meinen Mann, der plötzlich nicht mehr da ist

      Ja, da War die Welt noch in Ordnung. ..habe im Dezember zu meinem Orthopäden gesagt., als ich totale rückenpobleme hatte und vor Schmerzen nicht wusste wie ich heiße. ..ich will mein altes Leben zurück...wie doof. .und makaber ...aus heutiger Sicht....was sind da schon rückenschmerzen ....gegen diesen Schmerz und den meiner Kinder....
      Mein Mann ist morgen ein Jahr und einen Monat nicht mehr bei uns. Er fehlt uns immer noch sehr, aber der ganz große Schmerz lässt nach. Man verspürt eine Sehnsucht und ich muss immer noch oft weinen, weil er mir einfach fehlt, bei allem, was ich tue oder unternehme. Man blickt zurück auf die schönen Zeiten, die man gemeinsam hatte und denkt immer daran, was wäre, wenn er das alles miterleben könnte. Und es fällt mir noch schwerer, weil er die letzten 20 Jahre vollblind war, nicht die Schönheiten des Lebens wahrnehmen konnte, mich nie sehen konnte, wenn ich mich schön für ihn gemacht habe, seine Enkelkinder nie sehen konnte. Es tut mir jetzt noch mehr weh, als wo er noch hier war. Erst jetzt nehme ich wirklich wahr, was für ein Sch...leben er geführt hat im letzten Drittel seines Daseins.
      Und die Sehnsucht und die Liebe werden immer bleiben. Mir fehlt auch der Glaube, liebe Malsa, aber trotzdem spüre ich ihn durch meine starke Liebe zu ihm immer an meiner Seite. Er ist immer bei mir und in meinem Herzen sowieso und das kann einem niemand nehmen, obwohl der Schmerz immer dabei sein wird. Er ist aber schon nicht mehr ständig und nicht mehr 24 Stunden am Tag da. Man denkt nach einem Jahr auch mal an sich selbst. Auch, wenn alles schwer fällt.

      Ich stelle mal für alle unsere Liebsten, die wir so sehr vermissen, eine Kerze hin. :kerze4: Mit ganz lieben Grüßen und viel Kraft für alle von Berit.
      Ne, bei mir nach 5 Monaten auch nicht.
      Es wird anders. . Habe mich inzwischen darauf eingestellt alles alleine entscheiden und machen zu müssen. Das ist jetzt irgendwie automatisiert. ...aber er fehlt überall.. bei jeder Entscheidung und bei kack Kram, wie mal eben ne Nagel in die Wand hauen. Und als Mensch, der immer da War sowieso ...
      Das Leben wurde einmal ausgeschüttet und nun muss man neu sortieren und überlegen, was packe ich zurück. .heul. heul.
      Hallo,
      er fehlt mir ganz besonders in den ganz banalen Alltagsdingen. Wenn man heimkommt über den Tag erzählen, abends gemeinsam fernsehen, oder auch einfach freitags einkaufen gehen. Das sind all so Dinge, wo er mir ganz besonders fehlt. Und dann ganz einfach das Bedauern, dass er so vieles nicht mehr miterleben kann, was ich noch erlebe.
      Hallo zusammen,

      bei mir sind es heute 4 Monate her und ich sitze hier und heule wie am ersten Tag. Nein es wird nicht besser. Manchmal gibt es ruhige Tage, aber die Sehnsucht und der Schmerz bleiben und dann kommt wieder der Moment, wo er ausbricht. Und alles ist dann wieder genauso schlimm wie in der ersten Minute. Wir müssen da durch....

      Liebe Grüße Dagmar
      liebe Dagmar
      glaub mir es wird besser du musst noch etwas geduld haben. ich wollte es auch nicht glauben
      und dann ganz unbemerkt war es erträglicher, hab am anfang tage, monate gezählt und als
      ich das nicht mehr so intensiv machte war der schmerz nicht mehr so doll. heute habe ich eine
      liebevolle erinnerung an meinen schatz, was nicht besagt das er mir noch ganz dolle fehlt.
      die zeit heilt alle wunden was so nicht ganz stimmt die wunden werden bleiben langsam vernarben, aber man lernt
      mit um zu gehen.

      liebe grüße und kraft für dich monalisa/monika :knuddeln:
      Hallo,

      mir geht es wie Dagmar, bei mir war das ganze ja nur 4 Tage später, also ich hab den Tag am Montag, dass es 4 Monate sind. Und auch bei mir ist es so, wie am ersten Tag. Nichts ist besser geworden, ich habe im Augenblick sogar das Gefühl, dass es täglich schlimmer wird. Die Sehnsucht und der Schmerz sind so enorm groß, man möchte einfach nur noch schreien und weinen. Und dann ist da das liebe Umfeld, die erwarten, dass man jetzt dann mal wieder "normal" werden soll. Natürlich sind nicht alle so, aber die meisten gehen halt einfach nach dieser Zeit zur Tagesordnung über. Klar, für die geht das Leben so weiter wie gewohnt. Nur für uns ist es stehengeblieben, und steht irgendwie immer noch.

      LG cali
      Ja, es gibt gute Tage und gaanz viele schlechte Tage. ICh versuche viel zu machen...Termine und so weiter. Struktur in den scheiß Alltag bringen gelingt mir mal, mal nicht. Sind Tage da bleib ich lange im Bett, sind ja noch Ferien
      Ds geht erstmal gAr nIX. .schlafe auch schlecht.. ..wir müssen da durch. ..heul heul.
      Und ja daß liebe Umfeld....für sie geht das Leben weiter, obwohl alle sehr bemüht sind
      Aber man iSt doch alleine. ...
      Ich war nie das Organisationstalent, dazu brauchte ich immer meinen Mann. Ganz unbemerkt habe ich mich in dieser Richtung so gefestigt, dass ich für meine Begriffe alles im Griff habe. Und auch Entscheidungen, die ich nie treffen konnte, sind jetzt kaum noch ein Problem. Man verändert sich und bemerkt es eigentlich kaum.
      Und dennnoch habe ich Phasen, wo ich einfach nur meinen Mann zurückhaben möchte, alles fehlt mir so sehr. Ich fühle mich seitdem schutzlos, einsam, verwundbar. Ich habe Angst vor dem älter werden. Es ist einfach so: ich bin zu alt, um nochmal mein Leben zu verändern und neu zu beginnen und wiederum zu jung, um schon zum alten Eisen zu gehören. Das sind Probleme, die eigentlich nicht wirklich welche sind. Wäre man nicht allein, hätte man immer diese Schutzhülle, man könnte sich gegenseitig helfen. Aber das geht nun mal nicht mehr.
      Das Umfeld möchte von mir auch nicht mehr erinnert werden, selbst die eigenen Kinder verstehen es kaum, dass man immer noch klammert und den Partner wiederhaben möchte. Die Liebe zu ihm wird nie versiegen, das verstehen die wenigsten von den Außenstehenden.
      Ich habe Angst vor dem älter werden. Es ist einfach so: ich bin zu alt, um nochmal mein Leben zu verändern und neu zu beginnen und wiederum zu jung, um schon zum alten Eisen zu gehören. Das sind Probleme, die eigentlich nicht wirklich welche sind. Wäre man nicht allein, hätte man immer diese Schutzhülle, man könnte sich gegenseitig helfen. Aber das geht nun mal nicht mehr.

      Ja genau so geht es mir auch. Mir fehlt mein Mann an allen Ecken. Ich fühle mich allein und verloren. Noch steht meine Familie und Freunde hinter mir, wenn ich mal wieder einen Heulanfall habe, aber wie lange noch? Wird es mal aufhören? Klar ist es schon besser geworden, das merke ich. Manche Tage gehen ganz gut und dann geht mal wieder gar nicht. Wahrscheinlich erwartet man auch einfach zu viel. In 4 Monaten kann man den schmerz noch nicht beiseite schieben.
      Im Moment habe ich auch das Gefühl ich vermisse ihn wieder mehr und stärker. Ich hadere mehr mit dem Schicksal, dass wir nicht mehr zusammen sein können.

      Aber auch das ist richtig, wir müssen da ganz alleine durch. Die anderen können an unserer Seite stehen, sich bemühen, aber wirklich helfen kann keiner. Das kann man nur selber und man muss selber ganz allein aus dem tiefen Loch rauskrabbeln.

      Liebe Grüße Dagmar
      Stimmt. So geht es mir auch. Fühle mich zu alt, um.neu zu beginnen und zu jung, um schon zum alten Eisen zu gehören. Wir sind gemeinsam 4 Jahrzehnte gegangen. Es ist auch nach fast 3 Jahren noch schmerzhaft. Klar, ich lebe nun mein Leben. Aber es fühlt sich immer noch falsch an. Wird es wohl immer.
      LG Chris
      Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.

      "Musste dich gehen lassen und konnte nichts tun.
      Still und ohne Schmerz hoffe ich, kannst du nun ruhn."

      Ihr Lieben...
      Mein Mann starb am 22.Mai dieses Jahr. Seidem fühle ich mich tot, eine leere Hülle. Das es keinen Abschied gab - er saß tot auf dem Sofa - macht es um so unfassbarer. Ich hätte ihm noch soviel sagen und all meine Liebe mitgeben wollen.30 Jahre Glück,Liebe, Wärme, Geborgenheit, Vertrauen.
      Alles weg...und die Verzweiflung, Heimweh,unendliche Sehnsucht geht ins unermessliche. Die schlimmsten Worte im Leben sind "nie mehr" "nie wieder"
      Fremde Menschen trösten, Freunde und Familie ziehen sich zurück, das ist eine schlimme Erfahrung. Gerade jetzt, nach 15 Wochen, bräuchte ich Trost, eine Schulter zum weinen, jemand, der es mit mir "aushalten" kann...
      In unserer Gesellschaft hat der Tod wohl nicht's zu suchen...schneller-höher-weiter...so muss das Leben sein. Party, Spaß...ja
      Tod...um Gottes Willen, nicht dort, wo es gerade noch so voller Leben sprühte.
      Es tut so weh, die gesenkten Blicke, die dummen Mutmachsprüche, Schulterklopfen, Kopf hoch, alles würde gut...oder wie, nach 3 Monaten immer noch nicht besser???
      Ich habe hier kein Zuhause mehr, Orientierungslos, 17 Jahre mit Mann und 2 Kindern hier glücklich gelebt...jetzt, wo ich in Trauer bin, gehöre ich nicht mehr dazu.
      Wenn alles wieder gut ist, darf ich wieder Dabeisein!!!
      Es war alles gut...bis zu diesem sonnigen Tag im Mai...
      NICHTS WIRD JE WIEDER GUT... ES WIRD ANDERS
      LG von Belinda
      Liebe Belinda,
      wie recht Du hast. In diese Welt passt keine Trauer. Auch ich kann schon lange nicht mehr über den Tod meines Mannes reden, es zieht sich jeder zurück, sogar meine Kinder. Und das schlimmste ist, ich merke, dass sie eigentlich nicht mein Leben, sondern nur noch ihr Leben haben möchten. Ich komme mir vor, als ob ich nur noch ein unnützes Anhängsel bin, nach dem man ab und zu fragen muss, um sein schlechtes Gewissen zu beruhingen. Zu den anderen Familienangehörigen habe ich schon lange keinen Kontakt mehr. Jeder zieht sich zurück. Ich möchte dieses Leben auch nicht mehr. Nach einer Zeit, wo ich dachte, Du packst das, ziehe ich mich jetzt wieder mehr und mehr zurück. Ich möchte niemandem zur Last fallen. Ich kann Dich voll verstehen. Es tut nur noch weh.
      Mit vielen Grüßen von Berit.
      Hallo Bella,

      erst mal mein Beileid. Ich kann es ja nur allzu gut nachvollziehen, was du durchmachst. Dieses "nie wieder" ist auch für mich so schrecklich. Bei mir sind es jetzt über 4 Monate und es haben sich auch bei mir so gut wie alle Freunde verabschiedet. So traurig das ist, es ist so. Menschen wollen nicht mit Leid konfrontiert werden. Ich werde mir einen ganz neuen Freundeskreis aufbauen müssen.

      LG cali
      Mein Mann ist am 17.Mai völlig überraschend verstorben. Das war ein unglublicher Schock für mich nach 4o Jahren Ehe. Ich habe meine Freundschaften schon immer weiter gepflegt. Das kommt mir jetzt zu Gute. Ich weiss, es wird nichts mehr sein wie vorher, ich kann die Uhr nicht zurück drehen, aber auch die Zukunft ist lebenswert, den das Leben ist ein Geschenk und als solches nehme ich es an.
      Ich fliege demnächst mit einer guten Freundin nach Mallorca. Dort war ich vor einem Jahr mit meinem Mann. Unsere gemeinsame Lieblingsinsl seit über 20 Jahren. Ja es tut weh!! Trotzdem freue ich mich auf diese Reise. Im Haus verkriechen ist keine Lösung.
      Habe gerade erfahren, dass ich so Gott will erneut zur Oma gemacht werde. Darüber bin ich sehr glücklich. Ich stelle mich meiner Zukunft und finde, dass es richtig ist.
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