Der Schmerz ist nicht auszuhalten...

      Hallo ihr lieben, die Arbeit lenkt sicher für einige Stunden am Tag ab, kostet aber so unendlich viel Kraft und ich bin nach Feierabend und an den Wochenenden einfach nur müde und kaputt. Ich baue mir immer wieder kleine Inseln ein, verlängerte Wochenenden, an denen ich für mich wieder Kräfte sammeln kann, muss mich dann nicht zusammenreißen und funktionieren. Einfach so sein, mit meinen Gedanken und Gefühlen, mit meiner Trauer und meinen Tränen, mit meinem Schmerz. Ich habe viele neue Kontakte durch die Trauergruppe und die Aktivitäten die dort regelmässig stattfinden gefunden, man könnte dadurch jedes Wochenende unterwegs sein, wenn man es wollte und viele aus der Gruppe sind es auch. Ich kann es nicht, ich brauche viel Zeit hier zuhause um in der Woche wieder einigermaßen funktionieren zu können. Der Alltag da draußen fordert mich immer noch täglich aufs Neue heraus, nichts ist mehr wie es war.
      da kann ich nur 1:1 zustimmen, geht mir fast genauso...der Alltag mit Arbeit und Verpflichtungen verlangt ein funktionieren, aber es kostet nach wie vor viel Kraft und ich stelle an mir fest, dass ich immer mehr Zeit für mich brauche, in der ich mich zurück ziehe, für niemanden funktionieren muss, keine Erwartungen erfüllen muss...einfach nur sein kann wie ich will, traurig, wütend, weinend, still, ...
      aber es macht auch einsam...
      die Laute Welt da draußen ist mir aber einfach nur zu viel...

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      ja, man muss aufpassen nicht zu vereinsamen, sich ganz zurückzuziehen sollte auch nicht sein. Das ist schwierig und es kostet mich auch viele Male Überwindung, außerhalb der Arbeit nach "draußen" zu gehen, obwohl ich doch viel lieber "drinnen" bleiben würde. Das geht dann auch mal an einem Samstag oder Sonntag, aber nie an beiden Tagen und dann auch nur wenn der nächste Samstag und Sonntag dann wieder ganz ohne irgendwelche Verabredungen sind.

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      BEATEANGELA - was hast Du denn für eine tolle Trauergruppe? Das hört sich ja sehr interessant an. Unsere trifft sich nur alle 4 Wochen für 90 Min. zum Kaffeetrinken und mir ist das einfach zu wenig. Sicherlich gibt es da auch noch die Trauerwanderungen, an denen ich aber wegen meiner eingeschränkten Mobilität nicht teilnehmen kann.
      Hatte schon überlegt, beim nächsten Treffen mal eine Liste vorzubereiten, wo sich die, die mehr Kontakt möchten, eintragen können; wer nicht will, muss sich ja nicht einschreiben. Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das gut ankommen wird.

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      theri53 schrieb:


      Hatte schon überlegt, beim nächsten Treffen mal eine Liste vorzubereiten, wo sich die, die mehr Kontakt möchten, eintragen können; wer nicht will, muss sich ja nicht einschreiben. Bin mir aber nicht so ganz sicher, ob das gut ankommen wird.


      Finde ich grundsätzlich eine gute Idee. Mach doch einfach! Im schlimmsten Fall trägt sich halt keiner ein, ist dann doch auch egal. Du solltest bloß schauen, dass du die Liste zusammen mit einem Kugelschreiber nach deiner Ankündigung irgendwo auslegst und sagst, man kann sich nach dem Treffen dort eintragen. Wenn du die Liste herumgehen lässt, fühlen die Leute sich vielleicht tatsächlich etwas genötigt.

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      Liebe theri, die Trauergruppe wird geleitet vom Ambulanten Hospiz und Palliativberatungsdienst Lippe mit einem sehr guten Angebot für Trauernde, schau mal auf die Seite hospiz-lippe.de/trauerbegleitung/ Ich habe dadurch viele neue Bekanntschaften gemacht und man kann sich, wenn man möchte, an viele Aktivitäten auch außerhalb der Gruppe anschließen. Einmal im Monat ist das Treffen in der offenen Trauer-Gruppe, es gibt aber auch die Möglichkeit Einzelgespräche zu vereinbaren.
      Ich finde deine Idee mit der Liste auch gut. Vielleicht sprichst du vorher auch an, was man außerhalb der Gruppe gemeinsam unternehmen könnte.
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