter und Mutter einer Tochter . Am Ende bleibt die Liebe.......... es passt soo gut!
      Liebe Grüsse von Mara
      Allein schon weil du mir so fehlst,
      bin ich mit dir verbunden. :kerze:
      Auch ich habe meine Mutter viele Jahre gepflegt. Und doch treffen mich Vorwürfe anderer seits immer wieder das ich mit Ihr Nachts nicht geduldig war und sie manchmal angegiftet habe, was sie denn jetzt schon wieder hätte ectr. Ich denke habe ich alles richtig gemacht, konnte ich es besser machen. Habe ich irgendein Zeichen übersehen. Bin ich schuld am Tod meiner Mutter, weil ich irgendein Krankheitszeichen übersehen habe.
      Hallo Hilde64,

      verstehe ich das richtig, dass Dir Vorwürfe von anderen gemacht werden? Wenn dem so ist, dann wäre meine Frage, ob Dich diese Personen bei der Pflege Deiner Mutter unterstützt haben, um sich ein solches Urteil zu erlauben. Was sollst Du denn übersehen haben? Du bist doch kein Arzt!

      Ich habe meinen Liebsten "nur" fünf Monate gepflegt und war rund um die Uhr präsent - sprich dreimal täglich vom Bett in den Rollstuhl und umgekehrt. Und nachts war ich jede zweite Stunde auf um nachzusehen, ob alles in Orndung ist. Dabei war ich auch nicht immer fröhlich und geduldig. Wir sind doch auch nur Menschen, und wenn wir an unsere Grenzen stoßen, dann reagieren wir schon mal nicht ganz so feinfühlig.

      Und trotzdem mache auch ich mir immer noch Vorwürfe, dass ich ihm nicht viel öfter gesagt habe, dass ich ihn lieb habe und nur das Beste für ihn will. Jetzt ist es zu spät dafür. Aber Schuldgefühle gehören nun mal genauso zum Trauerprozess wie Wut und Angst vor der Zukunft.

      Jetzt rede ich schlau daher und kämpfe selbst noch. Aber lass Dich mal drücken und hoffen, dass Du jemanden um Dich hast, der Dich versteht.

      Liebe Grüße
      Mädl-Oma
      Hallo Hilde,
      Ganz sicher hast du nichts falsch gemacht,auch ich habe meine lieben Mann fast 30Jahre lang gepflegt.
      Auch ich bin an Grenzen gestoßen!!!!Aber das ist doch ganz normal und menschlich!!!!!
      Ich möchte damit sagen, jeder der einen Angehörigen pflegt,hat meine volle Wertschätzung!!!!
      Ich drück dich mal lieb :knuddeln:und liebe Grüße Rosi
      Und wenn die Sonne des Lebens untergeht,leuchten die Sterne der Erinnerung
      Ich denke gerade zurück, Schuldgefühle, von anderen eingeredet, warum eigentlich, man tut was man kann, bettelt manchmal förmlich um Hilfe aber was man bekommt ist alles andere als Hilfe.
      Und ja ich mag sagen, die, die einem noch Schuldgefühle einreden wollen, vorwerfen, wie anderes könnte es sein, als das sie ihre eigene Schuld wofür auch immer verdecken oder schön reden wollen.
      Was ist denn schlimmer als eine Schuld, die jedenfalls die schwerer wiegt als das eigene Fehleverhalten.
      Manchmal sehen sie vieleicht ihre Fehler in denen der anderen.

      Ach ich weiß auch nicht.

      Ich weiß, ich habe so viel getan, so oft über meine Grenzen einfach weil keine andere Hilfe da war, so außer klugen Sprüchen und netten Ausreden.
      Das habe ich auch einmal gesagt und promt kamen all meine Fehler auf den Tisch.

      Ja und noch heute weiß ich besser denn je - aber ich sagte es leider nicht, laut und deutlich, unmißverständlich hätte ich das auf den Tisch knallen sollen anstatt darüber nachzudenken in wie weit ich mich auch sonst noch schuldig gemacht haben können als alles zu geben was ich konnte.

      Wer weing macht, macht wenig Fehler - wer nichts tut eben keine !





      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Funny,

      wieso solltest du Schuldgefühle haben? Du schreibst doch selbst , daß du alles getan hast.
      Weißt du wer Schuldgefühle haben muss?
      Diejenigen,die nicht genug getan haben,diejeigen ,die immer nur reden konnten und nichts gemacht haben. Der wird nicht mehr gesund sehn sie zu wie sie damit kllar kommen z.B
      Das sind wegen meinem Papa die so tollen Ärzte, wenn ich dem Mensch der krank ist nicht eine minimale Chance gebe,und die Angehörigen so im Stich mit deren Schicksal lasse,braucht man sich wundern,daß dann alle Ärzte in meinen Augen schlechte Menschen sind?
      Du darfst difr keine Schuldgefühle einreden lassen nicht von denen,die gar nichts gemacht haben. Ich weiß nihct alles über deine Trauer,nur dass es mir sehr leid für dich tut.

      Lg Tanja
      SCHULD !!! so ein großes, böses, allumragendes Wort........ gibt es sie überhaupt ??? die Schuld ????

      Heute, nach gut 10 Jahren Trauer, glaube ich nicht mehr an dieses Wort. Mich hat sie auch zerfressen - diese verd**** Schuld ... aber heute glaube ich, dass ich einfach irgendein Ventil gebraucht habe, um das Unglaubliche, glaublich zu machen. Meine Mam hat die "Schuld" getragen, zu versuchen, ihren Mann am Leben zu erhalten... die Sanitäter hatten "Schuld" dass sie sich verfahren haben .... der Notarzt hatte "Schuld", dass er vorher gerade noch bei einem anderen Patienten war .. die Notärzte auf der Intensiv hatten "Schuld", weil sie ihn immer wieder "zurückgeholt" haben ... ich hatte "Schuld", weil ich nicht gerufen habe: "hört endlich auf !!! " ... der Arzt in der Reha hatte "Schuld", weil er alles versucht hat, um sein Leben zu verlängern. Alles nur um uns 15 Monate "leiden" zu lassen ... 15 verd**** Monate bis Papa endlich wirklich sterben durfte. 15 Monate, in denen wir am Rande der Welt gelebt haben und versucht haben mit einem geliebten Menschen im Koma zu leben. 15 Monate, die Mam alle Kraft geraubt haben :( . 15 Monate, um nichts aber auch gar nichts zu verstehen... einfach jeden Tag irgendwie weitergelebt.......

      Gaaaaaaanz langsam kommt die Erkenntnis, dass niemand irgendwelche "Schuld" auf sich geladen hat (auch ich nicht). Dinge geschehen einfach ...... und wir müssen sie einfach nur verstehen und akzeptieren. Wobei das kleine Wort "einfach" wohl die größte Hürde bedeutet !

      Ich wünsche euch allen, dass ihr schuldfrei leben könnt und akzeptieren könnt, dass solche Dinge völlig ohne Verschulden passieren.

      einen lieben Drücker an euch

      Kerstin
      „Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt, es gibt jeden Tag jemanden der bequem darunter durchlaufen kann!“
      Ihr Lieben,

      "was muss ich für eine große Schuld auf mich geladen haben, dass ich so betraft werde"

      Diesen Satz habe ich so oder so ähnlich jetzt schon oft gelesen und gehört. Ganz so, als sei es die Schuld des Hinterbliebenen, dass ein über alles geliebter Mensch sterben musste.

      Wenn die Eltern sich scheiden lassen, dann sucht in vielen Fällen das Kind die Schuld dafür bei sich. "Ich war nicht lieb genug" oder "sie haben mich nicht wirklich lieb, weil ..."

      Warum suchen wir Menschen so oft die Schuld für Dinge, die geschehen und für die wir wirklich nichts, aber auch gar nichts können, bei uns selbst? (Und warum verdrängen wir es, schieben es weg, dass wir für bestimmte Verhaltensweisen und Umstände tatsächlich die Ursache sind?)

      Irgendwie gehört diese "Schuldsache" zu uns wie unser Schatten, taucht immer wieder auf, ist nicht wirklich weg zu kriegen, es sei denn, es kommt Licht von allen Seiten, dann ist auch dieser Schatten weg.

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Die Frage nach Schuld, habe ich mir, als meine Frau gestorben war, nie in dem Zusammenhang gestellt, dass ich schuldig daran bin, dass ihr Leben endete. Sondern vor allem in Bezug auf alles Mögliche, was ich zu ihren Lebzeiten versäumt, unterlassen, nicht hinbekommen, oder falsch gemacht hatte.

      Bis ich endlich begriffen hatte, wie unsinnig das ist, weil ich das, was ich getan habe, so gut es irgend ging, getan habe. Natürlich gibt es eine Menge, das ich besser oder anders hätte machen können, und vielleicht wäre manches dann anders gewesen, ja vielleicht sogar besser. Nur hinterher sich alles zu fragen, oder gar daraus eine Schuld ableiten zu wollen, ist sinnlos, weil das Leben keine Korrekturtaste hat.

      Wirklich ärgerlich machen mich nur die Dinge, bei denen ich mich zu sehr von meinen Ängsten statt von meiner Liebe habe leiten lassen. Aber selbst darin sehe ich keine Schuld, sondern den schlichten Hinweis auf meine Unvollkommenheit.
      Wir sollten, glaube ich, uns selbst gegenüber nachsichtiger und liebevoller sein - so wie unseren Liebsten gegenüber.
      ..........
      And if you don't know where you're going
      Any road will take you there
      Das muss es nicht, leid tun, liebe Tanja.
      Das alles war, heute, sehe ich vieles anders, habe mich in meiner Trauer entwickelt.
      Auch wenn ich noch immer wieder zurück falle, ich bleibe nicht so fest daran hängen.
      Ich habe gelernt, schwer zwar aber hilfreich.

      Ich für ich bin jedenfalls heute soweit, ja ich suche noch Fehler, nicht immer aber weil ich sie beheben will, nein nur um zu wissen, vermeiden zu könnnen, wenn es eben geht, noch einmal zu tun.

      Schuld, ich bin nicht mal sicher, ob alles was ich fühle immer gleich eine Schuld ist, die ich mir zuweise, sicher habe ich Fehler gemach, die sind mir bewusst.
      Unvermeidbare Fehler aber, einfach weil die Situation war wie sie eben war.
      Ich wusste es nicht besser, keiner da, der es mir hat anders gezeigt, geholfen.

      Was ist denn Schuld, das habe ich mich auch oft gefragt, ein schweres Wort eben, das wohl gleich hinter Hass kommt.
      Hassen, ich glaube schwerer, negativer kann ein Gefühl nicht gehen.
      Hassen aber als Ausdruck nehmen, ja, eine Situation, etwas das ein Mensch tut, den Menschen aber selbst.

      Man wirft aber heute so leicht mit den Worten um sich, ich sehe es bei den Jugentlichen die viele Wörter anders nutzen als ich es noch kenne, die Steigerungen verwenden die es eigentlich nicht gibt.
      Englische Worte nutzen weil sie härter erscheinen, besser ausdrücken.
      Viele englische Nutzungen aber nie wörtlich übersetzt den selbsen Sinn ergeben.

      Schuld, ja das ist ein schweres Wort für etwas sehr schweres dessen man sich schuldig gemacht hat, so sehe ich das für mich.
      Ich wurde angeklagt, in einer Situation als ich angeschlagen war, ich war ein leichtes Opfer, die Schuld zu nehmen, die ich nicht mal tragen konnte, die schwer auf mir lag und mich fast Bewegungsunfähig machte.

      Eine Schuld aber, das ist mir heute klar, die kann ich nur haben, wenn ich allein mich schuldig mache, einen Mord begehe.
      Ein Kidn so mißhandeln würde, das es für sein Leben geschädigt wäre, die Schuld hätte ich dann dafür und für alles was das im Leben des Kindes anrichtet.

      Was im Schiksal aber liegt, so habe ich das vorhin so für mich gedacht beim lesen hier noch einmal, man reagiert, auf das was ist, das was andere tun, mit den anderen manchmal.
      Alles aber was ich tun, in gutem Glauben das richtige zu tun, das werde ich mir nie wieder als Schuld zuweisen lassen.

      Manchmal, ja da wünschte ich mir, ich könnte noch einmal, mit dem Wissen von heute in eine Situation zurück, ob diese dann anders ausgehen würde, das glaube ich nicht einmal.
      Was ich aber wüsste, ich würde mir eher Hilfe holen, nicht warten, nicht anderen vertrauen, davon ausgehen, die wüssten, was zu tun ist, das sie das beste tun, die sind darin studiert, bewandert.

      Hm, das sind noch immer nicht die richtigen Worte die ich eigentlich bräuchte um zu verstehen zu geben.
      All die Gedankne die da eben in mir hoch kamen.

      Und wenn man dann schon das schwere Wort Schuld so leicht verteilt - dann denke ich daran das es zu oft so ist einem anderen eine Schuld zuweisen, die man selbst zu tragen hätte.

      Vor allem aber an diesen alten Satz - wer im Glashaus sitzt der sollte nicht mit Steinen werden.
      Und wer von euch ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein.

      Nun bin ich für mich klar und einig und doch abgeschweift, ich werde es stehen lassen.
      Aber in dem Wissen, das dieses das schwerste Thema mit überhaupt ist, Schuld ist für mich ein Gefühl, das wenn es sich erst einmal fest gesetzt hat, nur mit Liebe und Verständnis für sich selbst aufzulösen ist.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Schuldgefühle nach dem Tode meiner Mutter

      Hallo zusammen,
      ich habe meine Mutter vor etwa 4 Monaten wirklich sehr überraschend verloren und habe seitdem ebenfalls Schuldgefühle. Bei mir war das ganze ein bisschen anders. Meine Mutter lebte die letzten 15 Jahre bei mir und wir waren wirklich ein unzertrennliches Team. Ich habe Sie in den Lebzeiten sehr gut behandelt, Sie am tag mehrmals umarmt und an den Wangen geküsst und Ihr meine liebe ohne Umwege direkt gezeigt. Ich muss auch sagen das ich Sie über alles geliebt habe, das wusste Sie schon immer. Sie war echt sehr glücklich hier, bei mir zu sein und dann passierte das unvermeidliche.

      Meine Schuldgefühle kommen daher weil ich das Herzinfarkt nicht erkannt und an dem tag alles anscheinend falsch gemacht habe. Ich habe zuerst die Notruf angerufen, der man am anderen ende des Telefon aber hat mich mit seinen Fragen so verunsichert das ich aufgelegt habe. etwa 6 Stunden später war Sie tot. Das macht mich einfach fertig. Ich habe mein leben lang versucht für Sie alles beste zutun und wo Sie mich dringend gebraucht hat habe ich es versagt. Es tut mir so leid Mama.

      Mit freundlichen Grüßen!
      Der Unbekannte
      Erst mal mein aufrichtiges Beileid zum Tod Deiner geliebten Mutter.
      Ich kann Deine Schuldgefühle sehr gut nachfühlen Auch mir geht es so.
      Als es meinem Mann abends nicht so gut ging, ging er zeitig ins Bett und früh morgens meinte er, es ist wieder ein Magengeschwür. Ich habe ihm Medikamente aus der Apotheke geholt und wir hofften, dass sie helfen, obwohl er schon Blut erbrochen hat. Gegen Abend wurde es dann immer schlimmer und ich habe den Notarzt gerufen, sie mussten ihn dann wiederbeleben und im Krankenhaus angekommen ist er dann noch vor der wirklichen Untersuchung verstorben. Ich mache mir nach fast 15 Monaten immer noch Vorwürfe, dass ich nicht richtig gehandelt habe, obwohl einige andere Krankheiten noch sein Leben seit vielen Jahren erschwerten. Manchmal kann ich zwar abschalten, aber die Gedanken kommen immer wieder.
      Ich bin auch sehr froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe. Es wird auch Dir mit Sicherheit helfen, denn hier findest Du immer liebe Menschen, mit denen Du dich einfach unterhalten kannst, es ist auch beruhigend, wenn man weiß, dass andere ein gleiches oder ähnliches Schicksal erlebt haben und man nicht damit allein ist.
      Ich wünsche Dir viel Kraft, Du bist nicht wirklich schuld, der Mensch handelt, wie er eben gerade in der Verfassung ist, wie er gerade denkt, dass es richtig ist, wir alle sind eben nur Menschen.
      Alles liebe von Berit.
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