Ein "Altes-Hasen-Tagebuch" mit der Möglichkeit, auch mal zu antworten

      Ihr Lieben!

      Immer wieder ertappe ich mich dabei das ich z. B. beim Bäcker so einkaufe das die Verkäuferin denkt das ich noch zu zweit bin.....das ist doch blöd...aber es kommt so aus mir heraus...ohne vorher zu überlegen.
      Ich kaufe Gemüse ....und überlege was er am liebsten mag....dabei sind es bald 3 Jahre..ohne ihn.
      Ich komme nach Haus ..und denke das er vielleicht doch noch mal vorbei schaut...und dann überlege ich warum ich es immer noch nicht angenommen habe....das er nicht wieder kommt. zeitweise lebe ich so..als ob er noch da ist....
      Geht es euch auch noch so? Dieses Gefühl...er ist gar nicht tot?
      Eigentlich habe ich mein Leben soweit im Griff...aber wenn ich genauer Überlege ...lasse ich neues nur sehr ungern zu...ich benötige für Entscheidungen sehr lange...es fällt mir immer noch so schwer darüber zu reden...diese Sehnsucht und dieses Vermissen...lässt das denn nie nach?

      Ich wünsch euch einen schönen Sonntagabendsommerabend

      Liebe Grüße
      Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Liebe Sorina,
      mir geht es ganz genau so. Ich habe meinen Alltag auch gut im Griff und doch, wenn ich genauer darüber nachdenke, bin ich immer noch in der Warteposition. Aber auf was? Wann schaffe ich es endlich über Neues nachzudenken und den Verlust vollständig zu akzeptieren?
      Zeit ist nur ein Wort....
      Ihr Lieben,

      habt ihr mal daran gedacht, dass seine Seele noch (wenn vielleicht auch sporadisch) da sein könnte? Gut, die Seele braucht keine frischen Brötchen mehr. Mein Liebster hat immer wieder Kontakt zu mir. Ja, er ist nicht mehr wirklich "da", aber ich spüre ihn so oft.

      Lebe mein Leben, weil es das einzig Richtige ist, was ich jetzt tun kann. Seele und Seele sind nicht getrennt.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      ich kann das auch nur bestätigen, ich habe auch mein Leben im Griff, aber es sind dann am 30.07. 8 Jahre und ich bin immer noch nicht darüber hinweg. Es ist halt so. Ich weiß auch nicht warum das so ist. Ich versuche auch jeden Tag mein Leben zu leben ohne ihn. Es ist schwer, aber es muß ja gehen. Ich frage niemanden was ich lassen und tun muß, wie gesagt es ist jeder für sich verantwortlich.

      Wünsche Euch auch eine gute Nacht schlaft gut und träumt was Schönes . Apropo Traum, ich habe in diesen fast 8 Jahren nur 3 x geträumt von ihm und als ich aufwachte habe ich Rotz und Wasser geheult.

      lg Heidi
      Doch...die Seelen unsere Lieben sind um uns...sie sind uns nah...daran glaube ich...und ich spüre es so oft.

      Zeit weise träume ich sehr viel von meinem Mann...meist sind es sehr realistische Träume...er ist da..spricht mit mir...lacht...sagt das ich nicht mehr so traurig sein soll...mittlerweile bin ich nach so einem schönen Traum sehr entspannt, fühle ich ausgeruht....und gehe gut gelaunt in den Tag...spüre ihn dann am Tag auch häufiger....ihre Seelen sind um uns herum :)

      Liebe Grüße
      Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Seit mein liebster Mensch von mir gegangen ist - und das ist nun schon über ein Jahr her - vergeht kein Tag, dass ich nicht an ihn denke.
      Das geschieht mehrmals am Tag. Insofern stimme ich zu, dass der geliebte Mensch immer bei uns/mir ist. In Gedanken, in Bildern und oft auch im Handeln.
      Ich mag mir diese Situation nicht schön reden. Sie fehlt mir so sehr. Ich lebe und sie ist nicht mehr da. Alles Mist!
      Das Problem scheint wirklich zu sein, dass man einen langen Lebensabschnitt gemeinsam gegangen ist - mit Höhen und Tiefen. Sich daran gewöhnt hat. Der Pfad teilweise vorgezeichnet. Sich einfach fallen lassen, wenn einem danach war - aufgefangen vom anderen. Schön, weil der andere einfach da war.
      Und nun? Wenn ich meinen Tag in Abschnitte aufteile, ist das ein Großteil Job, ein wenig Hausarbeit und Schlafen. Die Stunden dazwischen sind die Herausforderung. Alles anders!
      Die Abende, die Wochenenden, der Urlaub und die Jahre, die noch vor mir liegen...
      Ich muss nun mich selbst in diesen Zeiten finden. Selbst meine Interessen / Hobbies haben sich gewandelt. Was mir früher viel Freude machte oder spannend fand, interessiert mich teilweise nicht mehr. Das liegt daran, dass meine Interessen im Cocon des Wohlfühlens mit der liebsten Person eingebettet war und teilweise traurig schöne Erinnerungen weckt.
      Also bin ich auf der Suche nach Neuem, bin weiterhin Entdeckerin und lerne mich neu zu beschäftigen.

      AL Syli
      Hallo Syli,
      mir erehts auch noch wie dir,obwohl es ende juli bei mir ZWEI JAHRE her ist,das meine Lebensgefährtin von mir gegangen:DAS WÄRE JA AUCH SCHLIMM;WENN MAN NICHT MEHR DENKEN WÜRDE:DAS HAT WOHL KEINER VERDIENT:AM ANFANG MEINER TRAUER HATTE ICH AUCH ZU NICHTS MEHR LUST;WAS ALLEINE ZU UNTERNEHMEN ,das hat sich mit der zeit aber ein wenig geändert.gibt zwar Situationen,wo es extrem ist,das mit dem vermissen,das hätte meine Lebensgefährtin aber nicht gemocht,das ich mich total verschliesse,und gar nichts mehr mache,sie hätte das gewollt.das ich am leben weiter teil nehme
      Wie gut ich das nachempfinden kann. Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit dachte ich, was ist nun geblieben, wo ist der Sinn? Früher war der Sinn meines Lebens das Leben mit meinem Liebsten. Arbeit, Haus Garten, die erwachsenen Töchter gehörte dazu. Das ist mir ja auch geblieben, allein der Sinn nur für mich da zu sein.....
      Es ist eine Suche, eine Suche auf die ich mich eigentlich gar nicht begeben wollte und nun muss.
      Der Sinn des Lebens ist das Leben selber, ich weiss es ja.
      Jeder Tag ist eine Herausforderung und ich bin oft so müde.
      Die Hoffnung bleibt auf Besserung, für uns Alle
      LG
      Ihr Lieben,
      gerade vor einer halben Stunden fahre ich nach Hause in unsere Straße, sieht wunderschön aus im Abendlicht ... und plötzlich erinnere ich mich an ihn, wie er oft am Tor stand, über die Wiesen schaute und auf mich wartete, wenn er wusste, dass ich kommen würde. Es zerreisst mir das Herz für einen Moment und Tränen fließen mal wieder, sehr wenige, aber heisse Tränen.

      Es war so schön mit ihm. Ich kann euch so gut verstehen. Jetzt lebe ich mein Leben ohne ihn als Persönlichkeit neben und hinter mir. Es ist manchmal noch sehr hart, auch nach 4 Jahren. Aber ich muss auch sagen, dass ich das Leben allein als eine große Herausforderung ansehe und mich neuen Menschen und neuen Aufgaben stelle. Das bin ich ihm und das bin ich mir selbst absolut schuldig. Alles andere wäre völliger Schwachsinn.

      Und so denke ich sehr liebevoll an ihn und schicke Herzensgrüße weit hinaus, damit er sie empfangen kann.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Ja, liebe Syli, deinen Beitrag kann ich wirklich unterschreiben. So viele gemeinsame Jahre und (teilweise auch wunderschöne!) Erinnerungen und natürlich auch Schwierigkeiten, die man gemeinsam bewältigt hat, das lässt sich nicht einfach so abhaken.

      Ist bei mir wirklich alles genauso, mit dem einzigen Unterschied vielleicht, dass ich nicht bloß mehrfach am Tag, sondern mehr oder weniger permanent an meine verstorbene Mutter denke oder den Gedanken immer irgendwie im Hinterkopf habe. Dass das bei mir noch etwas ausgeprägter ist, hängt sicher auch damit zusammen, dass ich durch meine selbstständige Tätigkeit praktisch keine Ablenkung durch Kollegen habe. Für mich ist das eben der Dauerzustand, was für viele andere die einsamen Wochenenden und Abende sind.

      Und ja, das mit dem Fallen-Lassen stimmt. Ich konnte mich da einfach so geben, wie ich bin, mit allen Fehlern und Schwächen - ohne darüber nachzudenken, wie das nun bei der anderen Person ankommt, ob sie mir die Freundschaft aufkündigt, wenn ich irgendetwas sage, was ihr nicht so genehm ist ... Ansonsten hatte ich natürlich auch viel Verantwortung durch die Pflege, musste ja praktisch alles weitgehend allein regeln und managen und mich jahrelang täglich kümmern ... Einfach war das nicht. Aber das fehlt jetzt natürlich auch ganz gewaltig - das Gefühl, von jemandem gebraucht zu werden. Und viel schlechtes Gewissen schwingt auch immer noch mit - dass ich mir im Nachhinein wünschen würde, vieles anders gemacht zu haben. Dass ich mir wünschen würde, noch mehr für sie da gewesen zu sein, anstatt meine Zeit anderweitig verplempert zu haben. Oder dass ich meiner Mutter am Lebensende gewisse unschöne Dinge nicht ersparen konnte, die ich hier auch schon erwähnt habe.

      Von den anderen braucht einen ja niemand, da führt jeder sein eigenes Leben und ruft eben mal an, wenn er gerade Lust hat oder auch nicht.

      Am besten geht es mir immer noch, wenn ich mal ein nettes Gespräch führen kann mit jemandem, der mir wirklich sympathisch ist, und sei es "nur" die Nachbarin. Es laufen aber meiner Empfindung nach auch nicht so wahnsinnig viele sympathische und/oder intelligente Leute in der Gegend herum, mit denen ich mich gern unterhalten möchte.

      Es ist ja auch keineswegs so, dass ich jeden Tag bloß am Heulen wäre, hab ja auch meine Arbeit, auf die ich mich konzentrieren muss, mache mir auch mal gern ein gutes Essen, freue mich über das gute Wetter und bin bestimmt niemand, der sich zwanghaft in seine Trauer hineinsteigern möchte. Würde auch gern mal wieder etwas mehr unternehmen. Aber die Freundinnen, die Zeit hätten, wohnen zu weit weg. Den anderen sind offenbar ihr großer Bekanntenkreis oder ihre Facebook-Freunde wichtiger ... Und dann passt eben immer dieses oder jenes nicht. Früher konnte ich mit meiner Mutter ganz einfach in ein Konzert gehen, weil wir eben dieselben Interessen hatten. Aber wenn ich heute frage, heißt es, nee, sorry, hab keine Zeit oder das ist nicht mein Musikgeschmack oder die Karten sind mir zu teuer usw. Da müsste man wahrscheinlich ein Dutzend Leute kennen, um dann immer jemanden zu finden, dem irgendetwas gerade in den Kram passt. Das ist für mich aber auch keine Option, da ich noch nie so extrovertiert war, dass ich mich mit x Leuten abgeben möchte.

      Nun ja, alles nicht so einfach ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Dennoch, liebe Marion, fange ich nach und nach wieder an, Pläne zu schmieden und setze diese gaaaanz langsam auch um. Doch hat sich jede Umsetzung als Erfolg erwiesen und mir gut getan.
      Wie immer im Leben ist die Umsetzung das Schwierigste. Mich zu motivieren, raus aus meinem Nebel, wo es doch so viel einfacher ist, in meiner gemütlichen Wohnung zu bleiben.
      Nein, es hat keinen Sinn zu verharren: Ich muss und will meinen Weg weitergehen. Wohin auch immer er führt und so schwer es mir auch fällt.
      Wie ich von einigen von Euch höre, wird das Laufen von Mal zu Mal leichter. :)

      AL Syli
      Liebe Syli, ja das ist schön, dass du das kannst.

      Ich glaube, ich bin da trotz vieler Gemeinsamkeiten, die wir haben, doch ein etwas anderer Typ. Ich käme auch nie auf die Idee, morgens um sieben die Wohnung zu saugen ... ;)

      Jetzt aber Schluss für heute und gute Nacht. :)


      P.S.: Wobei ich ja sagen muss, dass ich gerade auch einen Plan umsetze: nämlich Umzug. Ob die Umsetzung aber nachher zu meiner Zufriedenheit ausfällt oder ob ich diese Entscheidung dann für den Rest meines Lebens bereue, weil sie vielleicht doch etwas übereilt war, wird man sehen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Syli schrieb:


      Das Problem scheint wirklich zu sein, dass man einen langen Lebensabschnitt gemeinsam gegangen ist - mit Höhen und Tiefen. Sich daran gewöhnt hat. Der Pfad teilweise vorgezeichnet. Sich einfach fallen lassen, wenn einem danach war - aufgefangen vom anderen. Schön, weil der andere einfach da war. ..............

      .................Selbst meine Interessen / Hobbies haben sich gewandelt. Was mir früher viel Freude machte oder spannend fand, interessiert mich teilweise nicht mehr. Das liegt daran, dass meine Interessen im Cocon des Wohlfühlens mit der liebsten Person eingebettet war und teilweise traurig schöne Erinnerungen weckt.


      Wunderschön geschrieben. Gerade heute spricht es mir aus dem Herzen.
      LG
      allesanders die heute sehr traurig ist

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      die zeiten, wo ich jeden tag an meinen udo denken musste, sind inzwischen vorbei. wobei ich sagen muss, dass dies ohne mein zutun passiert ist, einfach so. ich empfinde das als sehr wohltuend, denn es gibt mir die freiheit für neues in meinem leben. wenn ich an ihn denke, dann mit viel freude und erinnerung im herzen und nicht mehr mit soviel trauer, vielleicht auch eher mit wehmut. ich habe wieder freuede am leben und genieße viele dinge. es passiert gerade soviel. ich bin wieder verliebt und ich schreibe ganz viele sachen. ich bin dankbar für die zeit, die ich mit udo hatte und er wird immer den ersten platz in meinem herzen haben, aber ich bin ebenso offen für neues, was immer es auch sein wird.

      eure lucie/lonie 8o
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

      Die Erinnerung ist ein Fenster, durch das wir dich jederzeit sehen können
      Liebe Lonie,

      du hast es geschafft und dich wieder ins Leben eingefädelt, wobei wirklich vieles von selbst geschieht, doch es kommt eben auch auf einen selbst an, ob du willst oder nicht.

      Das Leben ist mit allem, was dazugehört, unendlich intensiv und kostbar. Ich wünsche dir ein schönes Leben voller Freundlichkeit und Mut. Udo wird dir das ebenfalls wünschen.

      Alles Liebe Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Heute möchte ich darüber schreiben, dass der Verlust eines geliebten Menschen auch eine Chance bieten kann, dem Leben "die Stirn zu bieten", zu kämpfen, durchzuhalten, stärker zu werden, das eigene Schicksal zu meistern, dem großen Geist (früher: Gott) und sich selbst etwas näher zu kommen.

      Schreibe das extra hier in dieser Art "Tagebuch", um niemandem zu nahe zu treten. Wer möchte, darf gern hier antworten. Allerdings bitte ich darum, hier keine Klagen zu formulieren, dass z.B. eh alles nicht mehr geht, weil zu alt, zu krank, zu allein, zu unselbständig .... bitte hier mal ausnahmsweise nicht!

      Wer von euch macht diese Erfahrung (auch nur ansatzweise), dass der Tod des geliebten Menschen nicht nur Verzweiflung und Hilflosigkeit, Trauer und Tränen, gebracht hat, sondern auch eine neue innere Ausrichtung, ein gewisses Verstehen des Lebens, eine Einsicht ins Unvermeidliche .......oder sogar noch mehr?

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Also ich habe diese Erfahrung auf jeden Fall gemacht. Schon direkt nach dem Tod meines Mannes mustte ich Schwierigkeiten meistern von denen ich in meinem früheren behüteten Leben eher keine Vorstellungen hatte. Seit dieser Zeit stelle ich mich allem Neuen und versuche das Beste daraus zu machen. Und ich habe gelernt dass man sehr viel kann wenn man muss. Das hat mich stolz gemacht und oft denke ich er wöre auch stolz auf mich, und dieser Gedanke tröstet mich irgendwie ein bisschen.
      Und wie Du schon sagst, man lernt das Leben und sich selbst von einer anderen Seite kennen.
      Heute kann ich sagen dass mir mein neues Leben zwar manchmal noch fremd vorkommt und gewiss habe ich es so nicht gewollt, aber ich versuche es anzunehmen und es auch vieles was sich gut daran anfühlt, auch wenn das jetzt komisch klingt.
      Und ich hiffe auch auf noch weitere Besseung....
      Genau das meine ich, liebe @Jenny29

      Es ist hart, aber auch irgendwie "in Ordnung". So ist meine jetzige Wahrnehmung.

      Wir alle hier sind betroffen.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      ...

      Frieda schrieb:

      dass der Verlust eines geliebten Menschen auch eine Chance bieten kann, dem Leben "die Stirn zu bieten", zu kämpfen, durchzuhalten, stärker zu werden, das eigene Schicksal zu meistern, dem großen Geist (früher: Gott) und sich selbst etwas näher zu kommen.


      Ob ich jetzt dem Leben die Stirn biete - mehr als ich das vielleicht 'früher' getan habe - ob ich mir, geschweige denn dem großen Geist, bei dem was ich jetzt tue, näher komme, vermag ich nicht zu sagen.

      Ich habe eher den Eindruck, dass sich die Distanz zu mir (ggf. auch dem großen Geist) nicht wirklich verändert hat. Ich umkreise mich, mein Inneres (das was mich ausmacht?,
      hab' aber keine Ahnung was das wirklich ist) wohl nur auf einer anderen Umlaufbahn.

      Das einzig halbwegs deutlich spürbare scheint zu sein, dass der Kurs unbestimmter und diffuser ist als er mal war.
      Ob ich aber wirklich etwas umkreise oder mich irgendwo hin bewege weiß ich auch nicht.
      Kann sein, dass ich immer nur der bin, der ich schon immer war.
      Und ich auch schon immer nur dort bin wo ich immer war.
      Mag sich alles konfus anhören oder lesen, aber so gehts mir halt gerade.
      Und dies ist ja ein Tagebuch, also kann es morgen auch schon wieder anders sein.

      AL
      Rolf
      ..........
      And if you don't know where you're going
      Any road will take you there
      Da muss ich dir rechtgeben liener Rolf. Rs ist ein unbestimmter und diffuser Kurs, den ich gehe. Das Ziel bzw. der Weg liegt im Nebel vor mir. Wenn es denn ein Ziel gibt. Ich nehme die Tage wie sie kommen. Sie gehen halt vorüber.
      Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt.

      "Musste dich gehen lassen und konnte nichts tun.
      Still und ohne Schmerz hoffe ich, kannst du nun ruhn."

    Liebeskummer Sorgen Forum