Wann wird es besser?

      Wann wird es besser?

      Hallo,
      gestern hat meine Große mich gefragt ob es überhaupt schon einen Tag seit XXXXXXX`s Tod gegeben hat an dem ich nicht geweint habe.
      Ich musste verneinen. Wie ist das bei euch? Gab oder gibt es Tage an denen ihr nicht mehr weinen musstet? Wie lange hat es gedauert?
      Ich würde so gerne wieder einen Tag ohne Tränen verbringen aber ich schaffe es leider noch nicht.
      Ich weiß, da gibt es keine einheitliche Norm. Mich würde nur interessieren wie lange ihr brauchtet um wieder einen ganzen Tag ohne Tränen zu sein.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Liebe Allesanders,

      ich kann Dir nicht mehr sagen, wann der erste Tag ohne Tränen war. Aber ich kann Dir sagen, dass es tränenlose Tage gab, an denen ich mir sehnlichst gewünscht habe, weinen zu können. Das war ungefähr ein Vierteljahr nach dem Tod meines Mannes, als ich das Gefühl hatte, mein Herz wäre ein Stein und ich sitze unter einer grauen Käseglocke. Auch solche Phasen gab es immer mal wieder. Ebenso wie die Zeiten, in denen man besonders dünnhäutig nah am Wasser gebaut hat.

      Es ist also nicht wichtig, ob man weinen muss oder nicht. Die Trauer tut auch weh, wenn keine Tränen fließen und auch durch diese Zeit muss man einfach durch.

      Liebe Grüße
      Beauty
      Hallo Allesanders,

      bei mir sind es viele Tage an denen ich nicht weine, nicht weinen kann. Habe da zwar immer einen über dimensionalen Kloß im Hals, aber die Tränen wollen zu oft nicht raus, weiß allerdings nicht ob das männertypisch ist. Manchmal bricht es aber auch umso heftiger aus mir heraus, sind meist kleine Situationen, die völlig unscheinbar sind, eigentlich nebensächlich ,die mich an meine Verluste erinnern wo ich dann ungebremst heule. Ich schäme mich auch als Mann nicht meiner Tränen und halt das nicht für schwach wenn ein Mann weint, der Kloß will eben nicht oft raus. Ich laufe eher wie ein Geist durch die Gegend, der weder sich noch seine Umwelt wahrnimmt, würde lieber öfter weinen, geht eben momentan nicht. Ob das besser wird? Lass deiner Trauer die Zeit die sie und vor allem du brauchst.............

      Viele Grüße
      Hallo Alles anders,
      Ich habe viele Tage an denen ich nicht weine, aber ich kann nicht sagen, dass es mir dadurch besser geht, Im Gegenteil, nach einem verheulten Sonntag auf der Couch fühlt sich mein Herz oft wieder leichter an und der Druck ist weg, der sich im Laufe der Arbeitswoche aufbaut. So empfinde ich es jedenfalls. Das Weinen tut mir dann gut und ich akzeptiere es so.
      Das ist sowieso das einzige was ich Dir raten kann, akzeptiere die Trauer so wie sie kommt und wie sie ist, Ich weiss man sehnt sich nach glücklicheren Momenten, und die kann es auch geben, aber wenn man es hinnimmt so traurig zu sein, weil es ja auch schrecklich traurig ist, nimmt man diesen Erwartungsdruck nach besseren Zeiten raus. Es lässt sich eh nur bedingt öndern.
      Versuchen sich immer mal etwas gutes zu tun. Mir fällt das auch immer nich sehr schwer und bei mir ist es jetzt schon fast 17 Monate her.
      Ich wünsche Dir das allerbeste und lass die Trönen laufen, sie waren jede Tröne wert unsere Mönner
      Hallo ihr Drei,
      mein Mann ist heute 6 Monate nicht mehr bei mir und heute Morgen habe ich es wie ein Schock realisiert, und es gibt keinen einzigen Tag ohne Tränen....Ich wache Nachts auf und muss weinen ich stehe morgens auf und küsse sein Bild vom Nachtisch und gehe weinend ins Bad. ...am Tag auf Arbeit überkommt es mich seltsamerweise nur selten. ..aber sobald ich auf dem Heimweg bin, geht es schon im Auto los...und Abends nehme ich wieder sein Bild vom Nachtisch wo er so schön lächelt, drücke es ganz fest an mich und schlafe weinend ein ...allerdings immer nur für eine kurze Zeit..... so ist mein Leben seid einen halben Jahr.... und ich bin sowas von alle ....aber meine Psycho Tante versucht mir irgendwie zu helfen.....
      LG HanCa
      Liebe HanCa,
      es ist so schmerzhaft, in deinen Worten erkenne ich mich wieder. Meine Trauer ist so groß, dass ich mich so leer fühle, mein Herz wurde mit ihm begraben.
      In unserer Wohnung sind überall Bilder von ihm um ihm etwas nahe zu sein.
      Nachts und morgens ist die Einsamkeit heftig und meine Hand streichelt sein
      Kopfkissen und die Erinnerung ist ein nie mehr endender Schmerz.
      Tja, am Anfang des Jahres noch glücklich verheiratet......und jetzt liegt das
      Leben in Scherben....unfassbar ; ((

      Brigitte
      Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei, aber die
      Liebe ist die größte unter ihnen.

      JoSi schrieb:

      Liebe allesanders,
      ich weine jeden Tag; und das ist für mich auch i.O.,denn ich habe die Liebe meines Lebens verloren. Die Kinder trauern auch um ihren Papa, aber viele Bereiche ihres Lebens gehen ja weiter wie zuvor. Mein Leben aber hat sich komplett verändert.
      VG JoSi


      Ja......genauso empfinde ich es auch.

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Hallo allesanders

      Bei mir wechseln diese Phasen von weinen und nicht weinen ständig. Es gibt zwischendurch Tage, da weine ich nicht und dann wieder welche an denen ich mich kaum wiedererkenne und in Situationen weine was mir vorher nie passiert wäre. Extrem viel weine ich wenn ich total erschöpft bin oder emotional unter Druck stehe. Vor den Kindern und in der Öffentlichkeit versuche ich es zu vermeiden, ansonsten akzeptiere ich meine derzeitige Gefühlslage.

      Liebe Grüße Dina
      Das Leben ist schön, von einfach war nie die Rede!
      Guten Morgen ihr Lieben,

      ich erkenne mich ja so wieder. Ich weine auch jeden Tag vor allen Dingen abends, wenn ich alleine bin und es so still um mich herum ist. Das Weinen hilft mir aber auch. Ich bin dann mehr bei mir und spüre mich intensiver. Und meistens geht es mir danach dann auch besser. Und ihr werdet es nicht glauben: Jemand hat mich auch schon mal wieder herzhaft zum Lachen gebracht. Ich war erst schockiert, dachte aber danach, ja ein bisschen von der "alten" Anne taucht wieder auf. Irgendwie war das ein schönes Gefühl. Es hat zwar nicht lange angehalten, es war aber mal wieder da.

      Viele liebe Grüße
      Eure Anne
      Bei mir wechselt es auch ständig, weinen, nicht weinen.
      Wenn ich geweint habe, geht es mir anschließend etwas besser, es ist als sei ein Druck von mir genommen worden.
      Früher habe ich schon gesungen (in Gedanken, ich kann nicht singen) wenn ich aufgestanden bin, daß ist alles weg.
      Nach wie vor lebe ich mein Leben so Tag für Tag einfach ab.
      Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen, immer gleich.
      Unter meinem Kopfkissen liegt immer noch sein T-Shirt was er zuletzt trug, seine Jacke hängt noch am Stuhl in der Küche, dann ist es ein bißchen so als käme er wieder nachhause.
      Es ist so verdammt schwer geworden dieses Leben, aber wir müssen irgendwie das Beste daraus machen, ich weiß nur noch nicht wie.

      Liebe Grüße Heike
      Es ist kühl. Dein Lächeln strahlt nicht mehr.
      Was bleibt mir? Die Wärme deiner Liebe.
      Die Hoffnung auf dich. Später!
      Guten Morgen,
      eigentlich könnte Heikes Post von mir sein.
      ​Bis auf das singen aber ich war meistens gut gelaunt, habe das Leben geliebt.
      ​Nun ist alles was ich mache mit Mühe verbunden und die Tage an denen ich weine sind eigentlich die besseren Tage.

      Ansonsten fühle ich mich kalt und leer , so als ob ich neben mir stehe und mich beobachte.
      ​So wie das Leben zur Zeit ist mag ich es nicht, so wie ich es möchte bekomme ich es nie wieder, also muss ich mit dem was ich habe klar kommen .
      ​Nur wann ich dazu bereit bin weiß ich noch nicht.

      ​Liebe Grüße von Zenzi die auch noch ein T Shirt von ihrem Mann im Bett hat.
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      :girl_cray: Guten morgen, ihr Lieben!
      Auch mir geht es genauso wie Euch. Habe es schon mal auf ein paar Tage ohne Weinen gebracht, aber danach kam alles gebündelt und zurzeit muss ich jeden Tag weinen, scho morgens. Kann auch nichts in der Wohnung schmücken. Er hatte sich zwar vieles von dem Weihnachtsschmuck ausgesucht, aber ich kann es einfach nicht hinstellen. Wahrscheinlich kommt auch noch Selbstmitleid dazu, weil wir über Sylvester verreisen wollten. Es war immer sooo schön an der Ostsee.
      Lachen konnte ich auch schon manchmal, aber die Sehnsucht nach ihm wird immer stärker. Gespräche, Berührungen, Umarmungen, eben ein liebevolles und zufriedenes Leben ist von einem Moment zum anderen in Schutt und Asche gefallen. Und damit klar zu kommen, ich glaube nicht mehr daran. Habe auch überhaupt keinen Tagesrhythmus mehr. Es wird immer schlimmer. Keine festen Essenszeiten, keine normale Schlafenszeit. Ich möchte einfach nicht mehr ins Bett gehen. Sein T-Shirt und Freizeithose, was er zuletzt anhatte, habe ich in eine Folientüte gepackt und in sein Bett getan, damit der Geruch von ihm so lange wie möglich erhalten bleibt. Und auf seinem Bett sitzen die Lieblingspüppchen und ein Kuschelschaf, all das, was er mir mal geschenkt hat. Sage ihm auch jeden Abend vor seinem Bild Gute Nacht und begrüße ihn auch morgens. Das ganze Leben ist einfach sch... geworden.
      Mit vielen lieben Grüßen an Euch alle von Berit.

      Guten Abend liebe Leidensgenoss/innen,
      Wenn ich eure Beiträge hier lese, fange ich schon wieder an zu weinen, Mir geht es genau wie euch.
      Mein Leben ohne seine Liebe ist für mich so
      Sinnlos und kalt geworden.seit 10 Wochen ist die LIEBE meines Lebens schon tot. Ich werde mich nie mehr so fühlen wie vor seinem Tod. Ich habe das Gefühl, dass die
      Einsamkeit mich auffrisst. Alle Bekannten
      haben sich von mir zurückgezogen, die denken, die
      Kriegt sich schon wieder ein.
      Wie ist oder war das denn bei Euch.
      Viele liebe Grüße
      BEATE
      Liebe Beate und all ihr Anderen,

      am Anfang ist es natürlich sehr schwer. Die Trauer verläuft bei jedem (wie ich jetzt hier aus dem Forum und von mir selbst weiss) anders. Es gibt manchmal Parallelen, aber wir sind alle so unterschiedlich.

      Eins ist klar, es kommt sehr auf die innere Einstellung an, wie du mit der Trauer umgehst. Ich meine damit die innere Einstellung zum Leben, zu dir selbst. Warst du von dem verstorbenen Menschen sehr abhängig und hast du dein Leben nach ihm ausgerichtet, dann gilt es jetzt, ein "neues" Leben zu beginnen. Und das beginnt mit der inneren Einstellung.

      Ich fühlte mich nach der ersten tiefen Trauer plötzlich zurück versetzt in die Zeit, bevor ich meinen Liebsten kannte. Selbst heute (über 2,5 Jahre der Trauer) lebe ich so, wie ich als Single war. Und ich nehme es so an. Ich hatte eine wunderbare intensive Zeit mit ihm. Nun ist es anders. Ich begehre nicht mehr dagegen auf, habe in gewisser Weise meinen Frieden gefunden.

      Wer sich in der Trauer vergräbt, sie hegt und pflegt, der wird es sehr schwer haben, bald wieder ein lebenswertes Leben zu führen. Ich glaube nicht, dass das unsere verstorbenen Liebsten gut fänden. Es würde sie sicher traurig machen.

      Ich kämpfe dafür, ein Leben zu führen, das meiner würdig ist - auch und gerade als Witwe.

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Liebe Frieda,
      du bist für mich ein sehr positiver Mensch. Für mich kann ich nichts positives finden. Wir waren zusammen seit unserem 19. Lebensjahr und sind von zu Hause in die erste gemeinsame Wohnung gezogenen. Waren zusammen bis zu diesem Jahr. Alleine leben muss erst gelernt werden und so ohne ihn tue ich moch sehr sehr schwer. Länger wie ein paar Wochen war ich nie alleine, da war er zu Kur oder
      Fortbildung und wir telefonierten mehrmals am Tag.
      Das faellt sooooo schwer und annehmen muss ich dieses Nie Wieder aber etwas Positives kann ich dabei nicht finden.
      Am liebsten würde ich mich aufgeben aber unsere Tiere halten mich da zurück.
      Ob ich in ein paar Monate eine ander Einstellung bekomme weiss ich nicht.
      Bis jetzt funktioniere ich brav wie es erwartet wird mehr nicht.


      LG Brigitte
      Nun aber bleiben Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei, aber die
      Liebe ist die größte unter ihnen.
      Liebe Frieda und hallo ihr Lieben alle zusammen,

      dein Post, liebe Frieda gefällt mir sehr gut - ich erkenne darin so viel neue Lebensfreude und trotzdem ist dir dein Liebster nicht "fern" - ich hoffe, du verstehst was ich damit meine ...
      bei mir wechseln Tage mit vielen Tränen, Tage mit normalen Tränen und Tage ohne Tränen einander ab - wie bei euch auch! Es vergeht kein einziger Tag an dem ich nicht an meinen Mann denke - aber es gibt schon die eine oder andere Stunde in der ich "frei" bin von traurigen Gedanken, was-wäre-wenn-Gedanken, den nie-wieder-Gedanken usw. Und das macht mir Mut - Mut, irgendwann wieder Mein Leben leben zu können - mit schönen Erinnerungen an 30 Jahre Liebe und (meist auch) Glück und Zufriedenheit. Im Moment fällt es mir noch sehr schwer die Zuversicht in mein Leben zu lassen - das schiebe ich auf die Jahreszeit, das drohende Weihnachtsfest und die damit extrem verbundene Einsamkeit... Für 2017 habe ich einen festen Und tiefen Wumsvh - ich möchte schritt für schritt in mein Leben zurück finden!
      Mein Mann wollte immer dass ich glücklich bin - und er wäre stolz auf mich wenn ich beginne mein Leben wieder zu suchen!
      ich wünsche uns allen die Kraft die wir brauchen um mit der Trauer leben zu können.
      Liebe grusse
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Hallo Frieda,

      innere Einstellung, hmmm.............. ich für mich versuche mich schon auf diese Situation einzustellen. Ich MUSS ja ein anderes Leben führen, ich wollte es ja so nicht. Ich kann aber das Leben mit meinen Mädchen nicht irgendwo hinter mir lassen (blöd ausgedrückt, du meinst es bestimmt anders) und vor allem kann ich nichts für meine Empfindungen.
      Nichtsdestotrotz finde ich deine positive Einstellung zum Leben, deine Annehmen der Trauer und deinen Blick nach vorn bewundernswert, vielleicht komme ich auch mal dahin, dass wird dann sein wenn sich für mich irgendwo ein Sinn erschließt wieder die Ärmel hochzukrempeln. Derzeit ist das Loch in dem ich stecke zu tief. Vor allem ist es eben schwierig den richtigen Weg zu finden, denn, wie du schon so treffend bemerkt hast, trauert jeder anders und mancher, ich gehöre eventuell dazu, vergräbt sich. Mir geht es ähnlich wie gbb, kannte meine Frau seit ich 18 Jahre alt war, mit 19 wurde ich Vater, meine kleine Familie hat nun mal den Großteil meines Lebens ausgemacht, mir fällt es da auch nicht leicht, obwohl ich darum kämpfe, nach vorn zu schauen.

      Viele Grüße Steffen
      Liebe Brigitte, lieber Steffen,

      klar, das ist alles sehr sehr schwer! Auch ich hatte mich auf meinen geliebten Mann total "eingeschossen". Er war das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist. Er war meine Inspiration, mein lieber Kumpel, mein Heiler, eine wunderschöne große Seele.

      Wie furchtbar traurig für mich, dass er nun nicht mehr an meiner Seite ist.

      Doch verlangen kann ich vom Leben nicht, dass er wieder als mein Mann und Begleiter lebendig wird. Jetzt weht ein anderer Wind und ich muss und ich werde mit meinem kleinen Lebensschiffchen weiter segeln. Es gibt keinen Grund aufzugeben. Keinen einzigen Grund!

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo,
      wenn ich mir immer wieder vorhalte wie lange wir zusammen waren (35 1/2 Jahre), wie jung wir waren als wir uns kennen und lieben lernten (17 und 22 Jahre) , dass ich niemals alleine gewohnt habe nur mit meinem Schatz zusammen (33 Jahre) und wie früh wir schon das Haus gekauft haben (25 und 30 Jahre) dann mache ich mir das Leben nur unnötig schwer. Es ist schwer genug. Ich muss mich nicht noch mit trüben Erinnerungen quälen. Ich möchte mein Leben noch in die Hand nehmen, möchte denken, dass ich vielleicht 85 Jahre oder älter werden kann. Dann habe ich noch 32 oder mehr Jahre vor mir. Die möchte ich nicht dahin siechen. Die Jahre werden anders sein als die bisherigen Jahre aber sie können auch schön sein. Im Leben gab es oft Veränderungen und die meisten waren schön deswegen haben wir nicht gehadert. Nun gibt es eine tiefgreifende und schreckliche Veränderung aber auch die will geschafft werden. Ich stelle mich dieser "Herausforderung" denn nur so kann ich sie bestehen. Wenn ich mich in mein Leid verkrieche und in meinem Selbstmitleid versinke (und für mich besteht Trauer zu einem sehr großem Teil aus Selbstmitleid) dann kann mein Leben nur sehr schwer wieder schön werden. Ich bestrafe mich also quasi dafür das mein Mann gestorben ist. Aber ich kann nichts dafür und deswegen möchte ich mich auch nicht bestrafen.
      Diese Ansicht mag nicht jeder teilen wollen aber es ist meine ganz persönliche Sicht auf meine Situation.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


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