Der Titel stört mich etwas

      Der Titel stört mich etwas

      Leben nach der Trauer ... mich stört dieser Titel denn was soll mir der Titel sagen? Trauer ist eine zeitliche Sache? Das halte ich für eine abenteuerliche These. Man wird doch immer um einen geliebten Menschen trauern. Wenn du denkst in 10 Jahre über eine Sache hinweg zu sein dann kannst du in 20 Jahren plötzlich auf etwas aufmerksam werden das dir die Tränen in die Augen jagt. Sicherlich kennen das einige. Also kann Trauer auf Zeit so nicht pauschalisiert werden. Trauer kommt von "traurig sein".

      Man wäre doch kein Mensch wenn man sich da sagt man sei nur auf Zeit traurig denn wen man liebt den betrauert man den Rest seines Lebens. Und genau da stoße ich auf den Aspekt das es schlicht auch kein Leben nach der Trauer geben kann. Eher müsste es doch lautet das Leben mit der Trauer.
      Titel sowie auch die Trauer sind variabel und flexibel
      und jeder Mensch geht seinen eigenen Weg und empfindet
      anders.

      Der heftige Schmerz der Trauer in der ersten Zeit nach dem Tod
      eines geliebten Menschen ist meines Erachtens zeitlich
      begrenzt, was auch gut so ist, denn ansonsten wäre es für
      mich unerträglich.

      Und somit gibt es für mich sehr wohl ein
      "Leben nach der Trauer", denn es war niemals mein Ziel,
      in der Starre der ersten Zeit zu verharren.

      Ich "betrauere" keinen Menschen ein Leben lang,
      denn ich bin unendlich dankbar für die gemeinsam
      gelebte Zeit und die wunderbaren Erinnerungen.
      Ich weine auch zum Beispiel nach fast 20 Jahren nicht mehr,
      wenn ich an meine geliebte Mama denke, die bereits
      1997 im Alter von 61 Jahren verstorben ist,
      sondern bin dankbar dafür, dass sie mich geliebt hat
      und einen immens großen Teil dazu beigetragen hat,
      dass ich so bin wie ich heute bin........

      Und wenn ich an mein geliebtes Spatzerl denke, dann
      kommt mir immer wieder der Gedanke, warum darf
      er an so wunderbaren Begebenheiten, die ich noch erleben
      kann, nicht mehr teilhaben.
      Dasselbe denke ich, wenn ich an meine geliebte Schwester
      denke, die ich sehr vermisse.

      Es ist wohl wahr, dass ein Leben lang Wehmut und das Gefühl
      des Vermissens aufkommt, wenn man an die bereits vor
      uns von dieser Welt gegangenen geliebten Menschen
      denkt, denn auch unser Leben hat sich dadurch sehr verändert
      und es wird Nichts mehr so sein, wie es war..................





      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Ich werde da jetzt was dazu schreiben und hoffe das es nicht aufgefasst wird...
      Jeder geht mit der Trauer anders um
      Jeder braucht seine Zeit um die Trauerphase zu überwinden, da gibt es kein Allheilmittel und auch keine Zeitspanne.
      Der geliebt Mensch wird nicht vergessen und wird auch nicht aus dem Herzen verschwinden, nur dieses lähmende Gefühl was man gerade am Anfang hat, verschwindet mit der Zeit, auch hier gibt es eben keine Zeitangabe..
      Ich finde es auch einen ganz grossen Unterschied wie man den geliebten Menschen verliert, für mich persönlich ist es sehr schlimm, wenn man jemanden plötzlich verliert, wenn man sich über Wochen oder Monate darauf vorbereiten kann, ist es auch schlimm wenn der Mensch dann stirbt, aber man hat im Hinterkopf, das es besser war für die Person (jedenfalls in den meisten Fällen).
      Bei meinem Onkel ging es plötzlich, das war ein Schock, ja, aber er war alt und er wollte auch sterben, bei meiner Mutter und bei meiner Tante, war es ein schleichender Prozess, ach ich hätte fast meine andere Tante vergessen die vor 2 Jahren verstorben ist, die hat ganze 14 Jahre gegen den Krebs gekämpft und galt 2 mal als geheilt.
      Wir konnten uns bei meiner Mum 6 Wochen damit auseinander setzen und mein Pa und ich wissen das es besser war für sie, deshalb denke ich auch, das wir da anders mit umgehen können als wenn sie plötzlich durch einen Autounfall oder so gestorben wäre...Klar ist es immer noch schlimm und ungewohnt das sie nicht mehr da ist, aber wir werden sie nicht vergessen!


      Ich hoffe das das jetzt nicht falsch ankommt, aber das ist meine Meinung dazu
      Sorry, aber es ist kein Unterschied, ob man den geliebten
      Menschen plötzlich verliert oder ob man sich aufgrund
      von Krankheit auf dessen Ableben vorbereiten kann.
      Egal was passiert, es ist immer dasselbe Gefühl, wenn ein
      geliebter Mensch verstirbt und man mit diesem Gefühl
      des "nie wieder" konfrontiert wird.

      Der einzige Unterschied ist der, dass man im Vorfeld
      noch über viele Dinge reden und den geliebten Menschen
      bis zu seinem Ende liebevoll begleiten kann.

      Nur war es für mich immer sehr wichtig, dass ich dies
      auch im Alltag so gelebt habe, denn es wäre für mich persönlich
      ganz schlimm, wenn ich sagen und denken müsste, "hätte ich".

      Meine Mama ist plötzlich verstorben. Mein Mann und meine
      Schwester durch Krankheit. Aber auch für meine Mama war ich
      immer da, war ihr behilflich und habe ihr auch gesagt, dass ich sie lieb habe.
      Wir hatten ein sehr enges Verhältnis, haben uns sehr oft
      gesehen und täglich telefoniert. Und manche Dinge habe ich
      Zeitlebens intuitiv gemacht und es war richtig.................

      Im Nachhinein war und bin ich auch dafür sehr, sehr dankbar.

      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „agadir“ ()

      natürlich ist beides gleich schlimm, ob nun plötzlich oder schleichend, nur die ausgangssituation ist eine andere. wenn jemand plötzlich stirbt kommt wirklich so eine art schock dazu, wohingegen man sich bei schweren krankheiten das ende ausmalen kann.
      und leben nach der trauer würde ich auch so definieren, dass es nach der ersten sehr schlimmen zeit einfach irgendwann besser wird. ich für mich würde behaupten, dass ich mich bereits in dieser "danach" phase befinde. auch ich habe meine situationen und tage, wo es mir schlechter geht, aber insgesamt habe ich mich stabilisiert. und es gibt schon tage, wo ich überhaupt nicht mehr darüber nachdenke, weil mich der alltag wieder hat. auch meine schwester hat nach 15 jahren immer noch tage, wo sie ihren mann sehr vermisst. das hört nie ganz auf.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Liebe Rama,

      diese Möglichkeit, über "mein Leben nach der Trauer" zu schreiben und zu berichten fand ich nach den ersten schlimmen Trauerwehen ziemlich gut. Warum? Weil ich endlich auch über mein Leben schreiben konnte, nämlich mein Leben ohne den geliebten Menschen an meiner Seite. Da musste ich erstmal hinkommen!

      Generell verstehe ich gut, was du meinst. Stell dir mal eine Überschrift in diesem Forum vor: "kein Leben nach der Trauer".......


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      ich finde es auch nicht relevant ob ein plötzlicher tod oder nach jahren der krankheit.
      ​beides ist entsetzlich schlimm und tut sehr weh. aber ich habe auch schon gehört mein mann
      ​verstarb ganz plötzlich, du hattest ja lange zeit dich zu verabschieden. ist das nun besser wenn
      ich lange seine krankheit mit erlebt habe und nichts tun konnte und zum schluß starb er auch allein
      ​weil ich nicht rechtzeitig in der klinik war......das ende ausmalen da hätte ich die hoffnung auf
      ​gegeben denn die starb zum schluß.....

      LG Monika2
      ich wollte jetzt auch nicht sagen das es nicht schlimm ist einen geliebetn Menschen zu verlieren egal wie, nur es tröstet einen doch mehr wenn man weiss, das ein geliebter Mensch nicht mehr leiden muss, klar stirbt die Hoffnung erst zum Schluss, nur wenn man sieht das jemand leidet und man selbst nicht mehr helfen kann und auch die Ärzte nicht, kann der Tod für alle eine Erlösung sein, ich persönlich finde es aber sehr schlimm, wenn eine Mutter ihre Kinder zur Schule bringt, sich bis zum Mittag verabschiedet, dann aber z.B. einen Autounfall hat...Wo dann die Kinder, die Angehörigen traumatisiert sind....

      Jeder Tod ist schlimm, nur wie gesagt wenn man sich in gewisser Weise drauf vorbereiten "kann" ist es nicht ganz so traumatisierend....

      So doof es sich anhört, als unser Kater vor drei Jahren gestorben ist, den wir damals mit 8 Wochen bekommen haben und über 16 Jahre hatten, habe ich gelitten wie ein Tier, er ist auch bei uns zu Hause gestorben und mein Mann und ich sassen neben ihm bis zum letzten Atemzug, wir haben beide Rotz und Wasser geheult, weil wir unser Kind in dem Moment verloren haben...

      Also wie gesagt man leidet immer, aber jeder auf seine Art und Weise und so lange es eben dauert, und die Trauer wird nicht ewig andauern, alleine weil man irgendwann in den Alltag zurück muss auch um sich selbst nicht aufzugeben!
      Also erstmal meine Meinung zu: "Welche Art des Verlustes ist schlimmer?"
      Mein Mann starb plötzlich und unerwartet. Ich persönlich fand das zwar sehr schlimm, bin aber eigentlich sehr froh darüber, dass ihm und auch mir ein langer Leidensweg mit dem Wissen um den Tod erspart geblieben ist.

      ​Zu dem Punkt:
      "Der Titel stört mich." kann ich, auch für mich, nur schreiben, dass mir das relativ egal ist wie es nun gesagt oder geschrieben ist. Das ist doch eigentlich nur Wortklauberei. Ob nun "nach der Trauer" oder "mit der Trauer" leider dürfte doch wohl jeder der hier gelandet ist wissen was gemeint ist, wie es zu verstehen ist und wie es sich anfühlt.
      LG
      ​allesanders
      ”Komm Schicksal setz dich zu mir.
      Lass uns über mein Leben plaudern.
      Ich hätte da so einige Ideen.“
      Also, ich sehe es so:

      Ich kann sehr gut verstehen, dass der Titel irritierend sein kann, wenn man zeitlich noch sehr nah an dem Verlust eines geliebten Menschen steht, es ging mir ganz ähnlich.
      Aber - auch wenn das zunächst unvorstellbar erscheint - man trauert nicht ewig.

      Nein wirklich nicht. Man vermisst, aber Trauer und Vermissen sind nicht das selbe, und ich denke, dass sogar das Vermissen weniger wird. Weil das Erinnern an all das, was einmal war, letztlich viel stärker wird als der Verlust.
      Das mag sich abgehoben anhören, vielleicht sogar lieblos. Aber das ist es nicht.
      Das Leben und die Liebe, die man im Leben erfahren hat und erfahren kann (denn das gilt eben nicht nur für die Vergangenheit) sind viel stärker als der Tod.

      Dass ein plötzlicher oder ein sich ankündigender Tod einen Unterschied macht, glaube ich nicht.
      Ich habe oder hätte im Grunde über Jahre wissen können, dass ich den Tod meiner Liebsten erleben würde, aber der Augenblick, als ich erkennen mußte, dass genau dieser Augenblick nun gekommen war, hat mich wie ein Bltzschlag getroffen!
      Ob mit oder ohne Ansage, es macht keinen Unterschied.

      Was bleibt, ist das 'nie wieder', das 'warum', vor allem aber das 'was nun', oder das 'was soll da nun noch kommen?' Doch das stimmt nicht ganz, denn es bleibt eben nicht.
      Weil das Leben einfach weitergeht, nicht wirklich einfach, aber es geht weiter. Ob man will oder nicht, oder vielleicht auch weil man es will.

      Und diesen Zustand kann man m. E. sehr gut "nach der Trauer" nennen.
      ..........
      And if you don't know where you're going
      Any road will take you there
      Für jemanden der seinen Mann innerhalb von 2 Stunden verloren hat, kann ich mir nur schwer vorstellen wie grausam es ist ihn hätte leiden zu sehen, vielleicht pber lange Zeit. Igewisser Weise bin ich dankbar dass ihm und mir das erspart geblieben ist.
      Trotzdem muss ich schon sagen dass ich der Möglichkeit aabschied zu nehmen, etwas bewusster jedenfalls, und den letzten Worten nachtrauere. Ich hätte gerne noch das ein oder andere mit ihm besprochen, und ich denke wir hätten das auch getan wenn Zeit gewesen wäre.
      Der Schockzustand dieses unerwarteten Todes ist jedenfalls grausam gewesen. Aber eben nur für mich und die Kinder. Er durfte ohne Angst und Schmerzen gehen, ein Trost, ein kleiner.
      Leben nach der Trauer, mit der Trauer. Für mich trifft es nach 2 Jahren immer noch zu.
      Ich lebe mit der Trauer aber ich bin auch noch in Trauer..
      Passt also
      Ich denke mal betrachtet man es aus der Sicht des Verstorbenen ist ein (relativ) schneller Tod immer angenehmer. Niemand möchte lange Leiden. Allerdings ist da der Schock für die Angehörigen natürlich grösser. Denn es kam halt unerwartet.
      Bei Krankheit ist man durchaus schon etwas Vorbereitet. Allerdings (wie ich es auch festgestellt habe) ist da für betroffene Angehörige auch ein länger andauernder Stress mit im Spiel. Eine monatelange Hilflosigkeit weil man ja irgendwie doch nichts machen kann. Man hofft halt das derjenige alles irgendwann ohne zu große Schmerzen überstanden hat. Doch leider sind oft extreme Schmerzen ein Teil des Ganzen. Konnte man Abschied nehmen? Ich sage mal Jain..... Sicherlich eher als bei einem plötzlichen Tod. Aber irgendwie klammert man sich andauernd an das letzte Stück Hoffnung (auch wenn es eigentlich Sinnlos ist) und schiebt den Abschied immer etwas vor sich her.
      Und dann ist da jemand gestorben.... entweder schnell oder langsam.... für den einen ein größerer Schock.... ein anderer verarbeitet es etwas besser..... was wahrscheinlich aber erst mal bei so ziemlich jeden da ist: eine Leere.
      Nun folgt die Trauer. Hierbei gibt es eine.... nennen wir es mal Haupttrauerzeit. Das ist das Spektrum ab dem Tod und geht so die ersten paar Wochen oder Monate. Dann irgendwann wird es eher individuell. Fakt ist: Das Leben geht weiter. Mag sich im ersten Moment wie eine abgedroschene Phrase anhören. Aber es ist so. WIR leben noch (sonst könnten wir ohne ein Medium hier ja auch nichts schreiben). UNSER Leben geht weiter. Es mag jetzt vielleicht manchmal etwas schwerer sein, aber es geht weiter bis irgendwann auch unsere Sanduhr keinen Sand mehr in der oberen Hälfte hat.
      Irgendwelche Aussagen von "in 20 Jahren...." sind absoluter Nonsens. Natürlich wird man auch in Zukunft mal Momente haben in denen man etwas Wehmütig an Vergangenes denkt. Sicherlich hat davon auch manches mit Trauer zu tun. Aber man ist dann in der Regel nicht mehr am Trauern wie der Begriff dies Vermuten lassen würde. Wenn doch würde man wahrscheinlich ohnehin in einer psychiatrischen Klinik sitzen, denn 20 Jahre absolut intensive Trauer kann man nicht überstehen ohne das man Schaden nimmt.

      Letztendlich ist dies Fakt:
      Jeder wird irgendwann mal sterben. Der Tod gehört zum Leben.
      Jeder weiß das.... und trotzdem ist es Scheiße wenn es dann passiert.
      Sehr viele Antworten und Meinungen die oft auch völlig auseinander gehen. Ich finde solche Dialoge sehr gut denn auf der einen Seite beweisen die das zu einem Fakt nämlich Trauer viele Aspekte möglich sind. Was der/ die eine/r locker weg steckt kann für eine/n andere/n ein Leben lang Last bedeuten. Im Fazit bedeutet das doch das jede/r Trauer auf völlig unterschiedliche Art verarbeitet. Es beweist egal wie man nun reagiert das es schlicht "normal" ist.
      ich hatte heute das Gespräch mit meinem Vater und er meinte zu mir, das es ihm gut geht nur das es halt Abends komisch ist, wenn er alleine vor dem Fernseher sitzt, nicht das er in Tränen ausbricht, aber das es eben noch ungewohnt ist, aber er scheint weiterhin auf einem guten Weg zu sein, er hat sich auch fest vorgenommen wieder zu zu nehmen, der wiegt im Moment nur 59 Kilo auf 1,70, er war noch nie dick hatte zu seinen besten Zeiten auch nur 65 Kilo, aber da geht noch was.... Ich freu mich das er sich solche Ziele setzt und er meinte das er sich nicht hängen lassen will...
      Müde bin ich und doch, die Gedanken da bis morgen *denk*

      Es ist nur ein Tir´tel, eine Überschrift, in dem Moment verfasst weil es zu dem Gefühl, dem Gedanken passte.
      Nein hier ist vieles nicht so benannt oder verfasst, das sich nicht einer daran stoßen könnte.
      In der Trauer, etwas weiter, nach der Trauer, wenn wann ist nach der Trauer, immer aber auf meinem Weg, in meinem Leben.

      Individuell wie jeder Mensch, jede Geschichte, jeder Trauerfall.
      Ich bin nach der Trauer angekommen, ich kann das so für mich annehmen, es passt schon.
      Die Traurigkeit wird immer bleiben, die Gedanken, die Erinnerungen, niemals aber aus der Trauer hinaus zu finden, das wäre schrecklich.

      Ich finde es tröstlich, das es ein nach der Trauer geben kann, darf, für jeden anders, in der Zeit, seiner Zeit, und ja wer es braucht, warum auch immer, der möge die Trauer am Leben halten.
      So rutsche selbst ich noch immer mal wieder aus meiner Traurigkeit in eine Trauerphase zurück, dann erdrückt mich das Leben wie es ist.
      Da bin ich überfordert und beweine was ich verlohr, kehren die Fragen zurück, das warum überhaupt und das warum so - dann ist es, wie gestern erst geschehen und genau so reagiert auch mein Körper - da fehlt es dann an auseinander halten.
      Da hat die Trauer in mir, seinen Platz noch nicht gefunden, so denke ich mir, wo sie in Ruhe in liebevolle Erinnerungen verpackt zur Ruhe kommen darf.

      Und ich für mich trauerte anders, mit jedem weiterem Verlust, der Geschichte dazu, ist es leichter, schwerer, anders schlimm.
      Ich verarbeite auch wohl individuell, den Umständen entsrechend, ja auch kürzer und länger.
      Und dann ist da das eine, was ich einfach nicht akzeptieren kann, will, annehmen, und das werde ich tragen, bis an mein eigenes Ende.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ach Funny,
      ​du hast es so treffend geschrieben, genau so, ganz genau so fühle ich auch.
      ​Die richtigen Worte finden ist nicht immer einfach. Der Eine kann seine Gefühle in "schöne Worte" fassen, der Andere "stammelt sich seine Worte zusammen". Ich gehörte früher in der Schule zu denen die nicht sonderlich einfallsreich bei Aufsätzen oder ähnlichem waren. Im Gegensatz zu damals schreibe ich heute schon viel besser aber oft kriege ich auch heute meine Gedanken nicht in die richtigen Worte gefasst. Du hast mir heute aus der Seele geschrieben. Danke dafür.
      LG
      allesanders
      ”Komm Schicksal setz dich zu mir.
      Lass uns über mein Leben plaudern.
      Ich hätte da so einige Ideen.“
      Wie gerne würdeich dioch gerade so real in den Arm nehmen, einfach so, oder deswegen.
      Ich erinnere mich an diese Stille in mir, wo es einfach keine Worte gab, ich keinem überhaupt mehr ein Wort gönnte.
      Meinen Schmerz nicht, meine Empfindungen, in mir eingeschlossen.
      Ich bin das der Welt schuldig, dachte ich sogar schon mal.
      Still zu sein, Ruhe zu geben, den anderen ihr Leben, ihren Frieden lassen, meines dachte ich, wäre doch vorbei, nicht ein Funken der Hoffnung uaf wieder lachen können.

      So kam ich dann im ersten Foruman, verschlang all die Worte , die ich nicht hatte, fühlte mich verstanden, getröstet und dankte für den Ort, das es so etwas überhaupt gab - ich dort sein durfte - auch ohne Worte.

      Was es genau auslöste weiß ich nicht, da waren sie, die Worte, tief in mir, da war der Wunsch nach hinausschreien müssen.
      All die Ungerechtigkeiten, all das was mir die Luft zum leben nahm.

      Und so kommen sie mir, die Worte, aus meinen Gefühlen, sie sind vielfach einfach da, ich freue mich wenn sie einem etwas geben können, verstanden fühlen, sie auch mal wie dir aus dem Herzen sprechen.
      Dann danke ich dafür, das ich sie habe, woher immer sie auch kommen mögen.
      Vielleicht ja wirklich aus dem Herzen, in die Finger, auf die Tasten gehauen, ohne Rücksicht auf die Rechtschreibung - weil das Herz überläuft einfach.

      Ich muss lachen, eigentlich bin ich der Pausenclown und ich wette darauf, das wenn mein Name und Bild nicht wäre, der Wiedererkennungswert meiner Geschichte, die meinen, meine Umwelt hier, sie alle würden mich nie mit einer solchen Schreib und Denkweise in Verbindung bringen.

      Fühl dich lieb umarmt,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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