Trauer um den geliebten Mann

      Ihr Lieben,

      auch ich habe die Sachen von meinem Mann sofort weg gegeben. Seine Schuhe habe ich an seinen Bruder gegeben, die Kleidungsstücke kamen zu den Obdachlosen.
      Sein Lieblingsshirt mit dem von ihm entworfenem Firmenlogo von uns und seinem Namen drauf habe ich noch behalten, es liegt bei meinen Shirts.
      Den Rest seines Aftershaves habe ich ins Regal im Bad gestellt, seinen Teil der Ablage unterm Badezimmerspiegel habe ich leer geräumt und mit meinen Sachen und den Sachen unserer Tochter (27J) bevölkert dass es nicht so kahl aussieht.
      Die Wohnung ist so geblieben – wir wollten eigentlich umräumen waren uns aber noch unschlüssig wie es werden sollte.

      Auch ich habe kein Grab, Tom wollte bewußt keine Grabstelle für sich, für uns. Das gab bei seinen Brüdern und bei seiner Mutter eine ziemliche Irritation, denn er wollte eine Diamantbestattung damit er in Form eines Ringes oder eines Kettenanhängers immer bei mir sein kann.
      Dadurch dass ich unsere kleine Firma nun alleine weiterführen muss und will habe ich ziemlich schnell realisieren müssen dass nichts mehr ist wie vorher. Ich bin verantwortlich für meine Mitarbeiter und die Durchführung von Dienstleistungen.
      Und ehrlich gesagt habe ich das Gefühl dass es mir sehr gut tut gebraucht zu werden und „etwas um die Füße“ zu haben.
      Anfangs ist es mir sehr schwer gefallen mit unseren Gästen zu sprechen, vor allem dann, wenn sie herzlich meinen Mann grüßen ließen oder mit ihm persönlich ein Anliegen
      besprechen wollten.
      Aber inzwischen blicke ich mit Dankbarkeit auf 20 wundervolle Jahre … das heißt nicht dass es nicht weh tut, das heißt nicht dass ich nicht mehr weine, das heißt nicht dass ich Tom nicht vermisse, aber mein Kopf wird langsam wieder klar, ich kann wieder denken, ich muss mir nicht mehr alles aufschreiben.

      Ich merke dass es weiter geht. Und das ist gut so.

      Ich wünsche Euch allen den Frieden der Nacht.

      Franzi

      .......................................

      - Aufgeben ist keine Option -
      Jeder handhabt es mit den Sachen seines geliebten Partners anders. Da gibt es keine Regel. Manche räumen sofort alles weg, andere können sich nach Jahren noch nicht davon trennen. Man sollte sich da keinen Druck machen (lassen). Das Tempo bestimmt wohl die eigene Seele. Ich kann nicht gegen mein Gefühl handeln. Es sind für mich Erinnerungen, an die ich mich (jetzt noch) klammere, durch die ich mich nicht so einsam fühle, ob das Kleidung, Toilettenartikel, Bücher, CDs oder sonstiges ist. Nach und nach geht das wohl erst bei mir. Kleine Abschiede. Und von vielen Sachen werde ich mich sicherlich gar nicht trennen.
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Hallo Ihr Lieben,
      ich habe eure Beiträge alle gelesen und finde es doch interessant.
      Jeder geht anders damit um.
      Jeder findet einen anderen Weg.
      Warum habe ich die Fragen gestellt?
      Ich bin nun schon ,seit mein Mann auf der Intensivstation war krank geschrieben.
      Seit 1 Woche bekomme ich Geld von der Krankenkasse.
      Ich arbeite schon mein ganzes Leben und habe noch nie Geld von der Kasse
      bekommen.
      Ich habe auch deswegen ein schlechtes Gewissen.
      Ja ich weis, das sollte ich nicht haben.
      Aber ich weiß ja wie in der Firma geredet wird...
      Ist mir das egal? Wohl nicht, sonst würde ich mir keine Gedanken machen.
      Aber ich bin eben im Moment wie aus Glas , Feinfühlig, sensibel und nicht belastbar.
      Im Moment greift die Therapie nicht. Ich weis gar nicht in welche Richtung ich
      denken soll. Aber ich bin auch noch am Anfang.
      Reha ? soweit sind wir noch nicht...
      Ich versuche natürlich eine zu bekommen.
      Trotzdem, ich kann mir nicht vorstellen zur Tagesordnung über zu gehen.
      Das geht nicht. Ich nehme mir auch jeden Tag etwas vor.
      Habe ja auch noch so viele Termine mit Behörden , Rentenamt usw.
      Das lenkt mich schon etwas ab.
      Dann muss ich auch noch jeden Tag ins Krankenhaus, meine Mutter ist gestürzt und
      bekam eine neue Hüfte.
      Gestern habe ich mal ausgesetzt und bin nicht hingegangen. Ich hatte ihr auch Bescheid gesagt. Es kam trotzdem ein Anruf, "du must aber morgen kommen".
      Sie verseht nicht, das ich im Krankenhaus die ganze Zeit weinen muss und auch an
      alles wieder erinnert werde.
      Gestern hat sich bei mir eine Freundin gemeldet, die ich schon so lange nicht mehr gesprochen habe.
      Ich bin am Überlegen , ob ich sie zum Essen einlade. Dann können wir über alte Zeiten reden .
      Aber ich überlege noch.
      Die Sachen von meinem Mann bleiben jetzt auch im Schrank, dort wo sie sind.
      Ihr habt recht, vielleicht kommt die Zeit zum ausräumen. Aber jetzt nicht!!!
      Ich habe auch schon überlegt einmal für 2 Tage zu meiner Nichte zu fahren.
      Sie wohnt auf Fehmarn seit 3 Wochen.
      Da sind aber so viele "Aber"....meine Mutter...der lange Fahrweg mit dem Auto 2 Std....
      Früher ist mein Mann alles gefahren. Ob ich das wohl schaffe?
      Zu viele Aber. Dann las ich es wohl doch sein...
      Was meint ihr, soll ich es einmal versuchen, trotzdem so viel dagegen spricht?
      Ich habe so wenig Mut im Moment.
      Aber das Schreiben tut mir gut.
      danke das es euch gibt!!! <3
      Liebe Petel,

      was du schreibst, kenne ich von mir selbst. Ich bin auch krankgeschrieben, seit ich meinen Mann gepflegt habe, bekomme nun schon seit März Krankengeld. Vorher hab ich in der Arbeit kaum gefehlt, mein Mann und ich waren beide sehr pflichtbewusst und gewissenhaft. Natürlich weiß ich, dass das vielen nicht passt, aber ich kann es nicht ändern. Ich bin körperlich sehr schwach und schaffe diese Arbeit momentan einfach nicht (bin Zustellerin bei der Post).
      Du musst dich jetzt erst um dich selbst kümmern, denn dein Herz blutet. Durch diese Wunde bist du feinfühlig, sensibel und nicht belastbar. Feinfühlig und sensibel bist du vermutlich schon vor deinem Verlust gewesen, aber zurzeit eben noch mehr. Man hat keine Nerven mehr, weint schon beim geringsten Anlass, jede Erinnerung, ob gut oder schlecht, schmerzt. Alles ist einem zu viel.
      Mein Tipp: Kleine Schritte gehen.
      So einer wäre, deine Freundin zum Essen einzuladen. Lass sie für dich da sein. Das kann euch beiden helfen. Und wieso nicht zu deiner Nichte fahren? Deine Mutter wird im Krankenhaus doch gut versorgt. Dein Vater ist doch auch noch da.
      Beide sollten auch verstehen, dass du dir diese Auszeit gönnst, weil diese wichtig ist für dich.
      Beim Fahren machst du einfach genug Pausen, und die Zeit auf Fehmarn wird dir bestimmt gut tun. Schon alleine die Seeluft... Du schaffst das! Und hinterher kannst du stolz auf dich sein, dass du es geschafft hast- und dein Mann wäre auch stolz auf dich <3
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Hallo Petel,
      hier im Forum gab/gibt es ein Thema in dem genau das beschrieben wird wovon Du redest nämlich diese wenns und abers und dieses ich traue mir das nicht zu.....leider finde ich das jetzt nicht....vielen von uns geht/ging es so aber Du wirst sehen und staunen wozu man in der Lage ist wenn man muss......oder sollte ich sagen will ?
      Man wächst an seinen Aufgaben und wenn da niemand ist der einem bestimmte Sachen abnimmt dann muss man ob man will oder nicht und es geht......viele von uns sind da inzwischen sehr kreativ.......
      Das Du Dir jeden Tag etwas vornimmt ist doch schon mal ein guter Anfang......auch wenn es nicht immer klappt aber es ist ein Anfang.......
      Weisst Du ich sage immer " Versuch macht klug "........plan doch einfach mal den Besuch bei Deiner Nichte......fahr einfach mal eine Stunde am Stück Auto und guck wie es Dir dabei geht......wenn Du merks oh nee ist ( noch ) nicht mein Ding dann lass es.......aber versuch es immer mal wieder......und wenn der Mut dann irgendwann da ist nix wie los.......Du glaubst garnicht wie stolz man danach ist und man fragt sich warum man damit so lange gewartet hat.......
      Tja und so ein Essen mit einer Freundin da kann doch eigentlich nichts schief gehen.......wenn Du beim Essen merkst das es Dir nicht gut dabei geht na dann sei ehrlich und sag Ihr " Ich habe mich wirklich auf dieses Essen mit Dir gefreut aber ich bin noch nicht so weit. Wir sollten das aber zu einem späteren Zeitpunkt unbedingt nochmal wiederholen ." Wenn Sie eine wirkliche Freundin ist, wird Sie das verstehen......

      Ich war nach dem Tod meiner Mama 1,5 Jahre krank geschrieben......das hing damit zusammen das ich tatsächlich richtig depressiv war und in der Therapie stellte sich raus das ich den Tod meines Partners und meines Kindes auch nie verarbeitet habe. Da kam eins zum Anderen..........klar hatte ich auch ein schlechtes Gewissen aber was solls ich bin mir dann doch wichtiger als mein Job und meine Kollegen.Inzwischen ist ja auch bekannt das ich gegen das Krankenhaus und die Ärztin aus diesem Krankenhaus klage denn diese Ärztin hat meine Mama schlicht und ergreifend umgebracht. Das macht das ganze momentan nicht leichter denn dieses Klageverfahren zieht sich und wird sicherlich noch einige Jahre dauern. Ich gebe mir da die Mitschuld das ich diese Ärztin nicht zum Teufel gejagt habe.....das und leider auch noch andere gesundheitliche Probleme haben diese lange Arbeitsunfähigkeit ausgelöst. Ich habe in 30 Jahren vorher nur einmal Krankengeld erhalten und das auch nur für 7 Tage........aber das war dann nun mal so und ganz ehrlich ich habe 30 Jahre eingezahlt und im Nachhinein kein schlechtes Gewissen mehr......andere bleiben mehrmals im Jahr wegen " Kleinigkeiten " zu Hause und auch das summiert sich dann im Jahr locker auf mehrere Wochen......

      Ich kann inzwischen sagen das dieses ewige schlechte Gewissen egal wem oder was gegenüber die Zeit der Trauer noch viel schwerer macht....ich weiss aber auch das es schwer ist das abzustellen.........denn auch ich kämpfe immer mal wieder damit.........es gehört irgendwie dazu .......

      LG
      Mäusi
      Liebe Petel,
      wir sitzen alle im selben Boot... und trotzdem sind wir alle verschieden und jeder geht anders mit seinem Schmerz um.
      Ich arbeite deshalb, weil mein Mann und ich unser Hobby (Ballon fahren) zum Beruf gemacht haben und eine kleine Firma haben. Die Leute die für uns, jetzt für mich arbeiten, sind unser Team, es ist fast eine Familie. Da setze ich gerne alles dran dass es weiter geht wie bisher- auch in Tom's Sinn.
      Würde ich in einer Firma etwas unpersönlicher arbeiten dann hätte ich mich evt. auch krank schreiben lassen.
      Die erste Zeit habe ich mir auch vorgenommen jeden Tag ein Stück entweder mit dem Auto zu fahren, einzukaufen oder einfach raus nach Lüneburg oder Winsen zu fahren - einfach damit ich mich zu Hause nicht ein-igele.
      Mit meiner Mama habe ich im Moment auch ein Problem - sie ist 92 Jahre, Papa ist Anfang März mit 93 Jahren gestorben - zu Hause, ohne Krankenhausaufenthalt. Ich fahre jetzt jeden Samstag ganz früh nach Berlin, habe mich um die Formalitäten gekümmert, habe von Mama die Vollmacht damit ich alles regeln kann - Rente, Krankenversicherung etc. Das mach ich auch alles, aber trotzdem muss ich sagen dass ich mich freue wenn ich Samstag dann abends wieder nach Hause fahren kann.
      Anfangs hatte ich ein schlechtes Gewissen meine Mama alleine zu lassen -sie war 68 Jahre mit Papa verheiratet, aber inzwischen merke ich dass es mir gut tut etwas selbstbestimmt zu machen und nicht weil andere es von mir erwarten - und sei es meine Mama.
      Auch hier ist mit Sicherheit jeder Mensch anders, aber ich kann es absolut verstehen Petel, dass Du auch mal für DIch eine Pause brauchst von den Krankenhausgängen - einfach mal durchschnaufen.
      An Deiner Stelle würde ich nach Fehmarn zu Deiner Nichte fahren. Lass Dich von der Fahrzeit nicht schrecken, mach im Zweifelsfall eine Pause. Vielleicht kannst Du ja jemanden organisieren der in der Zeit nach Deiner Mama schaut....
      Dein Mut wird wieder kommen, ganz bestimmt. Gib nicht auf, das hätte dein Mann nicht gewollt
      :knuddeln:

      .......................................

      - Aufgeben ist keine Option -
      Danke Ihr Lieben,
      ihr habt recht und ich werde versuchen es anzugehen.
      Zuerst werde ich meine Freundin einladen.
      Dann werde ich auch nach Fehmarn fahren, aber wohl erst ende Mai.
      Das sind 2 große Hürden für mich.
      Aber ich werde es versuchen.
      Heute habe ich erst mal meinen Sohn angerufen und habe ihm gesagt, das ich ihn in Hamburg besuchen möchte. Das aber mit dem Zug.
      Er hat sich sehr gefreut, das tat mir sehr gut. Und ich werde schon am Montag fahren.
      Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen, Mein Lieber ist ja bei mir.
      Hoffentlich halte ich die vielen Menschen auf dem Bahnhof aus.
      Aber mein Sohn wird mich schon beschützen.
      ich möchte auch gerne wieder einmal abgelenkt werden.
      Hier denke ich ununterbrochen an die schlimme Zeit und es tut mir immer
      alles so weh im Körper. Das ist ein Schmerz, der ist nicht auszuhalten.
      Ich weis, mein Mann hätte das nicht gewollt. Aber es fällt mir immer alles sehr schwer.
      Auch wenn die Therapeutin sagt , ich bin nicht Schuld, kann ich das nicht glauben.
      Und alles zusammen setzt mir so zu.
      Heute hat auch wieder die Leitstelle (Rettungsdienst) angerufen. Zum 3. Mal habe ich mit dem Chef gesprochen. Auch er sagt mir ganz klar, sie sind nicht Schuld. Das waren die Sani, die haben ihren Job
      nicht gemacht.
      Ich natürlich auch gleich wieder , aber ich hätte sagen müssen, das sie meinen Mann wenigstens untersuchen müssen. Das habe ich nicht getan.
      Auch da fragte die Psychologin , ob ich Arzt bin. und so weiter und so fort...
      Ich habe für alles eine Antwort...
      Vielleicht hilft mir alles zusammen damit irgendwann fertig zu werden.
      Aber wenn ich dran denke, das ich mich meinem Mann gegenüber nicht mehr
      erklären kann, dann weis ich auch nicht wie das ausgehen soll.
      Das schlechte Gewissen bleibt .
      Und auf Arbeit habe ich angerufen. Nächste Woche will der Chef mich besuchen...
      Mal sehen....
      Ja auch die Gänge ins Krankenhaus schnüren mich noch extra zu..
      Manchmal denke ich, das ist die Strafe dafür...
      Ich weis noch nicht, ob das alles gut geht.
      Alle denken jetzt nur an meine Mutter und das sie bald aus dem Krankenhaus rauskommt.
      Meine Schwester fragt nicht mal mehr wie es mir geht.
      All das trägt nicht dazu bei, das ich aus meinem Schneckenhaus rauskomme.
      Ich verkrieche mich nur noch tiefer.
      Aber ich will auch kein Mitleid, das auf gar keinen Fall.
      Ich weis , ich mus selbst etwas tun...
      Aber es ist eben sehr schwer...
      Ja es ist sehr schwer.
      Ich arbeite wieder und ich muss sagen, die Arbeit lenkt mich wirklich ab. Ich schaffe es natürlich nicht ohne Tränen, habe aber einen tollen Arbeitskollegen im Büro, der mich einfach in Ruhe lässt.
      Jetzt ist bei mir die große Hürde. ..der Urlaub.
      Meine Tochter hat Ferien. Wir hatten Urlaub geplant. Mein Geburtstag und der Geburtstag von meinem Mann wäre in den Ferien gewesen und wir wollten in dieser Woche wegfahren.
      Jetzt stehe ich da. Kann soweit noch gar nicht denken. Ich weiß nicht wann ich urlaub machen soll was ich mit den Kids machen soll. Trotzdem wegfahren.....das schaff ich nicht.
      Am liebsten würde ich keinen Urlaub machen, das geht aber nicht. Ich kann nicht nur an mich denken.
      Liebe Lena,
      das kommt mir bekannt vor.
      Wir wollten im Juni 2 Wochen in die Türkei.
      Alles schon gebucht...
      Ich habe storniert. in diesem Hotel war ich mit meinem Mann 5 Jahre hinter einander.
      Das würde nie gehen.
      Aber ich habe ja trotzdem im Juni Urlaub.
      So alleine weis ich auch nicht was ich machen soll.
      Vielleicht ein paar Tage an die Ostsee.
      Ich weis es noch nicht.
      Aber du hast ja noch Kinder, wenn ich das richtig verstehe.
      Vielleicht suchst du etwas, wo ihr noch nie ward und auch nicht so lange.
      Ich weis es auch nicht. Du und auch die Kinder sind es wert sich vielleicht im Urlaub etwas zu
      gönnen und zu erholen. Auch wenn du sicher viel weinst.
      Deine Kinder sind ein Teil auch von deinen Mann, denke daran.
      Sie sind es wert...!
      Liebe Grüsse
      Petel
      Hallo Lena
      das glaube ich das das die Hölle wäre.
      Mein Sohn hat zu mir gesagt..
      wenn Paps Geburtstag hat, gehen wir zusammen auf den Friedhof zünden
      eine Kerze an und gehen zu zweit essen.
      Das wird zwar hart. aber er hat recht.
      So können wir viel über die schönen Zeiten reden.
      Ja das ist wirklich schön petel. Wir müssen uns da auch was überlegen.
      Eine Woche vorher hab ich ja Geburtstag, der wird richtig schlimm. Da muss ich auf jeden Fall weg. Den würde ich sonst nicht aushalten.
      Es ist nicht nur mein Geburtstag, sondern auch unser Jahrestag. Ich Erde an meinem Geburtstag nie wieder so glücklich sein wie bisher
      Geburtstage, Jahrestag, Hochzeitstag... lauter schlimme Tage... Sie offenbaren einem mit aller Deutlichkeit, dass nichts mehr so sein wird, wie es einmal gewesen ist. Ich fürchte, die Unbekümmertheit, die Leichtigkeit werden nicht mehr wiederkommen....
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Der 1. Mai... Maiglöckchen gab es mal von meinem Mann, sie sollten mir Glück bringen...
      Heute sind alle unterwegs mit Freunden, der Familie... da vergrabe ich mich lieber zuhause. Zu deutlich wird das Alleinsein, die Einsamkeit. Noch kann ich nicht damit umgehen.
      Ich wollte den Rest meines Lebens mit meinem Schatz verbringen, doch nun hab ich erkannt, dass er den Rest seines Lebens mit mir verbracht hat...
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      Das hast du richtig gesagt und doch tut es weh.

      Wir haben uns auch am 1. Mai mit allen getroffen und ich habe wie jeden Tag auch entschieden alleine zu bleiben.
      Es fühlt sich für mich einfach besser an.
      Obwohl die Einsamkeit mich auffrisst.
      ihr lieben, ich habe mir an den besonderen tagen (geburtstag, hochzeitstag etc.) in meinem ersten trauerjahr immer etwas vorgenommen, ein besuch im restaurant mit den kindern z.b., eine kleine reise, ebenfalls mit verwandten, ein essen bei mir zuhause und besuch dazu eingeladen. so war ich nie alleine und hatte hinterher immer das gefühl, dass es mir gut getan hat und eigentlich auch gar nicht so schrecklich war, auch wenn wir mal zusammen geweint haben. ich war immer irgendwie aufgefangen. das nur als anregung für euch. ich finde ablenkung an solchen tagen gut und wichtig. inzwischen (es ist 3 jahre her) kann ich solche tage sogar schon allein aushalten.
      Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten

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      Hallo Lucie59,
      das mache ich eigentlich auch so, doch es geht leider nicht immer. Mein Sohn und meine Freunde tun schon sehr viel für mich, mit mir, ich kann/will sie nicht immer in Beschlag nehmen. Sie haben ihr eigenes Leben, ihre eigene Familie, für die sie da sein müssen/sollen/wollen.
      Es ist aber auch in Ordnung, denn ich muss ja auch lernen, alleine mit mir zurecht zu kommen. Das ging ja früher auch, ich war sogar oft gerne mal alleine. Nur war es damals freiwillig, da hatte ich die Wahl und wusste, mein Mann ist da, wenn ich nicht mehr alleine sein möchte.
      Ablenkung tut mir eigentlich auch gut, doch meistens ist es leider so, dass gerade nach einer Zeit der Ablenkung alles hinterher doppelt und dreifach zurückkommt und mich niederknüppelt. Daran hat sich bisher nichts geändert.
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)
      liebe novemberregen, das wird sicherlich auch noch eine weile so bleiben, dazu ist es ja auch noch viel zu frisch bei dir. aber all das gehört dazu und wird nach und nach vergehen. auch ich habe immer noch tage, wo ich mich verdammt einsam und verlassen fühle. insgesamt aber weicht die trauer dem gefühl, selber noch leben zu wollen und freude zu empfinden.
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