Der Schmerz ist nicht auszuhalten...

      ja, auch ich will mein altes Leben zurück.
      Heute hat es mich fest im Griff , dieses unendliche Heulen.
      Jede Kleinigkeit tut mir weh.
      Ich bin so traurig.
      Vorhin war ich wieder bei meiner Mutter im Krankenhaus.
      Schon ging es wieder los.
      Das selbe Bett in dem mein Mann lag. Ich kann es einfach nicht fassen, das er nicht
      mehr da ist.
      Es tut so, so weh...
      Und das Geheule hört heute einfach nicht auf.
      ich kann fast die Tasten nicht mehr sehen.
      Ich möchte ihn so gerne wieder haben!!! Warum ist das alles nur passiert.
      ich kann das nicht begreifen. Warum nur!!!
      Auch mir geht es heute nach 18 Wochen immer noch genauso. Immer gibt es irgendetwas, das mich an meinen lieben Mann erinnert Wie Steffi schon geschrieben hat: es muss nur ein Auto so ähnlich aussehen. Oder ich höre etwas über seinen Lieblingsfußballverein oder sehe den Kuchen, den er mochte... einfach alles erinnert mich an ihn und so vieles hat uns verbunden. Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Erst heute musste ich wieder hören "Du bist doch noch jung, du wirst wieder glücklich" Pah! Warum sagen das so viele? Das Glück liegt doch nicht auf der Straße. Man kann froh sein, wenn man es einmal erlebt in seinem Leben. Wozu aber überhaupt dieses Streben nach Glück, wenn es einem wieder genommen wird?!
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Wer ist schon wirklich glücklich und das von langer Dauer, ich habe da mal lange Zeit genauer hingesehen, ich denke das Glück liegt im zufrieden sein können.
      Dazu braucht es auch keiner Perfektion, nein da gehörenauch Sorgen dazu der der Alltag einfach so mit sich bringt, auch kleine Streitereien, Uneinigkeiten, traurig sein, über Geschehenes, über etwas das man nicht erreichen kann, die Wünsche oder Ziele zu hoch gehängt waren.

      Dennoch Zufriedenheit zu haben, ich glaube das ist wahres Glück.
      Welch ein Glück, das wir uns durchkämpfen, anstatt einfach aufzugeben.
      18 Wochen, zu früh für alles, der Anfang aber ist geschafft.
      Glück wird es sein, wenn bei einem lieben Geruch nicht nur Tränen fließen, wenn es ein leichtes Lächeln beinhaltet.

      Wann ist es Zeit für etwas, und wann ist man noch jung genug, ich weiß es nicht - was ich aber weiß, dass mich eine Tüte Chips in den Abgrund stürzen kann, das ich meinen Tränen kein Einhalt gebieten kann.
      Das ich die Teile dann aber dennoch kaufe, mich auf dem Friedhof wiederfinde, eine kleine Kola alles abrundet, während ich auf dem Wassermäuerchen sitze und meinem Sohn sage, nein ich habe nichts vergessen.

      Die Hips knabbere, die Kola trinke und mich frage ob das auch nur annähernd normal ist - ich aber weiß für mich ja, egal ob für irgendeinen anderen, was andere denken.

      Und ich rede da von Jahren, ja es sind Jahre, gerade aber wie gestern erst, der Freude beraubt, mich in meinen Worten und Gedanken schwer zu finden weiß.
      Aber es sind Momente, es ist kein Dauerzustand, schon längst nicht mehr.

      Darin wünsche ich auch dir dein erstes neues Glück, in deinem so nicht gewolltem Leben danach - jeder noch so kleinen Veränderung, einem Schmunzeln, einem Lächeln.
      Und nein wir wollen das manches mal für uns nicht, auch nicht für die, die darauf warten, ich aber will es für meine LIeben da hinterm Regenbogen, dass sie mich nicht nur verzweifelt und in Tränen sehen müssen.
      Na ja weil ich ja glaube, das sie mir noch immer nah sind, in mir, meinen Gefühlen, meinem Leben.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      In der Zufriedenheit
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Auch mir sagt man ständig, gestern das letzte mal, du bist gerade mal 36 du wirst wieder glücklich.
      Das tut so weh. Das einzige was ich will ist meinen geliebten Mann zurück.
      Heute sind es 13 Wochen. Ich habe immer noch das Gefühl nicht realisiert zu haben , dass er nicht mehr kommt.
      Glück ist, sich durchzukämpfen, anstatt einfach aufzugeben

      Liebe Funny, danke dafür, <3 , das ist das Beste und Schönste, was ich seit langem gelesen habe. Das sollte man sich ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen. Oder auf Facebook teilen. Oder sich einfach merken und verinnerlichen ...
      Ja, liebe Marion da hast du recht.
      Aber das Durchkämpfen tut weh und es gibt so viele Rückschläge.
      Das ewige wieder aufstehen kostet Kraft, viel Kraft und es gelingt eben
      nicht immer.
      Gestern und heute geht es mir wieder ganz sehr schlecht.
      Da ist nicht sehr viel mit Kämpfen. Gestern habe ich auch wieder gehört,
      du mußt arbeiten gehen, dann geht es dir besser.
      Habe aber doch gar keine Kraft und ich habe auch Angst. Obendrauf
      macht mir das auch noch ein schlechtes Gewissen.
      @ Lena81
      Es ist vollkommen egal, wie alt oder jung man ist. Der Verlustschmerz sitzt bei jedem tief. Bei mir sind es (auch) gerade mal heute 10 Wochen her. Wie will irgendjemand sagen, was für uns die Zukunft bringt? Das ist aus unserer Sicht heute und in unserer Verfassung absolut unvorstellbar.
      Der einzige Vorteil, den Du hast ist der Faktor Zeit. Du hast noch alle Zeit der Welt für Dich. Und diese Zeit solltest Du dir nehmen. Egal wie lange Deine Trauer dauert. Lass die Anderen reden. Die Meisten können es ohnehin nicht nachvollziehen, was in uns vorgeht und wie wir täglich mit uns zu kämpfen haben. Es sei denn, sie haben es selbst durchlebt. Hinzu kommt die verflixte Einsamkeit. Und geht es Einem einmal "besser", so hat man Schuldgefühle, dass man den Eindruck hat, nicht mehr zu trauern. Das alles ist natürlich Unsinn, sagt uns die Vernunft, doch unser Gewissen lässt es nicht zu.
      Ich persönlich bin dabei, meine Trauer als Begleiter zu akzeptieren. Sie füllen momentan die 50 % aus, die ich durch meine Frau verloren habe. Ich lerne mit jeder Woche etwas besser damit um zu gehen. Und ja, was für mich derzeit noch undenkbar ist, es wird immer etwas besser werden. Das ist eine erwiesene Tatsache und hier im Forum sogar bestätigt. Du solltest Dir also die Trauerzeit bewusst nehmen. Keine Pläne für die Zukunft machen, sondern einen Tag nach dem Anderen nehmen. Und auch die schweren Tage bewusst zulassen. Wie lange das dauert ist heute noch nicht ab zu sehen und was die Zukunft bringt schon gleich gar nicht. Du wirst noch viel Kraft brauchen, die Tage zu überstehen, die besonders schwer sind.
      Lg Franky
      @Petel
      Ablenkung. Das ist das Stichwort. Das kann, muss aber nicht Arbeit sein. Dabei ist es auch wichtig, was Du beruflich machst. Ja. Die Angst vor dem 1. Arbeitstag hatte ich auch. Ich hatte aber das Glück, dass ich auch jederzeit wieder aufhören konnte, ohne irgendwelche Nachteile dadurch zu haben, wenn ich es mir noch nicht zutraue.
      Ich kann nur von meiner Erfahrung aus gehen: Zuhause habe ich 3 Wochen lang nur geweint. Ich hatte eine panische Angst davor, in Selbstmitleid zuverfallen. Ich wusste, da komme ich alleine nie mehr raus. Dann ist alles vorbei. Und das wollte ich nicht. Hinzu kam mein Versprechen an meine Frau nicht auf zu geben. Es kostete mich eine höllische Überwindung, den ersten Tag zu überstehen. Aber ich WOLLTE es schaffen und es gibt noch heute Tage, da ist es schwer und ich muss auf einen Parkplatz fahren und mich beruhigen. Aber ja, es hat mir persönlich geholfen. Aber ich funktioniere nur. Von Begeisterung und Motivation bin ich noch weit entfernt.
      Vielleicht findest Du eine andere Tätigkeit, die Dich (zumindest zeitweise) am Tag etwas von der Trauer ablenkt. Zunächst für Minuten, dann für Stunden. Das wird es Dir leichter machen. Versuchen, einfach nur versuchen, das ist wichtig und hilft die Trauer zu bewältigen, nicht zu verdrängen.
      Und was das schlechte Gewissen angeht, das kommt so oder so. Man muss sich darüber bewusst sein, dass die Trauer ein ständiger Begleiter ist. Man darf aber nicht zulassen, dass er einem sein Leben diktiert. Man muss daran arbeiten, die Trauer zu kontrollieren. Dann kann man langsam in die Zukunft blicken. Versuchen, jeden Tag von Neuem.
      Viel Kraft dazu und vG Franky
      Ja franky es ist so, die Einsamkeit macht einen kaputt.
      Ich schaffe es auch nicht zu planen. Es gibt zu viele schwere Tage, wenn man eine glückliche Ehe geführt hat. Es gibt zu viele Erinnerungen tagtäglich.
      Auch die Schuldgefühle kenne ich, wenn es mal ein Moment gibt, an dem man meint es geht einem besser. Aber genau das ist nicht so.
      Auch für mich ist die Arbeit eine große Ablenkung. Die erste Woche war ganz schlimm.
      Jetzt mittlerweile ertrage ich die Wochenenden nicht.
      Auf der Arbeit hat mich der Alltag eingeholt, sobald ich ins Auto steige um nach Hause zu fahren trifft es mich hart.
      Ich fahre dann zu meinem Mann sage ihm das ich zu Hause angekommen bin.
      Sobald ich die Tür aufmache verliere ich jede kraft und doch glaube ich das die Ablehnung auf der Arbeit mir gut tut.

      Liebe petel versuche dir etwas zu suchen was dich ablenkt und wenn es nur für eine Stunde am Tag ist.
      ...ja die Arbeit lenkt ab, gibt dem Tag Struktur, verlangt dass die Gedanken nicht immer nur auf den Schmerz, den Verlust fokussiert sind, es geht nicht weg davon, es ist immer da, aber es beherrscht auf der Arbeit nicht alles an Raum und Zeit...Aber 100% einsatzfähig ist man keineswegs und nicht jede Arbeit ist geeignet und nicht jeder Arbeitgeber kann das tolerieren. Ich habe Gott sei dank das Glück, dass ich meine Zeit frei einteilen kann und mein Chef und meine Kollegen Verständnis für meine Situation haben...
      Trotzdem habe ich mich in den ganzen Wochen nach der Beerdigung gefragt ob es der richtige Weg ist gleich zu arbeiten, ich weiß es bis jetzt nicht...
      Aber in den zwei Wochen Urlaub die ich jetzt hatte merke ich, dass die Trauer, der Schmerz und die Tränen ein weiteres Mal an Fahrt aufgenommen haben. Heißt das, dass durch die Arbeit verdrängt wurde?
      Alles Fragen die jeder für sich beantworten und herausfinden muss.
      Es braucht unendlich viel Geduld, die wir vor allem mit uns selbst haben müssen, egal wie unterschiedlich unsere Gefühle jeden Tag sind, egal wie wir die Zeit durchleben, alles ist richtig, jeder und jede in seiner/ihrer Zeit....egal was andere erwarten, sagen, empfehlen, raten....
      Ich wünsche uns allen, dass wir gut durch diese schwere Zeit kommen und es uns irgendwann, egal wann das sein wird gelingt ein wenig nach vorne zu schauen und der Schmerz irgendwann erträglicher wird und nicht alles an Kraft und Energie beansprucht um Tag für Tag zu überstehen.
      Hallo in die Runde,
      Ich bin nach 5 Tagen wieder zur Arbeit gegangen. Meine Kollegen haben mir einen Vogel gezeigt, mein Chef war sprachlos.
      Hatte aber die Option vom Arbeitgeber jederzeit meine Entscheidung wieder rückgängig machen zu können.
      Das hat mich angetrieben. Ich wollte nicht zu Hause sitzen und im Selbstmitleid zu Grunde gehen. Da ich mich kenne, hätte ich meinen Hintern nie mehr hoch gekriegt, hätte vermutlich angefangen zu trinken und Tabletten zu schlucken. Das wollte ich unbedingt vermeiden. Denn ich habe noch einen Sohn der mich braucht und ich bin auf mein Gehalt angewiesen. Die Kosten laufen weiter.
      Die beste Entscheidung die ich treffen konnte, denn der strukturierte Tagesablauf war bisher meine allergrößte Hilfe. Aber jeder findet für sich seinen Weg irgendwie durch diese schwere Zeit zu kommen.
      Einen sonnigen Tag für Euch.
      LG von Doro
      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Danke Ihr Lieben für die Erfahrungsberichte, wie es bei euch war.
      Ich werde es sicher in 2 Wochen versuchen mit einer Wiedereingliederung.
      Mein Chef kommt mich auch nächste Woche besuchen.
      Das werde ich mal mit ihm darüber sprechen, wenn er nicht ganz zu sauer ist, weil ich so lange zu Hause war.
      Ich kann dem allen nur bei Pflichten....auch ich bin am Liebsten an der Arbeit....dort muss ich funktionieren wie auch zu Hause nur funktionieren, allerdings habe ich an der Arbeit keine Zeit so viel nach zu denken und das lenkt zumindest kurzzeitig ab.
      Deshalb finde ich auch den Feierabend oder das blosse nach Hause, in die leere Wohnung kommen, so furchtbar. Einsame Wochenenden sind schrecklich.....viel zeit zum Nachdenken, Grübeln und Heulen......
      Aber wahrscheinlich habt ihr alle Recht....wir brauchen Zeit...viel Zeit ...
      In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen möglichst Tränenfreien oder zumindest nur ein paar wenige Tränen am Restsonntag....und das von irgendwo da oben uns genügend Kraft geschickt wird, damit weiter um zu gehen und nicht daran kaputt zu gehen.
      LG Steffi
      Ja das mach ich. Warum habe ich so viel Angst. Keiner meiner Arbeitskolleginnen haben sich
      ich dieser langen Zeit auch nur einmal bei mir gemeldet.
      Hatte immer gedacht wir haben auch ein klein wenig ein freundschaftliches Verhältnis.
      Ich weis gar nicht ich denen am ersten Tag sagen soll...
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