meinen Mann, der plötzlich nicht mehr da ist

      Hallo ihr Lieben hier,
      Ja Cali...Du hast recht,auch ich muss mir einen neuen Freundes bzw. Bekanntenkreis aufbauen...natürlich möchte man nicht ständig "jammern" aber gerade jetzt ...heute16 Wochen...braucht man doch Menschen, die es "mit aushalten" können...
      Und ich habe das Gefühl, keiner mehr dazu bereit...es muss jetzt "gut sein"
      Bin heute ins Saarland geflüchtet, Rehabekannte meines Mannes...
      Hat mich eingeladen,kenne sie erst mehr oderweniger seit heute...
      Und sie kann mit mir weinen ...
      Und das hat mir so gefehlt...ich kann wieder WEINEN... das ging seit Wochen nicht,völlig ausgetrocknet
      Und es tut gut !!! Irgendwie befreit es ein wenig... zumindest für heute
      Habe meine schlaftablette genommen...
      Euch allen eine gute Nacht...
      Und vielleicht, ganz vielleicht wird der Tag Morgen ein bisschen erträglicher...
      Heute ist wieder Montag...16 Wochen
      Als wäre es gestern...und doch ist mein Mann soooo weit weg...fühle ihn nicht
      LG Belinda
      Hallo Belinda,

      weinen befreit wirklich. Ich kann zum Glück weinen, weine auch täglich. Mir schießen einfach die Tränen in die Augen, wenn ich an den Tod von meinem Mann denke. Soviel wie in diesen 4,5 Monaten hab ich wahrscheinlich in meinem ganzen Leben nicht geweint.

      LG

      cali
      Hallo,

      heute sind es 5 Monate, dass mein Schatz nicht mehr bei mir ist. 5 Monate, in denen ich mehr geweint habe, als die letzten 6 Jahre zusammen. 5 Monate, in denen ich oft verzweifelt war, aber auch 5 Monate, wo es immer wieder einzelne Tage gab, an denen ich mit Zuversicht in die Zukunft schauen konnte.

      Es ist bei weitem das Schlimmste, was mir in meinem Leben je passiert ist, aber ich hoffe, dass irgendwann die Zeit kommt, an denen ich wieder einigermaßen mit Freude durchs Leben gehe, dankbar zurückdenke an die schönen Jahre, die ich mit meinem Mann hatte, auch wenn es viel zu wenige waren.

      LG cali
      <p>Hallo Cali,</p>

      <p>auch ich habe diesen unsagbaren Schmerz in mir. Mein Mann musste am 11.9. gehen. Es war das allerschlimmste, was mir passieren konnte. Die Diagnose KREBS kam am 30.06. und seitdem ging es nur noch bergab. Das einzige , was wir hatten, war Hoffnung.</p>

      <p>Aber sein K&ouml;rper hat die Chemo nicht verkraftet. Ich bin die letzten Tage im Krankenhaus bei ihm geblieben, Tag und Nacht. Ich kann die Angst in seinen Augen nicht vergessen. Die &Auml;rzte haben erst 12 Stunden angefangen, ihm etwas zur Beruhigung zu geben.</p>

      <p>Ich war v&ouml;llig verzweifelt, diesen aussichtslosen Kampf mit anzuschauen.</p>

      <p>Nun schaue ich jeden Tag die vielen Fotos an und frage mich, wo er wohl ist und ob es ihm nun gut geht. Ich komme bald nach, sage ich ihm immer wieder.</p>

      <p>Auch ich bin f&uuml;r die Jahre mit ihm unendlich dankbar und ich h&auml;tte gerne noch viele Jahre mit ihm verbracht. Er war ein so toller, liebevoller und gutherziger mensch und Vater unserer Kinder.</p>

      <p>Ich kann mir nicht vorstellen, wieder jemals so gl&uuml;cklich zu sein.</p>

      <p>LG Miggel</p>

      <p>&nbsp;</p>

      <p>&nbsp;</p>
      Liebe Miggel

      mein herzliches Beileid dir. Glaub mir, unseren Lieben geht es da, wo sie jetzt sind bestimmt gut.

      Ich weiß, wie dir jetzt zumute ist. Und ich kann mir gut vorstellen, dass du am liebsten bei ihm sein möchtest. Glaub mir, dieses Gefühl vergeht wieder. Auch ich wollte ihm nachfolgen, aber es gibt im hier und jetzt auch Menschen, denen wir das nicht antun können. Wir wissen doch jetzt, wie sich das anfühlt.

      Ich wünsche dir viel Kraft.

      Liebe Grüße

      Claudia
      danke für die lieben Worte. Es ist gut, hier auch einmal seine Gefühle loszuwerden. Draußen denkt man immer, dass man den Menschen so langsam auf den Wecker geht.

      Natürlich lasse ich meine Kinder nicht im Stich. Ich habe einen Kompromiss geschlossen, habe zu meinem Mann gesagt, ich muss mich hier noch um ein paar Dinge kümmern, dann komme ich nach.....

      Ich habe gar keine Angst mehr davor....

      Nichts war in meinem Leben schlimmer als das hier und jetzt....

      LIebe Grüße

      Miggel
      Liebe Miggel,

      ja, dieser Schmerz ist auch für mich der schlimmste Schmerz, den ich in meinem Leben erlebt habe. Und ich hab auch schon so einiges erlebt. Wir müssen irgendwie lernen, mit diesem Schmerz umzugehen. Wie das gehen soll, weiß ich leider auch noch nicht.

      LG cali
      Heute ist wieder so ein Tag, bin mit Tränen aufgewacht. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geht ist mein Schatz.
      In bin ja so unfähig, irgendwas vernünftiges zu machen. Bin wie gelähmt. Es sind nun 3 Wochen vergangen, eine kurze Zeit aber eine viel zu lange allein zu sein.
      Das Wochenende ist immer am schlimmsten !!
      Hallo alle zusammen , die das gleiche Schicksal haben. Auch mein tiefstes Mitgefühl, ich hätte niemals gedacht, dass es mich auch erwischen könnte. Aber niemand fragt einen danach. Mein Schatz war meine große Liebe, niemals werde ich wieder so einen Menschen kennenlernen. Ich will es auch gar nicht. Heute ist Sonntag. Genau vor 3 Wochen wusste ich , dass mein Schatz von mir gehen wird. Die Ärzte konnten nichts mehr tun.......
      Seitdem bin ich verändert, stecke in einem wahnsinnigen tiefen Loch und nichts vermag mich dort rauszuholen.

      Wieder einen Tag rumkriegen, um dann endlich dankbar in ein paar Stunden Schlaf zu fallen....

      LG
      Hallo,
      so geht es mir jeden Morgen, ich muss dann ganz schnell aufstehen...
      Aber auch dann bleibt die Einsamkeit. Ich ueberlege was haetten wir jetzt zusammen gemacht...
      Ich versuche mich zu freuen, dass wenigstens der graue Regen aufgehoert hat.

      LG

      ascolina
      Guten Moren, Miggel,
      mein aufrichtiges Beileid erst mal. Ja, das stimmt, die Wochenenden sind auch für mich nicht mehr schön. Ich habe jetzt, nach 12 Monaten, mir immer irgendwas am Wochenende vorgenommen, ein Tag Garten und ein Tag bin ich irgendwo unterwegs. Auch wenn ich jeden Tag zu Hause bin, die Wochenenden sind auch für mich einsam und schlimm. Aber es wird etwas besser, Du wirst es sehen, man merkt es kaum, aber mit der Zeit schleicht sich ein anderes Leben ein. Auch ich, wir alle hier, wussten nicht, dass es überhaupt weitergehen kann. Auch ich wollte meinem Mann so schnell wie möglich folgen. Aber ich habe hier noch Aufgaben zu erfüllen und Ziele, die ich erreichen muss. Der Schmerz wird bleiben, aber er ist nicht mehr jeden Augenblick da, auch wenn Du das jetzt noch nicht glauben kannst, ich konnte es mir auch nicht vorstellen und deshalb bin ich froh, dass ich dieses Forum hier gefunden habe.
      Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Kraft, Du wirst sehen, Du schaffst das, wir alle hier können es Dir nachfühlen, wie es ist, den liebsten Menschen verloren zu haben. Halte durch und schreib, wenn Dir danach ist, es hilft.
      LG von Berit.
      Oh, danke Berit, ich bin eben doch sehr froh gewesen, dass ich eine Antwort erhielt. Ja, den Schmerz müssen wir ertragen, es ist wohl auch so vorgesehen.. Einer bleibt immer zurück, nur ich wollte das nicht sein... Klingt egoistisch, oder ??
      Sein Bild steht vor mir und ich starre es immer an und denke an ihn, und dann kommen die letzten Stunden vor seinem Tod wieder und ich fange wieder und wieder an zu heulen. Diese Bilder muss ich verdrängen, sie waren einfach nur grausam.
      Habe mir auch schon professionelle Hilfe geholt, ab übernächster Woche geht es los. Da ich ständig unterwegs bin beruflich ist das nicht so einfach.

      Liebe Grüße
      Ich hatte auch versucht, einen Termin zu bekommen für professionelle Hilfe, dann nach 11 Monaten wollte sie endlich einen ersten Termin mit mir machen, da hab ich dann abgelehnt, was soll das dann noch für einen Sinn haben? Ich versuche, mich irgendwie durchzuschlagen, hauptsächlich mit dem Forum und ab und zu nehnme ich an Märkten teil, wo ich entweder eingeladen werde oder mich anmelde. Mein Hobby ist das einzige, was mich zurzeit immer wieder ein Stück nach vorn bringt.
      Ich hoffe, Dir tut die professionelle Hilfe gut. Schön, dass Du nicht so lange warten musstest wie ich. Versuch es trotzdem, auch wenn es mit Deinem Beruf schwierig ist, bestimmt hilft es Dir.
      LG von Berit.
      Hallo Miggel,
      auch von mir noch ein leises Willkommen im Trauerforum. Ich kann Dich so gut verstehen, denn auch nach 2 Jahren habe ich noch Tage an denen das Vermissen sehr schmerzt und der Sinn des Lebens sich mir nicht erschliesst. Ich mache weiter, auch wegen den Kindern, die ihr eigenes Leben gestalten und leben, was mich sehr glücklich macht. Allein der Sinn für mein Leben?
      Aber es wird besser, das kann ich Dir versprechen, die Zwit und nur die Zeit hilft, und liebe Menschen, dia auch nach langer Zwit noch verstehen dass einen die Trauer immer mal wieder einholt.
      Ich wünsche Dir viel Kraft für diese schwere Zeit. Nur Tag für Tag gilt es zu schaffen, dafür meine besten Wünsche!
      Jenny
      Ja das stimmt, professionelle Hilfe bekommt man erst dann, wenn es viel zu spät ist oder erst gar nicht. In diesem Fall habe ich wirklich Glück. In meinem Wohnort gibt es eine Frau, sie hat auch die Trauerrede gehalten, die bietet solche Dinge an, wie autogenes Training und Trauerbewältigung. Allerdings privat, zum Glück für kleines Geld. Ich weiß, dort kann ich immer hingehen.

      Man möchte auch nicht immer und ständig die Kinder "belästigen" , sie müssen auch weitermachen.

      Ich danke euch für die lieben Worte, man fühlt sich doch ein wenig aufgehoben, auch wenn man seine Gedanken nur aufschreiben kann......

      Liebe Grüße
      Hallo,

      ich bin inzwischen auch an einem Punkt angelangt, wo ich das Gefühl habe, ich brauche noch professionelle Hilfe. Ich werde mal schauen, dass ich eine Trauerbegleitung bekomme. Denn Psychologen gibt es hier leider auch erst mit Wartezeit von 1 Jahr.

      LG cali
      Fast Jedermann hat das Gefühl, dass er professionelle
      Hilfe zur Bewältigung seiner Trauer benötigt...........
      Und Jedermann ist darüber verwundert oder empört,
      dass Wartezeiten bis zu einem Jahr sind, bis man einen
      Termin bei einem Psychotherapeuten erhält.

      Oh, ich weiß sehr wohl, wie man sich fühlt, was man fühlt,
      wie man reagiert oder agiert, wenn man einen sehr geliebten
      Menschen durch den Tod verloren hat.
      Ich selbst habe im Dezember 2012 meinen über alles geliebten
      Mann durch eine unheilbare Krebserkrankung gehen lassen müssen
      und dieses Jahr meine geliebte Schwester, die gerade einmal
      58 Jahre alt werden durfte. Beide geliebten Menschen habe ich
      sehr intensiv während der Erkrankung begleitet.

      Ich führte einige sehr intensive Gespräche mit der Psychotherapeutin
      der Palliativ Abteilung des Krankenhauses, die sehr hilfreich waren,
      aber letztendlich musste ich erkennen, dass diese sehr kompetente
      und empathische Person mir lediglich das bestätigt hatte, wie ich es
      selbst empfunden habe.

      In Anbetracht der Tatsache, wie viele Menschen tagtäglich in der BRD
      versterben, die auch Personen hinterlassen, die sie geliebt haben
      und deshalb trauern und die Anzahl der Psychotherapeuten
      bzw. der Trauerhelfer sehr begrenzt ist,
      ist es doch nicht verwunderlich, dass die Terminvergabe
      dermaßen langfristig erfolgt, denn deren
      Patienten sind nicht nur Trauernde.............

      Trauer hat schon immer zum Leben gehört und wird es auch
      weiterhin, denn solange Menschen geboren werden, werden
      diese auch leider irgendwann einmal sterben. Für die zurück
      gebliebenen Menschen, die es betrifft, leider auch immer
      zu früh und immens schmerzvoll. Und ich kann mir sehr wohl
      vorstellen, dass es fast unerträglich ist, wenn man keine
      weiteren näheren Angehörige oder Anlaufstellen mehr hat,
      sodass man sich alleine fühlt.

      Es wird allerdings auch immer wieder Situationen geben,
      welche man nicht alleine bewältigen kann,
      aber meines Erachtens ist es nicht unbedingt hilfreich,
      wenn man immer sofort nach professioneller Hilfe ruft.

      Um die Phasen der Trauer zu durchleben, benötigt
      man unendlich viel Zeit und Kraft. Und wenn man das Gefühl
      hat, dass die Kraft fehlt, ist es ratsam, am Anfang nur
      jeden Tag zu leben und die Kraft zu nutzen, die vorhanden
      ist. Aus der eigenen Erfahrung heraus und aus unendlich vielen
      Gesprächen mit Betroffenen kann ich nur sagen, dass
      fast alle betroffenen Personen einen ähnlichen Weg wie
      ich selbst gegangen sind und die gleichen Gefühle durchlebt
      haben. Nur waren die Lebensumstände oder der Zeitfaktor
      teilweise unterschiedlich.
      Auch eine "professionelle Hilfe" kann den Weg der
      Trauer nicht abnehmen, sondern diesen Weg nur
      begleitend mitgehen.

      Das sind so meine Gedanken zu diesem Thema.

      Bitte nicht persönlich nehmen und wenn man alleine
      nicht weiter kommt oder noch bestimmte Lebensumstände
      aufzuarbeiten hat, ist es immer ratsam, professionelle
      Hilfe einzufordern.

      Einen noch schönen und erholsamen Restsonntag mit
      herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen
      wünscht Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „agadir“ ()

      Ich bin neu in der Gruppe, heute sind es 15 Tage seit mein lieber Mann ganz plötzlich gestorben ist..
      Wir haben uns noch Gute Nacht gesagt, ich bin schlafen gegangen er saß im Wohnzimmer und hat Fernsehen geguckt, und nach zwei Stunden als ich aufgewacht bin lag er tot auf der Couch..
      Ich bin noch so geschockt, unser zwölfjähriger Sohn auch,
      Wir wollen es nicht wahr haben, ich bin nur
      am heulen. Ich mache mir auch große Sorgen um meinen Sohn, weil er ein ganz enges Verhältnis zu seinem Vater hatte..
      Er war sein ein und alles.
      Ich bin in ein ganz tiefes Loch, weine nur noch, obwohl ich für mein Kind stark sein muß, aber ich schaffe es nicht..
      Liebe Anna232,

      mein tiefstes Beileid!
      Was für ein Alptraum, den ihr erleben musstet. Auf einmal ist Alles anders. ..das Leben nie mehr wie es war. Allein die Vorstellung treibt mir Tränen in die Augen. Es tut mir so leid für Dich und Deinen Sohn. Ich hoffe sehr, dass ihr aufgefangen werdet und einen Weg findet, der Euch durch diese schwere Zeit führt. ..kein einfacher Gang.
      Hier wirst Du sicherlich auch Unterstützung finden. Wir alle trauern und können uns hier vielleicht gegenseitig helfen.
      Alles Gute für Euch !
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