das Allein-sein

      das Allein-sein

      Ja, ihr Lieben,

      spätestens jetzt geht es für mich um das Thema "Allein-sein".

      Ich war vor dem Zusammentreffen mit meinem Liebsten eigentlich immer allein, weil ich mich allein gefühlt habe. Aber in der Realität war ich in meiner Familie, wohnte ich in Wohngemeinschaften. :)


      Nach dem Tod meines Liebsten habe ich das Allein-sein wirklich kennen gelernt. Es ist eine große Herausforderung.

      Jetzt bin ich total allein, ohne ihn, ohne meine Entsprechung, meinen Gegenpart. Oft weine ich auch jetzt noch nach so langer Zeit genau darum. Er fehlt mir so sehr!

      Auf der anderen Seite finde ich mich wieder, und zwar genau in diesem Allein-sein. Sicher hat es seine Zeit gebraucht, aber es hat von Anfang an (von seinem Tod an) stattgefunden. Ich wusste z.B., dass ich ab sofort anders leben / kochen / mit allem umgehen werde.

      Mir geht das grad so nah, weil ich dieses Allein-sein anfange zu genießen und doch - wisst ihr, was ich meine .....

      Es ist sehr sehr schwer, aber es ist machbar, weil es eine völlig neue Lebensweise möglich macht.

      Ich hoffe sehr, dass ihr neu Trauernden auch etwas damit anfangen könnt.


      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Guten Morgen da draussen,
      also ich verstehe deine Gedanken sehr gut. Ich kanneigentlich gut allein sein, und bin es jetzt auch überwiegend. Ich denke man lernt mit sich selbst klar zu kommen, und das ist auch eine wichtige Erfahrung die wir jetzt machen müssen. Leider muss ich bei mir selbst feststellen dass ich mich oft einigel und den Kontakt zu vielen Bekannten und Freunden verloren habe. Das ist so nicht ok und liegt auch überwiegend an mir selbst.
      Ich lebe jetzt ganz anders als vorher. Es ist kein schlechtes Leben, unspekakulär, gleichmässig, oft erscheint es mir auch langweilig... aber zurzeit die einzige Art für mich.
      Unter dem Strich ist allein sein ok. Das Vermissen allerdings schmerzt jeden Tag aufs Neue.

      Jenny29 schrieb:

      Ich lebe jetzt ganz anders als vorher. Es ist kein schlechtes Leben, unspekakulär, gleichmässig, oft erscheint es mir auch langweilig... aber zurzeit die einzige Art für mich.
      quote]

      ​Ja so in etwa geht es mir auch.
      ​Ich vermisse meinen Mann ,die Gespräche die Umarmung den Alltag mit ihm.
      ​Ich vermisse keine Menschen ,Freunde und Bekannte , da wähle ich das Alleinsein.
      ​Ich kann mir zur Zeit nicht vorstellen dieses Leben wieder mit jemanden zu teilen, eine gute Freundin wäre nett.
      So zum Unternehmen und reden.
      ​Aber in meinen Bekanntenkreis finde ich niemand der diese Rolle übernehmen kann, so werde ich das dem Zufall überlassen.

      @ frieda ich kann dich verstehen es bleibt immer ein klein wenig dazwischen.
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      Irgendwas habe ich beim Zitieren falsch gemacht. Endschuldigung
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      Hallo ihr Lieben, ich war noch nie wirklich alleine in meinem Leben und hab mich alleine (wenn es sich so gar nicht vermeiden ließ) nie wohl gefühlt und sofort versucht diesen Zustand gleich wieder zu ändern ... dann starb mein Mann und hier sitze ich nun ... ich lebe zum Glück (noch) nicht alleine, aber manchmal bin ich es trotzdem - im Leben und innerlich (ihr wisst, was ich meine?) ich bin auch oft unterwegs, verabredet - sicher auch um nicht allein sein zu müssen, vor allem aber um reden zu können - das Reden fehlt mir so sehr!!
      Aber ich merke immer mehr, dass ich alleine sein WILL und auch muss - alles andere ist nur Ablenkung vom wesentlichen - und das wesentliche ist für mich den Tod zu akzeptieren und mit dem Alleinsein leben zu können - mich mit meinem "neuen" Leben auseinanderzusetzen, mich mit ihm zu beschäftigen und mich auch mit diesem Leben bekanntzumachen - in der Realität anzukommen ... ich werde mich wohl nie einigeln - dafür bin ich nicht "gemacht" ... aber mich im Allinsein zu üben - das ist meine Aufgabe!
      LIebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Liebe @Blumenduft ,

      exakt! Einigeln und Alleinsein sind völlig verschiedene Zustände. Ja, ich hab mich auch nach seinem Tod immer mal wieder eingeigelt, niemand sollte mich erreichen. Aber diese Phasen gehen wieder vorbei und das ist gut so.

      Das Alleinsein hat etwas sehr Schönes, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Es ist ein Gefühl von "mit-allem-um-mich-herum-eins-sein".

      Und ich glaube auch, dass der Mensch, der wirklich mit sich allein sein kann und mit sich selbst gut klar kommt, auch in einer Beziehung/Partnerschaft dann eine gewisse "Reife" hat. Denn dann besteht die Partnerschaft nicht aus Ängsten vor dem Alleinsein, es entsteht keine Abhängigkeit.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      ich kann ganz gut alleine sein und ich habe auch niemals langeweile, weiß mich immer zu beschäftigen. udo und ich hatten so eine art miteinander zu leben, wo wir zwar gemeinsam in der wohnung waren, aber jeder auch das tun und lassen konnte, worauf er gerade lust hatte und trotzdem war man eben nicht alleine. und das ist genau das, was mir fehlt. wenn ich einsam bin, dass dann einfach jemand da ist zum reden und austauschen oder etwas miteinander zu tun. ich will mich dann nicht erst verabreden müssen oder mit jemandem telefonieren. das ist nicht dasselbe. andererseits lebe ich jetzt seit zwei jahren mit mir alleine, komme relativ gut damit zurecht und überlege, ob ich wirklich wieder jemanden so nah um mich haben möchte. die zeit wird es bringen, was gut und richtig für mich ist. das vermissen von udo bleibt.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Du hast es passend beschrieben @Lucie59 ... ich war auch nicht von meinem Mann "abhängig" - oft hat jeder seine Sachen gemacht - aber wir waren trotzdem zusammen und in der Nähe - eben beieinander ... und das fehlt so sehr! Aber genau das ist "meine" Aufgabe - mich an dieses Leben zu gewöhnen und nicht davor wegzurennen - denn das klappt eh nicht und bringt mich auch nicht weiter!!
      Wenn wirklich alles einen Sinn hat, dann ist der "Sinn" in Klaus' Tod dass ich mit mir alleine leben kann und klarkomme - mit mir und all den "Geistern", die ich nun mal mit mir rumtrage ... ...
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Ihr Lieben!
      All eure Worte und Gedanken können auch von mir kommen...und gerade das tröstet mich sehr!
      An das Allsein gewöhne ich mich langsam...komme mittlerweile besser damit zurecht als angenommen.
      Ich mag nicht dorthin gehen wo viele Menschen sind,,,hier fühle ich mich einsam.
      Manchmal denke ich das das nicht normal ist, das ich mehr raus muss...unter Leute...auch wenn ich mich nicht wohl dabei fühle ....vielleicht kann ich mich daran gewöhnen...
      Und dann lese ich hier das es euch genauso geht....das ihr auch häufig allein seid und relativ gut damit zurecht kommt...das es *Normal* ist allein zu sein...und das tröstet mich sehr...es stärkt mich.....
      Auch mir fehlt mein Mann so sehr....immer wieder gibt es Augenblicke die besonders schmerzen...Gedanken die immer wiederkehren...vor allem Sehnsucht nach Zweisamkeit,...nach Gesprächen....nach dieser Selbstverständlichkeit das er da ist...egal was passiert....das hat mich stark gemacht...
      Und jetzt lernen wir, wie wir allein stark sind.....und immer noch hoffe ich das alles seinen Sinn hat...so wie Blumenduft schreibt: und wenn es nur der Sinn ist allein klarzukommen...
      Auch mein Leben ist unspektakulär, ruhig, vielleicht auch langweilig...wie Jenny schreibt...
      und ich denke wie Frieda das wir unser Leben jetzt zu annehmen müssen....uns annehmen müssen so wie wir jetzt sind... wenn es doch so einfach wär.

      Ich danke euch für diese Gedanken...für diesen Trost...

      LG Sorna
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      LIebe @Frieda, @Jenny29, @Lucie59, @sorina,

      es es tut so gut solche "Gespräche" mit euch zu führen - danke auch von mir dafür. Die Themen bringen mich auf meinem Weg immer ein Stück weiter, sie stoßen in mir Gedanken n an, auf die ich sonst, alleine, nicht immer komme.

      ihr seid mir in solchen Momenten näher als manche Freundin!

      liebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Liebe @Frieda,

      du hast ein Thema angesprochen, das sicherlich viele hier beschäftigt.

      Bei meinem Mann sind es jetzt 4 Monate, seit er nicht mehr bei uns ist und jetzt so nach und nach wird mir das ganze Ausmaß bewusst, wo er überall fehlt und ich allein bin.
      Vieles, was wir früher zusammen unternommen haben, mache ich im Moment gar nicht. Ich traue mich nicht in ein Konzert oder eine Ausstellung allein zu gehen.
      Somit verbringe ich die Abende und die Wochenenden allein. Ich muss mich aber zwingen, selber im Haushalt oder Garten was zu tun; sonst würde ich im Bett liegen bleiben. Und an Urlaub mag ich gar nicht denken....Alleinreisen stelle ich mir auch schlimm vor.

      Und wenn ich an meine Zukunft denke, ist das Alleinsein das meiste, wovor ich Angst habe.

      Und wenn du, @Frieda schreibst

      Frieda schrieb:

      Das Alleinsein hat etwas sehr Schönes, wenn die Zeit dafür gekommen ist.


      dann gibt es mir ein wenig Zuversicht, dass ‚es‘ wird, wenn die Zeit gekommen ist.
      Das Erschreckende aber ist, dass es so lange dauert.

      Viele liebe Grüße an euch alle
      Liebe @Resi ,

      oh ja, das ist ein sehr wesentliches Thema in der Trauer. Das Alleinsein hat etwas sehr Schönes - will heißen, dass es mir auch Trost gibt. Es ist ein Kardinal-Thema, denn du bist ab dem Tod deines liebsten Menschen plötzlich sehr sehr allein. Zuerst ist es die Einsamkeit, die einen aufzufressen droht, die sich aber nach und nach verändern kann.

      Für mich ist es sogar so, dass ich in meinem jetzt gefundenen Alleinsein seine Anwesenheit spüre. Immer, wenn es mir richtig gut geht, dann scheint er an meiner Seite zu sein. Wenn es mir schlecht geht, wenn ich in jämmerliche Zustände komme, dann spüre ich gar nichts.

      Angst vor dem Alleinsein gibt es eigentlich nicht. Es gibt nur die Angst in der Einsamkeit. Einsamsein ist eine Sache, weil es ein Sehnen nach Zweisamkeit gibt. Alleinsein hat viel mit "All-eins-sein" zu tun, ist also ein völlig von Angst befreiter, sehr schöner Zustand.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Das Allein-sein.

      Wie geht es mir denn eigentlich damit?
      Eigentlich dachte ich doch, das sei gerade nicht so das drängendste Thema, das mich beschäftigt, sondern es gehe immer noch (oder schon?)um Träume, Wünsche und Erwartungen.

      Zum Teil mag das sogar stimmen, aber bei Licht besehen ist das nur die Musik, die im Vordergrund spielt. Die beherrschende Musik im Hintergrund ist nämlich eine andere: Das Zusammenspiel (oder die Dissonanz?) zwischen Allein-Sein und Einsamkeit.

      Äußerlich bin ich bestimmt alles andere als einsam und ich suche sogar oft Situationen, in denen ich allein sein kann.
      Das sind nämlich die Situationen, in denen ich allein, und dennoch mit mir selbst und allem um mich herum, zusammen bin.
      Das sind ganz klar die Momente, in denen ich mich nicht einsam fühle, in denen ich mit etwas oder jemand anderem in Kontakt bin.
      Und wenn es nur ein Regenwurm ist, den ich beim Graben in der Gartenerde aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen habe oder eine Weinbergschnecke, die ich auf dem Weg aufgesammelt habe. Mit denen kann ich mich austauschen, mit denen kann ich mich unterhalten, kann sie betüdeln und sie fürsorglich an einen sicheren Platz bringen.
      Nein, ich bin nicht plem plem, das ist für mich vollkommen normal.
      Denn in diesen Momenten bin ich wirklich ein Ganzes.

      Überhaupt nicht normal fühlt sich für mich etwas ganz anderes an.
      Dieses kontaktlose Herumtreiben im schwerelosen Raum, das man, glaube ich, Einsamkeit nennt.
      Etwas, das ich eben dann spüre, wenn ich nichts, oder besser gesagt, niemanden spüre, vor allem nichts von meinem allerliebsten Menschen.

      Ich habe mich oft gefragt, ob diejenigen, die etwas anderes erleben, eigentlich spinnen, sich etwas einbilden, ob sie womöglich mit einer besonderen Gabe oder Gnade gesegnet sind, und ich bloß ein empfindungsloser Rationalist oder Ignorant bin. Beneidet habe ich diese mir wie Fabelwesen erscheinenden Menschen aber allemal.

      Denn das Dumme an dieser Schwerelosigkeit ist, dass es sich hier nicht um frei gewählte kurze Auszeiten, sondern um lang anhaltende Phasen handelt. Mag sein, dass ich selbst schuld bin, aber ich habe einfach keine Lust, diesen Zustand mit Aktionismus zuzuschütten. Mit belanglosen Aktivitäten oder mit sog. Freizeitgestaltung, die nur dazu dient, die Zeit rumzubringen oder das Nachdenken zum Stillstand zu bringen.

      Vielleicht lande ich deshalb immer wieder bei der Melodie, die im Vordergrund spielt, den Träumen oder Wünschen, von denen ich nicht einmal wirklich weiß, wie die aussehen.
      Außer, dass sie irgendetwas sind, das einen Sinn haben könnte.
      ..........
      And if you don't know where you're going
      Any road will take you there
      Liebe Therese @Resi, diese Phase des "Erkennens", der Wahrnehmung WIE allein ich wirklich bin nach dem Tod war die Schlimmste und erschütterndste Phase ... als die Seele diese Erkenntnis zu ließ- mein ganzes Leben brach weg - alles, was meine Liebe, was mich, mein Leben "ausgemacht" hat, war weg ... gestorben ... und "nie wieder" kann es zurück kommen ! Der Tod beherrschte alles ... und dann kam die Einsamkeit - dieses Gefühl völlig allein zu sein, niemand, der für MICH da ist, der mich in den Arm nimmt, der da ist - MEIN Mensch, der mich durch 30 Jahre begleitet hat und der meine 2. Hälfte war ... "für immer" weg!

      Die Einsamkeit lässt inzwischen nach - sie ist immer wieder da, aber nicht mehr im Vordergrund - jetzt kommt eben die Phase des "Alleinseins" ... allein mit mir, dieses Alleinsein auszuhalten, es vielleicht irgendwann auch Lieben zu lernen ... das ist meine Aufgabe - aber das hab ich ja oben schon beschrieben

      ich drück dich, liebe Resi
      :knuddeln:
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Lieber Rolf @stiller ,

      ich glaube, dass du niemanden zu beneiden brauchst. Du hast deine ureigene Situation. Sie gehört dir allein. Und nur du kannst die Weichen für deine Zukunft stellen, niemand anderes. Deine Wahrnehmung ist dein Leben. Wir sind alle total verschieden und gerade das macht es so spannend - manchmal.

      Du beschreibst das Alleinsein sehr gut ... "ein Ganzes sein..." das gefällt mir. Ich kenne diesen Zustand auch. Es gibt eigentlich nichts Besseres, als wenn die
      Seele in ihrem Frieden ist. Das ist mein Ziel. Da möchte ich hin und vor allem auch da bleiben. Nach meiner Ehe mit Walter, die fast 30 Jahre meine Aufgabe war, mein Lernprogramm, meine Lebenserfahrungen, mein Ein und Alles, ist es jetzt dieser Seelenfrieden, den ich zutiefst anstrebe. Die Basis dafür ist (für mich im Moment) das ALL-EIN-SEIN.

      Wünsche und Hoffnungen kommen und gehen, sie modellieren sich fast wie von selbst in viele Formen. Aber der Grund, die Basis ist das Herz des Ganzen, nämlich der tiefe innere Frieden mit sich selbst.

      Es ist wie ein Nach-Hause-kommen nach einer langen Reise. Endlich angekommen .......!

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Liebe Frieda, lieber Rolf :knuddeln:
      wie gut du das beschreibst Rolf, kontaktloses Schweben, ja genau so fühlt es sich an und ist ein unerträglicher Zustand aber wundersamerweise kann er sich verwandeln in den Zustand des Alleinseins

      wenn ich allein bin versuche ich zu mir selbst zu kommen, mich wieder besser zu spüren, was sehr schnell verschüttet werden kann im alltäglichen Funktionieren. Dabei verändert sich meine Wahrnehmung, das Erfühlen und Begreifen, die Sicht auf die Welt ändert sich. Ich versuche zu spüren dass ich Teil von allem bin, ganz bin und ganz bei mir. Deswegen bin ich süchtig nach Alleinsein
      Dann kann ich wieder spüren, dass ich eigentlich gar nicht allein bin ❤️
      In weiter Ferne, so nah
      Also einen inneren Frieden mit mir und dem Allein Sein kann ich nicht schließen. Ich finde es noch immer grausam Allein zu sein. Und süchtig danach , nein ganz gewiss nicht.
      Auch habe ich meine Ehe nicht als meine Aufgabe betrachtet. Aber das ist Ansichtssache. Ich durfte 38 Jahre mit meinem Mann durchs Leben gehen. Klar, es gab nicht nur Sonne. Da war auch ma Schatten. Und jetzt denke ich oft, warum hat nan sich manchmal über so belangloses Zeug gestritten oder über Sachen geärgert, die jetzt betrachtet nicht der Rede wert waren.
      Jetzt muss ich allein.durch nun mein Leben gehen. Sicher, bin umgezogen, habe eine neue Arbeit, 2 wunderbare Kinder, 2 reizende Enkel. Aber niemand, mit dem man über all das reden kann, der mich mal in den Arm nimmt, mit dem ich auch mal streiten kann. Diese Leere in der Wohnung und in meinem.Leben ist und bleibt. Und das ist Allein sein. Das ist nicht schön und wird es wohl auch nie sein.
      Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.

      "Musste dich gehen lassen und konnte nichts tun.
      Still und ohne Schmerz hoffe ich, kannst du nun ruhn."

      Liebe Chris,

      klar ist das bei dir jetzt so.

      Jedenfalls ist das, was du beschreibst in diesem Kontext hier wohl eher Einsamkeit. Die kennen wir wohl leider alle.

      Das mit der "Aufgabe" habe ich so gemeint, dass unsere Partnerschaft mein Lebenprojekt, mein Lebensmittelpunkt, eben meine Lebensaufgabe war.

      Den inneren Frieden kann man mit niemandem zusammen schließen, den muss wohl jeder in sich selbst finden. Da kann auch niemand groß helfen.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo Ihr Lieben


      Einsamkeit, dieses lähmende Gefühl, was mich immer wieder noch überfällt, egal ob ich allein bin oder inmitten von Familie und Freunden
      Wir beide waren 40 Jahre zusammen und er fehlt mir an jedem einzelnen Tag seit fünf Jahren und sechs Monaten

      Ich bin ziemlich eingebunden in der Familie, mit Enkel, erwachsenen Kindern, einer Oma, 2 Gärten, 2 Haushalten usw
      deshalb ist jedes Alleinsein für mich enorm wichtig gewesen und ist s noch, um die Trauer wirklich in vollem Umfang überhaupt zuzulassen. Wollte die Familie halt schützen, stark sein für sie

      Genau so wie es später wichtig für mich war allein zu sein, um mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und das ferne oder viellecht doch nicht allzu ferne Ziel ist der Seelenfrieden von dem Frieda spricht

      Heute kann ich sagen, ich kann allein sein, ja, ich bin sogar sehr gern allein, nutze jede Möglichkeit dazu. Ich kann mich erden, meiner Seele auf die Spur kommen, kann die Verbundenheit mit allem erspüren. Die Natur scheint dabei eine grosse Rolle zu spielen. Es gibt mir Kraft, macht mir Mut, hilft mir weiter. Und, das ist das Wichtigste für mich, mich mit meinem Mann verbunden fühlen. Und ich wünschte, das Gefühl könnte bleiben, stärker und sicherer werden und ich könnte mehr davon in den Alltag mitnehmen
      Aber ich kann auch nur für mich sprechen, jeder andere Weg ist richtig für den, der ihn geht

      einsam sein und allein sein - darüber ist schon viel geschrieben worden



      vor Kurzem las ich das hier

      DU WEISST

      DU WEISST
      TIEF IN DIR TRÄGST
      DU EINEN HELLEN KERN

      TIEF IN DIR BIST DU REINE,
      UNGEBROCHENE KRAFT,
      IST GRUNDGELEGT,
      WER DU BIST

      DORTHIN ZU KOMMEN,DORTHIN ZU GEHEN,
      KOSTET OFT ALLEN MUT,
      ALLE VERZWEIFLUNG,
      ALLE SCHAM,
      SCHULD UND ANGST.

      UND DENNOCH-NUR DORT
      FINDEST DU DICH,
      UND DIE LIEBE
      UND DAS LEBEN.

      (Verfasser unbekannt)

      alles Liebe :knuddeln:
      In weiter Ferne, so nah
      Heute habe ich meine Schwester zum Bahnhof gebracht. Sie war für einige Tage ier zu Besuch, sie lebt 500 km weiter weg, mein Bruder noch weiter.

      Irgendwie ist mir jetzt klar geworden, dass ich hier, wo ich seit langer Zeit wohne, eigentlich "niemanden mehr habe". Das klingt furchtbar doof, finde ich, aber das Gefühl ist grad genau so. Es ist keine Trauer um meinen Geliebten, es ist die Gewissheit, dass ich hier zwar von sehr freundlichen Menschen umgeben bin, der Sohn ja auch noch da ist (der aber sein ureigenstes Leben führt), aber so ganz eigentlich bin ich hier nicht gebunden. Nur die Gräber meines Geliebten, meines Hundes Lui und meines Katers binden mich hier und all die Jahre, die ich hier mit dem Allerliebsten gelebt und geliebt habe, alles gemacht und erarbeitet habe.

      Nun ist dieser Hof hier für mich wie ein Vermächtnis, was aber nie so ausgesprochen und geplant war. Ist es Schicksal, jetzt hier zu sein? Ja - sicher ist es das!

      Ist es natürlich, sich jetzt hier so einsam zu fühlen? Es ist gut hier, so heimatlich - und doch habe ich keine richtige Familie mehr. Alles kommt mir grad zerrissen vor, durcheinander ... !

      Es gibt echt verschiedene Arten, sich einsam zu fühlen.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
    Liebeskummer Sorgen Forum