Ein "Altes-Hasen-Tagebuch" mit der Möglichkeit, auch mal zu antworten

      Ich habe "nur" mein sozusagen Patenkind verloren. Habe mich oft gefragt, warum gerade sie so jung sterben musste. Im Laufe der Monate ist mir jedoch klar geworden, dass zumindest das Leben der Umwelt weitergeht und auch weitergehen muss. Das wird m. E. an dem folgenden bekannten Spruch deutlich: "Wenn ein Blatt vom Baume fällt, singt der darüber sitzende Vogel weiter." Als ich gestern vor Einsetzen des Regens mal wieder an Stephanies´ Grab war, da erblickte ich zufällig auf ihrem Grabstein eine empor kriechende Schnecke. Da wurde mir genau das Gegenteil bewusst, nämlich dass die Zeit nicht im Schneckentempo, sondern schnell vergeht. Deshalb sollte man versuchen, das Beste aus ihr zu machen und versuchen, sich bereits an den kleinen Dingen des Alltags zu erfreuen. Letzteres war nämlich Stepanies Leitsatz in ihren letzten Lebensmonaten geworden.
      "dem Leben die Stirn bieten, kämpfen, Herausforderungen bewältigen" - nun ja, das mache ich hier schon seit Jahren, und natürlich wächst man mit seinen Aufgaben, und ich habe im Lauf des letzten Jahres auch Dinge umgesetzt, die ich mir früher nicht unbedingt zugetraut hätte oder besser gesagt wo ich im Voraus einfach nicht wusste, wie das konkret laufen würde.

      Aber ob ich damit dem "großen Geist" oder mir selbst näher gekommen bin? Nein, das glaube ich eher nicht.

      Wenn überhaupt, hatte ich dieses Gefühl eines göttlichen Funkens eher in den seltenen Momenten, wo ich zur Abwechslung mal nicht kämpfen musste, wo mir mal etwas "geschenkt" wurde oder mir mal jemand Hilfe anbot.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Mal abgesehen von meiner Trauer um den Verlust kann ich nicht behaupten, dass ich mich verändert habe. Ich war schon vorher stark und habe gekämpft, mal verloren und mal gewonnen.

      Genau genommen bin ich die Alte. Ziele und Sichtweisen ändern sich bei mir ständig.
      Ich habe mich z.B. vor dem schicksalhaften Tag schon immer für Natur, Umwelt und Kultur eingesetzt. Das tue ich noch heute und finde in vielem was ich tue eine Befriedigung.

      Aber: Kurz nach dem Schicksalsschlag habe ich mich nach dem Sinn all meines Tuns gefragt. Und natürlich keine Antwort gefunden.
      Die Antwort liegt in mir/uns selbst. Ich kann etwas tun oder es auch lassen. Ich kann vieles schön finden oder auch nur Schreckliches sehen. Es hängt immer von meiner persönlichen Sichtweise ab (ohne rosarote Brille natürlich).
      So lange ich offen, neugierig bin, etwas entdecke, regelmäßig Freude und Dankbarkeit empfinde, manchmal Spaß habe, einfach nur genieße.... dann ist es für mich in Ordnung.

      Was mir einzig fehlt, ist die andere Hälfte meines Ichs, jene Seelenverwandtschaft.
      Insofern verstehe ich Friedas "sich selbst etwas näher zu kommen " als eine Stärkung meines Ichs im Ganzen, also ohne jemanden auszukommen.
      Das geht schon. Doch wenn ich ehrlich bin, finde ich Seelenverwandtschaft schöner.

      AL Hobbyor...
      Das ist ja nett, liebe Hobbyor--- :)

      Du arbeitest also daran, das was ich geschrieben habe, zu verstehen. Großartig!

      "Stärkung meines Ichs im Ganzen" - sehr schön.

      Ja, so ähnlich ist das gemeint (auch das mit dem "Dem-großen-Geist-näher-kommen).

      Wenn ich komplett bin, also im Idealfall 100%, dann ist eine menschliche Verbindung reine Liebe, wenn ich nichts mehr für mich selbst vom Anderen brauche.

      Wenn ich mir näher komme, eine innere Haltung erreiche, das Leben - auch wenn es erstmal wirklich sehr grausam erscheint - annehmen kann, dann ist schon sehr viel gewonnen.

      Für mich gehört der Tod meines Allerliebsten zu meinem Leben hier dazu. Und der Tod eines jeden Menschen in meinem Umfeld, der Tod eines jeden Tieres, selbst einer Pflanze, alles gehört dazu. Es ist aber kein Bedauern mehr dabei, denn alles hat seine Zeit. Und auch ich werde einmal diese Zeitschleife, in der ich mich hier befinde, verlassen - und das wird in Ordnung sein.

      Und die Seelenverwandtschaften ... die bleiben, sind ja Seelenverwandtschaften. 8o

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Das habe ich gerade im Internet gefunden und ich finde es wunderschön:

      Traurigkeit!!!

      Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

      Bei einer zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege saß, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen.

      Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: „Wer bist du?“

      Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.

      „Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüßen.

      „Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

      „Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

      „Ja, aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“
      „Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, daß du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

      „Ich… bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.

      Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

      Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

      „Ach, weißt du“, begann sie zögernd und äußerst verwundert, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

      Die Traurigkeit schluckte schwer. „Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muß sich nur zusammenreißen. Und spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

      „Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir schon oft begegnet.“

      Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“

      Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt.

      Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. „Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh‘ dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.“

      Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: „Aber … aber – wer bist eigentlich du?“

      „Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen.

      "Ich bin die Hoffnung.“...

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Frieda schrieb:


      Wenn ich komplett bin, also im Idealfall 100%, dann ist eine menschliche Verbindung reine Liebe, wenn ich nichts mehr für mich selbst vom Anderen brauche.


      Tut mir leid, aber mit einer solchen Aussage kann ich persönlich wenig anfangen. Reine Liebe ist meines Erachtens eine Fiktion oder vielleicht etwas, was ganz wenige Erleuchtete wie Jesus oder Buddha, Mönche oder Nonnen leben.

      Ansonsten sind Menschen eben auf andere Menschen emotional oder ganz einfach konkret in ihrem Alltag aufeinander angewiesen und brauchen sehr wohl etwas voneinander. Wenn der Vater eines Kindes stirbt - da fehlt dieser Vater eben ganz konkret im Alltag, da ist niemand mehr da, der mit dem Kind zum Fußball spielen geht, der zum Elternabend mitgeht und all die Dinge macht, die Väter eben so tun. Ich denke nicht, dass dem Kind damit geholfen ist, wenn man es nun auf "reine Liebe" verweist. Der Vater fehlt ganz einfach. In diesem Leben ganz konkret.

      Und ebenso fehlen uns eben die Menschen, die uns jahrelang oder jahrzehntelang vertraut waren und begleitet haben, mit denen wir unseren Alltag geteilt haben. Menschen, mit denen wir morgens aufgestanden und abends zu Bett gegangen sind, mit denen wir unsere Erlebnisse geteilt haben, zusammen verreist sind, zusammen die Feiertage verbracht haben, die uns in vielen Dingen geholfen haben oder denen wir geholfen haben...

      Dass dies ein großer Schmerz ist, wenn dies alles nicht mehr vorhanden ist - ich glaube, dieser Tatsache müssen wir uns einfach stellen.

      Da hat sicher jeder sein eigenes Konzept, damit umzugehen. Und wenn jemand für sich entscheidet, dass für ihn die "reine Liebe" die Antwort auf alles und die Zuflucht ist, dann ist das sicher o.k. So wie es auch o.k. ist, wenn jemand Trost im Gebet und im christlichen Glauben oder welchem Glauben auch immer findet.

      Bloß meine ich funktioniert so ein Konzept der "Sublimierung" eben nicht für jeden.

      Das heißt ja nicht, dass das Leben nicht auch trotzdem irgendwie weiterginge. Das Kind, das ohne Vater aufwächst, wird wohl auch nicht jahrelang bis ins Erwachsenenalter bloß am Trauern sein, sondern in aller Regel mit der Zeit auch wieder ins Leben hineinfinden, gute Zeiten haben und Spaß haben können. Bloß wird da eben immer irgendwo eine schmerzliche Lücke (ein "Du fehlst") sein, die sich meines Erachtens auch nicht "zuspachteln" lässt, die einfach angenommen und ausgehalten sein will.

      Just my 2 cents.
      Hallo Marion68 ,

      aus dem Zusammenhang herausgerissen! Denn dieser Satz über die "reine Liebe" ist rein philosophisch gemeint und sicher kein Tipp im Umgang mit der Trauer. Ausserdem habe ich über meine innersten Gefühle hier in diesem Tagebuch geschrieben.

      Über Trauer-Schmerzen braucht mir keiner auch nur ein Wort zu schreiben. Ich habe auch kein Konzept der Sublimierung, das ist doch Humbug!

      Wenn jemand mit meinen Zeilen etwas anfangen kann, dann ist es gut. Beziehe einfach das, was nicht für dich ist, was du nicht ganz nachvollziehen kannst, nicht auf dich - so einfach kann das Leben sein.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      falsch Liebe Frieda,
      wenn ich hier lese, dann beziehe ich alles erst mal auf die Trauer, da ich in ihr stecke, so auch auf mich - wie viele andere es hier tun.
      Wege suchen, lesen was anderen hilft, was sie so tun.

      Beide habt ihr Recht auf eurem Weg, dem einen so dem anderen anders.

      Vieles was du hier schreibst, liest sich so wunderbar, ja manches mal wie von einem Menschen, der über allem schwebt, der seinen Weg gefunden hat, der in sich zufrieden scheint - dass wollen ja alle anderen hier auch.

      Den Weg der dahin führt, ich denke ich bin ihn halbwegs auch gegangen, na ja habe versucht ihn zu gehen.
      Da liest man bestimmte Bücher, auf bestimmten Seiten, trifft Menschen die einen bestätigen oder eben einfach den Kopf schütteln, manche lächeln einfach.

      Nicht, dass sie falsch wären deine Worte, sie erreichen nur wenige und veranlassen eben auch, dagen zu halten, und schreiben über ihre Sicht und ihr Empfinden darüber.
      Sicher lese ich öfter hier einiges und schreibe nichts, denke mir meinen Teil, leben udn leben lassen, manchmal aber da schreibe ich obwohl ich weiß, das gerade die Antwort dann so nicht erwünscht ist.
      Keine Boßheit aber, einfach weil ich dann das Gefühl habe, ich muss das nun tun.

      Ich bin gerade nicht mehr so auf dem Laufenden, es ist nur doch schon länger her aber in anderen Foren die genau auf manche Themen ausgerichtet sind, habe ich mich super austauschen könenn, ich nenne es mal Gleichgesinnte auf der Suche nach dem Licht, super austauschen könen, vieles mitgenommen und einiges bewusst da gelassen.
      Hier teile ich davon wenig, die meißten sind noch nicht so weit, werden vielleicht nie auf die Idee kommen in der Richtung Interesse zu entwickeln.
      Andere finden automatisch auf solchen Seiten ihren PLatz nach diesem oder neben diesem Forum.
      Ich glaube für mich zu sagen, die Realität hat mich wieder, alles eine schöne Erfahrung, die aber für mich nicht alltagstauglich ist.

      Nun bin ich gerade nicht sicher ob aus meinen Worten zu verstehen ist, was ich sagen wollte *denk*
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Trauerarbeit ist Schwerstarbeit. In diesem Fall können wir uns dem nicht entziehen, haben keine andere Wahl.
      In der akuten Schmerzphase ist wohl keiner für anderes offen. Man schafft es gerade so von Augenblick zu Augenblick.

      Doch wenn die Zeit vergeht, lichtet sich der Nebel. Und dann darf z.B. auch die Liebe in der Trauerarbeit kein Tabu-Thema sein. Wenn der Mensch, den man so sehr liebte, gestorben ist, ist es legitim einen Weg zu finden, wie man an (der) Liebe festhalten kann.
      Manch einer findet einen neuen Partner, mancher findet sich selbst und ein anderer findet die Liebe in Höherem. Es gibt so viele Möglichkeiten.

      Unseren liebsten verstorbenen Menschen werden wir immer lieben.

      Doch die Liebe in unserem jetzigen Leben sollte nach jenem grausamen Schicksalsschlag nicht verschwinden und zurückerobert werden - jeder nach seiner individuellen Ausprägung.

      Daher finde ich es in Ordnung und auch wichtig, in einem speziellen Thema über all diese Dinge schreiben zu dürfen.
      Nachdem ich den schmerzlichsten Abschnitt der Trauer durchschritten habe, ist dennoch nichts gut, noch so viele Fragen offen. Meine Zukunft - genau wie einige von Euch schreiben - diffus.

      Deshalb finde ich es tröstlich, mich mit jenen, die auch schon einen langen Weg zurückgelegt haben, austauschen zu können.

      AL Hobbyorni...
      Ihr Lieben,

      ich schreibe hier doch für mich, es ist eine Art Tagebuch. Ein Tagebuch allerdings, das auch einen gewissen Austausch beinhalten kann.

      Nun, wenn jemand nicht anders kann und "dagegenhält", dann ist das eben so. Wenn jemand glaubt, dass ich "über allem schweben würde", dann ist das eben so und ich kanns nicht ändern.

      Jedenfalls werde ich hier weiterschreiben.

      Habt alle einen entspannten Abend.

      AL Frieda


      "Denke daran, die beste Beziehung ist die, in der die Liebe für den anderen größer ist als das Verlangen nach dem anderen."

      Dalai Lama


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Guten Morgen,

      leben und leben lassen..................

      Ich muss doch nicht lesen, geschweige denn kommentieren...............

      Lebensansichten liegen, wie so viele andere Dinge im Leben,
      im Auge des Betrachters.
      Der Sinn des Lebens ? 1000 unterschiedliche Menschen,
      800 abweichende Meinungen ! Ist auch gut so, denn
      der Mensch ist ein Unikat.

      Und sind wir einmal ehrlich; in einer virtuellen Welt ist
      mir der Mensch doch letztendlich unbekannt. Ich kenne
      weder seine Lebensgeschichte, noch die Lebensumstände,
      denn ..............

      Wichtig für mich ist es, dass ich mit meinen Lebensansichten
      und Lebensumständen glücklich und zufrieden leben kann.

      Jeder lebt sein Leben so wie er will und wie es ihm
      möglich ist.

      In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Sonntag.

      Liebe Grüße Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Ihr Lieben,
      ich gehe in ein Forum um zu lesen, mich auszutauschen und zu kommentieren,weil ich Hilfe und Unterstützung suche.Natürlich sind Gefühle und Ansichten sehr individuell und da man Gefühle nicht steuern kann, sollte man sich auch alles von der Seele schreiben dürfen.Bei den Ansichten sehe ich das schon etwas anders, da geht es oft um Lebensbedingungen, die man schwer ändern kann, die aber einen großen Einfluß haben. Auch geht es ins Philosophische bzw. ins Religiöse, was dann wieder sehr emotional werden kann.In der Trauer, vor allem in der Anfangsphase, ist man sehr empfindlich. Ist ein Wort erst gesprochen (geschrieben), hat es eine Bedeutung. Da kann es trösten, aber auch verletzen.In einem Trauerforum wünsche ich mir vor allem Fein- und Mitgefühl und Toleranz und Verständnis den anderen gegenüber. Ich wünsche uns allen einen schönen Sonntag.
      L.G.Emmi
      Ihr Lieben, ihr habt ja alle irgendwie Recht. Wir sollten nämlich nicht übersehen, dass alles Denken, Fühlen und Handeln während unseres Lebens typbedingt ist. Die Menschen sind meistens nicht gleich, deshalb schreibt hier jeder auch anders, und die Reaktionen darauf fallen deshalb ebenso unterschiedlich aus. Sonst wäre ein Forum, ob nun dieses oder ein anderes, doch öde. Einen schönen Sonntag allerseits!
      Mein Verlust hat mich stark gemacht.
      Ich sehe viele Dinge mit anderen Augen. Sehe mich mit anderen Augen. Bin dabei mich mit meinen Wünschen und Bedürfnissen in den Vordergrund zu stellen...
      Ich glaube wieder an mich und an mein Bauchgefühl. Mache Pläne ...
      Leide unter extremer Höhenangst und doch mache ich im Mai 2019 einen Tandem Fallschirmsprung ... Mein ganz großes Ziel wieder ein Stück über mich hinaus zu wachsen !!
      Ich möchte all' die schönen Dinge sehen, die die Welt noch parat hat. Ich bin eine sehr starke Frau !
      LG von Doro

      Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen.
      Ja, du bist eine starke Frau.

      Der Angst zu begegnen macht frei - der Angst auszuweichen nimmt mehr und mehr gefangen. Das wird wohl ausnahmslos bis ganz zum Schluss so sein.

      Wenn ein Schicksalsschlag für uns neue Wege aufzeigt, dann ist Mut gefragt - ganz egal, wie sehr wir vermissen, wie unendlich wertvoll dieser Mensch für uns ist (war), ganz egal, wie weh es tut.

      Du hast unter deinen Beiträgen stehen: " Als du gegangen bist, hast du die Farben mitgenommen"

      Diese Farben werden nicht wieder (jedenfalls nicht hier in diesem Leben) sein können, die sind eine wunderschöne Erinnerung - jetzt.

      Es kommen neue Farben, keine Angst davor haben, wenn sie am Anfang vielleicht ungewohnt, zu grell oder einfach nur fremdartig sind.

      Ich denke, wenn ich vor ihm gestorben wäre, dann hätte ich ihm gewünscht, dass er mutig in seinem Leben weitermacht, durch seine Schwächen durchgeht und die aufkommenden Ängste meistert. Und genau das hätte er auch gemacht - nach vielleicht einigen Anfangsschwierigkeiten, ganz so, wie es bei mir auch war und manchmal noch ist.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      hallo Allesanders,
      du hast am Samstag eine Geschichte geschrieben.
      Habe sie heute erst entdeckt. Sie ist wunderschön und so wahr.
      Ich danke dir dafür . Ich mußte auch wirklich weinen.
      Aber so ist es wirklich.
      Wenn ich es schaffe von meinem Zustand her, werde ich die
      Geschichte morgen in meiner Trauergruppe vorlesen.
      Passt, wir haben das Thema Geschichten und Bücher.
      Danke dafür. Es hat mich sehr berührt.
      Ja, seine Musik ... habe wiederholt Begegnungen und Telefonate gehabt, in denen Menschen ihn gelobt und geliebt und vermisst haben. Sie wollen ihm irgendwie huldigen ... ich kann es noch nicht.

      Sicher, seine Instrumente stehen da, werden von mir gepflegt (abgestaubt :( ) und von niemandem gespielt. Ich brauche Zeit!

      Sobald ich "mein" Musikinstrument (das er gebaut hat) erklingen lasse, fließen die Tränen.

      Es ist so und ich kann nichts daran ändern. ;( <3


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
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