vermisse meine Mutter...

      vermisse meine Mutter...

      Habe mich heute hier im Forum angemeldet, nachdem ich eine Weile schon als Gast in euren Beiträgen gelesen habe.
      Meine Mutter ist seit 10 Wochen Tod, ich kann es noch immer nicht fassen, dass das jetzt endgültig ist. Jeder sagt es wird besser, jeder erwartet dass man auf die Frage „wie geht es dir“ antwortet „ja langsam besser“. Aber es stimmt nicht. Ich fühle mich als ob es jeden Tag tiefer abwärts geht. Ich vermisse sie unendlich. Wir haben sehr viel Zeit zusammen verbracht. Meine Mutter war durch einen Schlaganfall schon lange auf Hilfe angewiesen. Ich habe sie 10 Jahre jedes Wochenende betreut, wir haben jeden Tag mehrmals telefoniert....und jetzt ist alles vorbei.
      Fühle mich allein, verlassen, unverstanden...

      Meine 4 älteren Geschwister trauern anders oder manchmal denke ich gar nicht...für sie ist alles abghakt....
      Sie haben ihre Familie, meine Familie war meine Mutter. Die Wochenenden ohne sie sind schrecklich.
      Ich kann die Sehnsucht nicht aushalten...
      Wenn ich an sie denke, und das tue ich ständig muss ich sofort weinen. Da das im Alltag nicht geht, kostet es mich alle Energie nach außen zu „funktionieren „

      glg an an euch alle....


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      Hallo du Liebe!
      Lass dich umarmen,verstehe dich so gut!
      Meine geliebte Mama ging am 18 Okt.17 für immer von dieser Welt!
      Fühle mich verlassen und unverstanden vom Umfeld und erkenne den Unsinn des Lebens!
      Aber der Gedanke ,dass es ein Wiedersehn gibt auf der anderen Ebene,in einer anderen Form,erhält mich am Leben!
      Ich denke an dich!
      Hallo,

      fühl dich erst mal gedrückt. Es tut mir leid, dass du deine Mama verloren hast. Als ich meinen geliebten Vati verloren habe, geriet meine kleine heile Welt von einem auf den andern Moment völlig aus den Fugen. Bis heute dreht sich die Erde zwar weiter, aber für mich nicht mehr wie zuvor. Zum Glück bin ich nicht ganz alleine, aber dennoch ist ein Teil von mir mitgegangen und die Lücke, die entstanden ist, bleibt. Auch ich habe nach Menschen gesucht, mit denen man darüber reden kann und sich nicht rechtfertigen muss, warum man so fühlt. Deshalb schreib dir immer alles von der Seele, was dich belastet, hier darf man das. Für mich ist diese Endgültigkeit schrecklich und ich vermisse ihn sehr. Aber wie Olga schreibt halte auch ich an der Hoffnung auf ein Wiedersehen fest, damit dieser Verlust irgendwie erträglich wird.

      Liebe Grüße

      m-m-chen
      Liebe Olga, liebe m-m-chen,
      lieben Dank für eure Antworten. Ja die Endgültigkeit ist schrecklich, die Gewissheit es wird sich nicht mehr ändern. Obwohl Ostern das Fest der Auferstehung ist und ich auch auf ein Wiedersehen hoffe, tröstet es mich z.Z. nicht. Die Ostertage ohne meine Mutter waren fürchterlich. Ostern war immer ihr Fest. Sie liebte es alles zu dekorieren und endlich den Frühling willkommen zu heißen. Ich konnte diesmal nichts dekorieren, zu schwer wäre es mir gefallen. Der Schmerz ist so unerträglich, dass sie das alles nicht mehr kann. Meine Gedanken drehen sich ständig im Kreis. Ich komme nicht mehr vorwärts, habe das Gefühl den Schmerz nicht mehr auszuhalten. In den Nächten ist es am schlimmsten. Ich schlafe sehr schlecht und beim aufwachen ist sofort wieder alles da und ein Gefühl wie schreckliche Angst setzt sich im Magen fest...
      Ich bin erschöpft, kraftlos und unendlich traurig...
      Liebe Grüße
      Meine Liebe,wie gut ich dich verstehn kann!
      Eben sass ich vor dem Bild meiner geliebten Mama und fragte sie unter Tränen ,was ich tun soll und sie soll mir bitte helfen ;weil ich es nicht mehr schaffe!
      Das Leben ist ohne sie fpr much nicht nehr lebenswert!
      Ich habe zudem noch Schuldgefühle,nicht genug getan zu haben!
      Ich habe sie die letzten Jahre gepflegt und war mit meiner Kraft am Ende und bin deshalb nicht genug auf sie eingegangen!
      Ich werde mir das nie verzeihen!
      Ich möchte sie nur noch einmal in den Arm nehmen dürfen und ihr sagen wie sehr ich sie liebe!
      Bin genauso verzweifelt wie du !
      Leider habe ich auch niemanden,mit dem ich über Mama sprechen könnte!
      Habe weder Geschwister noch Verwandte!
      Ein paar Freunde habe ich vergraut,weil ich mich von denen unverstanden fühlte!
      Durch den Sehnsuchtsschmerz habe ich schon leichte Herzbeschwerden!
      Es gibt keinen Trost ,ausser Mama wäre wieder hier!
      Hast du denn Menschen mit denen du über Mama reden kannst?
      Schönen guten Morgen, ihr Lieben,

      ja, das kommt mir alles sehr bekannt vor: Mutter gepflegt, Schuldgefühle, Mutter war die Familie, Freunde vergrault, Schlafstörungen, Angstzustände ... Bis hin zu den Herzbeschwerden ...

      Hätte ich alles auch schreiben können bzw. habe ich auch schon in meinem Beiträgen hier im Forum genaus so geschrieben!!!

      Ostern ohne meine Mama war auch nicht so schön. MIr fehlt nun einfach auch der Rückhalt, fühle mich allein und auf mich selbst zurückgeworfen. Zumal ich nicht nur an den Wochenenden, sondern täglich allein bin, da ich im Home-Office arbeite, sodass ich nicht einmal die Ablenkung durch Kollegen am Arbeitsplatz habe.

      Aber bei mir ist es jetzt schon fünf Monate her, und ich muss sagen, der Schmerz ist in der Zwischenzeit doch deutlich milder geworden, der Alltag wieder ein Stück weit eingekehrt. Natürlich vermisse auch ich täglich meine Mutter, aber es tut nicht mehr so schrecklich weh wie am Anfang. Da hatte ich auch überhaupt keine Lust mehr, weiterzuleben. Mittlerweile freue mich nun doch auch wieder am Frühjahr, am Einrichten meiner neuen Wohnung, an den Treffen mit einer lieben Freundin und möchte doch nicht so schnell den Löffel abgeben ... Hat ja noch etwas Zeit, die Mutter wiederzusehen.

      Ich denke, ihr müsst euch einfach etwas Zeit geben. Das wird schon ... Andere haben das auch schon durchgestanden und überstanden.

      Ich hätte mir das auch nie vorstellen können, ohne meine Mutter weiterzuleben, die meine engste Vertraute und wichtigste Bezugsperson im Leben war. Und dann geht es doch weiter ... Jeden Tag ein Stück weit... Schritt für Schritt aus dem Tal der Trauer wieder ins Leben hinein ... Auch wenn nichts mehr jemals wieder so sein wird, wie es war, und die Lücke nicht wirklich zu schließen ist.

      LIeben Gruß

      Marion
      Liebe Marion,danke für deinen Trost!
      Bin gerade gar nicht in der Lage klar zu denken und sitze hier wie erstarrt!
      Möchte auch gar niemanden sehn im Moment und bin froh,dass ich nach der Pflege der Mutter ,direkt in Rente gehn konnte!
      Mein Alter macht einen Neuanfang auch nicht leichter !
      Der Gedanke ,dass meine Mutter sicher nicht wollte,dass ich so traurig bin,hält mich noch am Leben!
      Auch die Tatsache,dass sie so schwer gegangen ,macht mich so traurig!Sie hatte Angst vor dem Tod!
      Ich kann nur beten ,dass es ihr dort gut geht,wo immer sie sich befindet!
      Liebe Marion ,danke nochmal für deinen Beitrag!
      Ich fühle mich nun doch nicht gsnz so verloren!
      Grüsse,Olga!
      Hallo ihr lieben,
      zu lesen, dass man nicht allein ist mit diesen ganzen Emotionen, aufbrechenden Gefühlen und allem ist auch mir ein kleiner Trost.
      Liebe Olga auch mir geht es ähnlich wie dir, sitze manchmal nur rum und bin zu nichts in der Lage.
      Viele Jahre waren meine Wochenenden mit der Pflege meiner Mama ausgefüllt, manchmal hätte ich mir da oft etwas Zeit für mich gewünscht, jetzt wo die Zeit da ist fühlt sich alles falsch an.
      Es quälen mich Schuldgefühle. Ich musste meine Mama am 08.01. ins Krankenhaus bringen wegen schlechter Blutwerte. Zu dem Zeitpunkt hätte ich niemals gedacht dass sie 2 Wochen später Tod ist.
      Sie hatte Angst vor dem Krankenhaus und fragte mich mehrmals ob sie jetzt sterben muss. Ich habe natürlich verneint und gesagt in ein paar Tagen ist alles wieder besser. Heute fühle ich mich als ob ich sie an den Tod verraten hätte. Auch sie hatte Angst vor dem Sterben. Aber obwohl sie dann friedlich eingeschlafen ist und ich bis zum Schluss bei ihr war,tröstet das mich nicht.
      Dir liebe Olga wünsche ich von Herzen, dass es tatsächlich so ist wie Marion schreibt und es besser wird.Ich selbst kann es mir für mich noch nicht vorstellen.
      Heute nachmittag will ich vielleicht ein Trauercafe besuchen. Hoffe ich kann mich aufraffen....
      Seid alle umarmt
      Hallo meine Liebe,ich wäre gerne bei dir jetzt und würden zusammen in das Trauercafe gehen!Ich noch nicht mal da hingehn!
      Es ist doch merkwürdig wie die Gefühle übereinstimmen,das bedeutet eigentlich,dass wir gleich ticken und das vielleicht normal ist!
      Du hast doch nur das Beste für Mama gewollt,wie ich doch auch!!!
      Wir können doch nur so handeln,wie es sich für uns in dem Moment richtig anfühlt!
      Stell dir vor du hättest sie nicht ins KH gebracht und sie wäre gestorben,dann hättest du erst recht Schuldgefühle!
      Ich hab mir auch oft gewünscht ,mal Zeit für mich zu haben,u.war manchmal genervt ,aber das ist wohl auch ein normales Gefühl!
      Es sind unsere Gedanken,die uns fertig machen!
      Aber wir dürfen auch nichts verdrängen,den das wäre nur aufgeschoben!
      Meine Mama sagte oft zu mir,dass sie bald sterben muss ,aber ich wollte das bis zuletzt nicht wahrhaben und sagte immer das wir noch lange zusammen bleiben werden!Das beruhigte sie dann wieder!
      Drei Tage bevor sie starb,konnten wir nicht mehr kommunizieren ,ihre Hand war schlaff,sie hatte Atemaussetzer und trotzdem habe ich mich geweigert an ihren Tod zu glauben!
      Ich durfte ihre Hand halten,als sie das letzte mal ausatmete!
      Der schlimmste Moment war,als man sie abholte und in den Leichenwagen schob!
      Meine geliebte Mutter wurde mir weggenommen!
      Das war letzten Okt.
      Ich bin kein Mensch mehr und begreife erst jetzt was für ein glückliches Leben ich doch zu ihren Lebzeiten hatte!
      Wünsche dir von Herzen ,dass du Menschen findest ,die dich auffangen!
      Ich meide zur Zeit die Öffentlichkeit!
      Wurde vorhin im Bäckerladen gefragt,ob ich schöne Ostern hatte!
      Was soll man darauf antworten!
      Es ist leichter zu sagen,das alles ok ist,als zu erklären,warum man bverzweifelt ist!
      Ich drück dich,Olga!
      Ihr Lieben, zunächst möchte ich Euch ganz lieb umarmen. :knuddeln:

      Wie gut ich Euch verstehen kann. Bei mir liegt der schreckliche Tag nun 1 Jahr und 1 Monat zurück - mit all den Emotionen wie Schuldgefühle, Verlassenheit und das Gefühl der Sinnlosigkeit des Daseins. Weinkrämpfe und Schmerzen jeden Tag.
      Doch Marion hat recht - genaus wie all die "alten Hasen" hier im Forum: Was für mich in den ersten Wochen und Monaten nicht vorstellbar war, ist eingetreten. Ich lebe wieder, bin aus der Dunkelheit herausgetreten und bin wieder in der Lage, mich über das Geschenk des Lebens zu freuen.
      Die Sonne, das erste zarte Grün, die singenden Vögel.... Erst jetzt - nach über einem Jahr - fange ich wieder an zu atmen, zu entspannen, Ziele zu setzen, was ich in diesem Leben noch tun möchte.

      Mehrfach haben Trauernde hier geschildert, dass irgenwann sich nicht nur die Trauer wandelt (in liebevoller Erinnerung), sondern dass diese schmerzvolle Trauer irgenwann einfach verschwindet.
      Und das stimmt wirklich! Ich kann nicht den genauen Tag benennen, wann das bei mir passierte. Aber ich weine schon seit längerem nicht mehr und meine Gedanken sind längst nicht mehr so schmerzvoll wie noch vor einigen Monaten.
      Sicher bin ich noch traurig über den Verlust. Das werde ich wohl bis zu meinem Lebensende sein. Auch kann ich dieses "nie wieder " nicht akzeptieren.

      Doch ich lebe und will das auch, weil das Leben einmalig und besonders ist. Weil unsere Mütter uns dieses wunderbare Geschenk gemacht haben. Sie haben uns viele Jahre gehegt und gepflegt und uns befähigt, tapfer und beherzt durchs Leben zu gehen und dieses zu schätzen.
      Indem wir unser Leben leben und genießen, die Herausforderungen meistern, die Wunder dieser Welt entdecken und unser Herz öffen für all das Schöne und Gute, dass es trotz allem in dieser Welt gibt, ehren wir nicht nur das wunderbare Geschenk unserer Mütter, sondern auch unsere Mütter selbst.

      Gewiss wäre es schöner, all die Wunder des Lebens noch eine Weile mit der geliebten Mutter zu erleben. Doch wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, war immer klar, dass wir ein Stück des Lebens allein - ohne die geliebte Mutter - zurücklegen müssen. Und obwohl ich mich noch immer frage, warum jetzt und nicht später, muss ich ehrlicherweise zugeben, der Schmerz später wäre genaus groß.

      Es ist gut, dass Ihr den Weg zu diesem Forum gefunden habt. Hier sind so viele liebevolle und verständnisvolle Menschen mit gleichen und /oder ähnlichen Erfahrungen und Emotionen, die sich gegenseitig stützen und helfen durch die dunkelste Zeit unseres Lebens zu kommen.
      In großer Dankbarkeit denke ich an all jene - die sich trotz eigenen Schmerzes - immer wieder die Mühe gemacht haben und weiterhin machen, hilfreiche und tröstende Worte zu finden.

      Alles Liebe
      Syli

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Syli“ ()

      Liebe Syli!
      Erstmal vielen Dank ,dass du dir die Mühe gemacht hast,uns zu trösten!
      Es ist dir ein Stück weit tatsächlich gelungen,obwohl ich nicht glauben kann,dass es jemals um soviel besser werden könnte wie bei dir!
      Ich habe einfach zuviel Schuld aufgeladen und ich hasse mich dafür!
      Ich kann es nicht schön reden!
      Wenn ich morgen früh nicht mehr aufwache ,käme mir das gelegen!
      Ich danke Allen hier im Forum für das Verständnis,welches ich von meinem Umfeld nicht bekomme!
      Gute Nacht ihr Lieben,Olga!

      JHa69 schrieb:

      Heute nachmittag will ich vielleicht ein Trauercafe besuchen.
      Hoffe ich kann mich aufraffen....


      nach meinen eigenen Trauerkaffee Erfahrungen JA VERSUCHE ES

      obwohl
      Deine dortigen Tischnachbarn sollten sich auch eher "frisch in der Trauerphase" befinden

      dann spricht es sich "leichter" miteinander...

      wie gesagt das ist nur mein Eindruck vom hiesigem Hospiz Trauerkaffee


      Liebe Grüße Heiko
      Doch, liebe Olga, es wird besser!
      Auch, wenn Du es Dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.
      Ich selbst bin - wie wir alle - diesen steinigen und furchtbar schmerzvollen Weg gegangen.
      Stück für Stück, mit vielen Rückschlägen und sehr, sehr langsamen Verbesserungen.
      Vielleicht können wir uns alle ab und zu im Online-Cafe treffen und über Alltägliches und unsere
      kleinen Fortschritte plaudern?
      Was das Thema Schuldgefühle anbetrifft, habe ich mich sehr viel belesen. Auch hier im Forum wurde einiges darüber ausgetauscht. Mein Fazit: Du hast keine Schuld und ich auch nicht. Schuld ist etwas, was man mit (böser) Absicht macht. Das trifft auf uns nicht zu. Wir sind nur Menschen und niemals perfekt, genausowenig wie unsere geliebten Mütter es waren.
      Die Schwierigkeit bei mir war das Gedankenkarussell und die Fragen, was wäre wenn oder hätte, müsste, sollte. Das hat mich beinahe verrückt gemacht. Denn gute Worte, dass ich keine Schuld habe, halfen nur für den Moment. Aus diesem Grund habe ich durch gewisse Techniken immer wieder versucht, meine Gedanken nicht in diese Richtung abwandern zu lassen - mit Rückschlägen. Aber durch das ständige Üben quälen mich diese Gedanken nicht mehr. Das hat lange gedauert, war mühselig. Als z.B. die ersten Erfolge eintraten, wollte ich das einige Zeit gar nicht. Ich wollte stattdessen mich selbst quälen. Trotzdem bin ich hartnäckig geblieben und es hat sich schließlich gelohnt.
      Versuche Dich doch mal damit zu beschäftigen, wie Du aus dem Gedankenkarussell herauskommst.

      AL Syli

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Syli“ ()

      Liebe Syli!
      Danke, dass du mir das so gut erklären kannst!
      Es stimmt alles was du schreibst und dennoch fühl ich mich nicht besser!
      Ja dieses Gedankenkarussel macht mich auch kirre!
      Immer wieder tauchen urplötzlich Bilder auf ,Erinnerungen aus der Kindheit!
      Oder wenn ich eine Strasse laufe ,wo ich mit ihr mit dem Rollator entlang lief!
      Ich spüre immer noch ,wie es sich anfühlte,wenn ich ihr den Schal umwickelte oder ihr Jäckcken anzog!
      Die letzten 10 Jahre hab ich sie zu mir genommen um ihr ein Pflegeheim zu ersparen,was ohnehin nicht in Frage gekommen wäre!
      Die Sehnsucht macht mich krank!
      Warum nur muss das so weh tun !
      Die meiste Zeit meines Lebens hab ich mit Mama verbracht,weil ich mich bei ihr am wohlsten fühlte ,ich war glücklich in ihrer Nähe!
      Eigentlich will ich gar nicht mehr fröhlich sein,nur der Schmerz soll aufhören für den Rest meines Lebens.
      Ja vielleicht können wir uns öfter msl austauschen im online Cafe..
      Bis dann und danke nochmal für deine lieben Worte!
      Grüsse Olga!
      Guten Morgen ihr liebe,
      bevor ich zur Arbeit muss ein paar Worte...
      es tut gut von euch zu lesen und zu hoffen, dass es vielleicht doch jeden Tag ein bisschen besser wird. Aber schon während ich jetzt diese Worte schreibe spüre ich wie die Welle des Schmerzes und der unendlichen Sehnsucht auf mich zu rollt....die Tränen laufen schon....
      liebe Syli, ich freue mich für dich, dass es dir schon etwas besser geht auf diesem steinigen Weg...
      was sind das für „Techniken“ die du erwähnst um die Gedanken zu stoppen oder zumindest mal zu durchbrechen...vielleicht kannst du Olga und mir hier ein paar Tips geben...
      Im Trauercafe vom Hospizverein war ich nun gestern doch nicht....wie auch Heiko geschrieben hat, hatte ich Angst auch dort auf Menschen zu treffen, die mit ihrer Trauer weiter sind oder nicht verstehen können, dass man so um seine Mutter trauert....
      Vielleicht ist mein Gedanke falsch, aber im Alltag versteht einen leider niemand, dass man mit fast 50
      total am Boden ist weil die Mutter mit 83 Jahren gestorben ist. Alle sagen immer das war doch ein schönes Alter, als ob das den Schmerz des Verlustes schmäleren würde....und ich mich nicht so anstellen soll....selbst meine Geschwister haben nur bedingt Verständnis, sie fragen nicht wie kommst du zurecht, ich soll einfach funktionieren und wie sie sagen jetzt an mich denken....
      :(
      kommt gut durch den Tag und bis bald
      LG :knuddeln:

      @ liebe Syli wie funktioniert das im Online Café?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „JHa69“ ()

      Guten Morgen meine Liebe!
      Das du das ansprichst mit dem Alter bin ich sehr froh drüber!
      Ich bin schon 65 und Mama war 95 als sie starb im letzten Oktober und ich hörte auch den Satz" ja in dem Alter darf man sterben"!
      Denkt vielleicht auch einer ,dass es immer zu früh ist,wenn msn jemdnden liebt und auch noch dazu die Muttrr ist!
      Ich habe praktisch mein gsnzes Leben mit Mama verbracht und da wird dich auch die Bindung immer stärker und man hat mehr miteinander erlebt!
      Jetzt muss ich wieder weinen!
      Liebe Grüsse Olga
      Liebe Olga,
      ich wollte dich nicht zusätzlich zum weinen bringen...fühle dich umarmt :knuddeln: und getröstet von mir....
      Ich denke die Menschen um uns herum meinen es nicht böse, vielleicht haben wir selbst uns früher gegenüber anderen Trauernden auch unbedacht verhalten...
      Natürlich wissen auch wir, dass der Tod zum Leben gehört, dass jeder sterben muss, aber das alles tröstet doch nicht über den gewaltigen Verlustschmerz hinweg...
      Dieser Schmerz der sich anfühlt als bohrte ständig ein Messer in deinem Herzen...manchmal wundere ich mich, dass nicht äußerlich eine riesige Wunde zu erkennen ist....
      Man weiß erst wie Trauer sich anfühlt wenn man selbst jemanden verliert...
      Aber wir sind in dieser dunklen Zeit sehr dünnhäutig und sind verletzt wenn der Alltag der anderen einfach weiter geht....
      Man selbst fühlt sich aber wie auf einem anderen Planeten, in einem fernen Land in dem alle eine fremde Sprache sprechen...
      LG
      Judith
      Hallo Holger,
      über die Möglichkeit der Einzelgespräche habe ich auch schon nachgedacht, war auch auf der Suche nach einer geschlossenen Trauergruppe bei der alle ungefähr auf dem gleichen Weg sind...
      Aber die Trauer ist auch sehr verschieden, jeder empfindet anders, jeder ist auf eine andere Art dünnhäutig....
      Irgendwie weiß man auch selbst nicht was einem helfen könnte, da niemand den Tod rückgängig machen kann....
      Lg
      Judith
      Hallo Ihr Lieben,
      alles was Ihr zuvor geschrieben habt, kann ich fast zu 100% unterschreiben.
      Ich hatte haargenau dieselben Gedanken und Gefühle. Auch Bilder aus der Vergangen-
      heit tauchen bis heute wie aus dem Nichts in mir auf. Ich war monatelang so
      verzweifelt, dass ich vor lauter Weinkrämpfen fast nicht mehr atmen konnte.
      Der Schmerz sollte endlich aufhören. Doch nichts, aber auch gar nichts deutete darauf hin, dass es besser wird. Stattdessen nervten mich die Banalitäten des Alltags und die Menschen um mich herum.
      Ich habe diese Trauer ausgelebt bzw. zugelassen. Und zwar so intensiv, dass ich nach
      jedem "Anfall" so ausgelaugt war, dass sich mein Körper beruhigen konnte.
      Ich denke heute, dass dies alles "normal" und richtig ist. Die Abstände zu diesen
      intensiven "Traueranfällen" wurden irgendwann immer größer. Wo ich heute stehe, wisst Ihr ja bereits.
      Ich will damit sagen, dass das OK ist, dass Ihr Eure Trauer heraus- und zulasst. Gerade weil
      Ihr so sehr geliebt habt, muss der Schmerz um den Verlust artikuliert werden. Ich denke, dass das wichtig für Körper und Geist ist.
      Wie lange Ihr braucht, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen, ist sicher individuell.
      Genauso individuell wie die Vorgehensweise, um sich wieder beherzt dem Leben zu stellen.
      Gern versuche ich mich für Euch zu erinnern, was ich alles so getan habe. Einiges mag vielleicht seltsam klingen.... doch wenn es hilft....

      Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich so einiges ausprobiert und getan. Was denkt Ihr? Wollen wir
      hier weiterschreiben oder ein neues Thema eröffnen oder zwanglos zu diesem Thema im Kaffeehaus plaudern. Letzeres finde ich gar nicht so übel.

      AL Syli
    Liebeskummer Sorgen Forum