Der Schmerz ist nicht auszuhalten...

      Ja - ist wirklich so. War gestern wieder in der Eifel, weil für meine Mutter dort eine Messe gelesen wurde.
      Mein Onkel und meine Vettern und Cousinen, die 2 Monate nach dem Tod meiner Mutter die eigene Ehefrau und Mutter verloren haben, waren die "feinsten" Menschen der Welt und hatten gestern auf einmal für alles Verständnis, was sie vorher nicht wahrhaben und hören wollten. Nun haben sie eigene Erfahrungen und siehe da - alles hat sich geändert ! Sie hatten vorher auch kein Verständnis dafür, dass meine Mutter die letzten Wochen nicht mehr essen und reden (und damit auch telefonieren) wollte und konnte. Da wurde gehetzt und gelästert.

      Ich habe mich gestern zunächst sehr gefreut, wieder in der Eifel zu sein und "altbekannte" Gesichter zu sehen etc. - leider hat mich nun heute auch wieder alles eingeholt und ich habe schon gleich nach dem Aufstehen wieder eine Runde geheult. So ist das im Leben - Glück und Leid liegen eng beisammen!
      mal was zum thema schlafen von mir, mein mann verstarb ja in der dunklen Jahreszeit
      ​im Oktober 2015. auch ich konnte am anfang nicht schlafen bzw.durchschlafen. viele nächte
      ​waren es nur 2-3stunden. saß dann in aller frühe bei noch dunkelheit da es ja oft erst
      ​4uhr war und grübelte vor mich her. heute weiss ich das alles seine zeit braucht, jetzt
      ​und heute schlafe ich oft gute 8-9stunden. es ist alles erträglicher geworden, natürlich
      ​gibt es auch noch mal hin und wieder tiefe momente aber man hat inzwischen gelernt damit
      ​um zu gehen.......

      LG Monika/monalisa
      Ich weiss nicht, jeder sagt die Zeit heilt alle Wunden.....
      Nein das stimmt Absolut nicht.
      Jede Minute, jede Stunde,jeder Tag.....es gut so weh das Leben ohne Ihn...
      Alle wollen helfen ,aber keiner kann einem wirklich helfen....es ist einfach alles nur schrecklich noch.
      Das stimmt Steffi; die Zeit heilt überhaupt keine Wunden, aber man lernt mit der Zeit mit der Trauer und dem Schmerz anders umzugehen. Ich wollte das auch nicht glauben, aber jetzt, ca. 3 Monate später fängt es ganz langsam an, dass ich anders damit umgehen kann. Weh tut es aber immer noch genauso.
      Hallo,

      Steffi: die Zeit heilt schon Wunden. Aber es bleiben Narben. Dein Verlust ist noch nicht allzu lange her. Wenn ich mich zurückerinnere, dann ging es mir nach knappen 4 Monaten auch sehr schlecht. Gerade da fängt man an zu realisieren, die Klarheit des Todes trifft einen so langsam mit voller Wucht. Da musst du jetzt durch. Es kann noch eine ganze Weile dauern, bis es besser wird. Aber es wird besser werden. Helfen kann ich dir natürlich nicht. Zu schlimm ist dieser Schmerz. Diese Sehnsucht, das Vermissen ist riesengroß. Und zeitgleich fängt die Umwelt an, sich weniger um einen zu kümmern. Die Fragen lassen nach, es wird nicht mehr so nach einem geschaut. Für die anderen geht das Leben weiter, aber genau an dieser Stelle steht unseres immer noch still. Es trifft uns die Gewalt des Bewusstseins, dass der Geliebte nie mehr zurückkommt. Dass es ein Abschied für immer war. Wenn man sich denn verabschieden konnte (ich konnte das ja leider nicht). All das trifft auf einen. Und das ist eine ganz schwere Zeit. Du musst sie durchstehen, es gibt nichts anderes.

      Ich wünsch dir weiterhin viel Kraft für diese extrem schwere Zeit

      Liebe Grüße
      Claudia
      Claudia, das hast Du super beschrieben. Ich schließe mich Deinen Ausführungen inhaltlich voll an. Die Welt dreht sich weiter und auch die Kinder kümmern sich wieder um sich unsd ihre Familien. Nur wir, wir stehen alleine da. Aus diesem Zustand müssen wir raus. Ganz wichtig sind Kontakte, die unbedingt gepflegt werden müssen, sonst bleiben wir allein und einsam.
      LG
      malsa
      Liebe Grüsse
      malsa
      :)
      Hallo Claudia und Malsa,
      Vielen Dank für eure lien Worte, genau so ist es, die Welt dreht sich einfach weiter und in uns drin ist alles leer und tut so furchtbar weh....
      Ich konnte mich leider nicht verabschieden noch irgendwie darauf "vorbereiten" innerhalb von 10 min war alles zu spät und mein Leben verdammt leer und ich alleine.
      Liebe Grüße und alles Gute für uns alle..
      Auch heute wieder ein Raben schwarzer Tag für mich.Die Erinnerungen kochen bei jeder Kleinigkeit aufs Neue hoch.Habe heute Nacht wieder von ihm geträumt....es war als steht er neben mir.....bin dann aufgewacht und realisiert dass alles nur ein Traum war.....und wieder nur geheult...das hat sich den ganzen Tag so fort gesetzt.
      Keiner da der einen mal in den Arm nimmt, keiner fragt wie war dein Tag.....es ist so leer und öde
      Hallo bin auch neu hier
      Morgen vor acht Wochen ist mein geliebter Mann plötzlich verstorben und ich hab das Gefühl je mehr zeit vergeht desto schlimmer wird es.
      Ich hab das Gefühl daß mich keiner versteht bis ich dieses Forum gefunden habe
      LG Lena
      Vielen Dank Heiko,
      diese Ostertage sind für mich richtig schlimm. Versuche mich aber zu verstellen wegen meiner Kinder. Doch eben hab ich nochmal ganz schlimm weinen müssen.
      Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich habe ganz oft das Gefühl, dass mein Mann weg ist und wieder kommt.
      Hallo Lena81,
      mein Mann ist auch vor acht Wochen nach schwerer Krankheit gestorben und ich habe das Gefühl, dass es nun mit der Trauer schlimmer wird, weil ich anfange, es zu realisieren, dass er nie mehr wieder kommen wird. Seine ganzen Sachen liegen noch an seinem Platz, aber er kommt nicht mehr und das ist einfach nicht zu verstehen!
      Hallo curlygirl,
      auch die Sachen meines Mannes liegen noch an seinem Platz.
      Ich kann es einfach nicht verstehen warum warum er....
      ES war alles normal an dem morgen auf einmal höre ich einen knall...
      Ich kann es nicht glauben, nicht essen, nicht schlafen....
      Wir hatten noch soviele Pläne...
      Jetzt wird es wärmer und ich schaue in unseren Garten, Terrasse, Balkon, alles hat er hergerichtet. Ich schaffe das alles nicht.... Heute mittag saßen wir (ich und di Kinder) da und haben nochmal so geweint. ... Wir wollen ihn einfach nur zurück
      Hey, Lena81,
      mein Beileid und Mitgefühl nachträglich.
      Ja - jeder in diesem Forum kann Dich und Deine Gefühle verstehen. Es ist ganz normal, dass man zunächst einmal einfach nur funktioniert und erst später das Unbegreifliche realisiert.
      Glaub mir - es braucht alles seine Zeit. Ich habe auch anfangs nur geheult - aber es ist jetzt nach über 5 Monaten etwas besser geworden. Das wollte ich auch vor kurzer Zeit noch nicht glauben. Man geht nach einer gewissen Zeit einfach anders mit dem Schmerz um und - ich denke mal - das ist gut so und auch eine Art Eigenschutz.
      Nimm Dir einfach das, was Du derzeit brauchst: Trauer, Wut, Tränen, Verzweiflung. Das ist ganz normal.
      Hier im Forum wirst Du immer Hilfe und Verständnis finden.

      Ich umarme Dich ganz lieb und wir beide weinen nun eine Runde gemeinsam (habe schon wieder angefangen damit).
      Bei mir ist es jetzt 2 Monate her. Das Gefühlschaos das ihr beschreibt habe ich auch so erlebt.
      Die ersten Tage war noch viel Trubel und viel zu erledigen, dann wurde es ruhiger und ich fiel in ein Loch. Habe begriffen das wir uns nie mehr wiedersehen.
      Am Donnerstag habe ich seine Sachen in einen großen Koffer gepackt und weg gestellt. Ich konnte nicht mehr jeden Tag drauf sehen.
      Ein großes Portrait mit Kerzen und Blumen stehen hier noch aber ansonsten nichts mehr. Meine Wohnung werde ich renovieren und umstellen im April. Ich suche damit vielleicht einen Neuanfang.
      Er wird immer in meinem Herzen bleiben und ich denke jeden Tag an ihn aber ich muss etwas verändern.
      LG von Doro
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Hallo,

      an alle, die ihren liebsten Menschen erst vor kurzem verloren haben. Die ersten Monate nach dem Verlust sind schlimm, richtig schlimm. Am Anfang funktioniert man nur, kann nicht glauben, dass es ein nie wieder ist. Dass er nie mehr wieder kommt. Dann kommt langsam das Realisieren. Und dann wird es erst richtig heftig. Ich hab noch nie so viel geweint wie in dieser Zeit. Nun sind es bei mir 11 Monate, in 4 Wochen ist der 1. Todestag. Ich muss sagen, es geht mir besser, aber von gut bin ich noch meilenweit entfernt.

      Aber die Zeit zwischen April und Dezember, da stand ich teilweise total neben mir, konnte monatelang nicht schlafen, wochenlang nicht richtig essen, mich ewig nicht richtig konzentrieren und mir nichts mehr merken. All das ist besser geworden. Aber an so Tagen wie heute kommt auch bei mir die Trauer wieder durch. Einfach, weil man alleine ist an einem Tag, den alle mit ihrer Familie verbringen.

      Ich wünsche euch noch ein erträgliches Osterfest.

      LIebe Grüße
      Claudia
      Danke euch allen,
      Ja heute der Tag ist besonders schlimm. Für morgen wollte der Neffe meines Mannes mit der Familie kommen.
      Eigentlich wollte ich alleine mit meinen Kindern bleiben, doch die wohnen nicht um die Ecke, vielleicht ist es auch gut für meine Tochter.
      Aber heute komme ich aus dem Weinen nicht raus.
      Hab dann auch die nächste Woche Urlaub genommen. Ich hab richtig Angst davor. Auf der Arbeit kann ich mich etwas ablenken. Die heimfahrt ist dann die Hölle. Wollte jetzt aber auch nicht meine Tochter alleine lassen.
      Ich gehe nicht einkaufen, nicht spazieren, nicht ins Dorf, weil ich die Blicke der anderen nicht ertragen kann, obwohl ich weiß, dass sie nichts böses denken sondern Mitleid haben
      Ich so froh mich hier angemeldet zu haben
      Fühle mich heute auch furchtbar, bei mir sind es genau 4 Wochen. Das allein sein ist für mich Abends am schlimmsten. Wir haben uns immer eine Serie ausgesucht, die wir dann zusammen angeschaut haben, über Festplatte. Gemütlich den Tag ausklingen lassen in Zweisamkeit. Es ist schrecklich auch ich hab immer das Gefühl er kommt bald, ist nur zeitbegrenzt unterwegs. Ertappe mich bei Gedanken wie....ah das muss ich ihm zeigen oder erzählen, wenn er wieder da ist. Ich find es unerträglich.
      Ihr Lieben, bei mir ist die Katastrophe etwa 7,5 Monate her. Noch vor wenigen Wochen war ich der festen Überzeugung, dass ich nie wieder etwas im Garten werde machen können oder gar wieder Freude daran finden könnte. Allein der Blick in den Garten hatte heftigste Weinkrämpfe zur Folge. In den letzten Wochen habe ich mich irgendwann dabei "erwischt", dass ich immer mal wieder einen zaghaften Blick in den Garten geworfen habe, geschaut habe, was alles schon sprießt und blüht. Am Karfreitag habe ich mir dann ein Herz gefasst und in einem kleinen Staudenbeet etwas Ordnung gemacht - und es hat mir fast ein wenig Spaß gemacht!!! Ich bin so froh darüber, weil ich solch eine Angst hatte, dass ich all die Dinge, die so mit ihm verbunden sind, nie wieder werde machen können. Nun habe ich den Anfang gemacht und direkt zwei Schmetterlingsflieder bestellt. So habe ich für den Sommer eine Beschäftigung, die mich ein wenig ablenkt und mir vielleicht sogar ein wenig Freude bringt. Auch wenn mir noch oftmals alles sinnlos und dunkel erscheint, ist das doch ein kleiner Hoffnungsschimmer. Es verändert sich ... in Mini-Schritten ... aber es verändert sich. Und das wird bei euch auch der Fall sein!!! LG Suse
      Hallo zahbri
      Ja das ist echt schlimm abends. Ich und mein Mann sind nie ins Bett ohne noch über den Tag zu reden das fehlt mir auch so sehr

      @Curlygirl
      Ich kann mir im Moment gar nicht vorstellen draußen zu sitzen, dass ist alles noch so weit weg von mir und ich finde es so schade wir haben uns immer auf den Sommer gefreut. Die Terrasse war unser zweites Wohnzimmer.
      Ich möchte es auch alles so machen wie vorher , aber das überfordert mich im Moment. Ich wüsste gar nicht wo ich anfangen soll....
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