Heute

      habe ich einen schönen Blumenstrauß gebunden. Du mochtest die Sträuße ja immer so gern und hast sie voller Stolz verschenkt "aus unserem Garten!"
      Leider hat ja der Garten ziemlich unter den Baumaßnahmen gelitten, aber für ein kleines Sträußchen reicht es noch. O.K. rosa....... :/
      Aber komm, bei Blumen akzeptiertest du jede Farbe. Für die hattest du immer Bewunderung. Es ist auch guter Duft hineingebunden und ein wenig von deinem geliebten Rhabarber (hält der eigentlich in der Vase?)
      Eigentlich sollte es auch noch Kuchen geben, aber es kam spontan Besuch, da blieb für mich keiner. Da von gestern noch Reste waren hatte ich nicht gebacken. Und das macht mir gar nichts, es freute mich zu sehen, wie es den Beiden schmeckte.
      Du warst im Gespräch in unsrer Runde die Hauptperson, denn wir feiern deinen Geburtstag!
      Und gleich laufe ich mit dem Hund zur "weißt du noch Bank" und setze mich ein Weilchen unter den " Erinnerungsbaum".
      Wie schön, dass ich mit dem Menschen, der da vor Jahren am 21.August auf die Welt kam, diese 6 schönen Jahre erleben durfte!
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      Das rührt mich gerade zu Tränen liebe deere.
      Ein wunderschöner Strauß für deinen Allerliebsten.
      Schön das du nicht alleine warst an seinem Geburtstag, denn das sind die allerschwersten Tage.
      Mein allerliebster Mensch hatte auch vor kurzem Geburtstag und ich saß ganz alleine an seinem Grab.....
      Ich wünsche dir für den heutigen Tag nur schöne Erinnerungen und drück dich mal ganz lieb :knuddeln:

      Liebe Grüße Heike
      Es ist kühl. Dein Lächeln strahlt nicht mehr.
      Was bleibt mir? Die Wärme deiner Liebe.
      Die Hoffnung auf dich. Später!
      Hallo Heike,

      vor diesem Tag (Martins Geburtstag am 01.12.2016) habe ich auch wahnsinnige Angst. Letztes Jahr sind
      wir an diesem Tag umgezogen. "Dann feiern wir halt im nächsten Jahr größer" haben wir noch gesagt. Wenn ich
      das alles so geahnt hätte, dass ich nun dieses Jahr alleine bin. Die Wohnung werde ich auch wohl wieder aufgeben
      müssen, da ich sie mir finanziell nicht leisten kann. Es ist alles so schwer im Augenblick, die tiefe Trauer und
      jede Sache muss ich nun alleine entscheiden. Manchmal denke ich, dass ich daran verzweifeln werde.

      LG Schnucki
      @ Heike
      dein Wunsch mit den guten Erinnerungen ist voll und ganz in Erfüllung gegangen

      @ Schnucki
      Bitte Liebes, versuch dich nicht zu ängstigen vor etwas, das irgendwann im Dezember sein wird. Bis dahin bist du wieder viele Schritte gegangen und vielleicht bist du im Dezember stärker als du es dir jetzt vorstellen kannst. Jedenfalls wünsche ich dir das von ganzem Herzen.

      Heute halte ich noch eine Art gedankliche Nachlese. Wie schön es ist, dass ich die Erinnerungsbank vom Küchenfenster sehen kann, da oben auf ihrem Berg. Und so habe ich heute das Küchenfenster blinkblank geputzt und gucke über den Strauß (Rhabarber funktioniert in der Vase!) dort hin. Und lächele. Du weißt warum! Was hast du mich genasführt damals! Da oben sitzend mit dem Telefon und mich zu fragen, ob wir uns nicht sehen könnten. Ich dachte du seiest bei dir zu Haus bei dem grausigen Winterwetter bis du sagtest: "Schau mal aus dem Fenster".

      Ja, wir hatten es fein.

      Was mich jetzt bedrückt, das ist deine Familie. Ich glaubte, wenn du erzähltest, dass du aus deiner persönlichen Sicht ein wenig übertreiben würdest. Ich hätte es ahnen müssen, du hast untertrieben!!!! Auf gar keinen Fall möchte ich mir ausmalen, wie du reagieren würdest, wenn du wüßtest, was die so von sich geben und was hier so abläuft.

      Du sagtest, wenn du richtig wütend wärest würdest du grüne Augen bekommen. Eigentlich wollte ich das immer mal sehen, aber während unserer Zeit warst du nie wirklich wütend. Ich glaube, jetzt wären die giftgrün!
      Heute,
      eine Woche später,
      ist der Strauß verwelkt. Hat gut gehalten bei der Hitze. Aber im Haus ist es ja angenehm kühl. Zum Glück regnete es gestern einmal, das war inzwischen bitter nötig. Und ich wußte nicht, wie ich ein ausreichend tiefes Loch in die trockene Erde kriegen sollte, denn ich mußte ein kleines Grab ausheben. Wenn es den Himmel gäbe, in dem die Wesen wie wir sie kennen sich aufhalten und es kommt ein dünnes Katerchen daher, dann nimm es freundlich in Empfang. Ich bedauere zwar, dass er nur so kurze Zeit als Hauskater leben durfte, nach seinem wilden Leben da draußen. Aber für diese Zeit ging es ihm ja hier prächtig. Ein Tumor in seinem Bauch ließ ihn dahinsiechen. Und ehe Schmerz und Leid kommt habe ich mich für den anderen Tod entschieden. Es soll sich kein Tier hier quälen müssen.
      Es liegt nun in der Gartenecke am Zaum begraben, da wo die Miezen sich so gern sonnen.
      Und da blühen die Prunkwinden. Die ersetzen jeden Strauß! Immer wieder neue Farbvarianten.
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      Liebe Deere,

      die Trauer in der Trauer ... auch ich kenne sie. Das kann dich nochmal so richtig aus deiner wieder gefundenen kleinen Basis heraus katapultieren.

      Du hast im Sinne des kleinen Katerchens gehandelt. Du hast Verantwortung übernommen, in Liebe entschieden. Das ist alles, worum es eigentlich geht. :knuddeln:

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo Frieda,
      zum Glück katapultiert mich da nichts. In solchen Fällen bin ich eher froh, denn was das Weiterleben für dieses Tier bedeutet hätte weiß ich leider. Und da bei mir ja nicht die Gesunden und Starken aufschlagen, sondern die die nicht mehr wissen wohin, bin ich mit der Thematik "krankes Tier, welche Entscheidung" sehr oft konfrontiert.
      Den jungen Tierarzt fand ich bemerkenswert. Er wollte so gar nicht mit der Sprache heraus, nachdem er das Ultraschallbild befundet hatte. Und war dann sehr froh über meine Aussage die mit "Machen wir uns doch nichts vor....." begann.
      Und meine Meinung ist, wenn ich diese verkommenen, zugelaufenen Dorfkatzen aufnehme, dann trage ich auch für den Fortgang die Verantwortung.
      Und dennoch, jeder einzelne, jede einzelne hat ihren eigenen Charakter, ihre Eigenarten und es ist immer wieder schmerzhaft zu erkennen, jetzt geht nichts mehr. Und wenn das nicht mehr wäre, dann würde ich aufhören, Tiere zu halten.
      Respekt liebe Deere, das ist eine sehr gute Einstellung.

      Ja, es ist schmerzhaft und du machst es dir nicht einfach, aber du bist konsequent für das Tier. Das finde ich sehr gut.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Auch von mir Respekt liebe Deere.
      Kein Tierchen sollte leiden müssen wenn wir es verhindern können.
      Wir Menschen müssen es wohl.
      Auch wenn das Katerchen nur eine kurze Zeit bei dir verbringen durfte, so denke ich doch das sie schön war und das ist allemal besser als sein Leben als arme Bauernkatze verbringen zu müssen.
      Ich hab auch so zwei die keiner mehr haben wollte, kurz vorm Verhungern aufgelesen, oder besser gesagt sie haben mich gefunden.

      Liebe Grüße Heike
      Es ist kühl. Dein Lächeln strahlt nicht mehr.
      Was bleibt mir? Die Wärme deiner Liebe.
      Die Hoffnung auf dich. Später!
      Und heute, da gibt es gar keine Blumen! Heute reiß ich Unkraut raus. Von wegen Wildkraut! Unkraut!

      Vermutlich würde ich heute als die Schwester von dem Typen durchgehen der da Runpelstilzchen heißt. Hätte nicht übel Lust, zu probieren ob man sich vor Zorn in der Mitte durchreißen kann....

      Freitag rief der Gutachter der Gegenpartei an. Und laberte mir ohne Punkt und Komma Blasen an den Kopp. Ich habe mich blöd gestellt von wegen ich sage nix ohne meinen Anwalt. Der ist aber wie ich heute erfahre erst mal im Urlaub.

      Jedenfalls nach dem Telefonat schon mal verstärkte Schlafstörungen. Was will der? Welche Strategie fährt der? Keiner zum Besprechen da. Und übrigens, mein einziger Zeuge ist TOT! Kopf einziehen? Frechheit wieder siegen lassen um die
      Belastung zu minimieren?

      Wenn ich nicht bald mal wieder eine Mütze voller Schlaf bekomme, wird es eng. Ich kriege nichts mehr auf die Reihe, was irgendwie Konzentration erfordert. Macht Trauern blöd?

      Lass ich es erst mal an dem Unkraut aus, wer anders ist ja nicht zum Dampfablassen da.
      Hallo, Ihr Lieben!
      Kriege heute auch absolut nichts mehr auf die Reihe. Als ich im Radiowecker dann auch noch das Lieblingslied meines Mannes gehört habe (ein Lied Ende sechziger) ging garnichts mehr. Bin erst gegen Mittag aus dem Bett gekrochen, dann hat mir der Arzt auch noch empfohlen, die Rudotel wegzulassen. Ich glaube sie machen wohl abhängig oder so. Ich hatte fast einen Nervenzusammenbruch und niemand ist mehr da, der einem helfen kann oder den man fragen kann. Werde heute Nachmittag wohl auch in den Garten gehen und meine Wut total auslassen. Wir müssen es einfach irgendwie schaffen.
      Viele liebe Grüße Hildegard.
      Hildegard,
      bitte tu mir den Gefallen und hör auf deinen Arzt und lass die Pillen weg! Die machen in der Tat schnell abhängig.
      Mach das Unkraut alle aus Leibeskräften, das hat bestimmt weniger Nebenwirkungen als diese Tabletten!

      Aber wenn wer einen Tipp hat, wie man das mit der Konzentration besser hinkriegt......das wär toll. Ich krieg immer nur ein paar Bröckchen fertig und dann .....völlige Denkblockade.

      Da es jetzt zu regnen anfängt hat das Unkraut Schonzeit. Ich warte jetzt noch einen Termin ab, dann werde ich mal einen Mittagschlaf einläuten.
      Hallo Ihr Lieben,

      die Konzentrationsprobleme sind in Eurer Situation völlig normal. Auch mir ging das damals so und ich hatte mir schon ernsthaft Sorgen um meine geistigen Fähigkeiten gemacht. Die Nerven sind einfach aufs Überleben fokussiert, aufs Weitermachen und können sich nicht mit so "Unwichtigem" wie dem Alltag abgeben. Auch Alpträume hatte ich damals und auch da hat mir mein Arzt Entwarnung gegeben. Träume sind sowas der Stuhlgang der Seele :)) Und was verdaut werden muss, muss eben auch wieder raus.

      Die Alpträume sind von alleine vergangen, den Konzentrationsstörungen bin ich in zweierlei Hinsicht begegnet:
      1. Nicht verrückt machen. Es ist nun mal eine Zeitlang so, das vergeht auch wieder. Je mehr man sich darüber aufregt, desto schlimmer wird.
      2. Ganz banale To-do-Listen anlegen. Und da wirklich alles draufschreiben, was einem gerade durch den Kopf geht und gemacht werden müsste. Wirklich erst mal jeden Handgriff. Denn meist wurschtelt man planlos vor sich hin und stellt abends fest, dass nichts wirklich auf die Reihe gekommen ist. Also alles aufschreiben und abhaken. Und nicht ärgern, wenn man nicht alles schafft, das kommt auf die Liste für morgen.
      3. Legt Euch auch eine Liste an mit Dingen, die Ihr mal machen möchtet, wenn es Euch wieder besser geht. Z.B. Zoobesuch, neue Frisur, Shopping in der nächst größeren Stadt, neue Sprache lernen, alte Freundschaften aufleben lassen usw. Ganz egal, ob Ihr das später wirklich mal macht, oder nicht. Man merkt dann aber, dass man doch wieder über den Tellerrand schaut und es kommt der Tag, an dem Euch wieder mal ganz banal langweilig ist. Dann kann man sich da was raussuchen, was gerade passt.

      Und nun wieder Beautys Wort zum Alltag: Habt Geduld mit Euch!!

      Liebe Grüße
      Beauty
      Liebe Hildegard,

      ich halte auch nichts von Tabletten die abhängig machen können...
      bei mir gehört die Trauer dazu und ich muss sie spüren sonst komme ich da
      nie drüber hinweg...
      ich habe mal früher wegen Klaustrophobie Beruhigungsmittel genommen ,nach
      langer Behandlung und die Liebe von meinen Mann,
      bin ich froh das ich es nicht mehr brauche...
      wenn man dann aufhört mit den Tabletten ist doch die Trauer immer wieder da
      und wird noch schlimmer werden....
      ich fühle mich auch nicht gut und wenn es mir schlecht geht laufe ich...
      wie gesagt ,es trauert jeder anders aber mit meiner Trauer bin ich meinen Mann
      sehr nahe zumindest kommt es mir so vor...
      ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche

      liebe Grüße Merry
      @Beauty, ich finde es klasse, dass Du hier Deine Erfahrungen mit der Trauer schreibst. Es tut sehr gut, sich mit anderen Trauernden auszutauschen. Es tut aber auch gut zu sehen, dass es einem auch irgendwann wieder etwas besser gehen kann. An eine To-do-Liste habe ich auch schon gedacht. Mein Leben wird sich in den nächsten Monaten sehr verändern. Ich muss mir nämlich nebenbei auch noch eine neue Wohnung suchen. Und wir waren doch so glücklich, dass wir am 01.12.2015 in diese schöne Wohnung einziehen konnten. Es war unsere Traumwohnung. Ich kann sie alleine leider nicht bezahlen. Ich versuche stark zu sein und solche Dinge rational zu erledigen. Aber das geht nur ganz schleppend.

      Liebe Grüße, Anne
      Ja, die Trauer um den Menschen, der fehlt ist das Eine, aber den Alltag und all das Organisatorische auf die Reihe zu bekommen und das nun alleine, das ist das andere. Es fehlt halt das Echo, mal eine zweite Meinung, mal eine Ermunterung, wenn man meint, es nicht zu schaffen. Aber Ihr werdet sehen, aus dieser Zeit geht ihr auch gestärkt heraus. Man schafft so vieles, wenn es sein muss. Und was soll schon passieren. Das Schlimmste ist ja schon passiert! Noch dicker kanns nicht kommen.

      Herzliche Grüße
      Beauty
      Dass das Schlimmste schon passiert wäre dachte ich auch nach dem Tod meines Mannes. Und ich schaffte und suchte den Neuanfang. Und es gelang.
      Und dann das Ganze noch einmal mit deutlich weniger Kraft.....
      Nach dem ersten Mal hatte ich arge Verluste durch mangelnde Einsatzfähigkeit. Noch einmal kann ich mir das einfach nicht erlauben, denn dann geht es irgendwann an die Existenz.
      So, einige bedrückende, konzentrationsfordernde Dinge sind geschafft, andere auf dem Weg nach vorn.
      Beauty, deinen Plan mit Liste schreiben konnte ich nicht umsetzen, denn dann wäre vor lauter Auflisten nichts passiert.
      Somit habe ich mir 2 Zettel genommen. Auf dem ersten stand: HEUTE! Nicht morgen, nicht übermorgen. Du bleibst auf diesem Platz bis das Ganze erledigt ist. Radio aus. Email-Kiste abgeschaltet. Einziger Grund für Unterbrechung: absolutes Notsignal eines meiner Schutzbefohlenen.
      Darunter einer mit SPÄTER......

      Am ersten Tag wurden die geschobenen Formulare für's Fiamt fertig. Danach zur Belohnung das HEUTE Ding ausstreichen und ab in den Garten.
      Abends das "Schlachtfeld" (Schreibtisch) aufräumen, die SPÄTER-Liste angucken und das Dringendste auf den fiesen HEUTE- Bogen setzen (der natürlich erst für den nächsten Tag gilt).

      Preis für diese "Knüppelei": Kopfweh und verspannter Nacken, aber das gute Gefühl ein paar "Bedrohungen" erst einmal gebannt zu haben.
      Heute habe ich "Nachlese" gehalten. Schon lange bevor abzusehen war, was geschehen würde war vereinbart, dass meine Enkeltochter die letzte Ferienwoche vor ihrer Einschulung für eine Woche zur Oma kommen sollte. Versprochen it versprochen. Ich war mir nicht sicher, ob ich es schaffen würde (siehe mangelnde Leistungsfähigkeit und Konzentration). Aber.......diese Woche war einfach nur wunderschön. Zwar anstrengend, aber glücklich.
      Dadurch, dass ich die Kurze wieder heimbringen mußte wurde mir allerdings sehr deutlich bewußt, dass ich dringend einen vertrauenswürdigen Menschen einarbeiten muss, der mal die Viecher versorgt. Das geht so nicht.
    Liebeskummer Sorgen Forum