2016 veränderte sich alles

      2016 veränderte sich alles

      Hallo ihr lieben,
      ich bin neu in diesem Forum und hoffe hier meine Trauer etwas besser zu verarbeiten.

      Anfang märz änderte sich alles, meine Mama kam plötzlich ins Krankenhaus und wurde am nächsten Tag ins Koma versetzt. An dem Tag als sie eingeliefert wurde sprach ich das letzte mal mit ihr. Niemanden von uns war bewusst was hier gerade passiert, wir haben es nicht realisiert. Als letztes sagte ich zu ihr "pass auf dich auf mama". Etwa 2 Wochen später wüssten wir, dass meine Mama hirnschäden haben würde. Zu dem Zeitpunkt kam auch mein Papa ins Krankenhaus, es stand schnell fest das es das Herz oder Krebs sei. Am 01.04 bat mich der Arzt zum Gespräch letztendlich wurden sodann die Geräte abgestellt - multiples Organversagen nach einer Schweinegrippe. Kaum 2 Stunden später rief mein Papa an - er sagte unter Tränen "ich habe Lungenkrebs "
      ich werde disssn Tag und diese Momente niemals vergessen und sogar während ich das schreibe kämpfe ich mit den Tränen.
      Die Beerdigung organisierte ich alleine mit meinem Mann an meiner Seite.
      Ebenso war ich bei der Trauerfeier alleine. Zumindest fühlte es sich so an.
      Mitte Juni heiratete ichmeinen Mann, die größte Stütze in der Zeit.
      Kurz darauf kam mein krebskranker Papa ins Krankenhaus - wer konnte ahnen dass er nicht mehr nach hause kommt ? Am 02.07.16 verstarb nun auch nach einigen leiden mein Papa. Kurz zuvor saß er noch auf seinem Bett und sagte "ich werde nie meine Enkel kennenlernen" wir brache beide in Tränen aus.
      Diese Szene schwirrt Moral oft in meinem kopf rum. Ich könnte mich von meiner Mama nicht verabschieden, von meinem Papa allerdings schon. Oft frage ichmich welches besser ist. Sie fehlen mir beide so sehr, meinermeinung nach sollte man mit 24 Jahren noch lange nicht den Tod der Eltern erleben. Das Leben ist kein Wunschkonzert (sagte meine Mama immer) aber das ableben beider Eltern in so kurzer Zeit ist für mich so schwer zu verkraften.
      Ich akzeptiere ihren Tod, doch denke ich nun oft selber über den Tod an sich nach.
      Geht es hier jemanden auch so? Es fällt mir sehr schwer damit umzugehen und meine Gedanken zu ordnen.
      Ich hoffe es geht meinen geliebten Eltern gut, wo auch immer sieben sein mögen. Es fehlen immer gleichzeitig zwei Personen in meinem leben.
      Kennt ihr das, manchmal wisst ihr einfach nicht wie es weitergehen soll? Wie geht ihr damit um?
      Ich danke euch für etwaige Tipps.

      Biele liebe grüße

      vany
      Hallo Vany,
      ich bin auch neu hier und mir geht es ähnlich, wie dir. Ich habe meine Oma vor ca. einer Woche verloren und auch ich hatte keine Möglickeit mich zu verabschieden...Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht recht, wie ich dir helfen kann, da ich auch noch 10 Jahre jünger bin als du, aber ich weiß, das es sehr schlimm ist...
      Ich kann dich nur bitten, bleib stark! Du schaffst das! und dein Mann wird immer bei dir sein! Schau nach vorne und versuch nicht, ein "was-wäre-gewesen-wenn"-Szenario in deinem Kopf zu entwickeln...
      ich hoffe ich konnte irgendwie behilflich sein...
      viel Glück weiterhin ;)

      LG Lostgirl
      Liebe Vany,

      beide zu verlieren, also Mama und Papa, das ist sehr schwer.Tipps aber habe ich keine. Alles, was ich dazu schreiben kann ist, dass du vielleicht daran denkst, was sie dir gegeben haben, was sie für dich waren und was sie dir hinterlassen.

      Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du weiter kommst in deinem Leben. Es wäre vielleicht gut, hier weiter zu schreiben?!

      Alles Liebe Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Mein aufrichtiges Beileid. Der Schmerz der einen in diesem Moment erfährt ist unbeschreiblich und kann durch Worte eigentlich nicht getröstet werden. Man zweifelt an sich, an allem, an der Welt.

      Akzeptiert, dass mein Vater so schnell von mir gehen musste, habe ich auch noch nicht. Ich mache mir wie du auch oft Gedanken über den Tod. Er kann nicht einfach so weg sein. Für mich tröstlich ist daran zu glauben, dass er da ist und ich ihn irgendwann mal wieder sehe.

      Deine Eltern wollten immer das beste für mich. Ich denke das hat dein Vater auch zu dir gesagt.

      Mir gibt folgender Spruch immer Kraft:

      Noch immer hören wir deine Stimme und deine Spuren umgeben uns
      und lassen uns glauben, du bist noch bei uns.
      Denn Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle werden uns stets an dich erinnern
      und dich nie vergessen lassen. In unseren Herzen lebst du weiter.

      Gruß Patrick
    Liebeskummer Sorgen Forum