Das Leben wieder leben,wie macht ihr das ?

      Das Leben wieder leben,wie macht ihr das ?

      Hallo ihr lieben,
      schon eine ganze Weile denke ich darüber nach , wie ich es hinbekomme das das Leben mich wieder bekommt.
      ​Nicht das Tag für Tag .
      Ich habe inzwischen oft Zeiträume in denen es mir leichter fällt den Tag zu gestalten.
      Die Trauer hat mich nur an manchen Tagen fest im Griff.
      Aber trotzdem ist es schwer für mich es zu Gestalten, ich habe immer noch das Gefühl es kann doch nicht sein, ohne ihn zu planen.
      ​Mein Tag hat immer noch den Rhythmus, um 15 Uhr kam immer mein Mann nach Hause und da haben wir entweder etwas unternommen oder was geplant.
      ​So schaue ich immer noch auf die Uhr und plane meistens den Vormittag um nachmittags dann zu Hause zu sein.
      ​Ich gehe zum Sport , fahre Fahrrad und treffe mich zum Frühstücken ,aber eben alles vormittags.

      Heute fahre ich nach Holland , wirklich Lust dazu habe ich nicht, denke immer was machst du da dann.
      ​Aber zu Hause sitzen bringt mich auch nicht nach vorn.

      ​Ich komme nur schwer aus diesem Kreis heraus.

      Wie habt ihr es gemacht , geht es euch ähnlich oder hattet ihr diese Zeitsperre wie ich es nenne gar nicht?
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      Liebe Zenzi,
      mir geht es ähnlich, nicht mit dieser Zeitsperre, denn ich gehe ganztags arbeiten, und dass habe ich auch vor dem Tod meines Mannes getan. Aber dieses abwarten dass das Leben einen wieder hat, das habe ich auch. Mir kommt es immer noch so vor als sei ich auf dem Wartegleis. Warten auf was? Das ich endlich in mein neues Leben finde... Es vergeht Tag für Tag, man kann auch mitlerweile die Dinge alleine meistern von denen man es nie dachte, aber es muss für uns doch noch mehr geben. Es ist wohl immer noch der Sinn der fehlt, jedenfalls bei mir. Ich hoffe darauf das es besser werden kann, es sind jetzt 2 Jahre, aber ich weiss nicht so recht wie.
      Grosse Dinge plane ich nicht, kleine Urlaube das geht schon.
      Der Weg der vor uns liegt ist noch nicht einzusehen, aber das ist er ja eigentlich nie, deshalb weiter machen immer weiter.
      Dir wünsche ich schöne Tage in Holland. Es wird Dir sicher gut tun. Manchmal reicht ein Ortswechsel ja schon aus um den Blick zu öffnen.
      Alles Liebe
      Jenny
      Liebe Zenzi,

      nach nun nahezu 5 Jahren kann ich dazu ein kleines Statement
      abgeben.

      Um das Leben wieder so zu gestalten, dass es lebenswert ist und
      Freude macht, kann man nur bedingt etwas dazu tun. Bei mir
      war es ein schleichender Prozess, bei welchem der Zeitfaktor eine
      sehr wichtige Rolle spielte.

      Jeder hat eine Tagesstruktur, die natürlich im wesentlichen auf
      den Fulltime Job und auf den geliebten Partner abgestimmt ist
      bzw. war.

      Das Denken fand im "wir" und nicht im "ich" statt.
      Ich wäre zu Lebzeiten meines Mannes nie auf die Idee gekommen,
      früh morgens oder spät abends meinen Haushalt zu machen.
      Wir haben die Freizeit gemeinsam verbracht und das war auch
      absolut richtig, wofür ich heute noch unendlich dankbar bin.
      Heute mache ich meinen Haushalt, wann ich Lust und Zeit habe.
      Ich habe z.B. schon morgens um 5.00 Uhr Wäsche gebügelt, bevor ich ins
      Büro gefahren bin. Zu Lebzeiten meines Mannes undenkbar.
      Ich treffe mich abends nach Büroschluss sehr spontan mit Freunden, Kollegen
      oder mit meiner Schwester und meinem Schwager nach Sachsenhausen
      zum "Äppelwoi".
      Ich plane meine Aktivitäten teilweise ganz kurzfristig, weil ich auf Niemanden
      Rücksicht nehmen muss.
      Und so habe ich intuitiv meinen Tagesablauf und meine Freizeitgestaltung
      wieder auf das "ICH" umgestellt.

      Dasselbe gilt für die Urlaubsplanung; ich verwirkliche mir jetzt die
      Träume zu den Reisezielen zu fliegen, solange ich gesundheitlich dazu
      in der Lage bin. Denn all dies ist nicht selbstverständlich.
      Schlichtweg; ich lasse es mir ganz einfach nur gut gehen, denn jeder Tag
      ist kostbar und lebenswert :thumbsup: .
      Das Leben ist anders, aber wunderbar, wenn man die Veränderungen
      akzeptiert und zulässt
      :D .

      Diese Einstellung kann man nicht erzwingen, denn um dazu zu
      gelangen, benötigt man Zeit, Zeit und noch einmal Zeit................

      Ich hoffe, dass Du die Zeit in Holland genießen kannst und wünsche
      Dir eine schöne Zeit mit wunderbaren Momenten.

      Ganz liebe Grüße Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Liebe Zenzi,
      ich kann mich da nur zu 100 % Regine anschließen, es ist tatsächlich die Zeit die einem da hilft ! Auch bei mir scheint es ein schleichender Prozess zu sein und ich habe erkannt das das Ganze auch etwas mit Erkenntnissen zu tun hat die nicht von heute auf morgen passieren.....manchmal braucht man auch " Auslöser " um bestimmte Dinge zu erkennen.....
      Die " Zeitsperren " von denen Du da schreibst kenne ich nur zu gut, speziell an Wochenenden. Da auch ich Vollzeit arbeite bin ich z.B. morgens immer recht früh also so um 7 Uhr 30 einkaufen gegangen weil ich entweder dann zu meiner Mama gefahren bin und wir dann zusammen für Sie einkaufen gegangen sind und dann meist etwas unternommen haben oder Sie mich mit einem schönen Mittagessen verwöhnt hat ( ist und war bei mir in der Woche sehr selten ). Ich habe nach Ihrem Tod dann auch immer auf die Uhr geschaut und gedacht " hmm jetzt wären wir einkaufen oder jetzt wären wir da und da "......und da ist es wieder dieses " wir "........ich dachte und denke heute ab und zu immer noch an das " wir "........und ja, ich ertappe mich auch heute noch das ich auf die Uhr schaue und denke ach Du musst ja noch......weil wir wollten ja....

      Ein " Auslöser " war z.B. ein Gespräch vor ca. 2 Wochen mit meiner Freundin und Kollegin Bettina......wir haben telefoniert und ich hab dann so sinngemäß gesagt " Du jetzt hab ich schon 2 Wochen Urlaub und wir haben es noch nicht mal geschafft uns zu treffen ". Sie fing dann lang und breit an mir zu erklären das Sie ja keine Zeit hätte weil : Ihr Mann zu Reha ist, Sie sich um den Garten kümmern müsse, Wäsche waschen müsse, bügeln müsse, einkaufen müsse und das alles alleine.......und als Nachsatz kam dann : Du musst zugeben, freizeitmäßig ist es schwer mit Dir mitzuhalten.......
      Ich hab dann über dieses Gespräch lange nachgedacht und zuerst war ich etwas na ja ärgerlich denn sorry bügeln, Wäsche waschen, einkaufen etc. muss ich für mich auch und das nicht nur alleine weil meine Mann zur Reha ist, nein ich muss das alles IMMER alleine machen.......aber dann hab ich unsere Leben mal so miteinander verglichen und hab dann erkannt das ich so ein Leben nicht haben wollen würde......Bettina ist so in Ihren Alltag verstrickt das Sie es nicht hinbekommt auch einfach mal etwas für sich zu tun......ich habe überlegt wann Sie mir mal erzählt hätte das Sie mal im Museum war oder im Kino oder im Theater, mit einer Freundin bummeln war, im Cafe gessesen hat und das Wetter genossen hat, ne Dampferfahrt gemacht hätte, auf nem Straßenfest war oder, oder, oder......und was ist mir da eigefallen ? Nichts ausser unserem Besuch in der Waldbühne.......unsere Leben sind und waren grundverschieden......auch wenn ich noch so viel Stress mit meinem Job, mit dem " sich um Mama kümmern "hatte, hab ich es doch immer noch geschafft mich um mich zu kümmern.....
      Upps und da habe ich erkannt wie priviligiert ich eigentlich bin.......ich kann all diese Dinge tun denn da bin nur ich.....und ich muss nicht Samstags um 7 Uhr 30 einkaufen nein, ich kann auch um 16 oder 17 Uhr gehen, und ja liebe Regine auch ich habe schon um 5 Uhr morgens gebügelt weil ich nicht schlafen konnte.....ich habe erkannt das ich bestimmte Dinge brauche um mich wohl zu fühlen und das sind eben auch Dinge die " wir " damals zusammen gemacht haben......

      Gestern Abend z.B. rief mich die Freundin an mit der ich Montag zum Tanzkurs war und sagte Sie sei gerade mit zwei weiteren Freundinin wieder in der Strandbar und es sei toll ich solle doch auch hinkommen.....ich schon im Gammellook auf der Couch denn es war ca 19 Uhr 30....erst hab ich gesagt och nö ist ja schon so spät und bis ich dann da bin.....aber dann hab ich gedacht warum eigentlich nicht ? Ich hab mich dann fertig gemacht und bin los.....und ja, es war toll gute Musik, nette Leute und ich war um ca 3 Uhr morgens erst zu Hause....es hat mir gut getan...........früher hätte ich sowas nie gemacht und gedacht och nö Du musst ja morgen früh einkaufen oder sonst was....nö, muss ich nicht ! Ich bemerke erst jetzt nach 4 Jahren das sich das " ICH " manchmal vor das " WIR " schummelt.............na ja, man muss es tatsächlich auch zulassen das gelingt mir noch nicht immer oder oft aber es sind Ansätze da......

      Und auch anderen fällt es auf wenn man mal dem " ich " Vorrang gewährt.......am Dienstag in der Therapiestunde sagte mein Therapeut hmmm ich bräuchte jetzt einen Kamera und ich so Kamera ? Er ja um zu fotografieren wie Ihre Augen strahlen was war los ? Ich hab Ihm dann erzählt Montag Tanzkurs etc.............er dann na dann zeigen Sie mir mal Ihre Wunden.......ich wieder Wunden ? Er Sie haben keine Wunden ? Es hat also nicht weh getan mal Spaß zu haben und sich dem Leben zuzuwenden ? Wir mussten dann beide lachen.... nein, es hat nicht weh getan......

      Tja wie würde ich mein Leben nun momentan beschreiben ? Schwer zu erklären......ja da ist Struktur im Punkto Arbeit und den normalen Verpflichtungen die jeder hat....auf der anderen Seite fehlt da Struktur und ich versuche es zu nehmen wie es kommt......ergibt sich etwas kommt es darauf an ob ich Lust habe oder nicht oder ob ich es zulassen kann......gelingt mir halt noch nicht immer........aber ich kann inzwischen akzeptieren wenn ich mal einen Tag so gar nichts mit mir anfangen kann und nur rumgammle und denke nicht mehr oh das und das hättest Du aber erledigen können......ja, hätte ich, muss ich aber nicht.......
      Natürlich versuche ich immer noch bestimmte Dinge gemeinsam mit anderen sozusagen als " wir " zu tun....ich frage z.B. möchte jemand mit ins Museum ? Wenn keiner Lust oder Zeit hat na dann gehe ich alleine.....noch vor zwei Jahren wäre ich dann auch nicht gegangen......
      Am Donnerstag z.B. hab ich Marlies per WhatsApp gefragt ob Sie Lust hätte essen zu gehen......nachdem ich ca. 40 Minuten auf ne Antwort gewartet haben bin ich alleine gegangen denn ich hatte Hunger......2 Stunden später kam die Antwort ja essen gehen wäre toll......zu spät ! Marlies war erstaunt wie, Du warst alleine essen ? Ja war ich worauf soll ich denn warten ? " ICH " hatte Hunger und ich hab es genossen nach dem Essen da noch ein wenig draussen zu sitzen und Leute zu beobachten....
      Ich mache mir da keinen Stress mehr ......und ich glaube es war Funny die mal schrieb manchmal denken wir einfach zu viel nach und vergessen darüber das Wesentliche.........
      Und wer weiss, wenn man etwas zulässt oder einfach mal macht könnte es ja sein das aus dem ich wieder ein wir wird.......mein Therapeut hat schon Recht wenn er sagt " wenn Sie sich verkriechen wird niemand Ihr Potential erkennen ".......

      LG
      Mäusi
      Liebe @Zenzi, ich kenne dein Gefühl des "Wartens", dieser Zeitsperre so gut ! Bei mir sind es die Abende, die ich selten verplane - auf der einen Seite waren sie für meinen Mann und gemeinsame Aktivitäten reserviert, auf der anderen Seite sind meine Freundinnen abends in "ihrem Leben", und da gibt es Männer, Familien usw!
      Deine Vormittage sind meine Nachmittage, weil ich Teilzeit arbeite - Verabredungen, Sport, Rad fahren, usw. So wie früher auch - Verabredungen am Nachmittag! Und abends hoch ich wieder in meiner Bude ... und wenn ich jetzt sehe dass der Sommer bald vorbei ist, trauere ich der "verlorenen" Zeit nach - draußen sitzen, warme Abende genießen ... zu spät!
      Am vergangenen Wochenende war ich mit einer Freundin 3 Tage auf Sylt - diese Tage habe ich einfach nur genossen - ich fühlte mich "frei", wenig Gedanken an zuhause, Spaß, lachen, gute Laune! Und nach 3 Tagen komme ich nach Hause und hier ist allles wie immer - viel Alleinsein, das ist mir so schwer gefallen!
      aber auch mein Tagesrhythmus hat sich geändert - am Wochenende frühstücken wir erst gegen Mittag, Ruhe, lesen, Lange schlafen, vielleicht auch mal im Bett Fernsehen - das alles war früher anders. Meine Aktivitäten im Haushalt unterliegen auch keinem festen Plan mehr, alles wann ICH Lust dazu habe. Ich lebe ja noch mit meinen Söhnen zusammen und auch sie mussen sich hin und wieder mal "hinten anstellen", weil ich MICH entdecke ... im Familienleben mit 3 Söhnen und Mann war das nicht so oft möglich ... Wenn jetzt keine Zeit für mich ist, wann dann? es ist so ungewohnt, aber ich lerne täglich dazu ;) auch mein Leben wird täglich einfacher - so vieles habe ich alleine bewältigt und geschafft. das vermissen ist noch täglich da, Tränen sind viel seltener geworden, ich bin auf dem "richtigen Weg" - und darüber bin ich sehr froh!
      Ich wünsche dir schöne Tage in Holland, vielleicht kannst du auch ein klein wenig genießen!!
      Liebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Hallo ihr Lieben,
      ​Der Tag in Holland war wieder erwarten ganz nett, klar denke ich oft , da waren wir letztes Mal zusammen, aber es war erträglich.
      Das Eis habe ich für mich gegessen und die Frikandel für meinen Mann.
      ​Zu Hause habe ich dann noch 2 Schränke von Ikea aufgebaut, war alleine nicht einfach aber es ist geschafft.
      ​Es herrscht noch einiges Chaos aber wie ihr schon erwähnt habt , ich kann mir aussuchen wann ich dieses beseitige.

      Bald steht wieder ein Urlaub an und in Gegensatz zum letzten Urlaub setzte ich mich nicht unter Druck.
      ​Wenn ich wegfahre dann spontan ,ansonsten Tagestouren, alles andere funktioniert noch nicht.
      Bei der Zeit habe ich manchmal das Gefühl sie geht zu schnell, vom Sommer (wenn man von Sommer reden kann)habe ich nicht viel mitbekommen, nun ist der August schon fast vorbei.
      Im Januar habe ich noch gedacht, endlich die Feiertage geschafft, nun sind sie schon bald wieder da.
      Ich wünsche euch allen einen angenehmen Abend.
      Wir dachten wir hätten noch viel Zeit <3

      Es wird nicht besser, leichter zu ertragen und anders, wir ändern uns , werden vielleicht stärker, aber besser.
      Denn es war ja gut ,warum soll es ohne den geliebten Menschen besser werden.
      Ja, es geht laaaangsaaaam, aber es geht Schritt für Schritt! Noch eben hast du ständig geweint, jetzt nicht mehr so oft. Du putzt dir die Nase und nimmst deine Autoschlüssel ...

      du fährst irgendwo hin und du hörst Radio, dann kommt ein Song und die Tränen fließen. Du bräuchtest jetzt Scheibenwischer für deine Augen ...

      ...es geht langsam, aber es geht Schritt für Schritt. Nicht stehen bleiben, Rückschritte gibt es, jetzt aber weiter gehen ... <3


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Das Leben wieder Leben....
      Ein schöner Ansatz zum Nachdenken...lebe ich mein Leben? Ich weiß gar nicht so genau....alles läuft so....
      viel Arbeit...ich habe einen Vollzeitjob plus Überstunden....meine Kinder..meine Enkel die mich brauchen...und ich brauche sie......vor 14 Tagen bin ich wieder Oma geworden......diese kleinen Wesen die am Anfang ihres Lebens stehen....für sie lohnt es sich zu leben!
      Aber lebe ich mein Leben? .....eigentlich eine schwere Frage.....ich fühl mich wohl wenn ich für andere da sein kann...helfen kann.... gebraucht werde...
      An das Alleinsein am Abend habe ich mich gewöhnt....verabrede mich manchmal...gehe auch zu Einladungen....und doch fühlt sich alles nicht so richtig an....
      Zur Zeit habe ich starke Schlafstörungen...ich wache nachts auf und weine...jede Nacht...ich vermisse ihn dann so sehr...so schmerzlich...
      Am Tag geht es mir besser.....ich habe schon viel Abwechslung...aber bin auch immer darauf bedacht niemanden zur Last zu fallen.....und ich weiß das nur ich allein für mich verantwortlich bin.
      Ich will auch nicht jammern....ich hoffe sehr auf die Zeit... das alles so kommt wie es kommen soll....
      und ich denke das es mein Leben ist.....dieser Weg muss wohl so gegangen werden...ich weiß keinen anderen Weg!

      LG sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      hallo sorina
      wir sind ja fast zeitnah wo wir unseren schatz verloren haben und komisch mir geht's ähnlich.
      hab auch schlafstörungen wache nachts auf bin traurig und muss weinen. was ich schlimmer
      empfinde wenn ich morgens aufwache bin ich immer am weinen und vermisse ihn dann am meissten.
      ​ich denk mal mit ein grund ist das wir kurz vor dem 2. todestag sind da gehen auch die gedanken zurück.

      ich bin seit ich allein ein paar tage im Urlaub gewesen bin wieder einen großen schritt zurück gegangen.
      hab mich so allein gefühlt. allein bin ich ja auch hier aber ich kann auch mal mit jemanden reden.
      ​auch die tagesfahrt mit dem bus war nicht gut alles pärchen und ich war die paar stunden allein kein
      ​gespräch. mein weg ist auch noch nicht der richtige , es klappt eine zeit ganz gut dann fall ich wieder zurück...

      ​LG monalisa
      Hallo Monalisa!

      Allein in den Urlaub fahren....ich denke das ist ein großer Schritt.....soviel Mut habe ich nicht!
      Ich finde es sehr gut das du diesen Schritt gewagt hast...auch wenn es vielleicht nicht so war wie du es dir gewünscht hast, so war es besitmmt ein Erfahrung die dich nach vorn gebracht hat.
      Wir müssen mutiger werden...auch allein etwas unternehmen....ich denke nur dadurch finden wir heraus was gut für uns ist.
      Du bist bestimmt auf den richtigen Weg...ich wünsche dir weiterhin viel Mut und positive Erlebnisse

      LG Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Ihr Lieben,

      ich würde das bis heute noch nicht machen: allein in den Urlaub gehen. Ich finde auch, liebe @monalisa , dass das sehr mutig von dir war.

      Brauche immer Menschen um mich herum, die ich kenne - oder wenigstens einen Menschen, mit dem ich etwas zusammen mache.

      Alleingänge habe ich wirklich genug. In der Natur hier fühle ich mich nicht einsam. Aber sobald es unter Menschen, in Städte, andere Orte geht, bin ich lieber in Begleitung und Resonanz mit einem Menschen.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Im Gegensatz zu den meisten anderen hier hatte ich ziemlich schnell einen neuen Partner.
      ​Mit ihm war ich auch schon im Urlaub und ich werde bestimmt dieses Jahr noch mal ein paar Tage mit ihm in den Urlaub fahren. Ich bin froh, dass ich das nicht alleine machen muss. Urlaub zu zweit ist schon was anderes als Urlaub alleine.
      Mit Urlaub alleine hätte ich, glaube ich zumindest, ziemliche Probleme.
      Ich lebe mein Leben wieder dadurch, dass ich einen neuen Partner gefunden habe.
      ​Ich lebe mit ihm ein ganz anderes "Partnerprinzip" als mit meinem Mann und, dass ist auch gut so.
      ​Es gibt wenige Parallelen zu dem Zusammenleben mit meinem Mann und dem Zusammenleben mit meinem jetzigen Partner und, dass ist auch gut so.
      ​Mein neuer Partner ist ja kein Ersatz sondern ein völlig neuer Lebensabschnitt.
      ​Das Leben wieder leben ist vielleicht der falsche Ansatz. Leben wird immer gelebt. Es stellt sich wohl eher die Frage ob wir es genießen zu leben oder ob wir unsere Zeit nur absitzen.
      Ich ziehe das Genießen eindeutig vor und mein Mann hätte es auch so gewollt. Ich hätte es für meinen Mann auch so gewollt wenn unsere "Rollen" vertauscht gewesen wären.
      ​Das Leben kann lebenswert sein wenn wir dem Leben die Chance dafür geben.
      LG
      allesanderes

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Das hast du schön formuliert allesanders, ich wünsche mir dass ich auch dahin komme. Doch igele ich mich immernoch viel zu sehr ein und verpflichte mich den alltäglichen Dingen obwohl ich ja weiß dass es auch ganz anders geht. Muss aber angeschoben, mitgerissen werden dann kann ich auch wieder die schönen Momente genießen. Vielleicht ist das ja der Schlüssel, du lebst dein Leben anders als vorher und hast die eingefahrenen Gleise verlassen ohne zu vergessen was mal war. Hut ab ...............
      Ich lass mir meine schlechte Laune von niemanden verderben
      Lieber BorSte, da glaube ich hast du etwas wichtiges erkannt, sie lebt ihr Leben, das nach dem Verlust ja anders geworden ist, anders.
      Es ist nichts mehr wie es war, das Schiksal, hat einen Punkt gesetzt, ein Kapitel beendet.
      Wie ein Buch, das eine Kapitel beendet, die neue Seite ist weiß und leer.

      So mag ich das bei allen irgendwann lesen, das sie befüllen, mit dem was nun ist, mit lieben Erinnerungen aber nicht in der Vergangenheit.
      Genau so wünsche ich es auch dir, mitgerissen zu werden, so oft wie es nötig ist, bis du dich von allein freier in all dem NEu bewegen können wirst.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ich bin neu hier...mein Mann ist am 22.Mai dieses Jahr gestorben 55 Jahre alt..sass tot auf der Couch...ich habe bis jetzt irgendwie überlebt, sogar am WE die hochzeit unserer Tochter...
      habe das Gefühl, es geht nicht mehr. Stehe immer noch unter Schock...habe ihn gefunden und war beim Versuch,ihn zurückzuholen, dabei...plötzlicher herztod
      kann man weiterleben ??? Und wie?? Es wird jeden Tag schlimmer
      Erst gab es viele Besuche...jetzt nehmen sich viele zurück...
      die Sehnsucht und das Heimweh sind unerträglich...ich war in fast 30 Jahren mit meinem Seelenmenschen fast nie mal alleine...
      Überleben ??wie ??
      liebe bella @Bella x

      so frisch noch alles bei dir, gerade mal ein viertel jahr her. plötzlich... so wie bei mir damals. man will es nicht glauben.
      wenn du hier aufmerksam liest, wirst du feststellen, dass es allen hier am anfang so geht. man kann sich einfach nicht vorstellen, dass das leben irgendwann wieder lebenswert sein wird. auch ich habe das nicht geglaubt.
      das einzige, was du jetzt brauchst, ist zeit und geduld. soviel zeit wie du brauchst, denn das ist bei jedem anders und geduld mit dir selbst. es wird viele "aufs und abs" geben. aber eins können dir alle versichern, bei denen es schon länger her ist: es wird besser werden, es wird anders werden, aber es wird.
      wichtig vielleicht, dass man einige wenige hat, mit denen man reden und bei denen man sich ausheulen kann, alle anderen werden wieder zur tagesordnung übergehen. das ist normal und das haben wir alle so empfunden. nimm es ihnen nicht übel, sie wissen es nicht besser. der freundeskreis kann sich durchaus verändern in dieser zeit.
      immer nur einen tag nach dem anderen leben und bewältigen, zukunft planen geht jetzt nicht, kommt aber später wieder.
      ich wünsche dir alles gute auf deinem weg durch die trauer.
      lieben gruß von lucie :)
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Liebe Lucie
      Vielen Dank für Deine lieben Worte...meine Verzweiflung ist unendlich...oft denke ich, es nicht zu Schaffen
      Habe kein Zuhause mehr...in unserem Haus, wo ich meinen Mann gefunden habe, halte ich es nicht aus...schlafen geht nur mit Medikamenten...beginne ab 1.10.als Alltagsbegleiter Caritas, alles neu für mich...hoffe, es bringt mir etwas andere Gedanken... meine Büroarbeit von Zuhause schaffe ich nicht mehr...es ist alles nicht aushaltbar... ich bin 56 und fühle mich tot...
      War eine starke Frau, dachte ich zumindest,so fröhlich und voller LebensFreude, habe unser Leben geliebt, 2 erwachsene Kinder (ausgeflogen) , und alles ist mit ihm gegangen
      Liebe Bella,
      mein aufrichtiges Beileid. Wie schrecklich so ein plötzlicher Verlust ist, wie unerträglich er scheint, wir können das hier nachempfinden und Deine grosse Not verstehen. Auch mein Mann starb wie Deiner, von einer Minute zur anderen. Er war 57. Und wie bei Dir waren wir 30 Jahre glücklich, zwei erwachsene Kinder und dann ist man allein und weiss nicht wie es weiter gehen soll.
      Aber wie Lucie schon schreibt. Es geht weiter. Tag für Tag ein kleines Stück, oft auch wieder zurück, aber immer auch wieder vorran. Es bleibt Dir nichts anderes übrig, es ist das Leben und es will gelebt werden.
      Du musst jetzt viel Geduld mit Dir haben, Tag für Tag, nicht zu weit planen, genau wie Lucie es beschreibt. Mir hat das geholfen, immer nur den aktuellen Tag schaffen.So wird es auch Dir gelingen wieder ein kleines Stück ins Leben zurück zu kommen. Mit viel Heit. Arbeit ist wichtig, sie lenkt ab und schafft Struktur für den Tag.
      Wenn ich Dir etwas raten darf, keine überstürzten Etscheidungen zreffen was mit Haus und Wohnung passiert. Manche Dinge verändern sich und mann will ja später nichts bereuen.
      Ich wünsche Dir Kraft, Stärke und liebe Menschen die Dich unterstützen. Schreib Dir hier alles von der Seele, das hilft. Mir hilft es heute noch.
      Liebe Grüsse Jenny
      Liebe Bella X,

      allein zu lesen, was Dir widerfahren ist, bereitet Entsetzen in mir. Wie kann man so etwas ertragen ? Sicherlich denkst Du ständig und viel an Deinen Schatz, aber auch insbesondere an die Situation am Todestag. Keiner hat eine Ahnung, was da in einem Körper wirklich brodelt. Der Schock ist gross und Du bist auf einmal verlassen. Ich kann Dir nur wünschen, dass auch Du die Kraft hast, die kommende schwere...schwerste ..Zeit durchzustehen. Du wirst das schaffen - aber das körperliche und seelische Leiden macht es nicht einfach. So viele Gedanken, so viel Übelkeit, Zerbrechlichkeit - was für eine harte Probe, auf die jeder tief Trauernde gestellt wird. Einfach nur Wahnsinn, was man in dieser Phase des Lebens erleben muss. Ich wünsche Dir sehr, dass Du nie verzagst. Es ist alles zu frisch, um über irgendwas in Zukunft nachzudenken. Ich wünsche Dir erstmal, dass Du in den kommenden Wochen ein wenig Ruhe, Erholung und vor allem wieder zu Dir selbst finden wirst.
      Alles Liebe, Britta
      Liebe Jenny...es tut gut zu spüren, dass man nicht alleine ist und es Menschen gibt, die das gleiche Schicksal tragen...im Alltag fühlt man sich oft unverstanden...nach 3 Monaten muss es doch mal besser sein! Ich versuche, diesen Freunden und Nachbarn das nicht nachzutragen, möchte nicht noch zusätzlich zu all dem Schmerz Bitterkeit in mein Leben lassen.sie wissenbest nicht, haben es selbst nicht erlebt, wenn mit dem geliebten Mann alle Freude, Hoffnung, Mut und die Zuversicht auf das gemeinsame Altwerden gehen.auch meine Tochter 26, kann nicht mit mir über den geliebten Vater sprechen, macht das alleine mit sich aus. Ihre Hochzeit war lange geplant und ich wollte nicht, dass sie verschoben wird...ihr Vater hätte das auch nicht gewollt. Aber der Tag gestern war für nicht so schrecklich ohne ihn...für die Kinder war ich tapfer...als die Party begann, Musik,Tanz etc. Habe ich mich zurückgezogen und stundenlang im Bett geweint. Seit mein Mann tot ist, lebt meine Mutter 78 bei mir. Mit jedem Tag wachsen jetzt die Probleme...sie meint es gut, hat mich gefüttert und umsorgt, aber nimmt mir mit ihrer Energie und Tatendrang Immer mehr die Möglichkeit, (m)ein neues Leben zu finden...gebe mir noch etwas zeit, aber in unserem Haus kann ich nicht bleiben...werde es wohl erstmal vermieten, nächstes Jahr?! Alles noch zu frisch..,aber eins ist sicher...bin nicht mehr der Mensch, der ich war... und deshalb halten viele vermeintliche Freunde Abstand..Man will wieder die gutgelaunte, frohe, witzige Freundin...und die Leichtigkeit des Seins...nicht die Trauer und den Schmerz und das Aushaltenmüssen
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