Hallo..

      Hallo,

      mein Name ist Rene und ich habe am 22.12.2017 meine Frau verloren. Sie war 62 Jahre alt ist an COPD verstorben.

      In der Nacht wo Sie im Krankenhaus erlag war ich auch dort. Leider habe ich es nicht mitbekommen als Sie verstorben ist da ich eingeschlafen war. Das tut mir so weh und ich halte mich mit Medikamenten am laufenden. Immer wieder kommt mir ihr letzter Zustand wieder hoch.
      Sie konnte kaum noch atmen und wollte noch leben. Mir geht es sehr schlecht. Am 12 Januar ist die Beerdigung und ich bin zur Zeit bei meinen Eltern. Sie fehlt mir so sehrrrrr..
      Wie lange soll ich den Schmerz noch aushalten...
      Ich habe keine Lust mehr zu leben...
      Lieber Rene, ein leises Willkommen hier bei uns.
      So frisch deine Trauer, so verständlich deine Gefühle, deine Angst, ohne deine Frau die Lust am Leben nicht zu spüren.
      Hilft es aber auch nicht, nur mit Medikamenten hoch zu halten.
      Hoffe ich aber, du hast einen guten Arzt an deiner Seite.

      Hoffe ich, das deine Eltern dir ein wenig Trost sind, du wenigstens nicht allein bist.
      Die Trauer kennt keine wirkliche Zeit, es geht alles in seiner, in deiner Zeit, in deinem Können.

      Wünsche ich dir alles, was es gerade für dich braucht.


      Mit einer lieben Umärrmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Hallo, Rene,
      ich bin auch erst gerade neu hier im Forum.
      Kann Deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Mach Dir bitte keine Vorwürfe, dass Du eingeschlafen bist..... Wahrscheinlich wollte es Deine Frau so .....

      Meine Mutter ist auch erst am 31.10.2017 verstorben und ich durfte glücklicherweise ihre Hand halten. Zu dem Zeitpunkt hätte ich aber viel lieber die Flucht ergriffen, was ich ihr aber nicht antun konnte.
      Für mich waren aber auch die ganze Zeit sehr viel Unsicherheit und Selbstzweifel da, ob ich alles richtig gemacht hatte, richtige Entscheidungen getroffen hatte (bezüglich Morphium etc.). Ich habe dann ein tolles Buch gefunden, welches sehr gut geschrieben ist. Dort steht auch, dass man alle Entscheidungen immer hinterfragt, aber letztendlich Verantwortung für etwas übernommen hat, was man nicht wirklich beeinflussen kann.
      Zunächst spürte ich eine Art Erleichterung, dass ihr Leiden zu Ende war; danach kamen Wut, Ärger und dann die
      große Leere in mir, als sei ich mit meiner Mutter gestorben und nicht mehr eines Gefühles mächtig.
      Ich habe sehr viel Hilfe beim Lebenskreis/Hospiz gefunden; sowohl in Einzelgesprächen als nun auch in einer Trauergruppe.
      Der Tod eines geliebten Menschen ist meist ein so einschneidendes Ereignis, welches man alleine nur schwer verarbeitet bekommt. Alles ist anders als vorher und muss vollkommen neu geordnet werden.
      Lass Dir zunächst einmal Zeit - es ist ja alles noch ganz neu und die Beerdigung steht ja sogar erst an.
      Sei froh, dass Du bei Deinen Eltern sein kannst, auch wenn es in einer solchen Situation keinen wirklichen Trost geben kann.
      Es gibt so viele Möglichkeiten und Rituale mit der Trauer besser umgehen zu können.
      Lieber Rene,

      ich wünschte, ich könnte etwas Tröstendes sagen, aber mir fällt leider nicht allzu viel ein. Wenn der Mensch gestorben ist, der einem am nächsten gestanden ist und man allein zurückbleibt, ist das einfach nur eine hochgradig bescheidene Situation ... Ich persönlich ziehe mich ja immer an dem Gedanken hoch, dass der/die Verstorbene nicht völlig weg ist, sondern durchaus noch an meinem Leben Anteil nimmt und mich nicht so fürchterlich leiden sehen möchte ... Deshalb versuche ich, die Trauer möglichst nicht allzu sehr ausufern zu lassen ...
      Natürlich ist so ein Todesfall je nach Lebenssituation sehr schwer zu verkraften, manche haben noch Kinder oder Enkel, an denen sie sich aufrichten können, manche haben noch Eltern oder Freunde, manche haben noch ihren Beruf, manche haben nur noch sich selbst ...
      Der Mensch ist nun mal auf Beziehungen ausgelegt und wenn die wichtigste Beziehung im Leben wegbricht, ist das ganz schwer zu ertragen ... Aber ich denke, irgendwie muss es weitergehen und wir müssen da alle irgendwie durch.
      Lieber Rene, es wird ja niemand wirklich gefragt, weder der Sterbene, noch der/die, die zurück bleiben.
      Wer wann was verdient hat,nein auch danach wird nicht gefragt, es geschieht einfach, das Schiksal schlägt zu.
      Ob man nun Lust hat oder keine, ich habe deine Wortwahl für mich mal genommen und mit in ein anderes Gespräch genommen.

      Der Antwort nach, die ich bekam, solltest du es dann einfach lassen.

      Ich glaube ich habe genau so geschaut wie du jetzt, oder einer der dieses gerade liest.
      Klare nüchterne Person, hart wenn es um Wahrheiten geht.
      Denk selbst drüber nach, dann kommste drauf sagte man mir.

      Ok ich komme nun darauf, das deine Wortwahl etwas ungünstig gewesen ist.
      Ausnahmesituation, alles ja auch nicht leicht, wie viel einem da so durch den Kopf geht, durchs Herz, das was war, das was nie wieder sein wird, all die Angst, vor dem was kommt, kommen könnte.

      Nein Spaß macht das nicht, es geschieht aber einfach, es folgt seiner eigenen Regel, hart und herzlos müssen wir Trauernden da durch.
      In unserer Zeit schreibe ich immer, es braucht unsere Zeit zum annehmen begreifen, das wir uns nicht wehren können, das es an uns liegt, wie viel Hilfe wir uns suchen.
      Die Trauer fodert einfach - ich weiß nicht, ob die Trauer bei jedem gleich fordert, ich gehe einfach davon aus.
      Der Unterschied liegt in jedem Trauerndem dann individuell.

      Wie tief die Beziehung zum Verstorbenem, wie nah, wie intensiv.
      In Trauer aber habe ich schon die Stärksten schwächeln sehen, ein schwachen Menschen nie stärker erlebt.

      So sehr deine Frau dir nun fehlt, sie hat ihren Frieden, ihre Ruhe, du bist hier im Leben und je mehr du dich der Trauer verweigerst, dich ihr entgegen stellst, je länger wird sie unbearbeitet in dir schlummern.

      Wünsche ich dir Hilfe in deiner Nähe, Hilfe einfach die näher dran ist.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Lieber Rene,

      mein aufrichtiges Beileid. Es ist schrecklich, wenn der so geliebte Mensch einfach so stirbt. Dass ich dich in deiner derzeitigen Situation nicht trösten kann, das weiß ich. Das geht einfach nicht. Aber ich kann dir sagen, ich hab das auch erlebt. Und ich lebe heute immer noch. Auch, wenn ich am Anfang am liebsten auch sterben wollte. In den ersten Wochen geht eigentlich nichts außer atmen und leben, einen Tag um den anderen.Der Schmerz ist so groß, da kann man nur einen Tag nach dem anderen überleben. Ja, es ist am Anfang nur ein überleben.

      Ich kann dir jetzt sagen, es wird leichter mit der Zeit. Aber das kannst du dir jetzt noch gar nicht vorstellen.

      Mir haben alle Menschen damals viel Kraft gewünscht und ich dachte immer, woher soll ich denn diese ganze Kraft nehmen. Aber es bleibt dir leider nichts anderes übrig, als einen Tag um den anderen jetzt einfach zu überleben.

      Ich umarme dich virtuell wenn du das möchtest.

      Liebe Grüße

      Claudia
      lieber Rene
      ​was ganz doll hilfreich ist die trauer an zu nehmen akzeptieren das es so ist.
      aber bei dir ist ja alles noch so frisch das du daran noch garnicht denken kannst.
      ​für dich ist es erst mal alles noch ganz schlimm und du brauchst deine zeit damit
      ​zurecht zu kommen. und du kannst mir glauben auch für mich war es am anfang
      ​sehr schlimm, konnte es garnicht glauben das mich mein Mann verlassen hat. und
      so langsam hab ich mich etwas erholt und es ist leichter geworden damit um zu gehen.
      vergessen kann man es ganz bestimmt nicht , ich hab schon den zweiten mann verloren.
      ​den ersten 1999 den zweiten 2015. aber vieles wandelt sich in eine liebe erinnerung.
      ​ich wünsch dir viel kraft alles zu verarbeiten.

      lg.-monalisa
      Hallo Rene, ich wünsche Dir noch ganz viel Kraft für die kommenden Tage. Eins möchte ich Dir noch mit auf Deinen Weg geben. Das Leben ist ein Geschenk , dass Du annehmen musst. Auch das Leben Deiner Frau war ein Geschenk bis zu Ihrem Tod. Verzweifel nicht, es wird auch wieder hell am Ende des Tunnels.
      LG
      Liebe Grüsse
      malsa
      :)
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      Beitrag von „MS-Rolli“ ()

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      Ich danke jeden einzelnen von euch wegen der Anteilnahme. Freitag um 13 Uhr ist die Beerdigung.

      Es ist sehr schwer damit umzugehen. Ich denke rund um die Uhr an meine süsse Marlies und

      hoffe Sie sieht mich und ist bei mir. Manchmal denke ich, Sie spricht mit mir.. wenn ich nur Ihre Stimme hören könnte...

      Das Leben ist so gemein. Ich wäre am liebsten mit Ihr gestorben
      ,Lieber Rene!
      Auch ich habe am 13.12. meinen lieben Mann nach 52 Jahren Ehe verloren.Es ist sehr schmerzhaft und das alles so kurz vor Weihnachten.Auch meine Kinder und Enkel sind sehr traurig.Ich habe mir Fotos aufgestellt und rede mit meinem Mann.
      Danach geht es mir wieder etwas besser,und wenn es das Wetter zuläßt gehe ich zum Friedhof und eine Runde spazieren um klare Gedanken zu bekommen.Ich hoffe auf eine bessere Zeit.
      Ich wünsche auch "Allen " noch ein Gutes und gesundenes Neues Jahr.
      Viele Grüße Christine

      "Gemeinsam sind wir alt geworden,es ist schwer jetzt zu verstehen, dass das letzte Stück des Weges jeder muß alleine gehen."
      Ja Christine, habe auch ein Foto meiner Mutter aufgestellt und gucke sehr oft darauf und rede in Gedanken mit ihr. Manchmal tut es mir ganz gut, wenn ich mich dann mit ihrem Foto auseinander setze und zu wissen glaube, was sie dazu gesagt hätte. Habe auch Blumen und ein Teelicht dort stehen, welches ich jeden Abend anzünde.
      Leider habe ich nicht die Möglichkeit, zu ihrem Grab zu gehen, weil sie 2 Autostunden weit weg beerdigt wurde bei meinem ebenfalls verstorbenen Vater - wie es ihr Wunsch war. Den wollte ich unbedingt erfüllen und hätte nicht gedacht, dass mir das einmal zu schaffen machen würde.
      Mein großer Trost ist nun auch zu glauben, dass es meiner Mutter nun besser geht und sie keine Schmerzen mehr hat.
      Ich denke dann immer an die vielen "Nahtod-Erfahrungen" wo ich sehr oft gelesen habe, dass der Betreffende es bedauert hat, dass er wieder auf diese Erde zurück musste, weil es in der anderen Sphäre wohl sehr viel schöner sein muss.
      LG Therese
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      Beitrag von „MS-Rolli“ ()

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