...meine überalles geliebte Oma

      ...meine überalles geliebte Oma

      Hallo zusammen,

      vor einem halben Jahr ist meine überalles geliebte Oma von mir gegangen. Ich wusste, dass dieser Tag irgendwann kommen wird, aber es ging trotzdem sehr schnell. Meine Oma ist ca. 2 Wochen vor ihrem 94 Geburtstag gestorben. Sie war die letzten Jahre nicht mehr so fit und sie leidete an Altsheimer. Nach langer Zeit konnte ich mal wieder lachen und was unternehmen und mir ging es wirklich gut, aber in letzter Zeit ist die Trauer wieder da und mir geht es nicht gut. Ich denke ständig an sie. Das ist einfach schwer zu beschreiben und manche würden sagen, ich bin nicht ganz bei Trost nach so langer Zeit noch hinter zu trauern, aber diese Leute wissen einfach nicht was es heißt, wenn man einen geliebten Menschen verliert... Jeder ist schwierig und nicht einmal in meinem Urlaub vor kurzer Zeit konntei ch abschalten.
      Es ist immer hart und schwer einen geliebten Menschen zu verlieren. Und niemand ist auf Dauer sicher vor so etwas. Und Alzheimer ist ja auch keine schöne Krankheit. Aber bei fast 94 Jahren ist es zumindest tröstlich zu wissen dass deine Oma ein langes und erfülltes Leben hatte. Das ist doch zumindest irgendwie schon etwas schönes. Ich kenne meine beiden Oma´s gar nicht da eine kurz nach meiner Geburt starb und die andere als ich etwas über 1 Jahr alt war. Und beide waren gerade mal in den 60ern.
      Dies macht deine Oma jetzt natürlich leider auch nicht wieder lebendig. Aber ich denke mal das du zumindest viele schöne Erinnerungen an eure Zeit haben müsstest die du nun für immer in deinem Herzen tragen wirst. Und vielleicht helfen dir diese Erinnerungen und ihre Liebe für dich ein wenig über die Traurigkeit hinweg.
      Ich hoffe dass sie nun an einem besseren Ort ist ohne Alsheimer und solche Sachen.
      Geliebte Menschen werden nie wirklich fort sein.... denn sie sind nun ein Teil von uns.
      Liebe Hildi, ein wie immer leises Willkommen hier bei uns.
      Immer traurig der Grund, der einen hier her fidnen lässt.

      Die geliebte Oma, ich lächel gerade, denke an meine Oma, eine besodnere Bezeihung vielfach und ja wenn alles normal läuft, dann ist eine Oma, ein Opa ein besodneres Geschenk im LEben der Enkel.
      Wie viel sie mich lehrte, sie immer Zeit hatte, sicher auch verwöhnt wurde ich, vor allem aber geprägt.
      Ich erkenne mich in vielen ihr wieder, so schön eigentlich, aber auch die Momente, in denen mich die Trauer auch heute noch kurz einfängt, nach doch einigen Jahren die sie nun nicht mehr da ist.

      Alzheimer, das blieb ihr erspart, weiß ich doch um die Umstände, die ich miterleben musste, bei meiner anderen Oma, wo de Bindung sich nie wirkich ergeben hat, das sie zu weit weg wohnte.
      So traurig, zusehen zu müssen wie der Mensch der eine BEständigkeit bietet, sich so verändert, wie hilflos ich in meinen Urlauben vor ihr stand, nicht begreifen konnte, das sie den größten Teil ihres Lebens vergessen hatte.
      Wie sie litt, wenn die lichten Momente ihr bewusst werden ließ das alles nicht mehr stimmt.

      Am schlimmsten aber, die Zeit, wo ihr Wesen sich änderte, sie oft böse wurde, weil sie nicht mehr zurecht kam, hilflos durch die GEegend lief und ihr altes Leben sucht, immer nach Hause wollte, das Haus ihrer Kindheit.

      Das alles aber wird dir auch nicht helfen, vieleicht ein kleiner Trost sein, das ihr auch erspart blieb, sich ganz in ihrer Kranheit zu verierem.

      Ein stolzes Alter, das sie errechen durfte und dennoch, wir wissen, das sie von uns gehen werden, wir rechenen aber nicht damit.
      Das macht es so schwer, zu wissen und doch ist wissen etwas anderes als es fühlen, es annehmen müssen, wenn es denn der Zeitpunkt dafür ist.
      Es ist schwer, die Erlebnisse in Erinenrungen umzuwandeln, begreifen das es kein zurück gibt, danken, das es sein durfte.

      Mir konnte es Trost werden, zu wissen, es geht ihr gut, sie ist ihren Lieben gefolgt, so kann sie awo immer sie auch nun ist nie allein sein.
      Für mich ist es der Platzt hinterm Regenbogen, wo alles in Freiden, ohne alles schwere, was das irdische Leben mit sich bringt.

      Macht das Vermissesn auch nicht einfacher aber die Gedanken etwas leichter, das würde ich dir wünschen.
      Es ist die Zeit, die uns zur Seite steht, so sehr ich das nie glauben konnte, wollte, so sehr aber hat es sich bewarheitet, jeder in seiner Zeit, in seinem Thempo.
      Vor allem aber, mit ihr im Herzen, denn wirklich weg, wird sie nie sein, sie ist in dir, all die Liebe, all das was dich vermissen lässt, wird dir zum Trost werden in deiner Zeit.

      Ein halbes Jahr schon nicht mehr bei dir im LEben und doch so kurz um es anzunehmen, manchmal da kommen die Tränen später, das Verstehen das es so endgültig ist.
      Nimm dir die Zeit zum traurig sein und nimm dir die Zeit jeden schmerzenden Gedanken in liebevolle Erinnerung zu wandeln.

      Tu es aber im Leben, lass sie teilhaben, in deinen Gedanken, mit seinen Augen sehen, wenn du in Gedankne bei ihr bist - das was sie dir wünschte, ein langes glückliches Leben, mit ihr im Herzen.
      Dafür wünsche ich dir alles was es dafür für dich braucht.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Hallo zusammen,

      vielen lieben Dank für eure Antworten. Leider musste ich mich neu registrieren, da ich mich nicht mehr mit meinem alten Account anmelden konnte... ;(
      Herzlichen Dank auch vor allem an Dich @Funny. Deine ausführliche und lange Antwort hat mir Mut gegeben! Als ich das gestern gelesen habe war ich sehr gerührt und es hat mich aufgebaut. Es tut mir auch mit deiner Oma leid.
      Ich hoffe es kommen noch ein paar mehr Antworten.

      Vielen Dank schon mal!

      Gruß,
      hildi2.0 alias hildi
      Liebe Hildi, mein aufrichtiges Beileid zu dem Verlust Deiner über alles geliebten Oma. Ja, es tut sehr weh, wenn man einen so lieben Menschen verliert. Ich bin selbst auch mehr bei meiner Oma aufgewachsen als bei meinen Eltern, habe alles von ihr gelernt und denke heute noch oft, bei vielem, was ich tue, gern zurück, weil sie es mich so gelehrt hat. Und jedes Jahr verlängere ich ihre und meines Opas Grabstelle, weil ich sie immer noch liebe.
      Mein Mann ist auch wie meine Oma plötzlich verstorben, ohne dass es jemand geahnt hätte, ohne Abschied. Es sind heute auf den Tag genau 14 Monate und ich habe immer noch nicht wirklich ins Leben zurückgefunden. Wir waren 48 Jahre zusammen, davon 45 Jahre verheiratet. Der Schmerz ist wie eine Endlosschleife. Ich kann sehr gut nachfühlen, wie viele andere hier auch, wie Dir Deine Oma fehlt. Es ist normal, so lange nachzutrauern. Ich bin heute, nach 21 Jahren, immer noch sehr traurig, dass sie nicht mehr hier ist, so eng war unser Verhältnis. Ich habe sie mehr geliebt als meine eigene Mutter. Und am Grab rede ich in Gedanken mit ihr und wünsche mir, dass sie mir weiterhin Ratschläge gibt und dass sie gut auf meinen Mann aufpasst und natürlich auch auf mich und meine Kinder. Auch meinen Opa habe ich so sehr geliebt. So wird es Dir sicher auch gehen. Erst ist es ein Schmerz des Verlustes und dann denkt man nach einer längeren Zeit gern an alles zurück und vermisst sie trotzdem weiterhin. Hätte noch manche Frage gehabt und würde sich bei ihr gern geborgen fühlen. Aber so spielt das Leben leider, wir werden älter und irgendwann wird einem das Liebste genommen, was man besaß, manchmal ohne Vorwarnung. Und die Außenwelt kann es nicht verstehen, dass man so lange trauert. Entweder, sie hatten noch nicht solch einen Verlust oder sie haben nie wirklich geliebt, so sind manchmal meine Gedanken. Wer kein so inniges Verhältnis zu seinen Liebsten hat, kann dies eben nicht verstehen. Meine Mutter hat damals dagegen nicht sehr lange getrauert, auch nicht um ihren Mann. Manchmal denke ich, sie hat kaum Gefühle, außerdem denkt sie nur immer an sich selbst. Sie hat bis heute nach 14 Monaten noch nicht ein einziges Mal gefragt, wie es mir geht, wie ich überhaupt klar komme. Ich hoffe, Du hast mit Deiner Verwandtschaft ein besseres Verhältnis. Auf alle Fälle wünsche ich Dir weiterhin viel Kraft und schreibe, so oft Du es möchtest, es hilft sehr. Ohne dieses Schreiben hier im Forum würde ich noch längst nicht so weit sein, wie ich gekommen bin. Man ist hier eben nicht allein und man kann von so vielen lernen, es ihnen in etwa gleich zu tun.
      Mit ganz lieben Grüßen und einer lieben Umarmung von Berit.
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