Ein "Altes-Hasen-Tagebuch" mit der Möglichkeit, auch mal zu antworten

      Liebe @Jenny29 ,

      danke für deine lieben Zeilen. Ja, ich spüre auch so oft seine starke Gegenwart, meine Herzschläge werden schneller und mein Puls kommt auf Touren. Jetzt sind es schon bald 3,5 Jahre. Zeit ist so eine Illussion, eine hartnäckige zwar, aber sie ist eine. Ja, mir geht es ganz gut, kann sehr gut allein sein. Kreative Sachen mache ich immer noch nicht wieder, hab eben so viel mit dem ganzen Drumherum hier zu tun und bin dann danach müde, keine Kraft oder Lust mehr.

      Mein Leben hat sich verändert, ich nehme es an, weine dem was war nicht nach. Ganz tief in mir gibt es diese Gewissheit, dass wir nicht getrennt sind, dass es auch für mich nach diesem Leben hier weitergeht. Keine Ahnung, woher diese Gewissheit kommt, sie ist einfach da. <3

      Alles Liebe Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Hallo snoopo,

      oh, ich möchte auch niemanden persönlich angreifen.
      Jedoch habe ich im Laufe der letzten 5 Jahre auch so meine
      Erfahrungen gemacht.
      Zum Beispiel hat meine jüngere Schwester am Anfang immer
      wieder einmal gefragt, ob ich mich mit ihnen in einem Lokal
      in Frankfurt treffe. Am Anfang meiner Trauerzeit habe ich immer
      konsequent abgelehnt, weil ich einfach nicht konnte. Auf der
      anderen Seite war ich jedoch frustriert, dass sich niemand
      um mich kümmerte.
      Als ich dies einmal erwähnte, hat mir S. erklärt, dass sie nicht
      mehr nachfragte, weil ich ja doch immer ablehnte, mich
      mit ihnen zu treffen.
      Da habe ich mir also an die "eigene Nase" gefasst und musste ihr
      Recht geben. Seit dieser Zeit klappt die Kommunikation wesentlich
      besser und zwischenzeitlich genieße ich diese spontanen Treffen
      sehr, wenn es mir zeitlich möglich ist.
      Das ist nur eines von vielen Beispielen..................

      Außerdem bin ich durch solche Aktivitäten wesentlich spontaner
      geworden. All das trägt enorm zu meinem Wohlbefinden bei
      und ich bin glücklich darüber, dass es mir gut geht.


      Ich könnte es mir nicht vorstellen, ohne Kontakte zu sein, denn diese
      sind mir enorm wichtig. Aber wie Du schon schreibst; man muss selbst
      einige Dinge dazu beitragen, dass diese Kontakte erhalten bleiben und
      weiterhin gepflegt werden.

      Liebe Grüße Regine
      Je schöner und voller die Erinnerung, desto schwerer die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude.
      Man trägt die Erinnerung wie ein kostbares Geschenk in sich.
      Spatzerl, ich liebe Dich unendlich und vergesse Dich nie.
      Sorry das ich das jetzt hier so schreibe.....aber Einige machen es sich hier wirklich zu leicht......wenn man noch Familie,Freunde oder Kollegen hat, kann man leicht reden !
      Einsamkeit ist ein echt heftiges Problem gerade bei älteren Menschen.......Ihr glaubt garnicht wie viele ältere Menschen einsam sind und wie hoch z.B. die Dunkelziffer des sog Altersalkoholismus ist.......das setzt sich dann fort mit z.B Tablettenabhängigkeit etc.......und die sind wohl nicht alle selbst Schuld an Ihrer Einsamkeit......übrigens die Selbstmordrate bei älteren Menschen ist ebenfalls überproportional hoch.....
      Es ist eben nicht jeder so gestrickt auf andere zuzugehen oder Sie haben niemanden mit dem Sie was unternehmen können......im Übrigen sind die Freizeitangebote für Ältere nicht so toll......und NEIN, es ist nicht einfach z.B. in einen Verein einzutreten um Anschluss zu finden.....auch da stößt man z.B. auf langjährig gewachsene Strukturen..........
      Es ist schwer Anschluss zu finden wenn man mal in der Situation war/ist keine Kontakte mehr zu haben.......und kluge Ratschläge zu geben ohne in der gleichen Situation zu sein und zu wissen wie es sich anfühlt finde ich mit Verlaub gesagt sehr vermessen......niemand steckt in der Haut des anderen und dann darüber zu urteilen ist nicht fair !

      Klar muss jeder etwas dafür tun und natürlich muss man selbst die ersten Schritte tun nur sind nicht alle Menschen gleich und kriegen das auf die Reihe.
      Und ob Äußerungen so nach dem Motto " mir gehts gut, Du musst nur an Dir und Deinem Leben arbeiten dann wirds schon gehen " hier hilfreich sind weiss ich nicht........nicht falsch verstehen ich gönne jedem sein Glück und seine Zufriedenheit.......gar keine Frage.......

      Was will ich jetzt damit sagen ? Ich möchte nur das mal darüber nachgedacht wird das Einsamkeit eines der größten Probleme in unserer Gesellschaft ist und das man mit diesem Problem vielleicht etwas sensibler umgehen sollte.......

      LG
      Mäusi
      Es ist heutzutage leider ohnehin ein generelles Problem.
      Fängt ja oft bereits in der Familie an. Denn Familienleben ist heutzutage ja nicht immer so wie es früher war. Der Vater sieht im Wohnzimmer Fußball, die Mutter in einem kleinen Zimmer etwas anderes und das Kind oder die Kinder sitzen in ihren Zimmern und spielen an der Konsole oder so. Gemeinsames Familienleben wie es einst stattfand ist so häufig nicht existent. Was zeigt selbst mit Menschen in der Nähe kann der Grundstein für Einsamkeit gelegt werden.
      Natürlich ist es nicht einfach wobei heutzutage das Angebot für ältere Menschen schon höher ist als es beispielsweise in den 70ern war. Mit den Vereinsstrukturen stimme ich Mäusi zu. Aber das ist bei so etwas eigentlich schon immer so gewesen.
      Grundlegend aber ist es so das man selbst den ersten Schritt machen muss um der Einsamkeit zu entfliehen. Ob dies einfach ist? Nun.... mit Sicherheit oft nicht. Nicht jeder kann so ohne weiteres auf andere zugehen. Ist leider so. Mir fällt so etwas auch eher schwer. Aber da die Wahrscheinlichkeit ja eher gering ist das plötzlich fremde Leute vor der Tür stehen um mich z.B. ins Kino mitzunehmen bleibt es so betrachtet an einem selbst hängen. Unabhängig ob man 20 oder 70 Jahre alt ist. Und es gibt auch unglaublich viele jüngere Menschen die an Einsamkeit leiden... selbst wenn sie noch zur Arbeit gehen. Heutzutage gibt es ja leider auch immer mehr Mobbing was gerade junge Menschen in die Einsamkeit treiben kann.
      Es wäre natürlich schön wenn es da jetzt die ultimative Lösung geben würde. Aber leider ist das Leben nicht einfach und somit gibt es auch keine einfache Lösung des Problems. Das ist so ähnlich wie mit der Trauer.... die wird man leider auch nicht mit einer Tasse Kamillentee los.
      Ich denke mal das (jetzt auch für ältere Leute) das Internet zumindest eine Unterstützung sein kann. Natürlich sollte man nicht nur online sein. Aber es gibt mit Sicherheit (so wie hier für Trauernde) auch Foren wo man Gleichgesinnte finden kann. Ich nehme jetzt mal den Wohnort von Mäusi als Beispiel: Berlin. Ist nunmal die Einwohnerstärkste Stadt des Landes. Und im Gegensatz zu manchen Provinzen ist der öffentliche Nahverkehr dort auch sehr gut ausgebaut. Dort wird man bestimmt eine Menge Angebote finden wo sich (auch oder gerade Ältere) mal Treffen um zu klönen oder etwas schönes zu unternehmen. In dörflichen Gegenden wird es zwar etwas schwieriger, aber selbst dort müsste sich heutzutage etwas finden.
      Es bleibt halt nur das Problem des ersten Schrittes. Das ist für viele sicher schwer.
      Ich wünschte da würde es eine Lösung geben.
      Hallo Mäusi, danke für dein beitrag. einsamkeit tut weh und es kann auch sein das ich
      ​manchmal ungerecht bin weil ich nicht weiter weiss. beisse um mich rum weil ich mich
      ​nicht verstanden fühle. weiss denn einer wie das ist wenn man ganz allein auf der welt ist
      ​wenn man keine familienangehörigen hat. alles alleine schaffen muss und es wird immer
      schwerer weil es mir gesundheitlich auch nicht mehr so gut geht. gestern war ich auf dem
      ​friedhof, es ist mir sehr schwer gefallen mich zu bücken und das grab ein zu decken. ich hab
      ​grad wieder einen schmerzschub, dann zu hören du musst was tun von allein geht da nichts.
      glaub mir ich würde so gerne aber es geht nicht mehr, und auf leute zu zu gehen fällt mir auch
      nicht so leicht. ich höre immer du musst du musst genau das treibt mich immer mehr in die
      ​einsamkeit. ich bin ehrlich manchmal hab ich keine lust mehr für was und für wen........da
      ​ergebe ich mich der einsamkeit aber manchmal versuche ich wieder was zu tun.....immer den
      finger zu erheben ist leicht man muss auch hinter die geschichte schauen
      Hallo monalisa,
      Du musst Dich hier in gar keiner Weise rechtfertigen ! So weit kommts noch.......und genau deshalb hab ich den Beitrag geschrieben......wir sind hier ein Forum, eine, wenn auch virtuelle Gemeinschaft.......und hier ist eben jeder so wie er ist .

      Weisst Du was, den Satz " aber manchmal versuche ich wieder was zu tun " finde ich gut......klar ist es schwer aber aufgeben ist nun mal auch keine Option ! Immer mit kleinen Schritten voran.......und nicht von Rückschlägen zurückwerfen lassen......
      Da Du ja nun mal das Internet nutzt wäre es evtl. tatsächlich mal eine Option speziell auf Berlin bezogen entweder nach Foren für ältere Menschen zu suchen oder über das Internet Veranstaltungen zu finden......ich weiss z.B. das es gerade für Weihnachten Veranstaltungen für Alleinstehende gibt.....hatte man mir damals auch empfohlen aber wie gesagt ich kann damit nun schon besser " umgehen "......

      LG
      Mäusi
      Genau das meine ich Mäusi.
      Und Monika.... schau mal nach, da wird es bestimmt eine Menge geben.
      Durch das Internet wird es für die ersten Kontakte auch etwas einfacher denke ich.
      Es fällt einem leichter online etwas zu schreiben als so direkt auf andere zuzugehen.
      Und das würde ich so machen. Erst mal rumschauen. Es gibt bei so einer Millionenstadt ganz bestimmt auch Foren oder Seiten. Da könnte man dann ganz unverbindlich über das Internet reinschauen und evtl. mal etwas schreiben. Da dürftest du keine Probleme haben. Das kennst du ja von hier. Und vielleicht findet sich ja etwas nettes. Würde mich jedenfalls für dich freuen.
      Ein Versuch kann nicht schaden. Und da es ja am Anfang über das Internet ist (somit ja irgendwie anonym) hat man ja auch nichts zu verlieren.
      Och je, man hat immer auch etwas zu verlieren und manchmal nicht wenig.
      Das Internet macht zwar alles einen Klick weit näher aber ansosten, bleibt es eine Plattform, auf der man nie weiß was und wer einem begegnet.
      Geanu so ist es überall, auf dem Land, in den Städten, man muss es können, man muss es auch finden und vor allem offen sein.
      Jede neue Enttäuschung aber verschließt einen wieder, manchmal ist es, als hätte man keine Chance und gibt einfach auf.

      Nein ich habe auch keine Ideen, das Leben ist so wie es ist - wer gut in einer Familie eigebunden ist, der hat einfach den Jackpot gezogen.

      Soll ich schreiben, das auch ich ein gebranntes Kind bin, Freunde kann man nicht suchen, man kann sie nur finden, manchmal sind es Zufälle, manchmal pures Glück.
      Am Ende bliebt für mich aber das die Welt heute so ist - jeder in seinen Verpflichtungen einbunden, viel Zeit bleibt da nicht immer.
      Mit meiner Art, stehe ich mir demnach auch selbst im Wege.

      Und nein ich bin nicht einsam, nie wirklich allein nur fehlen sie mir, die Gespräche, das sich mal treffen, raus aus dem Einerlei.

      Und ja alle paar Jahre ändere ich mich, die Menschen um mich herum.
      Einige Kontakte schalfen ein, andere lassen mich einfach stehen, so wie auch ich wohl nicht immer die mitnehme wo ich weiß, die werden von allein den Weg zu mir nicht schaffen.
      Da gibt es Krankheitsfälle die ein Leben komplett umkrempeln, da kommen Enkel die viel freie Zeit auf einmal begrenzen.
      Ein neuer Partner, die Kinder ziehen aus, ein neuer Job.

      Die Menschen gehen ihren Weg, so wie sie können, nach dem, wie sie wollen, fragt selten einer.

      Und huch aber auch, die besten Freunde habe ich in der Trauer gefunden, in meinen Veränderungen, nur die Wege sind so weit - Internet eben, ein Mausklick entfehrnt, ist kein mal eben auch auf einen Kaffee fahren zu können.

      Alles eine Sache der Sichtweise, des Weges den man gegangen ist, den man geht.
      Und ganz ehrlich, vielfach auch der finanziellen Möglichkeiten.
      Das Leben ist da, um uns herum, darin die Menschen die vieleicht auch suchen zu einem passen könnten und doch sind sie unerreichabr manaches mal.
      Auch Vereinsleben ist nicht immer erschwinglich, da wird Essen geganen, das werden Fahrten gemacht und nur wer mitziehen kann, wird vielfach auch anerkannt und integriert.
      Und es sind vielfach MEnschen die selbst etwas suchen, mit dem man selbst überfordert ist.
      Kennen wir das nicht, wir sind solange passend, wie wir in deren Augena uch funktionieren.


      Ok, es gitb sie sie AUsnahmen, aber die zu finden machen es dann noch schwerer, wieder bin ich bei Glück.

      Und, und, und, alles Mist, etwas wahres aber ist immer überall dran.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Jede neue Enttäuschung aber verschließt einen wieder, manchmal ist es, als hätte man keine Chance und gibt einfach auf.

      und so geht es mir was hab ich schon entäuschendes erlebt und bin eigentlich am aufgeben.
      man zieht sich wieder zurück, denn ich war ja schon weiter und hab einiges unternommen.
      ​bin im sommer alleine in urlaub gefahren hab eine tagesbusfahrt gemacht. und nun hab ich
      ​wieder null elan zum einen tun mir die glieder weh zum anderen bin ich depremiert......ich
      weiss nicht wie es weiter gehen soll.......
      Vielleicht liebe Monalisa liegt da ein Problem, das sie dich schleichend erwischt hat, so eine kleine oder wie auch immer Depri.
      Die jkann einen schon ganz schön auf den Nullpunkt bringen und weiß einen auch da schick zu halten.
      Und es ist November, ja nur November etwas dunkler und die für einigen traurigen Gedenktage, alles fänt an einen um Weihnachten nicht drum herum kommen zu lasssen.

      Wer sich hier durchliest, zurück liest - schon länger liest, der wird die uns bekannten Rückfälle verfolgen könnnen, das auf und ab, das einige weiter hinten zu finden, die eigentlich schon viel weiter vorne zu laufen waren auf ihrem Weg.

      Es kann so nur der Moment sein, schon länger eingeschlichen, alles ist mäöglich und darum schreibe ich vielfach nicht direkt an sodern in ein aufkommendes Thema hinein.
      Wer sich was daraus zu ziehen weiß oder ebenso auch kopfschüttelnd, schmunzelt weiter klickt, das ist jedem selbst überlassen.
      Ich schreibe von mir, meinem erleben, meinem hier immer wieder verfolgen können.

      Und meinem einfach nicht vergessen haben wie es war, wie es immer mal wieder ist und das ich ebenso wenig immer wieder die Worte finde, die gerade gebraucht werden.
      Ein schmaler Grad, es kann ebenso falsch sein, von verstehen und wie böse alles ist, für einen den ich damit unten halten könnte und ebenso, von allen tollen Taten vom wunderbarem Leben, das ich weiter hinten auf dem Weg wieder gefunden habe - das frustriert dann die, die sich abmühen, einfach das Licht nicht finden können, kein Fuß zurück ins Leben bekommen.

      Och je, und nun , ich bin überall zu wuseln, hinten, vorne, im Leben oder ebenso genau voll daneben.

      Ist es meines, das ich mir nicht mal mehr anders vorstellen könntem - man mich so kennt - himmelhoch jauchzend zu tode betrübt, wie das Wetter, ausgelöst durch meiner tiefen Trauer.
      Na und nie vergessend, das ich meinen Partner eben noch habem halte ich mich manches mal zurück, hoffe auf Kommentare von noch anders wissenden, noch besser verstehenden.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ich stecke auch ich grad in einem tiefen Loch ... graue trübe Tage, früh dunkel, kaum Tageslicht, die anstehenden Feiertage wie Geburtstag, weihnachten, Adventszeit, Silvester ! Das zieht mich auch runter - ich buche es mal unter „normaler winterblues“ plus Traurigkeit! Ändern kann ich nix, also weitermachen, nicht aufgeben!! Das finde ich wichtig :)
      wenn ich mich gegen all das wehre, wird es doch nicht besser, denn es IST ja trotzdem da - mein lieber Mann ist nicht mehr da und ich muss jetzt MEIN Leben leben.

      Liebe Grüße
      Was man tief im Herzen besitzt, kann man nicht durch den Tod verlieren. J.W. v. Goethe
      Alles war selbstverständlich - nur das Ende nicht
      Hmmm ich weiss leider nicht wie ich es geschafft habe aber mir machen die dunklen Tage nicht mehr so zu schaffen.....für mich ist eben Tag ob nun dunkel und trüb oder nicht......ganz merkwürdig.........mag evtl. auch daran liegen das ich nie so veranlagt war das die dunkle Jahreszeit mir was ausmachte.....war in den ersten zwei Jahren der Trauer zwar heftig hat sich aber wieder normalisiert.....
      Ebenso hab ich irgendwie ne Taktik entwickelt Advent, Weihnachten und Silvester " auszublenden "......ich lass mich einfach nicht mit in diese gefühlsduselige Stimmung reinziehen......früher war ich eine der Ersten die dekoriert hat und ich hab mich wie verrückt auf Weihnachten gefreut.....meine Wohnung glich einem Weihnachtswunderland....nun null Deko nix aber auch nix.....der Dezember ist nun ein ganz normaler Monat.......klar am ersten Feiertag kommt ne Gans in den Ofen aber auch das ist nichts besonderes denn ich koche ja manchmal sehr aufwendig auch ausserhalb der Weihnachtszeit ( na ja wenn ich mal meine Salzbretzeln weg lasse ).......und ich liebe Gänsebraten......
      Natürlich kommt Weihnachten manchmal Wehmut auf aber ansonsten sind das für mich nur drei freie Tage mehr nicht....und Silvester mochte ich eh nie......ist bei mir jetzt Fischtag......Heringssalat, Scampi, Räucherfisch........DVD eingelegt, kleine Fischhäppchen geschlemmt und gut iss......und ich liebe es Neujahr um 7 Uhr morgens zu saugen grins.......

      LG
      Mäusi
      7 Uhr morgens saugen?
      Hehe.... um die Nachbarn zu ärgern?
      Also ich kann mit Silvester auch nix anfangen. Ein Jahr ist rum - ein anderes fängt an. Und in der Regel wird das neue Jahr auch nicht besser als das vergangene. Ist jetzt nicht wirklich ein Grund zum Feiern.
      Und überhaupt.... was sich die Leute wegen dem einen Tag für nen Stress machen.... wo sie feiern, mit wem. was sie noch brauchen.....
      Da sitz ich lieber gemütlich daheim und schau einen Film oder so.
      Silvester ist für mich genau so unsinnig wie mein Geburtstag. Den muss ich auch nicht feiern.
      Da hab ich auch lieber meine Ruhe.
      aber nein, wo denkst Du denn hin ? Um die Nachbarn zu ärgern ? Nie nich....... :evil: ich doch nicht......übrigens das mit dem Geburtstag sehe ich ganz genauso. Hab auf Druck meiner Freunde den 50 gefeiert...... hat mich ne Menge Kohle gekostet und ganz ehrlich die anderen hatten Spaß und ich Stress.....was gibts da schon zu feiern....man wird ein Jahr älter und dann ? Wenn jemand an diesem Tag gefeiert werden müsste sind das die Eltern denn die haben einen in die Welt gesetzt man selbst hat ja dazu nix beigetragen.....
      Letztendlich wird man jeden Tag um genau einen Tag älter. Und nicht plötzlich um ein Jahr oder sogar Jahrzehnt.
      Wobei manche Leute so etwas scheinbar glauben. Was dieses Thema angeht sind machen ja sehr speziell drauf. Wir haben bei uns in der Verwaltung Frauen die als sie 30 oder 40 wurden heulend auf der Damentoilette saßen. Oder bei uns in der Abteilung blaffte eine Kollegin eine andere an weil diese meinte das sie erstaunt wäre weil diejenige 60 wurde und wesentlich jünger aussieht. Eigentlich ein Kompliment. Die Angesprochene hörte aber die 60 und sofort war es wie mit einem roten Tuch beim Stier.
      Was soll das? Sind doch nur Zahlen. Es gibt Leute die 70 sind und dabei total gut drauf sind und jung rüber kommen. Und andere sind 20 und man denkt jeder Altenheimbewohner wäre ein Kindergartenkind dagegen. Alter ist etwas relatives. Mäusi würde ich schon von ihrer lockeren Art zu schreiben mindestens 15 Jahre abziehen. Es gibt ja schließlich keinen Leitfaden wie man in welchem Alter zu sein hat.
      Bis zum Tode meines Liebsten wurden Geburtstage seit ich denken kann immer ordenlich gefeiert. Schon als Kind war das toll: meine Eltern, Großmutter, Geschwister und ich haben alle im Winter Geburtstag, also war das mit den Kerzen am Morgen und den Blumen und den Geschenken besonders schön. Da Walter auch im Winter Geburtstag hat, haben wir immer ähnlich gefeiert, allerdings kam dann noch die Feier am Abend dazu, in der Nacht. Es gab Zeiten, da haben wir 3 Tage lang gefeiert, haben nichts ausgelassen. :) <3

      Heute ist es mir nicht mehr wichtig, ob ich Geburtstag habe oder wie alt ich werde. Anderes tritt in den Vordergrund. Möchte die Zeit, die ich hier habe (egal ob lang oder kurz) wirklich nutzen bzw. nicht verdaddeln. Ich will keine "Tage rumkriegen", keine "Zeit totschlagen". Tief in mir drinnen habe ich nämlich immer Geburtstag und da brennt auch immer ein Licht für mich.


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      interessante themen allemal.
      zum thema einsamkeit: ich bin schon eher ein extrovertierter typ, aber seit udos tod habe ich auch so meine probleme und hocke manchmal schmollend in meiner wohnung, weil sich keiner um mich kümmert, alle was vorhaben und einen partner dazu. dann kann ich auch nicht aus meiner haut. vor allem allein kann ich mich oft nicht aufraffen, wenn jemand fragt mach ich gerne mit.
      meine fast 90 jahre alte mutti fühlt sich auch einsam, seit ihr partner verstorben ist, aber wenn man ihr was anbietet, will sie auch nicht.
      ist schon ein komisches ding, diese einsamkeit.
      ich kann aber inzwischen ganz gut alleine sein, fürchte auch dieses jahr die grauen tage nicht, mach ich es mir halt gemütlich. langeweile hab ich eh nie.
      geburtstage finde ich toll, ist es doch der tag, an dem man das licht der welt erblickt hat. das sollte man doch feiern. im zweifel auch allein mit kuchen und sekt.
      ich werde die weihnachtszeit genießen und die wohnung dekorieren. warum denn auf einmal nicht? ich tus für mich.
      weihnachten bin ich gottseidank untergebracht. fiele mir auch schwer, da allein zu sein.
      silvester werde ich mit meinem hund zuhause verbringen. da hab ich auch kein problem damit. hab schon überlegt, ganz allein mit mir fondue zu machen. ich werde sicher um mitternacht rotz und wasser heulen. und dann weitermachen. aufgeben war noch nie eine option für mich.
      in diesem sinne eure lonie
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Diese Art Tagebuch finde ich wunderbar....
      Ich erkenn mich in so vielen Aussagen wieder....es ist doch wirklich ein Trost zu wissen das es vielen so geht...
      z.B. die Einsamkeit....eigentlich bin ich nicht einsam...jedenfalls nicht nach aussen...aber zur Zeit empfinde ich eine innerliche Einsamkeit...es ist so schwer unter Menschen zu gehen...ich seh überall glückliche Menschen gemeinsam lachen .....das ist natürlich nur objetktiv...und eigentlich weiß ich das bestimmt nicht alles glücklich sind...auch wenn sie zu zweit sind...
      Ich mag nicht ausgehen...denke immer ich falle anderen zur Last...und auch das ist unsinnig...es liegt doch nur an mir...aber manchmal kann ich einfach nicht anderes...dann ist da diese tiefe Traurigkeit die mich so sein lässt...und dann hoffe ich das mein Leben nicht mehr allzulange dauert....
      Und dann schimpf ich wieder mit mir...wie kannst du nur so denken...
      Irgendwie bin ich zwiegespalten....steh mir selbst im Weg....er fehlt mir dann so sehr...finde nicht den richtigen W'eg aus dem Dunkel...und ich träum so viel...so reale Träume...er ist da...neben mir...wir unterhalten uns...ganz ruhig...ohne Trauer....und ich wache auf und bin allein...und der Schmerz scheint mich zu zerfressen....
      Und dann kommt auch wieder ein heller Tag...ich schaff es rauszugehen...mit einer Freundin zu telefonieren...mich zu verabreden...
      Mein Problem ist das ich all dies eigentlich nur euch erzählen kann....ihr versteht mich und hinterfragt nicht...denn ihr wißt was ich meine..
      Eigentlich möchte ich auch keinen Geburtstag feiern...aber dann sind enige sehr enttäuscht...letztes Jahr hab ich es durchgezogen....hab gesagt ich bin an meinem Geburtstag nicht zu Hause...ich wollte auch allein sein....aber dies Jahr haben sie schon gesagt das sie zum Kaffee vorbeikommen ich solle wieder mal Torte backen.....eigentlich ist es Trost....aber...immer dieses blöde Aber....es hilft nicht...er kommt nicht wieder....
      Dieses Jahr Weihnachten werde ich arbeiten....das empfinde ich als Trost...
      und ich habe überlegt ehrenamtlich zu arbeiten...hier bei der Tafel zum Beispiel wird immer Hilfe benötigt.... ich habe festgestellt das es mich am meisten tröstet wenn ich helfen kann...arbeiten kann..
      Auch ich denke das Ratschläge geben sehr schwierig ist....fällt es mir doch selbst schwer diese azunehmen...aber es tut mir gut sehr zu lesen wie ihr es geschafft habt...das auch ihr dunkle Tage habt...und es es normal ist auch nach zwei Jahren noch zu trauern.

      Am Wochenende war ich auf einer Aromotherapie Fortbildung....und jetzt werde ich mir etwas gutes Tun und einen Duft Diffuser bestellen.....sich etwas Gutes tun ...das sollten wir viel öfter Tun.
      Lasst es euch gut gehen....

      Alles Liebe
      Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Liebe Sorina,
      fast jeden deiner Sätze kann ich 1:1 für mich übernehmen, und das ist so ein Trost, denn ich bin nicht allein mit diesen widersprüchlichen Gefühlen. Dem Wunsch nach ei kleines bisschen Glück und die vielen gtraurigen Tagen.
      Besonders heute wieder, ich habe letzte Nacht so real von ihm getröumt. Ich hatte mich an ihn gelehnt, konnte den Stoff seines Hemdes spüren....
      Er kommt nicht mehr.
      Ich wünsche uns allen eine gute Nacht!
      Jenny
      Ich habe nicht alles gelesen was hier im Threat geschrieben wurde. Das ist mir zu viel.
      ​Aber über das Thema Einsamkeit kann ich auch schreiben. Das mag die Ein oder den Anderen hier verwundern da ich doch sehr schnell wieder einen Partner gefunden habe aber auch mit Partner und auch mit Kindern und Enkelkind und Hund fühle ich mich immer mal wieder einsam. In meiner Wohnung bin ich ja auch meistens alleine. Das letzte WE hat mein Lebensgefährte zum ersten Mal bei mir verbracht. Das war sehr schön........es hatte so was von früher. Ist es falsch es so zu empfinden? Ich bin mir nicht sicher aber ich habe diese Zweisamkeit sehr genossen. Nichts desto Trotz fühle ich mich in vielen Momenten (selbst wenn mein neuer Partner bei mir ist) einsam. Vielleicht ist diese Einsamkeit eher das Vermissen der gemeinsamen Erinnerungen. Gemeinsame Erinnerungen eines gemeinsam gelebten Lebens.
      ​Und dann ging es wohl noch um Geburtstage, Weihnachten, Silvester, etc.
      Ich freue mich immer noch über diese Feste und ich feiere sie auch gerne.
      ​Ich vermisse meinen Mann dabei und zwischendurch laufen die Tränen und doch kann ich mich an den Festen freuen. Vielleicht ist es einfach nur wichtig beides zuzulassen und nicht für andere so zu tun als ob in mir neben Freude und auch Glück keine Trauer mehr ist. Die Trauer ist da und schlägt auch immer wieder mal auf (ich habe die Trauer mal in meinem Tagebuch mit dem Herpesvirus verglichen) aber mein Leben ist trotz allem immer noch lebenswert.
      LG
      allesanders
      "Und wenn ihr fragt wo mögen sie sein? So wisst: Engel sind niemals allein. Sie können jetzt alle Farben sehn und barfuß über Wolken gehn.
      Geht dann ein Wind am milden Tag, so denkt: Es war ihr Flügelschlag."


    Liebeskummer Sorgen Forum