Trauer um den geliebten Mann

      Hallo Ihr lieben hier alle. 3 Wochen und 3 Tage ist mein Mann nun fort. Fühlt sich an wie eine Ewigkeit. War heute probeweise im Garten aber es hat weder Freude gemacht noch hatte ich das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun. Die Sonne scheint ...Vogelgezwitscher ...und es ist als würde ich einen Film gucken.
      Ich stehe neben dem Leben. Ich sehe alles anders als früher. Wenn ich die Kommentare hier lese merke ich, wir alle fühlen dasselbe. Unsere geliebten Menschen sind fort und kommen nicht wieder. Und genau das ist es was so unwirklich und unglaublich erscheint. Auch ich habe oft und in dieser Verzweiflung auf ein Wunder gehofft oder das alles nur ein Traum ist. Aber nein es ist die Realität und die ist gerade sehr grausam für uns alle. Ich frage mich auch jeden Tag warum und warum er. Es gibt keine Antwort dafür. Außer dass das Leben so ist. Diese Antwort ist natürlich kein Trost und es gibt auch keinen Trost für uns im Moment. Ich versuche mir jeden Tag vorzustellen was mein Mann sagen würde wenn ich mich nicht aufraffen kann etwas zu tun oder wenn ich nicht esse oder wenn ich nur noch weine. Wir alle hier wissen was unsere Partner dazu sagen würden. Ich weiß auch das hilft uns nicht weiter aber wir müssen weitermachen denn das wollen unsere lieben von uns Gegangenen und nichts anderes! Ich habe heute im Garten trotzdem die Lieblingsrosen meines Mannes beschnitten. Hatte irgendwie das Gefühl dass er sich freuen würde wenn sie so blühen wie im letzten Jahr. Auch wenn es mir gerade egal ist aber ich habe es für ihn getan. Niemanden nützt es wenn wir uns aufgeben und wir würden von unseren Partnern auch nichts anderes erwarten. Dass wir jeden Tag weinen und trauern ist normal und äußerst wichtig. Grüß euch alle ganz lieb und viel Kraft für die schwachen Stunden!
      Liebe Claudia,

      du hast es gut erkannt, zu trauern und zu weinen ist wichtig. 3 Wochen und 3 Tage sind nichts bei der Trauer. Du stehst noch so sehr am Anfang, dass für dich jede Gefühlsregung normal ist. Egal wie sie aussieht. Wir sind auch in der Trauer unterschiedlich. Auch wenn sich gewisse Dinge gleichen. Mein Mann ist letztes Jahr Ende April verstorben. Die erste Zeit, als ich total in Trauer war, kam der Frühling. Nachdem es letztes Jahr so lange kalt war, war es so (witterungsmäßig) wie jetzt genau da, als mein Mann tot war. Dementsprechend erinnert mich jetzt alles an letztes Jahr und ich leider derzeit wieder enorm.

      Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, dass ich jeden Morgen aufgewacht bin und gedacht habe, "er ist tot" und gleichzeitig " das kann nicht sein". Ich bin monatelang so wach geworden. Hab auch lange sehr schlecht geschlafen. Und ich hab mich extrem lange wie in einem Albtraum gefangen gefühlt.

      Meine Erfahrung aus dem Ganzen ist, lasst es zu, wehrt die Trauer nicht ab, sondern lasst sie zu, lasst die Tränen fließén. Wenn man das alles nicht annimmt, dann kommt es irgendwann zurück. Mir ging es jetzt wochenlang relativ gut, jetzt steht der 1. Todestag an und meine Stimmung kippt grade auch wieder.

      Liebe Grüße
      Claudia
      Liebe Claudia,
      ich lasse es zu... die Trauer, das Weinen... dennoch fühle ich mich nicht besser, sondern eher schlechter. Gerade bei diesem Wetter stelle ich mir vor, wie schön alles mit meinem Mann wäre, was wir alles machen könnten, was wir sonst immer gemacht haben. Bald wäre unser Urlaub... Wir wollten zusammen wegfahren und uns die Ruhe antun...
      Ich fühle mich immer noch wie in einem Albtraum. Wie du wache ich jeden Morgen auf und denke " Er ist nicht mehr hier. Ich bin alleine."
      Wenn ich an die Gegenwart und Zukunft denke, bekomme ich Panikattacken.
      Für alle Bekannten /Freunde geht das Leben weiter, doch ich fühle mich wie im falschen Film.
      Vorhin hab ich erst mal mein Auto gereinigt, das musste endlich mal sein. Ich muss gestehen, ich weiß gar nicht, was ich mit den ganzen Tuben und Pasten und Mittelchen machen soll, die mein Mann für die Autopflege gekauft hat. Das war sein Revier - obwohl ich mich früher schon um mein Auto selbst gekümmert habe- nur eben nicht mit so einer Sorgfalt. Es ist also nicht, dass ich denke, "Das würde jetzt mein Mann machen", sondern eher "Wieso hab ich das eigentlich immer meinem Mann aufgedrückt, das hätte ich doch auch machen können, er war doch krank (MS)." Diese und ähnliche Vorwürfe plagen mich ungemein. Mir geht es wieder sehr mies. Die dunklen Gedanken überrollen mich immer wieder....
      LG von Regina
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Ihr Lieben
      heute sind es genau 4 Wochen, als er gegangen ist.
      Auch ich bin noch tief traurig.
      Genauso stelle ich mir die Frage , wir hätten es doch jetzt wenn es warm so
      schön gehabt. Es tut so weh.
      Ich denke auch so oft, dieser Alptraum mus doch zu Ende gehen.
      Ich stelle mir vor, er kommt einfach wieder zur Tür rein und ich fange so sehr an zu weinen.
      Es ist auch so, das wir uns die Arbeit geteilt haben.
      Er war ein Jahr Rentner und hat alles in der Wohnung gemacht.
      Jetzt mach ich das...und alles was ich anfasse erinnert mich an ihn.
      Es sind auch diese Schuldgefühle wie bei dir.
      Dann hatte er ein schönes Hobby . Er bastelte an Moped bzw. hat sie repariert.
      In einer Garage nicht weit von uns .Er hat seine Werkstatt geliebt.
      Jedes mal, wenn ich da hinein ging bin ich zusammen gebrochen.
      Dann kam ein junger Mann.. . Ich kann sagen fast wie aus dem nichts.
      Er war sehr nett und sehr einfühlsam.
      Er wollte alles aufkaufen.
      Real gesehen super. Ich verstehe nichts davon.
      Aber es tat so weh, so weh ,so weh.
      Ich dachte wenn du das machst, ist er so sauer, das er nie wieder kommt.
      Und das denke ich immer noch. Es tut mir so leid ihm sein liebstes Hobby habe ich ihm weggenommen.

      Juni hatten wir 2 Wochen Türkei gebucht.
      Wir hatten uns so drauf gefreut.
      Freunde sagen: Flieg doch alleine.
      Das geht nicht. Wir haben dort 5 Jahre im selben Hotel übernachtet.
      Und dort gibt es auch Candleligth Dinner am Strand.
      Es war Traumhaft. Wenn ich nur dran denke, laufen die Tränen..
      Nie wieder wird das so sein.
      Warum gerade mein Mann, so schnell und so plötzlich.
      Was ist das für eine Strafe.
      Was habe ich nur falsch gemacht, das ich so bestraft werde.
      Nie wieder streicheln, keine lieben Worte mehr, kein Lachen,
      nur noch Stille und unendliche Traurigkeit. Wir wollte doch zusammen alt werden.
      Wir haben unser ganzes Leben nur gearbeitet.
      Das ist nicht fair. Er war so ein lieber Mensch. Er war wie ein Engel auf Erden.
      Er hat allen Menschen uneigennützig geholfen.
      Ich lebe ihn so sehr.
      Grüsse
      Petel

      Ich
      Liebe petel
      Es ist für mich so schwer diese Zeilen zu lesen , denn es geht mir genauso wie dir.
      Ich habe heute nach 11 1/2 Wochen es geschafft das erste mal in ein Geschäft zu gehen. Es war sehr schlimm für mich. Mein Sohn hat morgen Geburtstag und ich wollte ihm wenigstens einen Kuchen backen.
      Es ist sehr warm draußen uns mein Mann hat das Wetter so geliebt. Er war ein sonnenmensch.
      Auch ich frage mich warum wir so bestraft wurden. Warum?
      Es ist so schlimm
      Ich umarme dich
      LG Lena
      Ja Petel, es tut so unendlich weh. Mein Schatz ist im letzten Jahr im April ganz plötzlich gestorben, seitdem steht für mich die Welt still. Ich kann es nicht glauben, dass 1 Jahr vergangen ist, vor allem kann ich mich an nichts erinnern was wann in diesem einen Jahr gewesen ist, außer an den Schmerz in mir drin, denn der ist immer da, an jedem Tag, unverändert. Und das Schlimmste ist, dass man da draußen schon lange nicht mehr versteht, warum es mir immer noch so schlecht geht. Ich muss Loslassen heißt es, einer bleibt immer übrig heißt es. Das ist wirklich nicht das was mir hilft. Ich bin in einer Trauergruppe, bin hier im Forum, gehe Wandern mit der Trauergruppe und habe psychologische Betreuung um nicht zu zerbrechen. Lieben Gruß, Beate
      Liebe petel, liebe Lena.

      Ihr schreibt beide dass ihr euch fragt warum ihr so bestraft wurdet. So habe ich auch gedacht. Hab das auch als Strafe empfunden. Aber es ist keine Strafe für uns. So dürfen wir gar nicht denken. Und wir haben auch nichts falsch gemacht. Wir haben unsere Männer geliebt und lieben sie und haben alles für sie getan. Alles was in unserer Macht stand. Und es ist nie fair wenn so etwas passiert. Keiner unserer Männer hat es verdient krank zu werden oder plötzlich zu sterben. Es ist ungerecht und unfair und einfach nicht zu verstehen.

      Mir geht es genauso wie euch bei dem schönen Wetter. Wir haben uns so auf den Frühling gefreut. Wir hatten auch noch viel vor. Wir sind viel gereist, haben viel erlebt. Hatten trotzdem noch tausend Träume. Nun sitze ich hier und tausende Erinnerungen sind in meinem Kopf die schön sind und schmerzen weil man weiß, dass das was man hatte mit dem geliebten Menschen nie wieder kommt. Auf einer großen Weltkarte in unserem Haus stecken viele rote Fähnchen. Dort waren wir. Und dann sind da noch einige blaue Fähnchen. Da wollten wir hin. Und ich weiß dass das jetzt Träume bleiben. Das wollten wir gemeinsam erleben. Ich versuche dankbar zu sein für das was wir hatten und nicht traurig für das was wir nicht haben werden. Wie gesagt ich versuche es! Ich bin noch nicht soweit. Aber so würde mein Mann es mir raten. Petel, ihr hattet fünf wundervolle Jahre in der Türkei. Das war ein Geschenk. Lena, dein Sohn hat Geburtstag und er braucht dich. Dein Sohn ist auch ein Geschenk. Alles Liebe von Claudia1965
      Ihr Lieben,
      Ihr habt alle so recht mit man soll dankbar sein für das was wir erlebt haben.
      Aber es tut alles so weh.
      Heute hat mich mein Vater angerufen.
      Meine Mutter ist gestürzt. Beide über 8o.
      Ich bin sofort hin, habe die Sanis gerufen.
      Seit dem mein Mann krank wurde und die Sanis ihn nicht mitgenommen haben,
      habe ich ein Problem mit denen.
      Am 3.4. war seine Beerdigung . Am Sonntag darauf brach ein Mann in der Kirche zusammen.
      Es kam der Notarzt.
      Für mich nicht auszuhalten.
      Heute dann mußte ich sie wieder rufen.
      Alles in so kurzen Abständen.
      Ich habe mich total zusammengerissen...
      Aber die Jungs haben alles richtig gemacht.
      danach bin ich wieder ´zusammengebrochen.
      In der Notaufnahmen danach wieder alle diese Geräte, die es auch auf der
      Intensivstation gibt, wo mein Mann 13 Tage lag und dann gegangen ist.
      Es war die Hölle.
      Immer wieder das gleich Spiel. ich kann es einfach noch nicht.
      Es ist so schlimm . Meine Mutter hat den Oberschenkelhals gebrochen und
      wird morgen operiert.
      warum ist das alles im Moment so Sch..
      Ich komme aus dieser Mühle nicht raus.
      Meine Schwester hat mich dann abgelöst.
      Und sagte noch ...jetzt muss aber mal schluß sein.
      Das geht doch gar nicht...Ich kann das nicht!!!!
      Was soll ich nur machen
      Grüsse
      Petel
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      Beitrag von „doro69“ ()

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      Vielen Dank Claudia, ja mein Sohn braucht mich du hast recht.
      Es ist für mich sehr schwer. Liege nur da und weine und denke warum nur.
      Wir haben noch nicht soviel erlebt und wollten dieses Jahr damit anfangen
      Wie soll ich das schaffen.
      Liebe Lena. Ihr hattet euch. Es ist egal was man erlebt hat zusammen. Wenn man nur zusammen war! Denke an die schönen Momente mit ihm und betrachte es als Geschenk dass dieser Mann eine Zeit lang dein Begleiter sein durfte genau wie du für ihn auch da warst und er mit dir Zeit verbringen durfte.
      Die Frage nach dem Warum wird dir niemand beantworten können weil es keine Antwort gibt. Es passiert einfach. Es gibt keinen Grund.
      Und auch wenn du jetzt denkst du schaffst es nicht was momentan der normalste Gedanke ist... doch, du schaffst es!!! Für dich, für deinen Sohn und für deinen Mann. Nichts anderes würde dein Mann jetzt wollen. Liebe Grüße zur Nacht von Claudia1965.
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      Beitrag von „doro69“ ()

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      Danke für euren Mut Claudia und doro,
      Ich will euch von meinem Traum erzählen.
      Alle kamen zum Geburtstag meines Sohnes um zu gratulieren auch mein Mann. Ich saß in der Ecke und weinte. Mein Mann kam auf mich zu und sagte: Mein Schatz hör auf zu weinen, ich bin doch hier. Jedesmal wenn du weinst werde ich hier bestraft und dann geht es mir nicht gut.


      Ich weiß das ich es geträumt habe, weil ich weinend ins Bett bin. Aber heute morgen kann ich mich auch nicht beruhigen. Mein Sohn hat jedem gesagt er möchte nicht feiern. Ich bin aber froh das sich die Familie trotzdem angemeldet trotzdem für ne Tasse Kaffee angemeldet hat.
      So sind wir nicht alleine.


      Ich wollte noch sagen , es ist nicht das wir gar nichts erlebt haben. Aber wir haben immer gearbeitet und alles ins Haus gesteckt und Anfang des Jahres haben wir gesagt jetzt fahren wir nicht mehr alle drei vier Jahre in Urlaub, sondern jedes Jahr. Jetzt denken wir an uns...... Soweit ist es leider nicht gekommen.
      Ja wir hatten uns und haben uns auch wirklich sehr geliebt. Er war der Mittelpunkt in unserem Leben.

      LG Lena
      Hallo, vieles was ich gerade von euch gelesen hab, könnte auch von mir sein.
      Die Sprüche von Kraft und Zeit helfen mir nicht. Mein Mann ist nicht mehr da. Was soll mir da Zeit helfen. Zeit hab ich jetzt. Mal abgesehen von den ganzen Sachen die sein Tod mir zu erledigen gab. Ich hab auch eine schrecklich schöne Beerdigung organisiert. Die Lieder dazu hab ich auf eine CD brennen lassen und hör sie im Auto an,da kann ich laut schreien. Und wie schlimm es ist, wenn ich seinen Kleiderschrank öffne. Ich werde noch verrückt. Ich habe meinen Mann im Krankenhaus auf dem Sterbebett fotografiert und den Bestatter gebeten, mir noch ein Foto vom offenen Sarg zu machen, weil ich es sonst nicht glaube. Ja beide Fotos stehen auf meinem Nachttisch, das können meine Kinder nicht verstehen. Mir hilft es irgendwie.
      Meine Mutter meinte kürzlich, ach du bist noch jung (bin 57) du kannst noch mal heiraten.
      Ich dachte das ist nicht ihr Ernst.
      Ich hab nicht auf meinen Mann aufgepasst und ihn nicht eher zum Arzt geschickt, dachte das ist so wenn man 60 ist, da kommen auch Männer in den Rückgang. Nein das war kein Rückgang, das war das Ende. Und vom ersten Arztbesuch, als es dann wirklich nicht mehr so weiter ging, bis zum Tod waren es drei Monate. Mein Mann ist dennoch gottseidank im Schlaf gestorben, ja gibts auch im Krankenhaus. Aber ich noch nicht.
      Hallo Petel,
      die Beerdigung von meinem Mann war auch am 3.4. Da hatten die im Himmel aber voll zu tun.
      Und zwei Wochen vorher ist meine Mutter (89 ) gestürzt, Kopfverletzung, Rettungswagen und ab ins krankenhaus. Am Todestag hatte ich auch die Retter gerufen für meinen Mann, die waren auch schnell da und lieb, aber nur zu zweit, zum Glück war mein Sohn und sein Kollege gerade im Hof, die haben den Vati mit runtergetragen. Da hab ich ihm auf der Trage den allerletzten warmen Kuß gegeben und gesagt "alles wird gut, morgen komme ich dich besuchen". Nein, sieben Stunden später klingelte das Telefon und alles war vorbei. Ich habe ihn dann noch viele Küsse gegeben auf dem Sterbebett.
      Ja Petel, ich schaff das auch nicht. Was will ich denn noch?. Ich wollte immer sehr alt werden, so um die 90. Aber wenn ich denke, dass ich da dreißig Jahre ohne meinen Mann lebe, ne will ich nicht.
      Ach Steffi, ich kann dich so gut verstehen, denn mir geht es ja genauso.
      Wieder heiraten!?! Komisch, als ginge es nur ums "nicht alleine sein". Es fehlt doch nicht irgendein Partner, sondern der Geliebte! Als könnte man einen geliebten Menschen so einfach ersetzen, die Gefühle einfach so auf einen anderen Menschen übertragen. Vielleicht geht das bei vielen Menschen so, aber bei mir würde das nicht funktionieren. Viele haben eben von Liebe keine Ahnung.
      Ich habe auch für die Trauerfeier Lieder auf eine CD gebrannt und sie ständig gehört <3 Und auch ich habe beim Autofahren laut geschrien, ja regelrecht getobt. Wenn ich seinen Kleiderschrank öffne, dreht sich mir der Magen rum und ich bekomme keine Luft mehr...
      Wie du kann ich mir nicht vorstellen, ohne ihn lange zu leben, das will ich auch gar nicht. Die Zeit ist jetzt schon so lang. Alles fällt mir schwer, als würde ein Mühlstein auf den Schultern liegen....
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Novemberregen“ ()

      Hallo Steffi , Hallo Novemberregen,
      Wie sich das alles immer so total gleicht.
      Ich habe mein Mann seine Sachen auch noch im Schrank.
      Sehr alte Sachen habe ich schon entsorgt, aber viel ist noch da.
      Ich kann es nicht. Vielleicht schickt mir mein Mann wieder einen Hinweis und ich weis
      dann wie ich es machen so.
      Ich glaube das hat er bei seiner Werkstatt gemacht.
      Da kam ein sehr netter junger Mann und alles ausgeräumt. Er kam wie aus dem Nichts.
      Mein Mann wuste , dass ich mit diesen Dingen / die er aber so geliebt hat)
      nicht anfangen kann.
      Trotzdem Wunder ist mir das Herz bald zersprungen.
      Ich hab ihm dann gesagt, jetzt wird ausgeräumt , und wenn du das nicht willst, dann komm doch
      einfach wieder!!!!

      Nun habe ich noch seine Sachen , sein Motorrad, seinen Helm und eine Uhrenwerkstatt mit
      endlos vielen Teilen und Werkzeugen.
      Aber das ist alles in der Wohnung und kostet nicht zusätzlich Miete.

      Aber immer wenn ich das sehe, gehen die Schleusen auf....und ich kriege mich gar nicht mehr ein.
      Das wird wohl nie aufhören.
      Ich bin so traurig.
      Mir fehlen seinen Streicheleinheiten. Die tröstenden Worte, wenn es mir mal schlecht geht.
      Das Kuscheln und das behütet sein. All das , was ich von meinen Eltern nicht bekam, und auch heute
      nicht mehr bekomme, weil die das gar nicht verstehen. Das ist alles weg.
      Meine Schulter an der ich mich ausgeweint habe, die mich getröstet hat und die mich so sehr geliebt hat.
      Das hat er mir auch jeden Tag gesagt.
      Meine 2 . Hälfte und jetzt ist alles aus. Nur weil ich den Sanis nicht gesagt habe sie sollen ihn untersuchen und sind einfach gegangen.
      Ich fühl mich so schuldig. Das kann ich einfach nicht verdrängen.
      Die Last ist so groß und schwer.
      Da kann ich dran zerbrechen, das weis ich....
      Was soll da noch kommen?
      Ich wollte auch mit meinem Mann alt werden.
      Wir wollten im Juni in die Türkei.
      Ich wollte mit 63 in Rente und wir wollten uns es endlich ruhig und schön machen.
      Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, das ich das alleine machen sollte.
      Das geht ga rnicht.... und ich will auch nicht.
      Ich bin wiedermal ganz unten.
      Fahre jetzt auf den Friedhof . Da ist schlechtes Wetter und ich kann so laut heule und schreien
      wie ich will. Nur besser wird es nicht....
      Ja petel es gleicht sich wirklich total.
      Ich habe auch noch alles so im Schrank, wie es vor 11 Wochen war.

      Wann das besser wird, wenn überhaupt weiß ich auch nicht.

      Wir wollten jetzt auch anfangen zu leben, uns was leisten.
      Die Zweisamkeit genießen, die wir nie wirklich hatten. Aber das ist uns von einer Minute auf die andere weggenommen worden.
      Warum?
      Liebe Regina, einen wundervollen Menschen ersetzen? Das geht nicht!
      Keine Ahnung, wann es besser wird... Ein Fetzen Erinnerung an meinen Schatz und schon muss ich wieder weinen, weil er mir so unendlich fehlt, weil er so leiden musste, kaum Glück im Leben erfahren hat, weil uns nicht mehr Zeit vergönnt war. Er war ein Kämpfer, hat in seinem Leben immer nur gearbeitet, wollte sich nicht einschränken lassen durch die Krankheiten, und musste sich schließlich doch geschlagen geben. Scheiß Krebs!!!!
      Ich hadere viel mit Gott und der Welt. Schuldgefühle sind auch bei mir stark ausgeprägt. Und je mehr ich zurückdenke, desto mehr werden es. Vermutlich geht es uns allen so. Wir wären so gerne perfekt, sind aber doch nur Menschen mit Fehlern und Schwächen.
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Komme gerade vom Therapeuten...
      Habe ihr alles erzählt..
      Aber es kommt nur, das ist normal...
      Man mus sich die Zeit geben zum weinen .
      Aber man sollte auch Dinge tun, die einem Spaß machen.
      Das habe ich überlegt was ich tun könnte.
      Ich habe nicht wirklich was gefunden.
      Denn nichts macht mir Spaß.
      Ich habe schon so lange nicht mehr gelacht und ich habe das glaube auch
      verlernt.
      Wenn ich jetzt seine Sachen weggeben würde, dann hätte ich ein
      schlechtes Gewissen. Er denkt dann ich will nicht mehr von ihm.
      Wie kann man sich das nur ausreden.
      Ich schaffe das nicht von alleine.
      Wie "meistert" ihr den Alltag?
      Wie geht es so auf Arbeit?
      Funktioniert das überhaupt?
      Bitte schreibt mir doch mal wie ihr da klar kommt.
      Ich schaffe es so nicht ohne Hilfe.
    Liebeskummer Sorgen Forum