Ein "Altes-Hasen-Tagebuch" mit der Möglichkeit, auch mal zu antworten

      ich glaube auch dass ich verstehe was Du meinst liebe Frieda :knuddeln:
      ....
      allerdings bin ich zu unterbelichtet um das "dislike" nachvollziehen zu können
      ?(
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      - Aufgeben ist keine Option -

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      Fange an, den Menschen um mich herum wieder näher zu kommen, habe wieder Vertrauen, gebe ihnen und mir die Gelegenheit, miteinander zu sein.

      Am Anfang der Trauer hatte ich genau davor Angst: wenn die Menschen um mich herum "wieder was von mir wollen"! :huh:

      Ich wollte einzig und allein, dass mein geliebter Mann etwas mit mir zu tun haben will, sonst niemand, nichts und niemand!

      Ich befand mich in einer Art "Trauerblase", die nicht platzen durfte. Sie ist auch nicht geplatzt, sondern die Blasen wurden immer kleiner.

      Jetzt merke ich, wie die Kritik (und Angst) diesen Menschen gegenüber, die nun einmal jetzt um mich herum sind, viel weniger wird. Im Gegenteil, ich finde meine Mitmenschen nun relativ liebenswert. ^^

      Es hat wirklich gedauert. Es fühlt sich richtig an.


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

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      Frieda schrieb:

      Jetzt merke ich, wie die Kritik (und Angst) diesen Menschen gegenüber, die nun einmal jetzt um mich herum sind, viel weniger wird. Im Gegenteil, ich finde meine Mitmenschen nun relativ liebenswert.



      Über diesen Satz brüte ich schon die ganze Zeit... Nicht, weil er für Dich, liebe Frieda, gut und richtig ist, sondern ich habe dabei auch an meine Situation und Sichtweise gedacht.
      Ich nehme an, dass Du schon früher offen gegenüber den meisten Menschen warst und zeitweise die Trauer alles überlagert hatte.

      Was mich anbetrifft, bin ich zwar ähnlich, denke aber nicht viel darüber nach, ob und welche Empfindungen ich gegenüber meinen Mitmenschen habe.
      Eher akzeptiere ich sie so wie sie sind und kann damit umgehen oder lasse es (zeitweise oder ständig).
      Damit bin ich persönlich gut gefahren und bin im Leben selten enttäuscht worden. Und wenn, dann nur kurzzeitig, im Sinne, dass dies mich nicht ewig belastet.

      Was mir fehlt, ist Seelenverwandtschaft. Seltsam, wenn man sie hat, fällt einem das kaum auf oder wird als selbstverständlich hingenommen. Wenn sie nicht mehr da ist, fühlt sich das so einsam an, obwohl nicht allein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Hobbyornithologin“ ()

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      Liebe Hobbyorni ...

      du hast geschrieben:

      "Was mir fehlt, ist Seelenverwandtschaft. Seltsam, wenn man sie hat, fällt einem das kaum auf oder wird als selbstverständlich hingenommen. Wenn sie nicht mehr da ist, fühlt sich das so einsam an, obwohl nicht allein."

      Das ist wirklich das, was einen so richtig einsam machen kann.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

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      ... da ich aber ansonsten von heiterem Gemüt bin, verkrafte ich auch einigermaßen diese "Einsamkeit".
      Diese dunklen Phasen von Trauer (um den Verlust und Einsamkeit)sind dann bei mir nur kurzfristig und ich schaffe es relativ schnell aus diesem tiefen Loch herauszukommen.

      Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht. Vielleicht finde ich Seelenverwandtschaft, vielleicht bleibe ich auch den Rest meines Lebens "einsam", kann aber gut damit leben. Vielleicht aber schwindet meine Kraft. Wer weiß das? Aufgeben werde ich aber nie. Das Geschenk des Lebens werde ich nicht achtlos vergehen lassen. Es gibt auch noch bei mir viel zu tun. Manchmal weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll.
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