Alles neu, alles anders

      Liebe Syli,

      du beschreibst es wirklich gut! So fühlt es sich an. "Echte" Gefühle sind in der ersten Zeit ausschließlich die Trauergefühle. Alles andere wirkt aufgesetzt, uninteressant, gekünstelt.

      Für mich war es die Natur, die mich getröstet hat: der Wind, der Himmel, die Sonne, die Gräser, der Schnee, der Regen .... einfach alles in der Natur. Lange Spaziergänge mit dem Hund und viele viele vergossene Tränen während des Laufens.

      Gespräche mit anderen Trauernden kamen dann hinzu, dieses Forum hier, 2-3 Trauerbücher gelesen, aber das war alles nicht neu.

      Für mich ist es bis heute sehr wichtig, dass meine Trauer authentisch ist, dass ich nicht anfange, mir was vorzumachen. Ich möchte meinen Allerliebsten nicht "in den Himmel heben", sondern ihn einfach so in meinem Herzen behalten, wie er wirklich war: ein Mensch, mit allen seinen Schwächen, aber ein wundervoller Mensch.

      Ich verschließe mich auch nicht mehr gegen Andere (was am Anfang der Trauer so war), sondern schaue mich um und die bisherigen und auch die neueren Freundschaften tuen mir gut. Ja, ich bin offener geworden und das tut unendlich gut.

      AL Frieda


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      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
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