Suche nach Anschluß in München nach Tod meiner Mutter

      Suche nach Anschluß in München nach Tod meiner Mutter

      Meine geliebte Mutter starb letzten Mittwoch mit 69 Jahren überraschend an einem Aorten Aneurysma. Mein Herz ist so schwer und alles fühlt sich sinnlos und stumpf an. Ich fühle mich wie gelähmt. Nun bin ich alleine. Ich habe keine Eltern, keine Geschwister, Freunde sind zu weit verstreut. Einzelne Bekannte unterstützen mich so gut sie können. Was es heißt einen Menschen der einem so Nahe stand zu verlieren, können nur diejenigen mitfühlen denen es genauso geht. Gibt es deshalb hier im Forum jemanden aus dem LKR FFB oder München, die/der etwa in meinem Alter (38 Jahre) ist und sich Treffen möchte um sich auszutauschen und eventuell eine Freundschaft daraus entstehen zu lassen? Mit tieftraurigen Grüßen an alle Forenteilnehmer.
      Hallo Peter! Ich würde mich gern mal mit Dir treffen, um mich mit Dir zu unterhalten. Aber die Entfernung ist zu groß. Ich wohne in Sachsen-Anhalt. Wenn Du magst, können wir ja mal mit einander telefonieren. Denn würde ich nur Deine Nummer benötigen. Dies könnte ja über E-Mail passieren. Ich habe genau wie Du keine Geschwister. Viele Grüße Christina

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      Hallo Christina,

      mir ist gerade aufgefallen, daß mir ein schrecklich peinlicher Fehler in meiner vorletzten Forumsnachricht unterlaufen ist. Ich habe das Forumthema von "Peter P" abonniert und tatsächlich mit meinem eigenen verwechselt weil sowohl unser Name als auch das Thema beinahe gleich sind. So dachte ich das Deine Nachricht und die von "Sally...." an mich gingen. So ein Malheur sollte nicht passieren! Immerhin merke ich dadurch das ich immer noch nicht klar denken kann und könnte es gut verstehen wenn Du Dein Angebot auf ein Telefonat zurückziehst. Wenn Du trotzdem noch Intresse an einem gemeinsamen Gespräch hast, dann sende ich Dir mit der nächsten Nachricht meine Telefonnummer mit.

      Liebe Grüße aus dem Münchner Raum nach Sachsen-Anhalt

      Peter

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      Hallo Peter MUC!
      Ich hatte es bemerkt und kann dies wirklich gut verstehen. Wenn ich Deine Telefonnummer habe, rufe ich Dich gern mal an. Es ist schon nicht einfach, damit fertig zu werden. Ich gebe Dir auch recht, hätten wir uns nur nicht so gut mit unserer Mutter verstanden, dann wäre viele einfacher. Bis zum nächsten Mal. Viele Grüße Christina

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      Oh das macht mich aber jetzt doch traurig, hätten wir uns nicht so gut verstanden, hätten wir es einfacher - oh nein ich würde nicht tauschen wollen, nur um in der Zeit der Trauer einen einfacherem Weg zu haben.
      Ich wüsste nicht einmal wie schlecht eine Beziehung sein müsste *denk*

      Und wären es dann nicht lauter Vorwürfe die einen treiben würden, von wegen, was hätteich alles besser machen könnne.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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      Hallo Funny! Ich kann verstehen, dass Dich mein Beitrag traurig gemacht hast, doch die Gedanken gehen oft hin und her. Es ist in den letzten 11/2 Jahren soviel schreckliches passiert, was verarbeitet werden muss. Wir waren beim Umzug. Meine Mutter bekam starke Schmerzen in der rechten Seiten. Wir gingen zum Arzt, dann die Nachricht. Sie ist blutarm und hat Darmkrebs. Den Schock dieser Nachricht spüre ich noch immer. Sie musste sofort ins Krankenhaus. Ich hatte die Sorge um meine Mutter und musste den Umzug allein meistern. Die Zeit war knapp, denn ich wollte sie ja auch besuchen. Dann wurde sie operiert. Die OP ist gut verlaufen. Sie lag eine Woche auf ITS. Meine Angst war echt groß. Dann die Nachricht zur Nachsorge machen wir Chemo. Die erste Chemo hat sie gut überwunden. Es ging ihr gut und ich habe alles gemacht, worauf sie Lust hatte. Sie hatte echt viel Energie. Es war gut, dass ich es getan habe. Ich bereue nichts. Ich habe es gern für sie getan. Dann kamen zu der Chemo noch Antikörper und sie konnte nicht mehr aufstehen. Also kam sie wieder ins Krankenhaus. Sie hatte wirklich alle Nebenwirkungen. Hand und Fußsyndrom und Entzündungen der Mundschleimhaut. An der Hand löste sich die Haut und hing runter. Sie konnte damit nicht essen. Keiner hatte den Mut es abzuschneiden bis auf eine junge Schwester. Es sah schrecklich aus. In der Ferse ein Loch. Auch dies war nicht schön und die Entzündung im Mund lies sie nicht essen. Sie hat alles mit sich machen lassen. Sie hat gekämpft und ich stand hilflos daneben. Dann war dies vorbei und sie hat sich sogar Nervenwasser ziehen lassen, damit konnte man feststellen, wie hoch der Entzündungswert war. Dann bekam ich sie nach 6 Wochen nach Hause mit der Auskunft. Den Fuß können sie behandeln. Ich fragte nach dem wie. Machen sie was ihr Herz Ihnen sagt. Dann bin ich in unsere Apotheke gegangen und habe mich beraten lassen. Ich habe es nach mehreren Wochen geschafft. Ihr ging es endlich wieder besser. Wir gingen spazieren und habe die Zeit genossen. Es war schwer einen geliebten Menschen so leiden zu sehen. Doch wir hatten beide wieder Hoffnung. Bis die Entscheidung kam sie bekommt Chemotabletten und dann ging es damit los. Sie konnte einfach nichts mehr essen. Sie bekam Flaschen als Zusatznahrung und später über den Port nachts Nahrung, leider ohne Erfolg. Ich bin jeden Nacht mit ihr zur Toiletten gegangen. Ich habe es gern getan. Nach all dem den Kampf zu verlieren, dass ist nicht einfach. Ich habe 51 Jahre mit meiner Mutter gelebt. Jetzt macht sich die Leere oft breit und dann kommen die schrecklichen Gedanken. Vielleicht kannst Du es jetzt verstehen. Viele Grüße Christina
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