meinen Mann, der plötzlich nicht mehr da ist

      meinen Mann, der plötzlich nicht mehr da ist

      Hallo,

      nun habe ich mich auch hier angemeldet, weil ich mit dem Verlust meines Mannes nicht wirklich gut klar komme.

      Ich habe meinen Mann am 26.04.2017 bewusstlos auf dem Boden vorgefunden, als ich von der Arbeit nach Hause kam. Ich hab dann den Notarzt gerufen. Kurz nach eintreffen des Notarztes setzte das Herz meines Mannes aus und sie mussten wiederbeleben. Ich stand die ganze Zeit daneben und konnte es nicht fassen. Es gelang ihn zurückzuholen. Er kam dann ins Krankenhaus und wurde ins künstliche Koma versetzt. Am 28.04. eröffnete mir dann die Ärztin, dass sein Gehirn so schwer geschädigt ist, dass ein Weiterleben nicht möglich ist. Ich habe mir daraufhin entschieden, die Geräte abschalten zu lassen.

      Seit diesem Tag steht mein Leben irgendwie still. Die erste Zeit hab ich wirklich wie in Trance verbracht. Seit diese Woche arbeite ich wieder und ich muss sagen, die Arbeit lenkt mich ein wenig ab. Dennoch ist es für mich noch total unwirklich, ich kann immer noch nicht begreifen, dass mein Mann nie mehr wiederkommen wird.

      LG cali
      liebe cali,
      erstmal ein liebes willkommen hier im trauerforum.
      ja, dieses nicht begreifen können, vor dem wir alle standen, es wird uns noch lange begleiten.
      gut, dass du jetzt hier bist, bei uns unter menschen, denen das gleiche widerfahren ist.
      lesen, schreiben, zuhören, verstehen. All das hat mich vor zwei jahren hier auch aufgefangen, denn auch mein mann starb plötzlich.
      viel geduld haben muss man mit sich selbst und mit der trauer und oft hilft es, einen tag nach dem anderen zu überstehen und nicht an morgen zu denken.
      ich wünsche dir geduld und kraft.
      lieben gruß von lucie
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Liebe Cali, mein herzliches Mitgefühl zu deinem schlimmen Verlust und ein leises Willkommen hier bei Menschen, die deine Trauer verstehen und wissen, wie es sich anfühlt einen geliebten Menschen zu verlieren! Es ist alles noch so frisch bei dir, da braucht es noch ganz viel Geduld, Kraft und Zeit - mach das was du machen kannst und vor allem möchtest, in dieser zeit gibt es kein "Muss" - hab ganz viel Geduld mit dir selbst und deinen Gefühlen - sie fahren Achterbahn ...
      Lies hier im Forum, schreib wenn du magst - mir hat es hier sehr geholfen, weil ich gesehen habe "ich bin nicht allein" - ich habe viel Unterstützung hier gefunden.

      Diese Erfahrung, dass sich von einer Minute zur andern das ganze Leben ändert, haben viele Menschen hier machen müssen - und all das muss verarbeitet werden. Ich habe meinen Mann während einer vermeintlichen Grippe, tot in seinem Bett gefunden - ich hab ihn reanimiert, den Notarzt gerufen und auch völlig fassungslos zugesehen, wie sie weiter reanimiert haben - aber es war zu spät!
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft, Geduld und liebe Menschen in deiner Nähe, die dir helfen.
      Liebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Vielen Dank euch beiden für die liebe Begrüßung.

      Ja, ich bin echt total geschockt, wie viele die gleiche oder wenigstens eine ähnliche Erfahrung machen mussten. Hätte ich so nicht gedacht.

      Mir tut der Austausch im Forum sehr gut, ich muss darüber reden oder schreiben können. Nur so kann ich diesen Supergau verarbeiten. Immer wenn ich denke, jetzt hast du dich wieder im Griff überrollt mich die nächste Trauerwelle. Es ist merkwürdig, jede Beileidskarte, jede Beileidsbekundung treibt mir die Tränen in die Augen, gleichzeitig möchte ich diese Dinge aber auch haben. Es tut mir gut zu wissen, dass ich und mein verstorbener Mann wertgeschätzt werden.

      Das Schlimmste ist die Einsamkeit. Ich kann es in meiner Wohnung nur noch schlecht aushalten. Würde mir diese Wohnung nicht gehören, dann würde ich ernsthaft darüber nachdenken umzuziehen. Besonders das Wohnzimmer bereitet mir Probleme. Da geh ich grad nur durch, aufhalten kann ich mich dort nicht. 1. ist das der Ort, an dem ich meinen Mann gefunden habe und 2. war das der Raum in dem wir stundenlange tolle Gespräche geführt haben. Wir haben dort unsere Lieblingssendungen gesehen und vieles mehr. Dieser Raum ist grad für mich tabu. Ich hoffe, das ändert sich wieder. Inzwischen gelingt es mir hin und wieder auch, an meinen Mann zu Lebzeiten zu denken und ihn nicht immer bewusstlos oder im Koma liegend zu sehen.

      LG cali
      Mein lieber Schatz,

      nun bist du bereits 8 Wochen nicht mehr auf dieser Erde. Mir geht es nicht gut. Aber ich weiss, dass du da, wo du jetzt bist deinen Frieden hast.

      Ich wünschte mir so sehr, du wärst noch bei mir.

      LG cali
      Mein Mann starb gestern früh...

      Ich sah in liegend auf dem Boden und er gab zwei ganz komische Atemlaute von sich.

      Ich erschrak, machte eine Seitenlage und rief den Notarzt. Der sagte mir dann, wie ich reanimieren soll. Zwischendurch kamen die Nothelfer. Sie versuchten meinen Mann 55 Minuten zu reanimieren. Es brachte alles nichts. Mein Mann wurde nur 47 Jahre alt.
      Liebe Jacqueline,
      und auch alle anderen hier,
      bei euch ist der Verlust noch ganz, ganz frisch und überhaupt noch nicht richtig zu fassen.
      Lasst euch Zeit für die Trauer, geht offen damit um, schließt eure Umwelt mit ein und versucht nicht die Trauer vor den anderen zu verbergen. Ich habe nur gute Erfahrungen damit gemacht.
      ​Macht nur das was ihr für euch als richtig anseht und nehmt dabei keine Rücksicht auf irgendwelche Konventionen. Eure Trauer, euer Verlust und eure Gefühle.
      Ich wünsche euch ganz viel Kraft um eure Verluste hinnehmen zu können und auch um den ganzen Papierkram abzuarbeiten.
      GlG
      allesanders
      ”Komm Schicksal setz dich zu mir.
      Lass uns über mein Leben plaudern.
      Ich hätte da so einige Ideen.“
      Liebe Jacqueline, es tut mir so leid. Dein Mann war wirklich noch zu jung zum sterben. Ich hoffe, Du hast Familie, die Dir jetzt zur Seite steht. Es muss soviel erledigt werdern. Wenn Du Fragen hast stelle sie hier. Wir haben alle das gleiche Schicksal und das verbindet.
      LG malsa
      Liebe Jacqueline, auch von mir mein ganz herzliches Beileid ... so frisch alles noch ... überhaupt noch nicht greifbar und real! Versuch jeden Tag zu "überleben" und ich wünsche dir auch Freunde und Familie, die dir zur Seite stehen und dich auffangen können.
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft und vielleicht kannst du hier im Forum Unterstützung finden und dir auch etwas "von der Seele schreiben" ...
      Liebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Liebe Jacqueline,

      auch von mir herzliches Beileid. Es ist so schlimm, einen lieben Menschen so plötzlich und unerwartet zu verlieren. Wir alle kennen dies hier. Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die nächste Zeit zu überstehen und hoffe, du hast Familie und Freunde, die dich in der schweren Zeit unterstützen.
      Liebe Grüße Gela
      Liebe Jacqueline,
      auch von mir mein ganz tief empfundenes Beileid zu Deinem schmerzlichen Verlust Deines lieben Mannes. Ja, man will es nicht glauben, fragt sich, warum, warum schon so früh, man rechnet nie damit. Egal, ob der Partner schon älter ist oder noch so jung wie bei Dir.
      Mein Mann war chronisch krank und doch habe ich in keiner Minute daran gedacht, dass plötzlich alles aus ist. Das Erwachen trifft einen um so härter, wenn alles so plötzlich ist.
      Mir bleibt nur, Dir viel Kraft zu wünschen, liebe Mitmenschen und wahre Freunde, die Dich auffangen, Dir helfen können, da sind, wenn Du sie brauchst.
      Mit ganz lieben Grüßen von Berit.
      Hallo,

      seit nun 10 Wochen ist mein Mann nicht mehr unter uns. Heute vor 10 Wochen habe ich die Maschinen abschalten lassen. Seither steht für mich die Erde still. Sie dreht sich nicht mehr. Es gab in den 10 Wochen durchaus Zeiten, in denen es mir etwas besser ging, doch derzeit bin ich wieder komplett gefangen in meiner Trauer. Es ist ein nie enden wollender Schmerz. Ich weiss inzwischen, dass es besser wird, aber derzeit bin ich wieder komplett im Trauerloch.

      LG cali
      liebe cali, ich drück dich mal.

      es geht vorbei ...
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Ja, liebe cali...kenne ich. Man ist am Anfang total beschäftigt. Alle kümmern sich. Kommen liebevoll geschriebene trauerkarten. Papiere zum ausfüllen und und und..hält einen aufrecht und dann Loch...aber wir schaffen das. Müssen wir ja..drück dich..weiß wie wscdir geht...
      Ja, die erste Zeit, wo es einiges zu regeln gab ist vorüber. Wobei ich da noch Glück hatte, so viel Papierkram war das bei mir gar nicht. Sämtliche Verträge in unserem Alltag laufen auf mich, so muss ich nichts umschreiben, das Erbe habe ich ausgeschlagen.

      Aber die Trauer trifft mich halt immer mal wieder mit voller Wucht. Ist ja auch normal. Noch denke ich in Wochen. Heute vor 11 Wochen war meine Welt noch in Ordnung, um einen Tag später praktisch still zu stehen.

      LG cali
    Liebeskummer Sorgen Forum