Mein Sternenkind

      Mein Sternenkind

      Hallo,bin neu hier und verzweifelt es ist schon Monate her als meine Kleine Emma uns plötzlich verlassen hat sie war grade mal 2 Wochen alt und Kerngesund .Ich hab die Trauer noch gar nicht verarbeitet trotz Psychologen und Selbsthilfegruppe ,meine Ehe ist dann auch noch in die Brüche gegangen ich kann einfach nicht mehr bin so verzweifelt und am Ende mit den Nerven, was kann und soll ich bloss noch tun .
      Nichts liebe Esther, an dich glauben, deine Kraft, an die Zeit, die nie alles heilt.
      Ein liebes leises Willkommen hier bei uns, die wir um den Schmerz der Trauer, des Verlustes wissen.
      Nicht alle hier haben ein Kind zu betrauern aber sie gehen ihren Weg ebenso schmerhaft.

      Ich selbst habe keine Worte die trösten können, und wenn ich von meiner Trauer spreche dann muss ich Jahre schreiben.
      Es dauert, seine Zeit, deine Zeit, dein Können, so schreibe ich es immer wieder, was sind Monate, wo man sich auf ein Leben miteinander gefreut hat.
      Keiner geht daon aus, das es nur zwei Wochen werden dürfen, darauf ist keiner vorbereitet, kann man keinen vorbereiten.
      Ebenso schwierig auch, das aufzuarbeiten, wer will wirklich sagen könne ich kenne das genau, ich weiß.
      Sie wissen viel, bestimmt auch vieles mehr als ich, meinen Schmerz aber den hat keiner gefühlt.

      Wie man da helfen kann, ich weiß es nicht, reden, reden, reden, zu begreifen wird es lange nicht sein.
      Da kämpfen Herz und Verstand, da steht Wissenschaft gegen Glauben und Gefühle.
      Was mir geholfen hat, alles außer schweigen, nicht still sein, wo andere nichts mehr davon hören wollen, können.
      Das hat meinen Freundeskreis schrumpfen lassen, dafür aber ist mein Sohn mir nah, im HErzen, um mich herum.
      TEile ich mit ihm irgendwie als wäre er immer bei mir.
      Sicher schaue ich vielfach in den Himmel, ich bin ja nicht aus der Welt, nicht verrückt genug um nicht zu wissen was da geschah.
      Was für andere ungewöhnlich ist, ist in meiner Familie normal.
      So steht meine Tochter vor dem Kühlschrank wie ihr Bruder es vor Jahren tat, isst für ihn ein Stück Kuchen und wenn einer fest mit beiden Beinen im Leben stehen kann, dann gehört meine Tochter zu diesen Menschen.

      Ich wünsche dir so viel Kraft und Glauben an dich selbst.
      Alles was es gerade für dich braucht.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Das lese ich nicht zum ersten mal, die wohl schlechteste Entscheidun, die man treffen kann.
      Obwohl ich es auch kenne, wenn einen keiner zu verstehen scheint, die anderen in ihren Alltag zurück gehen, als wäre nichts passiert, während man selbst seine Welt nicht mehr versteht, sich nicht versteht, einfach alles in Trümmern, der Mann auch noch weg, alles zuviel einfach.

      Uns hat man direkt darauf angesprochen wie es mit uns steht, dass in den meißten solcher Fälle - wenn ein Kind stirbt, die Ehe einer Belastung aussetzt der nicht viele gewachsen sind.
      BEe uns war das nicht so, sah nicht so aus, heute weiß ich es besser, es war ein langsam schleichender Prozess, der zwar keine Trennung brachte, dennoch aner seine Spuren hinterlies.

      Ich schien alles so im Griff zu haben, alle mit durchzuziehen das ich dafür kein Auge hatte, so denke ich heute.
      Immerhin hatten wir schon so viel durch alles verließ sich wie immer auf mich, das hätte ich auch tun sollen, an die Erde gehen, alles rausschreiben, verurteilen wo es nicht mal Schuldige gab, egal, ich war ein Opfer, habe mich aber zu lange nicht gesehen.
      Ich war Ehefrau, ich war Tochter, ich war Mama, ich habe mich gekümmert um alles,für alle außer für mich.

      Ich weiß es nicht einmal aber manchmal denke ich sogar, ich habe das genau so gebraucht, wäre ich ansonsten mich selbst als Opfer sehend
      mich hingelegt, nie wieder aufgestanden.
      GElegen habe ich aber öfter, im tiefsten Dreckk der Trauer, kaum vorstellbar für einen der so etwas nie erlebt hat - aufgestanden aber, wieder und wieder und wieder, die anderen brauchten mich ja.

      Boah so stark, ja zu stark um selbst wirklich schwach sein zu dürfen, was für ein Elend.
      Habe ich auch viele an die Seite gestellt, mich beideite stellen lassen, mit wem auch reden, so wirklich.Habe ich meinen Weg finden müssen, lasse kaum neue Menschen an mich heran.
      Habe es aber geschafft, anderen zu signalisieren, hey ich bin noch da, wenn auch anders als vorher, es gibt noch immer Kaffee bei mir.

      Empfindlicher aber bin ich geworden, nein ich habe es nicht mehr nötig meine Meinung zu verstecken, wer will mir denn was, ich habe genug durch, weiß zwar mnachmal nicht was ich wirklich will, aber um so besser was nicht.
      Mir ist das Schlimmste im Leben passiert, so viel muss ein anderer erst schaffen und noch stehen.

      Alles nicht einfach, wirklich nicht, das Leben ist da, es ist schön, trotz allem, ich kann daran teilnehmen oder ich lasse es.
      Ich kann fallen auch heute immer wieder, aber aufstehen ist Pflicht - wer liegen bleibt hat schon verloren.
      Dich verkriechen bringt dir nichts außer eben einem Nichts um dich herum.Vielleicht habe ich kein für andere beneidenswertes Leben aber es ist meines, und um so viel mehr als andere haben.

      Klingt mir manchmal selbst komisch, wenn ich mich selbst lese und ja das Schiksal ist ein mieser Verräter, warum ich, immer wieder.
      Ich habe vorher nur nicht so genau hingeschaut, bestimmt besser als manch anderer, dennoch es passiert, jeden Tag überall trauern Menschen, könne nicht verstehen, wir sind so unsagbar viele.
      Bin ich aber längst weiter, habe ich für mich begriffen, ich muss mich bewegen, ich muss vor allem wollen, ich bin nicht die Einzige der passiert ist, ich bin aber die Einzige die für sich kämpfen kann.
      Manchmal will ich das auch alles nicht, vor allem in den Momenten wo alles hoch kommt, ein ewiges - wie gestern erst - mich zu erschlagen droht.

      Und dann wird mir bewusst, es ist zu spät zum liegen gehen, liegen zu bleiben, ich habe sie geschafft, die Minuten die wie Stunden waren, die Tage die wie Wochen schlichen, die Monate und nun Jahre.
      Ich habe das alles geschafft, erst in winzigen Schritten, dann in größeren, dann ein Stillstand aber immer so weiter und wie oft von vorn.
      Die Kraft reicht, ich muss mich nur bewegen, sonst bleibt sei ungenutzt.
      Es gibt jeden Tag diese Kraft, auch wenn wir sie gar nicht spüren, wären wir denn sonst noch *denk*

      Es gibt immer einen Weg, viele Umwege zum Ziel, der Weg aber, da stimmt der Spruch, ist das Ziel.

      Schau dich um, überlege wen du einfach mal anrufen kannst, manches mal, warten die anderen schon lange auf ein Zeichen.
      Wissen die anderen sich selbst nicht zu bewegen, haben selbst nicht verstanden, einfach akzeptiert das du Ruhe brauchst, willst.
      Wenn sich das ändert können sie das von allein nicht wissen.
      Vielleicht bist du am Zug, damit die anderen auch ziehen können.

      Sorry, musste erst mal für mich sein um alles zu bgreifen, könnte ein guter erster Satz sein.
      Wer darauf nicht reagiert, ist wohl schon zu weit weg, aber ein Versuch ist besser als nichts.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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