Meine geliebte Mami...du fehlst so sehr

      Liebe Dolphin,
      ich habe noch nicht deinen ganzen Thread gelesen, werde das aber sicher noch nachholen.
      Was du in deinem ersten Post geschrieben hast, hat mich aber tief berührt.

      Auch ich habe letztes Jahr meine Mama nach einer langen Krankheit verloren. Auch sie musste ihr Leben lang mit diversen Krankheiten kämpfen, lag oft im Krankenhaus und wurde operiert, musste Chemos über sich ergehen lassen. Und trotzdem war sie immer die Starke. War für uns da, hat immer gekämpft und uns nie verzweifeln lassen.

      Als ich an ihrem Bett saß im Krankenhaus, als klar war, dass sie nicht wieder aufwachen würde, habe auch ich mir plötzlich gewünscht, ihr sagen zu können, dass ich schwanger bin, dass sie Oma wird. Keine Ahnung wo dieser Gedanke da herkam, ich konnte ihn nicht einordnen und habe mich fast ein bisschen dafür geschämt. Aber jetzt denke ich, dass es wohl einfach ein Instinkt ist. Auch meine Mama wäre eine großartige Oma gewesen. Ich hätte sie so gerne dazu gemacht. Mittlerweile kann ich es kaum erwarten selbst eine Familie zu gründen (ich bin 28). Wir wollen das, was unsere Mütter uns geschenkt haben, selbst weitergeben.

      Ich denke auch, dass es ganz normal ist, dass der Verlust deinen Mama dich härter trifft als der deiner Großeltern. Mütter und Töchter (oder generell Kinder) haben oft eine ganz besondere Verbindung, die man nicht erklären kann. Eine Mutter ist immer der wichtigste Mensch. Besonders wenn man so ein gutes Verhältnis hatte wie ihr beide.

      Ich wünsche dir alles Gute und denk daran: So ein Verlust zerreißt. Es ist alles normal, was du an Verzweiflung spürst, aber sei auch froh um die Momente in denen du glücklich sein kannst. Ich bin nach 2 Wochen schon wieder ins Kino gegangen und Eis essen, aber es hat mich auch monate danach noch völlig aus der Bahn werfen können. Alles gehört dazu.
      Wie habt ihr die Beerdigung überstanden?
      Ich habe sie am Freitag vor mir und die Vorstellung zerreist mich...ich halte das nicht aus, die Vorstellung wie es sein wird. Wir haben doch vor nicht mal einem Jahr dort mit Mama gesessen und um Oma geweint....wie soll ich das ohne sie schaffen? Wie?
      Wir haben die Lieder ausgesucht, heute habe ich sie mir noch mal angehört...es tut so weh. Ich halte das einfach nicht aus....
      Und alle die kommen werden einen bemitleiden und einen angucken....

      ach ich weiß, ich muss dadurch, Mama auf ihrem letzten Weg begleiten....aber das ist gleichzeitig mein schwerster Weg....ich habe das Gefühl ich schaffs nicht.....
      oh Mami <3
      "Und meine Seele spannte
      Weit ihre Flügel aus.
      Flog durch die stillen Lande,
      Als flöge sie nach Haus."
      Joseph Freiherr von Eichendorff

      <3 <3 Ihr seid immer in meinem Herzen...Mami, du fehlst mir so sehr <3 <3
      Es ist ein so schwerer Weg und ich hatte das Gefühl teilweise neben mir zu stehen . Doch auch Du wirst es schaffen da glaube ich dran. Mir hat irgendjemand an dem Tag die Kraft gegeben ich denke ich selbst. Das wird bei Dir auch so sein. Ich denke am Freitag an Dich und schicke Dir von hier aus ein Licht was Dir Engergie spenden soll. Lg :kerze2:
      Du schaffst das. Ich schließe mich nic35 an. Ich habe an diesem Tag eine Kraft gespürt, ich weiß nicht, woger die kam. Ich wollte alles bewusst wie möglich mitgestalten und miterleben.
      Trotz des schweres Ganges, die Tonnenlast auf dem Herzen, Tränen... ihr einen Abschied bereiten, der 'in ihrem Sinne'war. Und ich habe sehr stark gefühlt, das dem so war.

      Ich wünsche dir viel Kraft und Trost für diesen ja schwersen Gang.

      Herzlichst, Annie


      <3 Du bist nicht mehr da, wo Du warst,
      aber Du bist überall, wo ich bin <3

      Ich vermisse Dich unendlich Mama!

      Liebe Dolphin,

      ich glaube wir alle hier haben die Erfahrung gemacht, dass der Tag selbst weniger schlimm war, wie die Angst, die man davor hatte.
      Es ist der letzte Liebesdienst, den du Deiner Mutter erweisen kannst. Und alle, die dabei sind, geben ihr die Ehre. Du musst Dich auch nicht zusammenreissen, keiner nimmt Dir übel, wenn Du weinst, aber Du wirst wahrscheinlich auch eine Kraft spüren, die Du Dir jetzt nicht vorstellen kannst.

      Sei zuversichtlich, Du wirst das schaffen, wie wir alles geschafft und überstanden haben. Dann erst wirst Du Zeit zum wirklich trauern finden, wirst zur Ruhe kommen. Dann beginnt der Weg, der vor Dir liegt und den Du genauso finden wirst wie wir, wie lang und schwer er auch sein mag.

      Liebe Grüße
      Beauty
      Die Angst davor ist wirklich das Schlimmste. Beziehungsweise war es bei mir der Weg zum Friedhof. Wir sind hingelaufen (sind nur 10 Minten Fußweg von meinem Elternhaus entfernt), und ich habe mich die ganze Zeit nur am Arm meines Freundes festgeklammert und hatte zeitweise das Gefühl dass mir die Beine versagen. Dann dort die Leute zu treffen... Ich habe es mir einfach rausgenommen, mit niemandem zu reden, ich denke dafür hat in dem Moment jeder Verständnis und man sieht einem ja auch an dass man gerade einfach nicht kann.
      Als der Pfarrer dann aber angefangen hat zu reden, wurde es etwas besser, da man sich auf etwas konzentrieren konnte. Er hat sehr bedacht gesprochen und es war sehr tröstlich. Ich bin nicht religiös, aber so eine Zeremonie gibt einem trotzdem Trost und Halt. Zwischendurch ist die Sonne rausgekommen und ein Eichhörnchen ist durch die Büsche gesprungen, daran kann ich mich noch gut erinnern.
      Wir hatten im Vorhinein darum gebeten, keine Beileidsbekundungen am Grab zu erhalten, was ich auch nicht ausgehalten hätte. Es waren nur Familie und enge Freunde da, auch dafür war ich dankbar. Man konnte jedem seine Trauer und teilweise Verzweiflung ansehen, in so einem Moment kam es uns nicht auf Formalitäten und Höflichkeiten an.

      Ich denke es ist wichtig, dass du dich an diesem Tag zu nichts zwingst. Sollte es dir nach Reden sein, dann tu das, aber es wird dir auch niemand übel nehmen, wenn du in dich gekehrt bist und weinst. Versuche die Beerdingung bewusst zu erleben, denn das ist nocheinmal ein wichtiger Abschied. Das klingt jetzt vielleicht etwas komisch, aber ich dachte mir: auch ein schlimmer Tag dauert nur 24 Stunden, und so oder so, irgendwann ist er vorbei. Du hast schon so viel durchgestanden bisher, auch das wirst du noch schaffen.
      Vielen Dank für eure lieben und aufmunternden Worte.
      Es ist einfach noch mal die Endgültigkeit...ich hab einfach Angst davor. Aber ich werde Mami auf diesem Weg begleiten.

      Kathrinchen?
      Deine Geschichte hat mich auch sehr berührt. Mir tut das sehr leid, was du schon erleben musstest. Bei mir ist das auch ganz arg Wellenartig. Die ersten 4 Wochen waren wirklich grauenvoll. Die Trauer war so unfassbar intensiv, kaum auszuhalten. Ich habe immernoch diese Momente, aber inzwischen treffe ich mich auch wieder häufiger mit Freunden und ich kann dabei sogar lachen. Kein gespieltes Lachen, sondern ehrlich. Und ich weiß ganz genau, dass Mama stolz darauf wäre, dass ich nicht nur am weinen bin. Schließlich hat sie mich ja auch so erzogen, immer irgendwie positiv zu denken..und Mama hat das auch immer getan. Ich lebe auch für sie weiter. Sie hätte nicht gewollt, dass ich von nun an nicht mehr glücklich bin.
      Aber es gibt eben auch die Momente, wo ich nur weine, keinen Sinn mehr sehe und sie nur wieder haben will.
      Was ich immer noch nicht kann, ist in die Zukunft zu schauen...ich lebe wirklich nur von Tag zu Tag (danke für den Tipp ihr lieben). Wenn ich an den Sommer denke, freue ich mich kurz, doch dann kommt wieder das Gefühl, dass es ohne Mama sein wird.
      Es ist immer noch so unwirklich...ich denke, irgendwann wird es ja wieder werden, aber nein...so wie ich es kannte, wird es leider nie mehr werden.Und an dem Punkt geht es dann richtig bergab, deshalb versuche ich mich schnell auf andere Gedanken zu bringen.

      Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass Mami auch irgendwie bei mir ist. Heute war ich "shoppen" und habe eine Tasche gefunden, die mir schon immer gut gefallen hat, aber sie war mir einfach zu teuer. Und schwups stand sie heute vor mir und war einfach mal 30€ günsstiger...ich weiß ganz genau, was meine Mami in diesem Moment gesagt hätte...ich musste richtig schmunzeln. Meine Mama war auch so eine Shoppingverrückte. Am Anfang konnte ich in keinen Laden gehen, inzwischen geht es. Aber es gibt auch hier Momente, wo ich sehr traurig werde, dass ich das mit Mama nicht mehr machen kann.

      Ich würde ihr gerne so viel sagen....ich hoffe aber, dass sie immer sieht, was ich mache und tue...ich will Mama stolz machen.

      Katrinchen, dass mit dem Kinder kriegen ist so richtig...ich will Mama weiterleben lassen, ihre wundervollen Werte, Ansichten und ihre liebevolle Erziehung an meine Kinder weitergeben. Sie sollen zumindest wissen, dass sie eine ganz tolle Omi gehabt hätten, die alles für sie getan hätte.
      Aber gleichzeitig ist da dieser Schmerz, dass sie es nicht erleben darf.

      Ich arbeite ja als Erzieherin und mir fällt es im Moment sehr schwer, dass die Kinder immer von ihren Mamas erzählen und von ihren Omas abgeholt werden. Gerade neulich meinte eine Mama zu mir:" Die Großeltern waren bei der Einschulung...." .Meine Mama darf das leider nicht, jedenfalls nicht mehr hier auf dieser Welt in der ich lebe.


      Möchte nochmal Danke an jeden von euch hier sagen- Es hilft mir hier viel, auch wenn ich nicht sehr viel schreibe. Aber allein das Lesen ist schon sehr hilfreich.
      Danke.

      Ich wünsche euch allen eine gute Nacht.
      <3
      "Und meine Seele spannte
      Weit ihre Flügel aus.
      Flog durch die stillen Lande,
      Als flöge sie nach Haus."
      Joseph Freiherr von Eichendorff

      <3 <3 Ihr seid immer in meinem Herzen...Mami, du fehlst mir so sehr <3 <3
      Ja, das wellenartige ist bei mir auch ganz stark ausgeprägt. Am Anfang waren die Abstände sehr kurz, Tage, manchmal nur Stunden, in denen ich teilweise ganz gut funktioniert habe oder auch wirklich fröhlich war, und dann stundenlanges Grübeln und Weinen. Die Abstände wurden irgendwann größer, mittlerweile sind es eher mehrere Wochen, manchmal Monate, in denen ich ganz gut klar komme. Ich merke aber irgendwie, dass sich eine Unruhe und Traurigkeit, manchmal auch Verbitterung, in mir aufstaut, bis es irgendwann rausbricht und ich wieder stundenlang weine.
      Für meinen Freund kommt das immer recht überraschend, weil ich normalerweise nicht gerne über das ganze Thema rede. Aber ich merke das schon vorher, wenn es mal wieder so weit sein wird. Am Anfang bin ich daran irgendwie verzweifelt. Ich dachte, ja die Abstände werden größer, aber wenn der Schmerz dann da ist, ist er so schlimm wie am ersten Tag. Aber mittlerweile kann ich auch damit halbwegs leben. Das Weinen und einfach den ganzen Tag im Bett liegen ist dann eher eine Erleichterung. In dem Moment ist der Schmerz ungebremst da, aber ich weiß, dass es danach auch wieder eine gute Zeit geben wird.
      Ich glaube das ist es, was einem am Anfang auch sehr zu schaffen macht - man denkt, es wird nie wieder besser. Wie könnte es auch... Aber man lernt, damit zu leben.
      Ich habe das Gefühl, dass wir da irgendwie ähnlich ticken, weil ich mich in deinen Beiträgen oft selbst erkenne. Daher schreibe ich dir das alles...
      Aber es ist im Moment tatsächlich sehr wichtig ist, nicht zu weit in die Zukunft zu sehen, weil man sowieso nicht erkennen kann, wie das jemals wieder gut werden soll.

      Was mir außerdem zu deinen Worten einfällt. Ja, unsere Mamis wollten immer nur, dass wir glücklich sind. Aber sie erlauben uns auch, tieftraurig zu sein. Meine Mama hat mir gesagt, als wir zum letzten Mal (am Telefon) miteinander gesprochen haben, ich solle nicht verzweifeln und nicht mein Studium schleifen lassen und mich auf mein Leben konzentrieren... Als ich aber doch angefangen habe zu weinen (zum ersten Mal vor ihr in Bezug auf ihre Krankheit überhaupt), und mich dafür entschuldigt habe, sagte sie auch "Das ist ok mein Kind, wein ruhig um deine Mama". Das war zumindest für mich noch in dem Zusammenhang, dass sie an diesem Tag eine ungute Diagnose bekommen hatte, aber wir noch berechtigte Hoffnung sahen, dass auch diesmal alles gut gehen könnte. Zumindest für mich hatte es diesen Zusammenhang, ich denke aber mittlerweile, dass sie schon geahnt hat, dass es nicht "wieder werden" könnte...

      Ich will nur sagen... Unsere Mamis wünschten uns alles Glück der Erde, davon bin ich so überzeugt wie noch nie. Aber sie fänden es auch ok, traurig zu sein... wie sollte man das auch nicht sein...
      Und ich weiß ganz genau, dass Mama stolz darauf wäre, dass ich nicht nur am weinen bin. Schließlich hat sie mich ja auch so erzogen, immer irgendwie positiv zu denken..und Mama hat das auch immer getan. Ich lebe auch für sie weiter. Sie hätte nicht gewollt, dass ich von nun an nicht mehr glücklich bin. Aber es gibt eben auch die Momente, wo ich nur weine, keinen Sinn mehr sehe und sie nur wieder haben will. Was ich immer noch nicht kann, ist in die Zukunft zu schauen...ich lebe wirklich nur von Tag zu Tag (danke für den Tipp ihr lieben). Wenn ich an den Sommer denke, freue ich mich kurz, doch dann kommt wieder das Gefühl, dass es ohne Mama sein wird.Es ist immer noch so unwirklich...ich denke, irgendwann wird es ja wieder werden, aber nein...so wie ich es kannte, wird es leider nie mehr werden.Und an dem Punkt geht es dann richtig bergab, deshalb versuche ich mich schnell auf andere Gedanken zu bringen.​


      ​Ja, das wellenartige ist bei mir auch ganz stark ausgeprägt. Am Anfang waren die Abstände sehr kurz, Tage, manchmal nur Stunden, in denen ich teilweise ganz gut funktioniert habe oder auch wirklich fröhlich war, und dann stundenlanges Grübeln und Weinen. Die Abstände wurden irgendwann größer, mittlerweile sind es eher mehrere ...


      Ihr schreibt mir aus der Seele. Ich möchte für sie stark sein, möchte das sie stolz ist aber oft bricht die Wunde wieder auf und schmerzt wie am ersten Tag.
      Ich kann sie morgen nicht gehen lassen :( .... ich schaff das nicht. Ich brauche meine Mami doch noch so sehr.

      Ich würde sie so gerne wieder hier haben...oder zu ihr :(

      (entschuldigt, aber der Tag morgen macht mich so fertig...es ist wie vor fast 2 Monaten....)
      "Und meine Seele spannte
      Weit ihre Flügel aus.
      Flog durch die stillen Lande,
      Als flöge sie nach Haus."
      Joseph Freiherr von Eichendorff

      <3 <3 Ihr seid immer in meinem Herzen...Mami, du fehlst mir so sehr <3 <3
      So geht es mir auch immer wieder dolphin. Ich hab immer das Gefühl das sie nur für eine gewisse Zeit irgendwo ist und dann wieder kommt. Ich würde gern mit ihr darüber reden. Sie anrufen - besuchen. Was würd ich nicht für eine Umarmung und ihr weisen Worte geben. Aber du wirst es schaffen dolphin! Man denkt immer das es nicht mehr geht, es zerreisst einen, tut unendlich weh aber du wirst es schaffen! Unsere Mamas haben uns die Kraft gegeben das durchzustehen auch wenn es uns unendlich weh tut!
      Danke ihr lieben. <3
      Mama wird bestimmt bei uns/bei mir sein.


      Ach es ist einfach alles so schwer und so unwirklich...sie muss einfach wiederkommen, aber doch weiß ich, dass es nicht so sein wird. Und das tut dann noch mehr weh.

      Ich werd versuchen ein wenig zu schlafen. Ich wünsche euch allen eine ruhige Nacht.
      Ganz liebe Grüße
      "Und meine Seele spannte
      Weit ihre Flügel aus.
      Flog durch die stillen Lande,
      Als flöge sie nach Haus."
      Joseph Freiherr von Eichendorff

      <3 <3 Ihr seid immer in meinem Herzen...Mami, du fehlst mir so sehr <3 <3
      Dolphin.

      eine :kerze2: für deine Mama

      und eine :kerze3: für dich die dir Kraft, Mut und Zuversicht spenden soll

      besonders für den heutigen Tag.

      Liebe Grüße
      Heidi
      Meine Liebe nahmst du mit,
      deine trage ich in meinem Herzen,
      bis wir uns wiedersehen.
      Jeder Herzschlag bringt mich näher zu dir.

      Danke für euren lieben Zuspruch.

      Gestern war...nun ja, es ging erstaunlicherwiese wirklich. Klar liefen die Tränen, aber nicht so viele wie erwartet und auch die ganzen Beileidsbekundungen waren ok. Teilweise hatte ich eher das Gefühl, dass ich die Anderen eher "trösten" muss, weil alle ganz traurig waren. Irgendwie auch schön, alle haben Mama sehr gemocht/geliebt.
      Sie hatte eine schöne Beisetzung. Teilweise musste ich sogar lächeln, weil Mama mir einfach so wundervolle 23 Jahre geschenkt hat. Es war nicht ganz so schwer wie erwartet, vielleicht war Mama ja wirklich da und hatte mich im Arm, so dass ich gestützt war? Die Sonne schien die ganze Zeit vor der Beisetzung und es blieb auch trocken, obwohl es eig. definitiv regnen sollte. Auch ein Zeichen? Vielleicht.
      Mama hat jetzt einen schönen Platz...ich hätte sie zwar lieber bei mir, klar, aber ich denke, dass sie dort schon einen schönen Platz gefunden hat.
      Die Urne...ja, da liegt Mama drin...aber auch schon bei der Trauerfeier dachte ich, da liegt zwar irgendwie Mama drin, aber sie ist nicht "dadrin", sie ist nicht eingesperrt, sondern frei und immer bei uns.
      Hoffe so sehr, dass das wirklich so ist.
      Mein Papa hat viele Angebote von Freunden bekommen, sich mal zu melden, damit sie was machen können. ich hoffe sehr, dass er das annimmt.
      Momentan und bisher wollte er nur alleine sein.

      Ja und was gestern halbwegs gut geklappt hat ist heute gar nicht mehr so. Ich bin total traurig, sie fehlt mir heute so sehr....ich sehe ihre Sachen an der Garderobe, ihre Schuhe....und ich weiß, dass sie nie mehr wieder kommen wird. Ich fühle mich fast so, wie wenige Tage nach ihrem Tod. Dabei hatte ich schon einige Momente, wo ich einen kleinen Lichtblick hatte. Aber heute ist alles wieder so schmerzend. Ich habe gestern zu meinem Freund gesagt:"Es ist, als hätte jemand den Schorf auf meiner Wunde weggekratzt. Es tat vorher immer scho noch doll weh, aber es wurde"besser"...jetzt....ist alles wieder offen".
      Heute ist mein Bett, mein Buch,mein TV, meine Pizza und das Gassigehen mit meinem Hund meine einzigen Inhalte....aber auch das ist okay.
      DIe Sonne strahlt bei uns...bestimmt ist es Mama, die mir zeigt, dass es ihr gut geht. Aber sie fehlt mir einfach so sehr.

      Irgendjemand erwähnte mal die Bücher von Elisabeth Kübler-Ross in einem anderen Thread, ich weiß nicht mehr wo. Findet ihr die empfehlenswert? Ich möchte mich gerne näher mit der Thematik "Leben/Sterben/Jenseits" beschäftigen, aber weiß nicht, welche Bücher da wirklich gut und lesenswert sind. Wenn ihr Tipps/Internetseiten/Filme/Bücher habt, dann wäre es super, wenn ich mir helfen könnt.

      Euch allen einen schönen Samstag und generell ein schönes Wochenende.
      Nochmal Danke an euch alle. :knuddeln:
      "Und meine Seele spannte
      Weit ihre Flügel aus.
      Flog durch die stillen Lande,
      Als flöge sie nach Haus."
      Joseph Freiherr von Eichendorff

      <3 <3 Ihr seid immer in meinem Herzen...Mami, du fehlst mir so sehr <3 <3
    Liebeskummer Sorgen Forum