...meine Verlobte

      ...meine Verlobte

      Hallo,

      meine über alles Geliebte Verlobte ist vor 7 Wochen unerwartet, dramatisch und schnell bei einer risikoreichen Not-OP gestorben.

      Sie war erst 34 Jahre!!! Wie ungerecht kann das Leben sein?

      Die ursprünglich geplante OP war auf den 13. September geplant, doch sie musste am 20. August notfallmässig in die Klinik, dann nach 2 Tagen die OP, deren Ende leider nicht gut war.
      Allergischer Schock, kompletter Kreislaufabsturz und Bildung von Trombosen. Fast zwei Stunden Reanimation konnten sie nicht retten...
      Wir konnten uns wenigstens vor dem OP noch "notdürftig" verabschieden, aber es sollte kein Abschied für immer sein.
      Als sich die Türe zum Vorbereitungsraum nochmals öffnete, hatte ich dann noch einen letzten Blick auf sie, wie sie, auf dem OP-Tisch liegend, mit angsterfülltem Gesicht nach oben blickte. Sie hatte mich nicht mehr gesehen...und dann schloss sich die Türe und das war es. Nach der OP konnte ich zu ihr, aber sie war eben nicht mehr am Leben.
      Das Gefühl in diesem Moment muss ich hier niemandem beschreiben.

      Wir waren eine nahezu perfekte Patchworkfamilie. Meine Tochter hatte in Ihr eine Zweitmama gefunden und Katharina hatte die Tochter bekommen, die sie sich gewünscht hatte. Ihr Sohn und ich hatten inzwischen die typischen Vater-Sohn Interessen entwickelt und nun ist dies alles weg. Der Kleine lebt nun bei seinem Vater. Meine Tochter ist nicht die ganze Woche bei mir und unser ganzes Leben ist durch diesen Sch.... zusammengebrochen.
      Zwei Wochen vor Ihrem Tod hatten wir beschlossen zu heiraten und sie hat nicht eine Sekunde gezögert, mir mit Ja zu antworten.

      Sie war für mich die perfekte Frau, aber auch meine Freundin, mit der ich alles besprechen konnte. Mein Halt ist weg.

      Ich vermisse sie unendlich und besuche sehr oft das Grab und rede auch mit Ihr. Aber der brennende Wunsch nach Nähe kann nicht erfüllt werden.
      Kaum jemand versteht, wie man sich in einer solchen Situation fühlt und das macht es noch schwerer.

      Ich habe ien Therapie begonnen und ich möchte auch die Erinnerungen mit Dankbarkeit und Freude annehmen, aber momentan löst jede Erinnerung nur Schmerz und Trauer aus. Abends geht es teilweise, aber am Morgen und Teilweise am Tag ist es sehr schlimm.

      Wie man mit so etwas überhaupt wieder einigermassen glücklich werden soll. Ich kann es mir nicht vorstellen.

      MIchael
      Lieber Michael,
      ich wünsche dir ganz viel Kraft. Deinen Schmerz kann hier jeder verstehen. Ich denke an Dich. Das Leben ist echt machmal beschissen und ungerecht. Du darfst aber nicht aufgeben. Es wird langsam besser.
      Ich habe am 3.4.2017 meine Mama verloren.
      Hallo Michael!

      Erstmal mein aufrichtiges Beileid zu deinem Verlust. Das ist wirklich heftig. Die Hochzeit wäre definitiv ein schöneres Ereignis gewesen. Aber leider lässt sich das Schicksal nicht beeinflussen.
      In dem Forum hier dürftest du gut aufgehoben sein.

      Gerade in der ersten Zeit sind die Erinnerungen natürlich besonders schmerzhaft.
      Das du eine Therapie begonnen hast kann schon mal ein guter erster Schritt sein.
      Ob du wieder glücklich wirst? Nun.... das ist eine Frage die ein Dritter (wie ich) schwer beantworten kann. Ich hoffe es für dich.
      Ich kann jetzt nur für mich sprechen aber der Spruch "die Zeit heilt alle Wunden" hat schon durchaus etwas wahres. Wie bei anderen Sachen im Leben sieht man mit etwas Abstand die schlimmeren Dinge oft nicht mehr so deutlich während die schönen Momente mehr Wichtigkeit bekommen.
      Das bedeutet nicht das man nicht mehr trauert oder denjenigen nicht mehr vermissen würde. Aber die schönen Erinnerungen werden wichtiger und so bleibt einem derjenige ewig erhalten.

      Ich wünsche dir die Kraft die für dich nötig ist um das Ganze zu schaffen.
      Alles Gute
      Holger
      Lieber Michael, ein leises Willkommen hier bei uns,schön das du hergefunden hast in deinem Schmerz, deinem das das darf doch so alles nicht - und doch ist es.
      Warum, die Frage mag ich nicht mehr stellen, ich habe in all den Jahren hier nun, nicht wirkich eine Antwort gefunden, die ich auch nur annähernd für mich annehmen könnte.

      Und plötzlich ist nichts mehr wie es war, alles was gerade gut war, darf nicht bleiben, all die Veränderungen die ein Verlust mit sich bringt, sind nicht aufzuhalten.
      Wie kann man da je wieder glücklich werden, wenn man schon vielfach das Mogen nicht zu schaffen scheint.
      Wenn es nach zwei Schritten vor, einfach drei Schritte zurück führt.

      Glücklich müsste man für sich definieren, glücklich heißt für mich mitlerweile, ich kann wieder lachen, mich erfreuen an den Erfolgen meiner Lieben, ein gutes Essen genießen.
      Das alles vielfach mit nicht nur einem Tränchen, weil das vermissen immer mitläuft, der eine Stuhl leer bleibt.

      Damit klar kommen, annehmen, was nicht zu ändern ist, sich darin zurechtfinden, ich glaube das ist vor dem glücklich sein können, um so wichtiger.
      Hilfe hast du dir ja schon geholt, das lässt mich lächeln, etwas weniger allein mit all dem was einen zu erschlagen droht.

      Vieleicht kann auch hier ein Platz werden, an dem du etwas findest das helfen kann, zu wissen, ich bin nicht allein, das passiert überall, jederzeit - zu lesen aber, wie geht es anderen, was tun die so, einfach eine Frage in Raum stellen und schauen, wie reagiert man hier, so unter Wissenden, die alle den selben Weg gehen und nicht wie im Umfeld, die ja in ihren Alltagzurück kehren, einfach nicht nachvolziehen können, vielfach nach der ersten Trauer überfordert sind.

      Das wünsche ich dir, alles was es gerade für dich braucht, den Weg zu gehen, zu schaffen, was nur in seiner Zeit, in deiner Zeit zu schaffen ist.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Vielen Dank. Ja, es tut gut, dass es viele gibt, die ähnliche Schicksale teilen und auch die meisten den Weg aus diesem dunklen Tunnel herausfinden. Diese Hilflosigkeit und dieses ständige Suchen nach dem geliebten Menschen ist aber so grausam, dass es niemand nachvollziehen kann, der nicht ähnliches erlebt hat.
      Ich frage mich täglich, wie ich den rest meines Lebens ohne sie verbringen soll. Was es besonders schlimm macht, ist die Tatsache, dass wir uns in den letzten Tagen so nah waren, wie nie zuvor.
      Ganze Abende haben wir nur zusammen auf der Couch verbracht, sie in meinem Arm. Geredet, geschwiegen, geweint...
      Mein sehnlichster Wunsch, sie gesund zu pflegen hat sich nicht erfüllt.

      Die Jahre waren einfach nur zu schön um wahr zu sein. Und dieses plötzliche, brutale Aus hat mir das Herz gebrochen.
      Oh doch Michael, ich verstehe Dich so gut und auch die anderen hier im Forum, glaube mir.....Ich lese hier sehr viel im Forum und in dieser Zeit fühle ich meinen Schmerz nicht arg so heftig, weil man weiß, es geht so vielen anderen Menschen genauso...
      Ohne Hilfe komme ich auch nicht raus aus diesem Tief, habe deshalb Hilfe von einer Trauerbegleiterin angenommen, eine sehr liebe Frau. GsD wohnt sie hier im Ort und ich kann hinlaufen. Das heißt, ich muss raus, das hilft ein wenig.

      Ich habe auch schon daran gedacht, meinem Schatz hinterher zu gehen, habe mit meiner Tochter darüber gesprochen. Sie sagte dann zu mir, das wäre uns Kindern gegenüber so unfair gegenüber und ob ich wolle, dass sie gleich beide Elternteile verlieren sollen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht.....

      Also bleibe ich, obwohl die Tage für mich eine Qual sind und ich mir momentan auch keine glückliche Zukunft mehr vorstellen kann.

      Fühle Dich umarmt in unserem Schmerz...

      Liebe Grüße

      Miggel
      :kerze4: Ich vermisse dich so sehr... <3 <3
      Wie sehr ich dich gerade verstehen kann, ja der größte Wunsch gesund zu pflegen, zusammenwachsen wo schon sehr nah war, ein fast verschmelzen.

      Ich habe keinen Trost, allein ein winziger Gedanke daran, was ihr vielleicht erspart blieb.
      Irgendwoo muss man sich ja festhalten, es muss ja nicht mit Sinn udn Verstand sein, so habe ich für mich festgestellt, es muss helfen zu überleben, nicht komplett verzweifeln , nicht verlieren in all den Fragen die sich da auftun.

      Die Floskeln denen man so ausgesetzt ist, weil andere nicht verstehen, manchmal stecken da Wahrheiten drin, die wir aber nicht aushalten können, wo wir Abstand nehmen, weiteren Schmerz erleiden durch all das nicht verstanden werden, noch alleiner fühlen.

      Nein keine Floskel, es bleibt aber oft nicht viel, man versucht ja sein bestest, obwohl man - ich eben weiß wie schwer bis unmöglich das wirklich ist.
      Zu schön um wahr zu sein, aber sie durften, oh wie sehr ich mich für euch freue, das es überhaupt sein durfte.

      Ich bin weiter, das wird meine Worte für dich schwerer verstehen lassen, hätte ich auf die Jahre verzichtet, wenn ich gewusst hätte, was das Ende bedeutet - im ersten Schmerz habe ich ja geschrienen, heute aber, in meiner Zeit, da wo sich der Schmerz gewandelt hat in liebevolle Erinnerungen da habe ich Dank für wenigstens die Zeit, die sein durfte, die mich so bereichert hat.

      Ein kurzes Leben voller Liebe aber, so sage ich mir heute - eine zu kurze Zeit aber auch für euch aber in voller Liebe, deswegen um so schmwerzvoller.
      Es ist immer zu früh, leider ist es immer zu früh und die Umstände tun ihr überiges.


      Um so besser aber verstehe ich leider, wäre auch lieber Unwissende.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Funny, wie lange hat es bei Dir gedauert, bis der Schmerz durch die Erinnerungen in liebevolle Dankbarkeit gewandelt hat?

      Ich bin Ihr so dankbar für alles. Für alle guten und schlechten Tage, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass bei mir dieser Prozess kommen soll. Schleichend? Plötzlich? Wie soll das gehen. Diese Erinnerungen bewirken doch nur den Gedanken, warum man dies nicht noch einmal gemeinsam erleben darf.
      Ich denke das kann jeder nachvollziehen.
      Das ist ja alles noch ziemlich frisch bei dir. Da ist es verständlich das da eine Wut in dir ist.
      Dieses riesige "Warum?" das über einem schwebt. Und ein scheinbar grenzenloser Schmerz.
      Wird es irgendwann besser?
      Tja.... vielleicht. Ich hoffe es. Und wann? Auch hier gibt es leider keine pauschale Antwort.
      Wir wären sicher alle dankbar gewesen wenn uns da jemand ein Datum hätte geben können.
      Aber leider funktioniert das Leben so nicht. Bei einem geht es schneller, bei anderen dauert es länger.
      So wie die Liebsten die wir zu Grabe tragen Individuell waren sind es die Trauernden auch.
      Ich bin froh das es da noch deine Tochter gibt. Auch wenn du sie nicht immer sehen magst... da ist aber ein Mensch der dir wichtig ist und dem du wichtig bist. Das gibt auch noch ein wenig halt.
      Natürlich wird niemand Katharina ersetzen können. Soll ja auch keiner.
      Sie wird für immer ein Teil von dir sein. Und irgendwann werden die schönen Erinnerungen an sie auch frei von Schmerz sein. Sie wird jedenfalls für immer in deinem Herzen sein.
      Ich kann dir das nicht mal genau sagen lieber Michael, sind bei mir die Umstände komplett andere aber dennoch, es schleicht sich ein, hier ein Lächeln, da ein spüren das mir etwas das ich gemacht habe Spaß gemacht hat.

      Ich glaube es waren Monate nach der Beerdigung, das viertel Jahr um überhaupt zu begreifen das es wahr ist, wo ich keine Stimmen mehr im Rücken hatte, als käme der liebe Mensch gerade heim.
      Ein halbes Jahr um meine eingeschlichene Wut zu verpacken, die Ungerechtigkeit zu verstehen.
      Ein ganzes Jahr um von zu tode betrübt auf irgendwie doch im Leben sein zu wechseln.

      Aus diesem nur funktionieren in ein ich tu bewusst kann ich nicht mehr zuorden.
      Einen Moment aber nur um zu wissen, ich darf nicht wegwerfen, was dem lieben MEnschen genommen wurde, das er darauf zählt, das ich es schaffe, gerade aus Liebe heraus.

      Es braucht schon Kraft und Geduld, auf sich zu achten dabei aber ist das schwerste für mich gewesen.

      Vieleicht sollte ich erwähnen, das ich mehrer Menschen schon verloren habe, jede Trauer anders verlaufen ist, alles überschattet vom Verlust meines Sohnes (14)- deren (31) Geburtstag wir hier heute feiern viele Jahre danach.


      In Frieden gehen lassen, nicht festhalten wollen zwischen seinem Frieden und meiner Trauer, ihn würdigen indem ich meinen Weg nicht verliere, ich glaube das war mein Geheimnis nicht daran zugrunde zu gehen.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Danke Funny.

      Ich denke gerade das eigene Kind zu verlieren ist noch einmal eine andere Nummer und ich hoffe Ihr könnt das heute gebührend und einigermaßen froh feiern.

      Was mir gerade besonders schwer fällt, ist dieses Gehen lassen, da ich nicht genau weiss, was das für mich bedeutet. Ich rede immer noch sehr viel mit Ihr, besuche sehr oft das Grab und bin auch noch nicht bereit, damit aufzuhören.

      Ich möchte Ihren Frieden nicht stören und brauche trotz allem noch Ihren Rat, auch wenn dieser sich in meinem eigenen Kopf bildet.
      Das genau ist meine Art, damit umzugehen, im Herzen behalten, reden immer wieder, nebenbei, teilhaben lassen, in den Himmel sehen weinen und ihn doch an meiner Seite zu wissen.
      Der Tod ist etwas das wir nicht ermessen könnne, warum, wiso, wir fühlen die Auswirkungen.
      Die Liebe aber, da ermessen wir schon, fühlen und sind verbunden auf eine Art, die auch der Tod nicht zu trennen weiß.

      Ich glaube der einzige Feind des Todes ist die Liebe.

      Neben allem was da andere sagen, ich sage es ja auch, loslassen müssen wir schon aber doch, wir dürfen uns bewahren was uns verbindet.
      Wir dürfen nutzen was uns gut tu, solange wie dadurch nicht aus der Realität verschwinden.

      Mich kennt man nicht anders als meinen Sohn beim Namen zu nennen, auch wenn mir bewusst ist, das es andere schmerzt, sie nicht nachvollziehen können, das sie den Frieden im Schweigen, bis vergessen sehen.
      Er aber ist Teil von mir, Teil meines Lebens und wird es bleiben.
      So nimmt er teil, wenn ich ihm erzähle, ihm zeige, ihm seinen Kuchen backe, egal wie immer er auch anwesend ist, in meinem Herzen ist er es immer, so schweige ich nicht, mute zu und lasse andere schmunzel, ebenso wie verzweifeln.
      Ich glaube der eigene Weg kann nie dem eines anderen gleichen und wo die Trauer bei einem nicht mehr gesund ist, man sich darin verliert, habe ich mich irgendwann gefunden, er in mir, um mich herum.

      Was ich schwer erlernen musste, ich ersetze nicht, da ist keien Stelle in meinem Leben die neu besetzt werden könnte, es gibt aber Stellen, die auch vorher da waren, für Menschen die mein Leben bereichern.
      Und wenn denn die Zeit ist, ich kann die nicht benennen aber da gehör der Blick rund herum, ja man hat gehen lassen, den wichtigsten Menschen manchmal, da aber gibt es noch so einges, so einige die geblieben sind.
      So habe ich meine Tochter, die liebe ich ja auch, ebensoviel und doch anders, das Nesthäken, die Kleine, die Schwester, die nie an seine Stelle treten kann aber direkt neben ihm steht und im Leben neben mir, hier sein darf *dankabrguck*

      Auch sie musste lernen, er ist da an seinem Platz in meinem Leben, in meiner Art ihn nicht zu vergessen, geleich neben ihr.
      Ich musste lernen, ich muss niemanden vergessen, niemanden in den Schatten stellen - wichtiger aber als die Toten sind die Lebenden.
      Die trauern auch, auf ihre Art, neben mir, mit mir, wie es gerade ist.
      Ja lernen, nun ist es an mir, zu trauern und doch den anderen im Leben zur Seite stehen.

      In dem Weg liegen aber Jahre, du stehst noch ganz am Anfang, wirst den Kopf schütteln, weil nicht vorstellbar, der Schmerz noch alles zu überennen, überdecken weiß.
      So habe auch ich gestanden, andere haben dort gestanden, stehen da gerade, sind ein wenig weiter.

      Wichtig nur - alles in seiner Zeit, in seinem Können, und doch kann man hier lesen, tut es gut zu lesen, der Weg ist schwer aber gehbar.
      Alle die nie glauben konnten, am Leben verzweifelten, noch zweifeln aber dennoch gehen weil sie ja müssen.

      Und ja wenn ich meinen Sohn frage, seinen Rat suche, nach seiner Hilfe rufe, dann denke ich nicht das sein Frieden gestört ist, in mir aber finde ich Antworten, Lösungen fühle mich weniger allein, mit etwas das ich mit anderen nicht teilen mag.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Und das wünsche ich dir, zu finden, in der Hoffnung zu schaffen, was gerade in Schutt und Asche liegt neu zu gestalten, weil der Wert des gewesenen nie an Wert verliert um einfach liegen gelassen zu werden.
      Langsam aber, Schritt für Schritt, wie es deine Kraft erlaubt.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Lieber Michael,

      irgendwie findet Funny die richtigen Worte. Ja, ich habe auch noch nicht losgelassen und auch ich gehe sehr oft an sein Grab und doch sage ich mir, dass er dort gar nicht ist. Nein, er ist bei uns zu Hause, in seinem zu Hause.
      Auch ich hoffe sehr, dass es irgendwann ein wenig leichter wird. Ich wünsche es Dir auch sehr.

      Habe Mittwoch eine Verabredung mit meiner Trauerbegleiterin, ich kann es kaum erwarten...

      Liebe Grüße

      Michaela
      :kerze4: Ich vermisse dich so sehr... <3 <3
      Hallo Caro,

      bei mir ist es nun 7 Wochen her, dass die Welt zusammenbrach und auch ich möchte nur noch, dass der Schmerz aufhört. Der Drang, die Gefühle, die man immer noch hat an den Menschen zu geben, der nicht mehr da ist, ist grausam. Es geht einfach nicht!!
      Obwohl nichts zwischen uns stand, fallen mir täglich Dinge ein, die Ich Ihr gerne noch sagen würde...ich schreibe diese jetzt auf, wann immer sie mir durch den Kopf gehen.
      Am schlimmsten ist es immer, wenn der neue Tag beginnt und sie nicht da ist. Ich mag eigentlich nicht aufstehen und müsste ich nicht arbeiten, würde ich liegen bleiben.
      Am Abend beruhigt es sich dann innerlich bei mir.
      Ich glaube, dass es sich bessert, aber diese Wellen sind noch zu unberechenbar ich hatte auch gestern einen eher guten Tag, dafür ist es heute wieder besser.
      Ich kann mich auch noch nicht wirklich dazu überwinden unter Leute zu gehen. Diese ganzen Paare, diedann evtl. um einen sind, das ist mir zu viel. Bis vor 3 Monaten hatte ich das auch noch. Und jetzt ist alles weg.
      Es tut gut hier zu schreiben und trotzdem wünsche ich mir manchmal direkt mit Menschen sprechen zu können die das Schicksal teilen, aber in meiner Altersgruppe gibt es hier bei uns keine Trauergruppen. Leider.
      Lieber Michael,

      ich darf mich doch direkt auch mal an dich wenden, oder??

      Deine Gefühle, die du beschreibst, sind bei mir ganz genau die gleichen.
      Ich war heute morgen beim Arzt, habe GsD einen sehr guten Hausarzt. Ich steuere mit Riesenschritten auf eine satte Depression hin. Mein Verhalten hat zwar mit der Trauerarbeit zu tun, das ist Schwerstarbeit, aber ich komme nicht aus diesem schwarzen Loch alleine raus. Meine Neigung zu depressionen Verstimmungen habe ich aber schon immer. Ich habe nun ein leichtes Medikament bekommen,einen kleinen Stimmungsaufheller. Meine Kinder kümmern sich rührend um mich, aber ich lasse so gar nichts an mich ran. Das tut mir zwar auch immer leid, aber ich kann es noch nicht.

      Dann hatte ich heute das erste Mal ein Gespräch mit meiner Trauerbegleiterin, über 2 Stunden. habe wieder geheult wie ein Schlosshund. Musste alles raus. Hat mir aber gutgetan. Jetzt bin ich emotional wieder völlig am Boden.

      Wenn ich fragen darf, wie alt bist du denn ????

      Ganz liebe Grüße

      Michaela
      :kerze4: Ich vermisse dich so sehr... <3 <3
      Diese Löcher, da bekommtman schon mal schnell in die Depression, das Wetter tut sein eigenes dazu, da werden die Gedanken noch dunkler, weil die Sonne fehlt.
      Noch können wir ja hoffen auf schöne Tage und tanken was eben geht.
      So schnell das man die LInie verliert, wo alles noch bewältigt werden kann, wo alles der Trauer entsprechend normal verläuft.

      Zu weit einigeln aber, abschotten und Nichts an sich heranlassen, da kommt man so schnell allein nicht wieder heraus, ich wünsche euch alle Hilfe die es da braucht, nicht scheuen, dem Arzt vertrauen bevor eine Depression einen voll in den Griff bekommt.

      Alles so schwer, das schrieb ich heute schon mal, warum, muss das so schwer sein - ich habe nur die Ant wort, weil das Herz weint, die LIebe nicht verstehen kann, sie aber wird es sein, die helfen kann, aus Liebe zurück ins Leben zu wollen, zu finden.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Hallo Michaela,

      natürlich kannst Du Dich direkt an mich wenden. Gar kein Problem.

      Ich bin 49.

      Hatte gestern einen etwas besseren Tag an dem die Wellen nicht so häufig und nicht heftig kamen, aber heute ist es wieder etwas schlechter.
      Da ich selbst eine Therapie mache, kenn ich die Situation, dass diese Gespräche heftige emotionale Ausbrüche hervorrufen. Aber diese Termine sind sehr wichtig, da dort auch verschiedene Dinge erarbeitet werden und danch geht es mir meistens besser.
      An Medikamente habe ich auch schon gedacht, möchte es aber (noch) nicht, da ich glaube, es ist das Beste alles zu durchleben und Medikamente unterdrücken es dann doch etwas.

      Aber jeder wählt ja seinen individuellen Weg und jeder Weg ist, meines Erachtens, demnach auch richtig.

      Ich versuche manche Dinge an mich heranzulassen, aber schaffe es auch nur in den seltensten Fällen. Die Arbeit hilft mir etwas, da sie so eine gewisse Konstante da ist, auch wenn ich jeden Morgen denke, ich schaffe es nicht. Aber ich raffe mich auf.

      LG
      Michael
    Liebeskummer Sorgen Forum