Der Schmerz ist nicht auszuhalten...

      Liebe Silly,

      Blumenduft hat Recht, du musst dir Zeit geben. Trauer braucht leider sehr viel Zeit. Und diese Zeit ist hart und schmerzvoll. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es mir damals ging, und wie mir die anderen genau das gesagt haben, was ich dir jetzt sage. Und damals dachte ich auch, bei mir wird das niemals besser. Ich werde immer so schlimm leiden. Doch es hat gestimmt, was alle sagen, mit der Zeit wird die Trauer erträglicher. Ich habe zu Anfang nur bis zum nächsten Tag gedacht, zu mehr war ich gar nicht in der Lage. Und noch etwas kann ich dir raten, schau, dass du nur das machst, was dir gut tut. Soweit das irgendwie geht. Du wirst jetzt vielleicht sagen, mir tut grad nichts gut. In mir ist nur Trauer und Schmerz. Auch das ist total normal. Aber du wirst schon merken, was dir gut tut.

      Bei mir steht auch nach fast 6 Monaten noch kein Foto. Ich schau mir seine Fotos manchmal auf dem Handy an, aber ein Foto aufstellen kann ich auch noch nicht.

      Liebe Grüße

      Claudia
      Danke, liebe Blumenduft u. liebe Cali 68....
      irgendwo in mir, aber noch nicht greifbar...weiß ich es, die wichtigen Worte * viel Zeit *und *viel Geduld*...muss ich haben..
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Dankeschön...!!!
      Liebe Blumenduft u. liebe Cali68...
      Ganz tief in mir...aber noch nicht realisierbar oder greifbar...weiß ich die unerträglichen Worte wie...*viel Geduld*..braucht*viel
      Zeit*..wenn es nur soweit schon wäre...das man einigermaßen geradeaus laufen könnte...einen gefestigten Blick am Horizont wagen könnte..um einigermaßen unverletzt aus der Trauer raus zukommen...lg
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Liebe Silly, einen festen Blick zum Horizont, ja das dachte ich auch, ich glaube besseraber waren die kleinen Schritte, das feste Wissen, ich schaffe das, ich kann das wie viele auch, ich kann das aus und mit viel Liebe zu mir und meinen Lieben.

      Immer nur ins vorne,ein guter Gedanke den ich auch heute noch verfolge und dennoch ist das schauen im Heute wichtig, so weit bin ich schon, wo bin ich gerade, was habe ich da geschafft.
      Dann zum Horizont, ein weiter Weg aber ich werde das schon schaffen, jeden Tag ein Stückchen, solange es denn braucht.

      Das Wir in ein Ich zu wandeln, so schwer das auch ist, um so wichtiger wird das, wann man soweit ist, ich weiß es nicht, es tut auch weh.
      Der einzige Gedanke daran das sie es tun würden, sie es sich wünschen würden.
      Zurück ins Leben, das heißt aber, dahin zu gehen, wo das Leben statt findet, oh ja wie schwer auch das ist, habe ich nicht vergessen.

      Und obwohl ich das schreibe, es ist noch noch so frisch, die Tage schaffen, die Woche, gerade jetzt durch den nahendem November, das bevorstehende Fest - das macht ja alles noch ein wenig schwerer.
      Geduld und Zeit, das brauchen wir, jeder die seine, und das ohne sich zu hetzen, ohne den Glauben zu verlieren, vor allem aber immer mit der kleinen Frage, was kann ich dazu beitragen, ohne nur in der Zeit zu verharren - pass einfach gut auf dich auf, schaue auf dich und sein gut zu dir.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ihr lieben... bin auch nochmal da..
      Gestern waren es 5 Monate, unendliche Sehnsucht, Heimweh,Traurigkeit,Einsamkeit...nicht's wird gut, alles ist anders
      Habe einen Grabstein ausgesucht, einen Findling, mit Ecken und Kanten...so wie mein Liebster war...
      Die Arbeit tut mir gut, auch wenn's überwiegend putzen ist...Alltagbegleitung... schön umschrieben...mein HomeOffice ging gar nicht mehr...immer Zuhause, was nicht mehr mein Zuhause ist...
      Ob der schmerz erträglicher wird??? Kann es mir Nicht vorstellen...er wird momentan heftiger ...
      Und jeder in meinem Umfeld erwartet, dass es doch"jetzt langsam mal gut" sein muss...!
      Erlebt Ihr auch oft solche Reaktionen?
      Was bedeutet schon Zeit? Ich habe zuviel davon,Sie geht nicht vorbei...vor allem an Sonn und Feiertagen
      QuälendeStunden, dunkle Gedanken, Angst vor der Zukunft und vor der Einsamkeit...
      Leere in mir...
      Gibt es ein Leben danach ?
      Habe mich verloren...
      Niemand mehr, der mich sucht...
      Der kleine Alltag fehlt...
      Es war gut..was soll denn noch gut werden.
      "DEINEM MANN geht es besser" ...so ein Blödsinn...bei mir ging's ihm gut...
      Oft kann ich all diese Menschen um mich herum nicht mehr ertragen...
      Erlebt es selbst, dann dürft Ihr urteilen...

      LG Belinda
      Liebe Funny...
      Lieben Dank, für deine Zeilen...alles richtig, was du schreibst liebe Funny...Auch weiß ich...
      Irgendwann mal, später, werde ich hier texten können...Funny`s Zeilen haben den Nagel auf den Kopf getroffen..
      Es stimmt...!!!! Irgendwie muss ich da durch..es ist verdammt schwer..
      Erschwerend kommt noch hinzu...das ich unser Baby(Geschäft) aufgeben musste...Wir Beide haben soviel Kraft, Zeit und Liebe
      investiert...so von Knall auf Fall.... BEIDES zu verlieren, ist sehr, sehr bitter...damit habe ich echt zu kämpfen...lg
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Liebe Bella,

      Ich glaube, unsere Welt ist zu schnelllebig geworden..in unserer Gesellschaft.. hat Trauer keinen Platz mehr, Schneller, höher ,weiter... ist die Devise..Fühle mich aus gegrenzt,an den Rand gedrückt..
      Mir wurde nach der 4 Trauerwoche schon im Umfeld gesagt...ich sollte langsam klar kommen...da hätte man mir auch gleich einen Knüppel, zwischen die Beine werfen können.. da hätte ich wenigsten noch körperliche Schmerzen gespürt...aber
      so.. war ich einfach nur fassungslos.. ertappe mich aber dabei* SILLLY, badest du eventuell im Selbstmitleid*?...
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Liebe Silly,

      ein ganz klares "NEIN", Du badest nicht im Selbstmitleid!!!

      Du bist, wie wir alle hier in einer absoluten Ausnahmesituation, die nur Menschen verstehen können, die gleiches erfahren haben.
      Aussenstehende verstehen einfach nicht, was für Dinge täglich hochkommen, welche Gedanken, Ängste und auch Selbstvorwürfe an die Oberfläche drücken.
      Diese ständige Sehnsucht nach etwas, was es für uns nicht mehr gibt. Die Suche nach Nähe, Halt und Geborgenheit, die einem nur der geliebte Mensch geben könnte...wir können dies nicht mehr haben.
      Die anderen gehen nach Hause zu Ihren Liebsten und wir, wir sind allein. Allein mit unseren Gedanken, unserer Trauer und unserem Schmerz, der teilweise nicht auszuhalten ist.
      Es ist eine der schlimmsten Erfahrungen, die es gibt und über allem schwebt das grausame Wort "endgültig".
      Ich habe das große Glück, gleich nach dem tragischen Tod meiner geliebten Partnerin einen Therapeuten gefunden zu haben, der mich versteht und der mir hilft ins Leben zurückzufinden. Aber es ist trotzdem nur ein halbes Leben. Dieses Leben muss wieder mit Sinn und Inhalten gefüllt werden.
      Aber genau dies braucht seine Zeit. Man kann überhaupt nichts erzwingen, kostet enorm viel Kraft und kann nicht erzwungen werden.
      Nach 4 Wochen kann niemand klarkommen. Wir reden hier nicht von Wochen, sondern von Monaten bzw. Jahren.
      Meine Katharina ist nun seit 9 Wochen nicht mehr bei mir, bei uns und jeder Tag beginnt mit dem Gedanken "wieder ein Tag ohne Dich". Und mit jedem Tag rückt das Liebste weiter weg von uns, entfernt sich das gemeinsame Leben immer mehr. Vieles fängt langsam an unwirklich zu werden und das ist eine neue, zusätzliche Art des Verlustes.
      Man will das nicht, doch trotz allem ist es real und doch unbegreiflich. Man muss sich damit beschäftigen dem verlorenen Partner einen ehrenvollen Platz einzuräumen. Aber wo? Ja, im Herzen, aber genau das ist eine Wahnsinnsaufgabe. Sie war doch vor kurzem noch da... wir hatten so viele Pläne. Heiraten, die Kinder groß bekommen. Glücklich zu sein. Das Leben zu teilen und füreinander da zu sein. Und nun? Weg, alles weg...endgültig!
      Ich vermisse sie so wahnsinnig, ich will sie sehen, spüren, mit Ihr reden, mit Ihr streiten, alle Höhen und Tiefen erleben um dann mit Ihr zusammen zu wachsen.
      Alles weg...endgültig.
      Wer da von Selbstmitleid spricht und Druck aufbaut, hat nicht verstanden, was mit uns passiert ist!!!
      Wir hier, fangen alle bei Null an. Und das ist, in jedem einzelnen Fall, eine Mammutaufgabe. Ich persönlich habe immer wieder das Gefühl daran zu zerbrechen und so wird es Dir auch gehen.
      Aber keiner kann uns helfen...
      Sehe ich jetzt nicht so Silly.
      Ja, die Welt im allgemeinen ist natürlich schnelllebiger als früher. Das ist aber normal wenn man bedenkt wieviel sich innerhalb der letzten Jahrhunderte verändert hat.
      Aber für Trauer ist genau so viel (oder so wenig) Platz wie früher auch. Man nimmt es nur anders wahr wenn man selbst betroffen ist.
      Aber wie hat man sonst reagiert wenn so etwas anderen zugestoßen ist? In der Regel wahrscheinlich auch nicht anders als die Leute es tun. Der Tod ist nunmal kein angenehmes Thema. So ist es heute und so war es auch früher.
      Eigentlich ist die Veränderung heutzutage wesentlich krasser bei denjenigen die solche Dinge betrifft.
      Ich will hier mal ein anderes Thema als Beispiel geben um zu zeigen was ich meine: Liebeskummer.
      Der kommt vor, in jungen Jahren ebenso wie wenn man schon etwas Älter ist. Scheidung, Trennung von der ersten Freundin.... Und heutzutage wird da oft versucht viele Leute mit einzubeziehen.
      Natürlich können Freunde und Familie eine Hilfe sein. Aber viele haben inzwischen etwas verlernt auch mal in sich zu gehen oder wenn nötig auf fachliche Hilfe zurück zu greifen (zumal diese ja geschult sind und das Ganze oft als Job haben und demzufolge besser auf Probleme eingehen können als andere die nebenbei ja Beruf und Familie haben und sich nicht so ausgiebig um Dritte kümmern können).
      Ich möchte damit nur halt auch darauf hinweisen das wir Verständnis wollen aber auch Verständnis für andere haben müssen. Unser Leben geht weiter, das von denen allerdings auch. Und wir wissen ja auch nicht ob bei denen nicht momentan irgendwelche Probleme vorhanden sind.
      Es ist natürlich keine leichte Situation in der man sich befindet. Aber wann ist das Leben schon wirklich einfach?

      Baden in Selbstmitleid? Nun.... natürlich macht man das in der Trauerzeit auch mal. Warum auch nicht? Immerhin ist ja etwas gravierendes passiert. Und da hat man dann auch mal alles Recht der Welt etwas Selbstmitleid zu empfinden. Denn wer kann am besten nachvollziehen wie man sich fühlt wenn nicht man selbst?

      Und ich möchte entschieden dem letzten Satz von Michael widersprechen:
      Mindestens einer kann helfen.... und zwar man selbst (wenn man will und es zulässt).
      Ob es leicht ist.... tja.... das ist eine andere Sache.
      Aber wenn man sich nicht selbst helfen kann dann kann es auch kein anderer.
      Snoopo, Du magst recht haben, dass man sich selbst helfen kann. Nur bin ich noch nicht ganz soweit, wie Du es vermutlich bist. Ich mache viel um mir selbst zzu helfen, aber es will nicht immer so funktionieren. Ich hoffe und glaube, dass es so kommen wird, aber momentan überwiegt einfach nur der Schmerz und die unendliche Sehnsucht.
      Hi Michael,

      ist ja auch nicht verwunderlich. Bei dir ist das alles noch sehr frisch.
      Und da hat man auch durchaus mal das Gefühl es würde nicht funktionieren und man würde auf der Stelle treten. Schon alleine das du sagst du machst viel um dir zu helfen ist ja schon Hilfe für dich. Man merkt es halt nur am Anfang noch nicht so weil man den Schmerz noch sehr intensiv spürt.
      Der Weg von dir ist schon richtig.... es braucht halt seine Zeit.
      Klar.... es wäre natürlich schöner wenn wir alle keinen Grund hätten hier im Forum zu sein.
      Darüber braucht man kein Wort verlieren.... das ist halt so.
      Aber der Tod gehört halt leider auch zum Leben. Und leider bleibt halt dabei oft irgendwer zurück.
      Diese Tatsache war schon lange vor uns so und wird auch lange nach uns noch so sein.
      Aber betrachten wir es mal von der anderen Seite.... stellen wir uns vor du wärst gestorben.
      Und jetzt wäre sie da ohne dich. Was würdest du von ihr erwarten? Was würdest du ihr wünschen?
      Gebe es da noch etwas das du ihr mitteilen würdest?
      Es hätte ja schließlich auch anders kommen können.
      Ich würde Ihr wünschen, dass sie zurück ins Leben und wieder Ihr Glück wieder findet.

      Wir hatten im Vorfeld der OP viel geredet und auch mal kurz über die schlimmste, jetzt leider eingetretene, Möglichkeit gesprochen und sie sagte, dass sie nicht wolle, dass ich allein bleibe...ABER die Frage stellte sich ja gar nicht, da wir ja beide nicht an Ihren Tod gedacht haben.

      Und jetzt bin ich allein und will auch gar nichts und niemanden, ausser Ihr.
      Es ist alles so sch.... ohne Katharina.
      Sprich es ruhig aus.... es ist Scheiße ohne sie!
      Kann ich total verstehen. Das Leben wie man es vorher geführt hatte ist vorbei.
      Und gerade die erste Zeit erscheint einem ohne jede Perspektive.
      Aber irgendwann kommt man etwas mehr zur Ruhe.
      Man denkt nicht mehr so häufig "Was hätte noch sein können" sondern erfreut sich mehr an dem was man hatte.
      Snoopo, das sagt jeder, nur ich kann es einfach nicht glauben, dass man sich wirklich an etwas erfreut, das man hatte, aber nie mehr bekommen wird.
      Hast Du persönlich diesen Punkt schon erreicht? Und wird es dann wirklich leichter?
      Ich weiss, das sind hilflose, teils dumme Fragen, aber es beschäftigt mich, aber mir fehlt gerade allein der Glaube daran.
      Allerdings habe ich heute auch wieder einen schlechten Tag.
      Lieber Michael...
      Später...irgendwann mal,(ich hoffe) können wir auch so reflektiert, wie Holger schreiben....Vor ein paar Wochen, ist uns unserer
      Liebstes, einfach so genommen wurden...also ich kann noch nicht zurück schauen und mich an schöne Momente erfreuen...Wie auch..Der Schmerz ist einzigartig und tut verdammt weh....Tag für Tag aufs neue ankämpfen gegen den.. Sumpf.. Tsunamis.. ect.kostet enorm viel Kraft.. Trauer ist der größte Stress für den Körper, dem man ihm zufügen kann...glaub mir, manchmal komme ich ins straucheln..
      lg
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Warum sollte man sich nicht darüber freuen?
      Bedenke.... das Leben hätte auch ganz anders laufen können. Vielleicht hättest du sie nie kennengelernt. Oder du wärst nicht ihr Typ gewesen. Es hätte halt auch vieles anders laufen können. Und man hat ja sicher im Leben auch vieles unschöne erlebt. Da ist es doch umso mehr wert sich an schöne Momente mit lieben Menschen zu erinnern.
      Dunkle Tage wird man so oder so immer mal wieder haben. Mal durch Trauer, mal durch andere Probleme.
      C´est la Vie!
      Und ich glaube nicht das du ihr einen Gefallen tun würdest indem du dir das Leben unnötig schwerer machst als es ohnehin bereits ist.
      Nimm dir erst mal die Zeit zum Trauern. Weine.... sei ruhig mal wütend.... Gefühle müssen raus.
      Und irgendwann wird es wahrscheinlich etwas einfacher. Dann kannst du wieder lächeln wenn du an sie denkst. Denn immerhin hatte sie ja vorher dich. Sie ist nicht ungeliebt und einsam gestorben. Und wenn man schon gehen muss dann ist es doch sicher schöner so als wenn es anders wäre.
      Ich habe mir jetzt erst mal einen Termin geholt.. ob es was bringt, wir werden sehen..

      Mir geht es heute, ein ticken besser...diese AUF und AB sind furchtbar...und machen Angst...
      lg
      ES gibt Momente im Leben, da steht die Welt für einen Augenblick still
      und wenn sie sich weiter dreht, ist nichts mehr wie es war.
      Wenn ich so zurück denke, wie schwer es wirklich war, wie viel Angst ich vor allem hatte, eigentlich vor alles und jedem.
      Das ich dachte, ich kann nie wieder wirklich lachen, werde mein Leben lang die Nächte durchweinen müssen, meinen Schmerz verstecken und doch rausschreien, bis von mir nicht mehr überig bleibt als ein Häuflein Elend.

      Hätte ich nie Kidner bekommen, so dachte ich auch eine Weile, ohne Kinder wäre der Schmerz mir erspart geblieben - um wie viel ärmer aber wäre mein Leben verlaufen, stecken in den Jahren mit den Kindern doch meine schönsten.
      Niemals aber würde ich heute den Gedanken weiter denken wollen, im Schmerz aber da war es vieleicht nötig, ich weiß es ja nicht einmal.

      Vielleicht, weil das Thema eben ein Tabu ist, jeder für sich allein am Ende da durch muss, wollen und können, wie kann man sich im Schmerz vorstellen, das es je anders sein kann, darf.
      Ja ich schreibe auch davon, nicht aber weil ich denke ich kann damit in dem Moment helfen, aber meine Worte sind da, in einem und sie arbeiten für sich.

      Ich könnte all meine Worte auch in dunkel und schwarz gestalten, wie grausam aber für den, der so schon kaum Farbe, ein Licht erkennen kann.
      Erzählen wie es bei einem selbst war, da ist das, was bleibt und eine Vorschau, auf das was sein kann - so unvorstellbar das auch immer wieder sein wird.
      Hier lesen wir eben alles, vom gesamten Wegund was das beinhalten kann.
      Jeder aber hat seinen Weg, seinen Punkt, wo er gerade steht, man hungert nach dem was verloren und hat keinen Sinn nach allem anderen.

      Und doch, solange man im Gespräch bleibt, ist alles noch offen und das ist es, was ich hier schätzen gelernt habe.

      Und da fehle mir die alten Hasen, mit all ihrem gesammelten Wissen, ihren Geschichten, ihren behutsamen und auch immer wieder klar ehrlichen Worten wenn sie denn nötig waren.
      Bei allem aber doch freue ich mich für jeden, der nicht mehr hier ist, es geschafft hat, auch raus aus diesem Forum, der bei allem immer ein Platz der Trauer bleiben wird - jeder in seiner Zeit, in seinem Können.

      Ein Abschied ist grausam, der Verlust unermesslich, die Veränderungen kaum zu ertragen udn doch gehöären sie zum Leben, das wird aber erst bewusst wenn es einen selbst trifft, man aht es ausgeschlossen, darin liegt aber nicht nur ein Fehler.
      Alles hat seine Zeit, wir wissen nie wie lange und gehen einfach von einem ewig aus, in der Liebe die einen ja trägt.
      Nun aber muss es auch die Liebe sein, die uns durch die Trauer bringt.
      Selbst der Gedanke, es durfte sein, denn selten wird einer missen wollen.

      Und ja, ich habe geträumt von allem, was da kommen würde, mit mir und meinem Sohn, meiner Mama und auch mit meiner Oma, ich habe geträumt bis in die Ewigkeit, weil mir kein Tag des jeweiligen Verlustes bekannt war.

      Am Ende bleibt mir eines, es kommt immer wie es muss, warum tja so ist das Leben eben.
      So muss ich aber auch leben, und in uns ist alles vorhanden, um auch Verluste zu überleben egal wie lange es dauert, was es an Hilfe bedarf.
      Man muss es aber auch wollen, sogar wollen können, mancher kann das nicht, ich mag lieber schreiben, mancher kann es eben eine Zeitlang nicht.

      Und ich denke der Austausch hier, ist eine zusätzliche Hilfe, auch wenne sfür viele ein immer wieder gegen halten bedeutet, seine Erfahrungen teilen, egal wie oft.
      Es hilft beiden Seiten, den der nicht wahrhaben kann, ebenso dem, der helfen mag und dankbar weitergibt, was ihm selbst in der ersten Not gegeben wurde.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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