meinen Mann, der plötzlich nicht mehr da ist

      Das ist eine wunderbare Idee, ja ruf sie an und ich wünsche dir genau die Hilfe zu bekommen, die du gerade brauchst.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Hallo Ihr Lieben
      Nachdem ich dachte, es würde ein ganz kleines bisschen besser, arbeite inzwischen halbtags als Alltagsbegleiter bei Caritas
      Kommt heute der totale Absturz
      Blutdruck schiesst hoch, Herzrasen, PanikAttacken und weinen ohne Pause...
      Habe Angst, in der Psychiatrie zu landen...
      Weiss nicht weiter...
      20 Wochen und es geht bergab ins bodenlose...
      Aufgeben oder weiterhin jeden Tag überleben??
      Dazu kommen noch Dinge, die man nicht braucht...
      Dach undicht, Auto kaputt, Kinder wollen keine traurige Mutter mehr sehen
      Jeder erwartet, dass es doch mal bald besser wird...
      Es WAR ein gutes schönes Leben..
      Wie kann da noch etwas besser werden??
      Ist es noch Trauer um den geliebten Menschen oder selbstmitleid ?
      Liebe Bella, es ist die Zeit, nach dem funktionieren, nach dem alles geben, es muss ja weiter gehen, die Trauer aber sie fordert ihren Preis.
      Viellicht ist es nun Zeit nur für dich, egal das Dach, das Auto, das wirst du nicht mehr brauchen, wenn es dich selbst völlig platt legt.
      Ich weiß ich lehne mich gerade weit aus dem Fenster aber die erste Hilfe die sollte dir gerade zustehen.
      Geh zum Arzt deines Vertrauens, Ende im Gelände, ich gehe einfach davon aus, er wird erkennen, wissen, das da der alleineige Selbstschutz nicht reicht, raus aus der Situation würde ich behaupten, weg Abstand.

      Das Auto kann ja warten aber wenn die Kinder keine traurige Mama mehr wollen, dann werden die sich um das Dach kümmern müssen, wie ist doch egal, du kannst es momentan wohl egal wie - nicht.
      Boah die hat Nerven denkst du nun, ja die habe ich wohl, ich schaue von außen darauf ich lese und reagiere mit Abstand, vieleicht manchmal die beste Art um einem auch mal die Wahrheit zu schenken.

      Ich muss auf keiner Seite stehen, ich muss ja nicht mal schreiben, ich mag aber weil ich deine VErzweifelung in den Worten lese.
      Tu was dein lieber Mensch tun würde, du zuerst, weil am wichtigsten.
      Und ja ich glaube auch dein Job, der fordert gerade viel, so als Altagsbegleiter, der nicht wirklich in der Lage ist seinen eigenen Alltag zu meistern - ja sicher, wie sieht das aus, dasaber sollte egal sein, du hast alles gegeben und nun sagt deine Seele STOP.
      Nein ich bin kein Arzt, bin nur Funny, das alles sagt mir mein Gefühl, mein selbst erlebt haben.

      Liest sich nicht wirklich schön, was ich hier eintippe gerade anders aber hätte ich gar icht antworten können außer mit einem Palber das keinem helfen würde.

      So kann ich nur wünschen, das es nur wie eine Drei Tage Grippe mal eben kurz und dann hasut du wieder rein, oder du bekommst alles an Hilfe de gerade einfach gebraucht wird, allein es nicht zu schaffen ist.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Bella,
      Deine Verzweifelung und Ängste kann ich si gut verstehen und wirklichen Rat weiss ich auch nicht den ich habe all diese Täler auch durchschreiten müssen und muss es an manchen Tagen auch jetzt noch tun.
      Nur den einen Rat, Geduld mit Dir selber haben, bersuchen die Trauer annehmen und nicht verzweifeln. Das mit den Kindern kenne ich auch, sie leben ihr Keben weiter und das sollen sie auch, aber auch sie trauern, ich weine auch heute noch manchmal mit meinen Töchtern um ihren Vater um meinen geliebten Mann. Das nimmt mir immer etwas den Druck vom Herzen.
      Diese doofen Probleme mit Haus, Garten etc. kenne ich auch. Man ist so wütend und verzweifelt weil man sich jetzt alleine kümmern muss und man hat solche Angst es nicht zu schaffen. Abwr das wirst Du denn man wird auch stärker jeden Tag.
      Wünsche Dir alles Liebe
      Jenny

      Neu

      Das mit der Trauerarbeit ist die eine Sache, man muss das durchleben, ja, aber die Schmerzen und die Ängste und das Realisieren, dass er/sie nie wieder kommen, ist die andere Geschichte. Ich habe für mich festgestellt, dass ich ohne fremde Hilfe da nicht mehr rauskomme. Ich habe einen giuten Hausarzt und eine Trauerbegleitung gefunden. Hilft mir schon etwas. Ausserdem auch ein kleines Medikament dazu. Ist nicht anders. Trotzdem quälen einen jeden Tag aufs Neue die Gedanken. Sie sprudeln vor Erinnerungen über. Es tut so unglaublich weh und trotzdem laufen jeden Tag die Tränen. Aber ich nehme die Hilfe an....
      Ich funktioniere auch nur noch. Dann denke ich immer, was würde mein Schatz zu mir sagen jetzt, wo ich hier buchstäblich rumhänge. Das lässt mich weitermachen, nunja momentan ohne Elan wie sonst. Es fällt mir alles so unglaublich schwer.
      Vielleicht ist es auch ein bisschen Selbstmitleid, aber ich finde, das steht uns zu ! Jeden Tag frage ich mich auch, wann wird es besser? Die Zeit wird es mit sich bringen. Wir müssen akzeptieren, dass das Teil des Lebens ist und jeder von uns irgendwann auf der anderen Seite sein wird. Ich selbst kann von mir sagen, dass ich es zwar akzeptiere, aber noch nicht angenommen habe. Es war nicht unser Plan und wir hatten noch so viel vor.
      Ich habe das große Glück, dass ich großartige Kinder habe. Sie kümmern sich um mich ganz liebevoll und tatkräftig. Darüber bin ich auch unendlich froh. Aber die Leere bleibt.
      Zum Friedhof gehe ich nicht so gern, weil ich mir sage, mein Schatz ist dort nicht, er ist bei mir, überall dort, wo ich bin. Trotzdem habe ich zusammen mit den Kindern ein wunderschönes , liebevoll geschmücktes Grab bereitet. Meine Trauerbegleiterin war gestern dort mit mir und sie sagte auch zu mir, dass es wunderschön ist. Aber ich spüre dort nichts,nur hier zu Hause oder wenn ich eben unterwegs bin. Dann ist er bei mir. Hier kann ich auch reden mit ihm, was ich auch ununterbrochen tue. Auf dem Friedhof bekomme ich keinen Ton heraus.

      Ach, ihr Lieben, das waren jetzt einfach mal so ein paar Gedanken von mir, wahrscheinlich ziemlich durcheinander.

      Ganz liebe Grüße

      Michaela

      Neu

      Hallo Michaela,

      oh wie gut ich das kenne.
      Selbstmitleid? Natürlich tut man sich auch selbst leid in so einer Situation, aber ist das nicht normal. Der geliebte Mensch ist weg und damit auch das bisher gewohnte Leben, dass einem Glück und Halt gegeben hat. Wer will so etwas erfahren/ertragen müssen?
      Ich selbst musste grade rstmal raus um den Tränen freien Lauf zu lassen. Das ist so und das ist gut so.
      Auch wir hatten viele Pläne und das hat sich alles innerhalb von Sekunden aufgelöst. Das ist für andere nicht nachvollziehbar.
      Tu was Dir gut tut, wenn`s auch nur ein bisschen ist.
      Ich gehe sehr häufig ans Grab und bin hinterher meistens ruhiger. Aber auch das lässt nach, was mir wiederum Angst macht. Warum ist das so? Entfernt sie sich noch mehr. Geht sie noch weiter weg? Wie geht es ihr, dort wo sie ist?
      Fragen über Fragen...und dann wieder "Ich will Dich zurück!"

      Solche Dinge gehen einem dauernd durch den Kopf und die Gedanken drehen sich und lassen sich nicht abschalten. Erinnerungen kommen hoch, immer und immer wieder. schöne, liebevolle Erinnerungen, die trotz allem weh tun.
      Ich hatte bisher immer Glück im Leben, jetzt hat mich die volle Breitseite des Unglücks erwischt.

      Man wartet ständig irgendwie darauf, dass jemand um die Ecke kommt und diesem Leiden ein Ende bereitet...die einzige Person, die das aber könnte ist nicht mehr da.

      Irgendwie schreibt man auch vieles mehrfach, aber ich finde es muss raus und die meisten Menschen im direkten Umfeld erachten das irgendwann als nervig, deshalb ist es gut, sich hier auslassen zu können.

      Neu

      Vielen Dank, dass Ihr für mich und wir hier für uns da seid...
      Es tut gut, wenn man angenommen und verstanden wird.
      Heute war es ein kleines bissel besser...
      Und Vllt. Ganz vllt.kommt auch mal etwas Mut und Hoffnung hinzu.

      Es grüßt Euch Belinda

      Neu

      Hallo ihr lieben, ich habe heute wieder das Bedürfnis hier zu kommen und mich wieder auszuheulen.. Mich plagen ganz schlimme Gedanken, und schuldgefühle, die jeden Tag schlimmer werden. Ich glaube ich habe meinen Mann im Stich gelassen, und ihn nicht geholfen als er es brauchte. Weil nachdem wir uns gute Nacht gesagt haben, und ich mich ins Bett legte, habe ich ihn gehört. Es waren so seltsame Geräusche, ähnlich wie Husten oder wenn sich jemand übergeben will, und die kammen mir sehr komisch und seltsam, und ein wenig beängstigend, aber ich lag da in mein Bett wie versteinert, traute mich nicht aufzustehen, wollte nicht wahrhaben das ihm etwas schlimmes passiert. Nach so 10-15 Sekunden war dann völlige Ruhe, und obwohl ich ein ungutes Gefühl hatte, bin ich liegen geblieben, und hab mir eingeredet das es ihm wieder gut geht, und das er überreagiert hat, weil er tat es schon mal öfters. Ich versuchte einzuschlafen, aber das ungute Gefühl wollte mich nicht loslassen, und bin nach etwa halben Stunde aufgestanden und nach ihm gekuckt ob er schläft, und er war tot.. Ich mache mir jetzt solche Vorwürfe, warum ich nicht sofort aufgestanden bin als ich ihn hörte, vielleicht könnte ich ihn retten.. Ich werde mich bis am Ende meines Lebens mit diesen Gedanken quälen..

      Neu

      Liebe Anna,
      damit bist Du nicht allein. Auch mir geht es genau so und gerade jetzt zurzeit mal wieder richtig schlecht. Mir ging es ähnlich wie Dir. Nachdem es meinem Mann am Abend zuvor nicht gut ging und er über Magenschmerzen klagte, war er der Meinung, es ist wieder ein Magengeschwür. Dies zog sich aber über Nacht hin und am nächsten Morgen schickte er mich zur Apotheke, um hilfreiche Mittel wie Tee usw. zu besorgen. Er fragte mich, was sie mir geraten haben, als ich zurückkam, ich sagte ihm, dass sie meinten, wir sollen einen Notarzt rufen, da er auch schon Blut gebrochen hat. Er meinte nur: "Das kann ich mir denken, damit sind die fertig." Mittag wurde es dann besser und ich war beruhigt, gegen Abend wieder schlimmer und 21.00 Uhr hat er dann selbst gesagt, ich solle doch den Notarzt rufen. Tagsüber hat er immer nur gemeint, er möchte sich ausruhen und schlafen. Welcher Ehepartner akzeptiert das nicht?! Ich wollte doch auch nicht, dass er ins Krankenhaus muss, wo er schon immer so viel durchgemacht hat. Nun ja, der Notarzt kam, sie haben alles mögliche versucht, ihn zweimal reanimiert, stabilisiert, mir Mut gemacht und dann kam gleich darauf aus dem Krankenhaus die schlimme Nachricht: "Er hat es nicht geschafft, verblutet." Da hab ich mir auch bis heute die schlimmsten Vorwürfe gemacht, wobei ich sagen muss, dass er schon einige Vorerkrankungen hatte und wenn die die noch behandelt hätten, ich weiß nicht, er wäre vielleicht nicht mehr aus dem Krankenhaus rausgekommen oder zumindest ein Pflegefall gewesen. Er hat sich auch immer versucht, zu wehren bei den Rettungsmaßnahmen zu Hause, ich denke mal, er wollte nicht mehr weitermachen. Vielleicht hat er mich in die Apotheke geschickt, damit er schluss machen kann, das wollte er öfter schon.
      Aber man gibt sich einfach die Schuld, egal, ob Vorerkrankungen oder nicht, wir haben auch beide geschludert, die Ärzte vermieden, die vielleicht seit 14 Jahren schon etwas hätten unternehmen können. Wenn ich das alles geahnt hätte..., aber so weit denkt man eben nicht, wir leben und kriegen das schon alles hin und ja nicht vom krank sein oder gar sterben reden. Ich kann Dich so gut verstehen, aber wir können uns einfach nicht die Schuld gegen, sonst denke ich mal, können wir auch gleich aufgeben. Sicher, ich gebe mir bestimmt innerlich auch ein Leben lang die Schuld, aber wir sind doch auch nur Menschen und hoffen und schieben einfach in dem Moment die Gedanken beiseite, dass etwas nicht stimmt, das kann doch nicht sein, ihm kann es doch nicht schlecht gehen, das muss einfach wieder werden.
      Liebe Anna, wir können jetzt einfach nichts mehr tun, wir können das Versäumte nicht nachhohlen und so wird es vielen anderen gehen, mit Sicherheit nicht nur uns, weil wir einfach unerfahren sind. Meine Tochter meinte auch und sie sagt es heute noch, warum habt Ihr nicht sofort reagiert. Gut, sie ist Krankenschwester, aber als ich sie brauchte, ging sie auch nicht ans Telefon, mehrmals nicht, als er dann verstorben war, war ihr auch der Nachtschlaf wichtiger als in der Nacht mal ans Handy zu gehen, man ruft ja um diese Zeit nur im Notfall an.
      Liebe Anna, lass uns stark sein, so viele hier haben ähnliche Probleme oder sogar die gleichen. Wir können uns einfach nicht für den Rest des Lebens damit selbst fertig machen, wo doch nun nichts mehr rückgängig zu machen ist. Es ist schlimm und es ist einfach gesagt, aber ihrgendwie müssen wir doch aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen.
      Ach ja, und dann noch die Ärzte. Habe icht seinen Diabetesarzt gefragt, warum dies und jenes nicht mehr funktioniert, dann hat er nur mit den Schultern gezuckt. Und deshalb hat mein Mann eigentlich auch resigniert zum größten Teil. Und ich wollte ihn nicht bedrängen, er wollte mir wiederum nicht die Zeit stehlen, weil ich ihn ja immer begleitet habe durch seine Blindheit. Die Zeit stehlen... dabei habe ich es doch so gern für ihn getan und würde es immer wieder tun.
      Sei stark, Anna, ich versuche es auch. :kerze1:
      Mit ganz lieben Grüßen und einer Kerze für all unsere Lieben hier von Berit.

      Neu

      Ihr Lieben,

      was wäre, wenn ???

      Seid Ihr denn sicher, dass Eure Liebsten nicht verstorben wären,
      wenn Ihr anders oder mit Euren Augen gesehen, sofort reagiert
      hättet ???

      Allein diese Fragen werfe ich einmal in den Raum.

      Ich bin der Überzeugung, nein, denn ich nenne das
      Schicksal und die Uhr unserer lieben Verstorbenen
      war abgelaufen...................

      Deshalb ist es meines Erachtens sinnlos, sich
      im Nachhinein schuldig zu fühlen.

      In diesem Sinne wünsche ich Euch einen
      erträglichen, schönen und sonnigen Herbsttag.

      Ganz liebe Grüße Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.

      Neu

      Bernd Hildegard schrieb:

      Liebe Anna,
      damit bist Du nicht allein. Auch mir geht es genau so und gerade jetzt zurzeit mal wieder richtig schlecht. Mir ging es ähnlich wie Dir. Nachdem es meinem Mann am Abend zuvor nicht gut ging und er über Magenschmerzen klagte, war er der Meinung, es ist wieder ein Magengeschwür. Dies zog sich aber über Nacht hin und am nächsten Morgen schickte er mich zur Apotheke, um hilfreiche Mittel wie Tee usw. zu besorgen. Er fragte mich, was sie mir geraten haben, als ich zurückkam, ich sagte ihm, dass sie meinten, wir sollen einen Notarzt rufen, da er auch schon Blut gebrochen hat. Er meinte nur: "Das kann ich mir denken, damit sind die fertig." Mittag wurde es dann besser und ich war beruhigt, gegen Abend wieder schlimmer und 21.00 Uhr hat er dann selbst gesagt, ich solle doch den Notarzt rufen. Tagsüber hat er immer nur gemeint, er möchte sich ausruhen und schlafen. Welcher Ehepartner akzeptiert das nicht?! Ich wollte doch auch nicht, dass er ins Krankenhaus muss, wo er schon immer so viel durchgemacht hat. Nun ja, der Notarzt kam, sie haben alles mögliche versucht, ihn zweimal reanimiert, stabilisiert, mir Mut gemacht und dann kam gleich darauf aus dem Krankenhaus die schlimme Nachricht: "Er hat es nicht geschafft, verblutet." Da hab ich mir auch bis heute die schlimmsten Vorwürfe gemacht, wobei ich sagen muss, dass er schon einige Vorerkrankungen hatte und wenn die die noch behandelt hätten, ich weiß nicht, er wäre vielleicht nicht mehr aus dem Krankenhaus rausgekommen oder zumindest ein Pflegefall gewesen. Er hat sich auch immer versucht, zu wehren bei den Rettungsmaßnahmen zu Hause, ich denke mal, er wollte nicht mehr weitermachen. Vielleicht hat er mich in die Apotheke geschickt, damit er schluss machen kann, das wollte er öfter schon.
      Aber man gibt sich einfach die Schuld, egal, ob Vorerkrankungen oder nicht, wir haben auch beide geschludert, die Ärzte vermieden, die vielleicht seit 14 Jahren schon etwas hätten unternehmen können. Wenn ich das alles geahnt hätte..., aber so weit denkt man eben nicht, wir leben und kriegen das schon alles hin und ja nicht vom krank sein oder gar sterben reden. Ich kann Dich so gut verstehen, aber wir können uns einfach nicht die Schuld gegen, sonst denke ich mal, können wir auch gleich aufgeben. Sicher, ich gebe mir bestimmt innerlich auch ein Leben lang die Schuld, aber wir sind doch auch nur Menschen und hoffen und schieben einfach in dem Moment die Gedanken beiseite, dass etwas nicht stimmt, das kann doch nicht sein, ihm kann es doch nicht schlecht gehen, das muss einfach wieder werden.
      Liebe Anna, wir können jetzt einfach nichts mehr tun, wir können das Versäumte nicht nachhohlen und so wird es vielen anderen gehen, mit Sicherheit nicht nur uns, weil wir einfach unerfahren sind. Meine Tochter meinte auch und sie sagt es heute noch, warum habt Ihr nicht sofort reagiert. Gut, sie ist Krankenschwester, aber als ich sie brauchte, ging sie auch nicht ans Telefon, mehrmals nicht, als er dann verstorben war, war ihr auch der Nachtschlaf wichtiger als in der Nacht mal ans Handy zu gehen, man ruft ja um diese Zeit nur im Notfall an.
      Liebe Anna, lass uns stark sein, so viele hier haben ähnliche Probleme oder sogar die gleichen. Wir können uns einfach nicht für den Rest des Lebens damit selbst fertig machen, wo doch nun nichts mehr rückgängig zu machen ist. Es ist schlimm und es ist einfach gesagt, aber ihrgendwie müssen wir doch aus diesem Teufelskreis wieder rauskommen.
      Ach ja, und dann noch die Ärzte. Habe icht seinen Diabetesarzt gefragt, warum dies und jenes nicht mehr funktioniert, dann hat er nur mit den Schultern gezuckt. Und deshalb hat mein Mann eigentlich auch resigniert zum größten Teil. Und ich wollte ihn nicht bedrängen, er wollte mir wiederum nicht die Zeit stehlen, weil ich ihn ja immer begleitet habe durch seine Blindheit. Die Zeit stehlen... dabei habe ich es doch so gern für ihn getan und würde es immer wieder tun.
      Sei stark, Anna, ich versuche es auch. :kerze1:
      Mit ganz lieben Grüßen und einer Kerze für all unsere Lieben hier von Berit.

      Danke liebe Hildegard für deine aufbauende Worte, die geben mir ein wenig Mut, das ich nicht die einzige bin die das erlebt hat, obwohl jede Situation anders ist. Aber ich wollte ihm nichts böses, es gab auch wie gesagt keine Vorwarnung, NICHTS!! alles war an diesem Tag normal wie jeder andere, darum wollte ich nicht glauben das einem Menschen so leicht so etwas schreckliches passieren kann.. Aber die Vorwürfe und das "Was wäre wenn" kommen immer wieder..

      Neu

      Meinem Mann ging es den ganzen Tag supergut...Rasenmähen, mit dem hund im Garten getobt, gegrillt
      ..und in der einen Stunde, wo ich spazieren war, stirbt er.
      Auch ich frage mich, warum gerade dann, als ich mit dem hund spazieren war...
      Er wollte eigentlich mit, aber wegen Bänderriss konnte er nicht laufen...
      Was wäre wenn ...
      Ich früher zurückgekommen wäre?
      Nicht gegangen wäre?
      Es war wohl unser Schicksal, und ich muss lernen, es anzunehmen, damit irgendwie weiterzuleben...
      Wir bekommen keine Antwort auf all die Fragen, die uns quälen...
      Leider...
      Und das tut unendlich weh...
      Das haben wir hier alle gemeinsam...und teilen es miteinander, indem wir mit dem anderen mitfühlen...
      LG Belinda
    Liebeskummer Sorgen Forum