Späte Einsicht, lange Trauer.

      Ein schwerer Text, schwer zu verstehen, dabei eigentlich klar und deutlich.
      Da ist keine normale Trauer am Werk befürchte ich und fühle mich leicht überfordert.

      Trotz allem aber mag ich ein liebes Willkommen sagen hier bei uns nucha.
      Ob wir hier helfen können, außer zuhören (lesen) kann ich nicht sagen, auch Trost spenden ich bin nicht sicher.
      Eigentlich liegen die Antworten die ich gegeben hätte schon in deinen eigen Worten, dir das alles wissen bisher nicht helfen konnten, weiß ich nicht, was es sein könnte, was so tief in dich gehen kann um eine Wendung - den Tod deiner Oma in dein Leben zu integrieren gelingen könnte.

      Ich könnte mir vorstellen, dass da ein grundsätzliches Problem mit dem Thmena Tod in dir nicht akzeptieren kann, die Oma, der Mensch welcher einfach stirbt, da ist eine Unmöglichkeit in dir, die einfach nicht zu akzeptieren ist.

      All die Fragen, die auch uns beschäftigen, die man nur im eigenen Glauben oder in der WIssenschaft finden kann.
      Was passiert nach dem Tod ...

      Habe ich gerade den Gedanken, das mit dem Tod deiner Oma, sämtlicher Sinn am Leben, zum Leben verschwunden ist.
      Alles in Frage zu stellen, braucht doch auch neue Antworten finden zu wollen, sich mit dem Thema an sich zu beschäftigen, suchen nach etwas, das man akzeptieren, annehmen kann, egal ob Wissenschaftlich oder Glauben geprägt.

      Ich mag schreiben, du musst deinen Frieden finden, Frieden schließen, du bist nicht dumm, kein schlechter Mensch, davon gehe ich aus - du hättest nur gerne einiges anders gemacht, was nicht nachzuholen ist.
      Das solltest du dir verzeihen.

      In meinem Glauben, ist die Seele auch unsterblich, begleiten mich meine Lieben, nehmen Anteil an meinem Leben, wie sie das machen, dass weiß ich nicht, ich kann es mir einfach nicht anders vorstellen.
      Wo sie sind, hinterm Regenbogen sind sie, in meinen Gedanken da sehe ich sie darauf sitzen.

      Warum hinterm Regenbogen, das wird alle Wissenschaft und allen Glauben zur Verzweifelung treiben, keine Beweise, nichts das es beweisen könnte - mir aber ist es klar - weil ich es mir anders nicht vorstellen kann.
      Der Regenbogen, ich weiß das es ihn gibt, ich sehe ihn wenn die Vorraussetzungen stimmen, ich kann ihn nur nicht erreichen.

      Mir ist es egal ,was andere denken, woran sie glauben, sie wissen es nicht besser als ich, wahres Wissen haben alle erst, wenn sie den Weg auch gehen, in den Tod hinüber.
      Warum soll ich es mir schwerer machen, als ich muss, ich muss es nur für mich annehmen können.
      Ich horche in mich hinein und bin keinem anderen Rechenschaft schuldig über mein glauben und fühlen.
      Wie schön wenn ich dann einen Regenbogen sehe, vor allem in schwierigen Situationen, es mag Zufall sein, schöne passende Zufälle, in denen ich mich dann weniger allein fühle, sie bei mir wissen, in mir, mit all ihrer Liebe, allem, was uns über den Tod hinaus verbindet.

      Und Fehler, ja aus Unwissenheit, die habe ich auch gemacht, die habe ich mir zugestehen müssen, ich bin kein fehlerloser Mensch.
      Und ich bin sicher, meine Oma, die wusste immer um die Liebe zu ihr, egal ob man es aussprach oder nicht, das Wissen darüber lag in ihrem Lächeln, ihren Gesten.

      So könnte ich nun weiter schreiben, ob es dir hilft etwas unkritscher mit dir umzugehen, ich weiß nicht.
      Ich bin kein Fachmann, nein auch keine Fachfrau, ich bin nur ich, ein einfacher Mensch und ich stelle mir deine Situation schrecklich vor.
      So schlimm ein Verlust auch ist, dass es einen so und vor allem so lange aus dem Leben reißt, kein Leben möglich ist, davon las ich bisher nur.
      Weiß ich wohl darum, das es älteren Menschen manchmal so geht, wenn der Partner stirbt, der andere ihm in kurzer Zeit folgt, aufgegeben einfach auch aufgehört hat zu Leben.

      Du aber, du hast das Leben vor dir, endlich wieder ins Leben finden, weil wie du selsbt schreibst, deine Oma es nicht anders von dir erwartet.
      Welch eine hohe Schuld hätte ich meiner Oma gegeben, mit ihrem Lebensende das meine zu erwarten.
      Ihr zu Ehren, mehr kannst du ihr aus dem Leben heraus nicht mehr schenken, zu leben eben.

      Und muss ich darauf hinweisen, das du hier auf einer Seite bist, wo Todessehnsüchte keinen Platz haben, bitte ich dich davon Abstand zu nehmen darüber zu schreiben, dir da fachlich kompetente Hilfe zu nehmen.
      Hier können wir nur da sein, um einen Weg, mit der Trauer, durch die Trauer zu finden uns auszutauschen oder einfach nur zu lesen, manchmal hilft auch das schon.

      Ich wünsche dir das, einen Weg zu finden, Frieden finden, annehmen können, Worte die es tief in dein Herz schaffen um irgendwann wieder lächeln zu können.
      Die Sicht durch deine Mattscheibe klarer werden lassen.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Aufgrund einer Meldung, die ich gerade erhalten habe, habe ich den Beitrag vorläufig deaktiviert, überlasse ich es Mäusi, in wie weit darin enthaltene Sätze gegen die Forenregeln verstoßen.
      Ob der gesamte Beitrag gelöscht werden muss oder der bestimmter Satz herausgenommen werden dürfte.

      Liebe nuch, bitte ich dich die Forenregeln noch einmal zu lesen, bestimmte Sehnsüchte die hier nicht erwünscht sind, nicht geduldet werden können.
      Hier versuchen wir Trauernde, einen Weg mit und durch die Trauer hindurch zu finden, deine angesprochene Sehnsucht gehört in fachlich kompetende Hände.

      Liebe Grüße,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


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