Trauer um den geliebten Mann

      Neu

      Emmi Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

      Wir hatten auch alles überstanden, was auf uns zukam und es einfach die große Liebe und es war es so eine Leichtigkeit alles zu überstehen. Ja Du hast Recht das ist ein großes Privileg, das habe ich genau so gehabt und er auch. Wir waren blutjung, klar wir wollten aus dem Elternhaus raus und das war die beste Entscheidung. Wir haben alles zusammen erarbeitet, Arbeit Haus u.a. Das geht nur wenn man zusammenhält.

      Ja ich habe alles und mir geht es soweit sehr gut, habe die Jungs, aber mein Mann fehlt mir unendlich.

      Neu

      Also ich höre immernoch gerne die Lieder von früher. Habe mir gerade heute bei Rossmann ein Paket mit Rockklassikern gekauft. Da sind 5 CD´s drin und eine davon habe ich schon komplett gehört. Ich möchte aber auch von mir behaupten, dass ich nach heutigem Stand nichts anders machen würde und auch, dass ich mit meinem Leben bisher zufrieden bin. Hört sich vielleicht blöd an aber alles was passiert ist hat mich zu der gemacht die ich heute bin. Das mein Mann gestorben ist hat er zum großen Teil selbstverschuldet. Schlechte Lebensgewohnheiten und absolute Arztverweigerung waren eben eher kontraproduktiv. Wenn jemand seine Vergangenheit hätte ändern sollen dann mein Mann. Ich habe ihn geliebt und ihn oft gebeten einen Arzt aufzusuchen oder gesünder zu leben aber da war keine Einsicht. Für meinen Mann tut es mir unendlich leid, dass er so früh sterben musste. Ich hätte viel lieber noch viele Jahre mit ihm verbracht aber ganz ehrlich????? Ich bin auch sauer auf ihn weil er so stur war und meinte er könne das Schicksal herausfordern.
      Aber ich finde, dass es mir trotz der vielen Sterbefälle der letzten (noch nicht ganz) 2 Jahre und trotz vorauszusehender "Altersarmut" doch sehr gut geht.
      Ich versuche einfach das Beste aus meinem Leben zu machen und meine Zukunft positiv zu sehen. Das heißt aber doch nicht, dass ich mich an den vergangenen schönen Zeiten nicht mehr erfreuen darf.
      Ich freue mich an der Vergangenheit, der Zukunft und gaaaaaannnz wichtig an der Gegenwart.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Neu

      Ihr Lieben,

      wir "bezahlen" nicht dafür, dass wir geliebt haben ...

      ... wir leiden, weil wir nicht wirklich bis ins Innerste lieben.

      Wir leiden, weil wir den geliebten verstorbenen Menschen für uns brauchen. Wir wollen ihn zurück! Wir lassen ihn nicht wirklich gehen, wünschen ihm (seiner Seele) nicht das Allerbeste!

      Das oft gefühlte "schlechte Gewissen", die Reue für bestimmte Verhalten, als er noch lebte und bei uns war, ist ein ganz natürlicher Vorgang, weil wir ohne die Gegenwart des geliebten Verstorbenen auf uns selbst zurückgeworfen sind.

      Aber wir haben geliebt! Und genau darum geht es. Möglicherweise - ganz sicher sogar - haben wir auch Fehler gemacht, aber wir haben geliebt. Und wir leben weiter und lieben weiter ... auch über den Tod hinaus.

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

      Neu

      @allesanders:

      Deine Ausführungen darüber, dass dein Mann seinen Tod mitverschuldet haben soll, kann ich heute nachvollziehen. Es gibt leider viele Menschen, die nicht gesundheitsbewusst leben, und dies sogar noch dann, wenn sie früh einen Angehörigen durch eine Krankheit verloren haben. Ein Beispiel dafür ist der Bruder meiner Frau: Sein Vater starb mit 54 Jahren an Krebs, als er 17 Jahre alt war. Wie ich kürzlich von meiner Frau erfuhr, fühle er sich immer unbehaglicher, da er bald so alt sein wird wie sein damals verstorbener Vater. TROTZDEM raucht er bis zu 3 Schachteln Zigaretten am Tag, trinkt zwar keinen Alkohol, aber viel Cola. Tja............

      Neu

      Lieber Uli,
      "mitverschuldet" hört sich sehr hart an, ich möchte es eher als "billigend in Kauf genommen" bezeichnen.
      Nichts desto Trotz und egal wie es bezeichnet wird...….ich bin genau darüber unheimlich sauer.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Neu

      Also ich kann nur soviel dazu sagen, daß wir a l l e sterben müssen, ob wir gesundheitsbewußt oder in Übermaßen rauchen oder essen. Klar man lebt vielleicht etwas länger, aber ehrlich gesagt, ich möchte gar nicht länger leben (ich weiß ich kann es nicht beeinflussen), weil dann niemand mehr da ist, wo ich kenne, weil alle schon weg sind. Mein Mann hat auch nicht gesundheitsbewußt gelebt, er hat geraucht wie ein Schlot und hat auch sehr gerne gegessen. Getrunken hat er sehr wenig, nur wenn wir unterwegs waren im Urlaub oder auch bei Feiern dann hat er mal was getrunken, aber richtiug betgrunken habe ich ihn nie gesehen. Und er war sehr lustig, wenn er angeheitert war. Sein großes Mango war, er wollte auch nie zum Arzt, ich denke die meisten Männer sind arztscheu und meiner gehörte auch dazu. Und vor allen Dingen mir hat er nichts gesagt, wenn irgendwas anstand. Ich habe es aber dann bemerkt und dann winkte er immer ab und sagte "schau du, daß du gesund bist und bleibst". Und manchmal hat er auch gesagt, wenn ich mal gehe, dann habe ich gut gelebt, ob das richtig ist oder nicht sei dahingestellt. Ja Männer sind halt anders. Uli da bist Du ja eine große Ausnahme. Ich kenne viele Männer wo so arztscheu sind. Aber was will man machen, ich konnte ihn ja nicht zum Arzt tragen. Ich bereue es auch, daß ich ihn nicht einfach zum Arzt gefahren habe, ich hätte ihn mehr zwingen sollen. Aber es ist wie es ist. Vielleicht ist auch alles so gesteuert, man ist ja irgendwie machtlos.

      Neu

      Hmmm kann ich so nicht unterschreiben......ganz ehrlich in der heutigen Zeit helfen die Ärzte einem ja nicht mehr wirklich.....da werden Medikamente verschrieben nur weil der Arzt sich gegenüber der Pharmafirma verpflichtet hat im Jahr ein bestimmtes Kontingent dieses oder jenes Mittels zu verschreiben und am Jahresende zahlt die Pharmafirma dem Arzt ein hübsches Sümmchen dafür.......das ist grob fahrlässig denn oft vertragen sich viele Medikamente nicht miteinander und machen erst richtig krank......ist inzwischen sogar so schlimm das der geforderte Medikamentenplan für Patienten ( gespeichert auf der Chipkarte ) von Ärzten und Pharmaindustrie bisher erfolgreich verhindert werden konnte.......Geld regiert die Welt......
      Nur mal so zum Verständnis....in keinem anderen Land der Welt werden so viele Hüft-, Knie-, Schulter-, und Wirbelsäulen-OPs durchgeführt wie in Deutschland.....wissenschaftlich erwiesen ist das 80 % dieser OPs unnötig sind und gar keinen Sinn machen geschweige denn helfen.......Ärzten in Krankenhäusern wird mit Kündigung gedroht wenn Sie auf Ihrer Station nicht die gewünschte Anzahl an OPs durchführen nur damit die Kliniken schwarze Zahlen schreiben......da liegt auch das Problem der Krankenkassen denn die können das nicht überprüfen und sind gezwungen für diese sinnlosen OPs zu zahlen......

      Ich muss mich leider wegen des Klageverfahrens mit dem Krankenhaus mit solchen Dingen beschäftigen und glaubt mir, Ihr wärt entsetzt wenn Ihr wüsstet was ich inzwischen weiss.......eins ist natürlich ganz klar, hat man etwas akutes was z.B. auf einen Schlaganfall oder Herzinfarkt oder z.B. Magendurchbruch etc. hin weisst ist der Gang zum Arzt unumgänglich.......ich rate aber trotzdem zur Vorsicht und würde mir immer mehrere Meinungen einholen........
      Auch mein Papa hat immer gesagt " wenn ich mal gehe kann ich sagen ich habe gut gelebt " und genauso war es.......er hatte einen 21 cm großen Nierentumor der unbemerkt gewachsen ist und Ihm bis 3 Wochen vor seinem Tod keine Schwiriegkeiten gemacht hat.......die 3 Wochen bis zu seinem Tod waren dann die Hölle für uns alle......
      Inzwischen ist es auch zu meinem Motto geworden " wenn ich mal gehe möchte ich sagen ich hab gut gelebt "......ich rauche und esse gut, trinke sehr selten und führe ansonsten ein ganz normales Leben und wenn es vorbei ist, ist es vorbei.........denn niemand kann mir garantieren das mein Leben durch Arztbesuche und Medikamente länger dauern würde ( mit meinem jetzigen Wissen würde ich das sogar regoros verneinen )..........

      LG
      Mäusi

      Neu

      Ja, ihr Lieben,
      ich denke auch, dass Arztbesuche mit Vorsicht zu händeln sind.

      Nur weil mein Kreislauf verrückt spielt, muss ich keinen Herzkatheder gesetzt bekommen.

      O.k., wenn du was gebrochen hast, wenn akute Situationen eintreten, dann ist die nächste Klinik goldwert.

      Mäusi, ich glaube dir aufs Wort!

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

      Neu

      Guten Morgen euch allen,
      auch ich muß bestätigen, der Mensch ist zur Ware geworden. Wenn die Kasse zahlt, werden unnötige Dinge verordnet und gemacht und wenn sie nicht zahlt, notwendige Dinge unterlassen.Sicher gibt es auch Ärzte, denen das jetzige System nicht gefällt, aber der gute alte Hausazt ist leider ein aussterbendes Modell.Und der Arzt der an deinem Krankenhausbett steht und dir liebevoll die Hand hält, den gibt es häufig nur in Fernsehserien.
      L.G.Emmi

      Neu

      Guten Morgen!
      Leider ist das so. Ich kann dem, was Mäusi weiter oben geschrieben hat, leider nur beipflichten.
      Erst wollte ich es nicht der Ärztekammer melden, aber mein Sohn ließ nicht locker. Ihn hat das sehr belastet. Also haben wir die Ärztekammer eingeschaltet. Den Halbgöttern in Weiß sollte zumindest mal auf die Finger geschaut werden. Man darf nicht alles hinnehmen, was sie des Geldes wegen tun. Das alles hat nichts mehr mit dem hippokratischen Eid zu tun. Aber den müssen sie ja heutzutage auch gar nicht mehr ablegen....Man kann nur froh sein, wenn man nicht ernsthaft krank wird....
      Den eignen Tod, den stirbt man nur, doch mit dem Tod der Anderen muss man leben.(Mascha Kaleko)

      Neu

      Hallo ihr Lieben,

      ich kann mich dem nur anschließen. Mein Partner war andauernd beim Arzt. Ihm wurden immer wieder neue Medikament verschrieben...sogar auch Tabletten, damit er andere Tabletten vertragen konnte. Ich bin so sauer auf diese Ärzte. Geholfen hat ihm in Wirklichkeit keiner....Die meisten Ärzten sehen ja - neben dem Geld - auch nur z. B. den hohen Blutdruck oder die Wasseransammlungen oder oder oder. Sie sehen nicht den ganzen Menschen und suchen schon gar nicht nach Gründen, warum diese Beschwerden überhaupt da ist. Ich hatte mal einen super Arzt, der leider auch schon nicht mehr lebt. Ich hatte ständig mit meiner Migräne zu kämpfen...hatte ständig die Arbeitsausfälle (mindestens 1 mal pro Woche). Ich hatte nachher schon so eine Angst vor dieser Migräne, dass sie dann schon automatisch kam. Meine Arzt sagte mir: "Sie machen sich im wahrsten Sinne des Wortes Kopf zerbrechen und das tut weh". Er riet mir etwas für mich zu tun, nicht immer so streng mit mir zu sein. Ich habe mir das so zu Herzen genommen und hatte das 1. Mal Mitleid mit mir und meinem Körper. Danach habe ich Entspannungstechniken gelernt u.a. auch Joga und Schwimmen. Auf einmal fühlte ich mich wieder.....Ich habe nur noch sehr, sehr selten Migräne und dann weiß ich, dass ich mir nicht gut getan habe.

      LG Anne
    Liebeskummer Sorgen Forum