Mal wieder was Philosophisches

      Mal wieder was Philosophisches

      " Wie oben - so unten"
      " Wie im Großen - so im Kleinen"


      Das sind uralte und immer wieder neue Erkenntnisse.

      Wenn es im Großen so ist wie im Kleinen, dann müsste doch eine winzige Veränderung im Kleinen riesig Großes bewirken .......


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      .... die gute alte Chaostheorie, oder auch Schmetterlingseffekt genannt.....

      „Der Schlag eines Schmetterlingsflügels irgendwo auf der Erde kann einen Hurrikan auf der anderen Seite des Globus auslösen.“
      .......................................

      - Aufgeben ist keine Option -
      Ja - ich habe letztens ein Buch gelesen da wurde sich darauf bezogen - einfach nur klasse

      "Zeit für Engel:... Zeit für dich - mehr als nur ein Liebesroman"

      ich fand es absolut lesenswert weil gnadenlos positiv - so man/frau sich drauf einlassen kann












      .......................................

      - Aufgeben ist keine Option -
      Vor Jahren sagte mal eine Schauspielerin in einer Rolle folgenden Satz: "Es gibt Menschen, die sind in ihrem Leben nie ihrer großen Liebe begegnet." - Was ist davon zu halten? Ist das auch Philosophie, vielleicht Lebensphilosophie, oder einfach nur Weisheit?
      Ich denke so spontan, dass wäre eine wahre Aussage aus dem Leben eines Menschen, der nie seine wahre große Liebe gefunden hat.
      Nie wirklich geliebt hat, geliebt worden ist, weil sie dem richtigen dafür einfach nicht begegnet ist.

      Oder möglich wäre auch, zu hohe Erwartungen an die LIebe, zu hohe Vorstellungen wie die sein sollte um alles zu überleben und nach Jahren noch so zu sein, wie am ersten Tag.
      Liebe will nicht präsentiert werden sondern gelebt fällt mir gerade so ein.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Habe es wieder erlebt:

      wie im Großen - so im Kleinen !

      Das heisst auch:

      wie im Kleinen - so im Großen !

      Mein Leben wird geprägt von den großen Einflüssen dieser Welt.

      Ich aber präge diese Welt mit meinen (vielleicht sehr kleinen) Einflüssen.


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

      Chris schrieb:

      Wir sind doch alle nur kleine Sandkörner in einer großen Wüste.


      Ich weiß nicht, was wir sind. Das frage ich mich - neben sämtlichen Problemen mit unendlichem Vermissen, Sehnsucht nach vergangenen Tagen, Schuldgefühlen, emotionalen und praktischen Herausforderungen der neuen Lebenssituation - täglich. Und ich weiß nicht, was schlimmer ist:

      1) der Gedanke, dass uns ein vermeintlich lieber Gott dieses Leben zumutet (wobei wir alle hier ja noch einigermaßen gut weggekommen sind, weil wir nicht gleich Hunger leidend unter unvorstellbaren Bedingungen im Dreck von Kalkutta aufgewachsen sind), auf dass wir dann irgendwann mal zu seiner Rechten sitzen und in den Chor der Engel einstimmen (?) - eine Vorstellung, mit der ich offen gesagt nicht viel anfangen kann.

      oder

      2) der Gedanke, dass wir so blöd waren, uns dieses Schicksal mittels Seelenplan (!) selbst herauszusuchen und dass wir nach dem Ableben demnächst dann wieder mal fröhlich weiter inkarnieren, um uns wieder eine ungewisse Zukunft mit Schicksalsschlägen, Krankheiten, Sterben anzutun

      oder

      3) dass wir tatsächlich bloß ein unbedeutendes Sandkorn in der Wüste sind, mit all unserem hochentwickelten Geist, der unglaubliche Werke der Kunst und Wissenschaft geschaffen hat, und all unseren hochentwickelten Empfindungen der Liebe ein reines Zufallsprodukt des Universum sind, im Augenblick unseres Ablebens einfach so ausgelöscht wie ein Ungeziefer, das man zertritt - oder etwas versöhnlicher und vornehmer ausgedrückt wie ein Blatt, das vom Baum fällt ... Und dann Aus und Vorbei und ein unendliches Nichts. Oder positiver: Man hat endlich seine Ruhe und muss sich nicht mehr plagen.

      Ich weiß einfach nicht, was ich glauben soll. Ich suche und suche und finde keine Antwort darauf.

      Habe mir diese Fragen in meiner Jugend bereits gestellt, immer wieder und immer wieder ... Aber dann war das irgendwann natürlich egal, weil man ja sein Leben im Hier und Jetzt irgendwie bewältigen musste. Und jetzt stehe ich eben wieder gerade da, wo ich schon einmal stand. Ebenso unwissend, fragend und verunsichert wie damals ... Weil ich eben aus dieser engen persönlichen Beziehung herausgefallen bin, die meinem Leben bisher Struktur und verlässliches Fundament gab, und nun in jeder Hinsicht im Ungewissen treibe ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Siddhartha Gautama, später Buddha (der Erwachte) genannt, führte bis ins Jungmannalter ein paradiesisches Leben in einem riesigen abgeschirmten Areal seines Vaters, der ein großer reicher König war. Er heiratete und war sehr glücklich.

      Es drängte ihn mehr und mehr, eine Ausfahrt zu machen und die Welt hinter den Köngismauern zu erkunden, was er dann auch der Überlieferung nach 4 mal tat.

      Dort begegneten ihm zum ersten Mal in seinem Leben Krankheiten, Alter, Tod.

      Er war geschockt und verließ alles, was bisher für ihn da war und seine Suche nach dem Sinn des Ganzen begann ...


      Wenn die bisherige oder erworbene Geborgenheit verschwindet, wenn wir erschreckt wahrnehmen, dass nichts von Dauer ist, dass alles endlich ist, wenn der Boden unter unseren Füssen zu verschwinden scheint, dann wird es ernst, dann ist das Leben kein Spiel mehr.

      Die Seele wächst unter den Reibungen der Lebensereignisse, sie fängt an, zu reifen.


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Ja, der Buddha ...- mit dem hat meine Mutter sich vor ca. 30 Jahren auch etwas intensiver beschäftigt. Ich hatte noch etliche Bücher über den Buddhismus von ihr in dem Schrank. Die meisten musste ich im Zuge meines Downsizing leider in die Papiermülltonne werfen - eines davon habe ich aber behalten.

      Sie hat sich diese Fragen also auch schon gestellt. Und jede Generation wird wieder von vorne damit anfangen.

      Buddhistin ist sie übrigens nicht geworden, auch wenn sie viele Werte dieser Religion - möglichst keiner Kreatur ein Leid zufügen ... - tatsächlich gelebt hat. Sie hat sich durchaus ein Stück weit zum Buddhismus hingezogen gefühlt, meinte dann aber einmal auch, dass diese Auslöschung des Individuellen, die ja letztendlich das Ziel des Buddhismus sei, aus ihrer Sicht irgendwie auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein könne, wenn die Natur bzw. das schöpferische Prinzip sich doch immer wieder in neuen individuellen Ausprägungen bzw. Menschwerdungen und Erfahrungen zeigen will. Irgendwie erschien es ihr wohl nicht sinnvoll, sich partout gegen diese höhere Macht des Werdens und Vergehens stellen zu wollen.

      Letztendlich müsen wir uns wohl damit abfinden, dass wir überall fragmentarisch so ein Stückchen Weisheit finden werden - sei es in der Bibel, sei es beim Buddha, wo auch immer -, aber das große Ganze bleibt uns wohl in unserem irdischen Dasein verschlossen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Frieda schrieb:



      Die Seele wächst unter den Reibungen der Lebensereignisse, sie fängt an, zu reifen.


      Das klingt so schön, liebe Frieda, aber eigentlich habe ich bloß das Gefühl, mich im Kreis zu drehen, da ich wieder dort angelangt bin, wo ich mit 11, 12, 13 Jahren schon einmal war: mich zu fragen, was das Ganze eigentlich soll.

      Irgendwie vermag ich darin keinen wirklichen Fortschritt zu erkennen: wieder auf die existenziellen Fragen zurückgeworfen zu sein, die man sich schon einmal gestellt hat.
      Liebe Marion,

      warum eigentlich nicht? Das ist doch ein gutes Zeichen, wenn die Wahrnehmung sich nicht ausschließlich auf materielle Werte richtet. Dadurch entsteht große Offenheit und mehr Tiefe. Nutzen wir diese Veränderung und gehen ruhig auch mal neue Wege.

      Ja, in der Pubertät habe ich mir auch solche Fragen gestellt - und dann kommt das Leben und schwappt über einen hinweg: Beruf, eigene Wohnung, ein Partner an der Seite, Reisen, Kinder, Haus ... wie auch immer die Reihenfolge sein mag.

      Nicht selten erleben Menschen nach heftigen Schicksalsschlägen eine persönliche Veränderung. Sie betrachten die Welt mit anderen Augen, empfinden sehr viel mehr und sehr viel tiefer und dadurch stellen sich "Schlüsselerlebnisse" ein, die große Auswirkung auf das Verständnis des Ganzen haben. Plötzlich kommen Antworten!

      Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich trotzig und traurig über das, was geschehen ist, zu beschweren und so zu verharren. Doch wo führt das hin?

      Ich finde es gut, dass du dir solche Fragen stellst. Wie sagte ein besonders weiser Mann einmal: "... wer anklopft, dem wird aufgetan ..."

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein

      Frieda schrieb:


      Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich trotzig und traurig über das, was geschehen ist, zu beschweren und so zu verharren. Doch wo führt das hin?


      Ja, mag sein. Bloß denke ich darf man frisch Trauernde auch nicht überfordern. Wenn ein geliebter Mensch plötzlich und unerwartet, vielleicht sogar noch relativ jung, aus dem Leben gerissen wurde, wie es bei manchen (nicht bei mir) ja durchaus der Fall ist, ist dieses trotzige und traurige Beschweren wahrscheinlich erst mal eine sehr naheliegende, irgendwie auch nachvollziehbare Reaktion.

      Da muss ich gleich wieder an Hiob denken, der ja nichts anderes getan hat ... Aber dieses Thema hatten wir ja schon mal an anderer Stelle ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Marion68“ ()

      Davon war in keiner Weise die Rede. Ich habe ausschließlich auf deinen Text reagiert.

      Denke mal, dass das klar ersichtlich ist.


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
      Dann hoffe ich mal, du meinst nicht, dass ICH der Trotzkopf bin, liebe Frieda ... ;)

      Jetzt kannst du ja wieder diplomatisch antworten: Vielleicht - vielleicht auch nicht?!

      Davon abgesehen: Ich hab eigentlich schon immer einen etwas trotzigen, eigenwilligen Kopf gehabt, das stimmt ... Liegt bei uns leider in der Familie väterlicherseits begründet.

      Aber mit den Jahren habe ich immer mehr lernen müssen, mich zu fügen, und die Dinge, so hinzunehmen, wie sie eben kommen, ohne jedes Mal an die Decke zu gehen, wenn es nicht nach meinen Vorstellungen läuft. Wenn ich denke, über welche Kinkerlitzchen ich mich noch vor 15 Jahren völlig unsinnigerweise aufgeregt habe und welche harten Schläge ich später hinnehmen musste, ohne überhaupt noch groß darüber diskutieren zu können. Zu erleben, wie die Kontrolle über das eigene Leben und das Leben des Menschen, den man liebt, einem immer mehr entgleitet. Abhängigkeit von Ärzten, Pflegedienst etc.

      Und die endgültige Demut musste ich dann im Lauf des letzten Jahres lernen. Mir darüber bewusst werden, dass ich als komplett alleinstehende Frau mit 50 Jahren eigentlich gar nichts mehr zu melden habe ... Dass ich mich ab jetzt in alles mehr oder weniger ergeben muss und es hinnehmen muss, ob es mir gefällt oder nicht. Dass ich keine großen Ansprüche mehr stellen darf, sondern froh sein muss, wenn ich mein Leben mithilfe von anderen Leuten wie Handwerkern etc. halbwegs geregelt kriege.

      Das ist eine harte Lektion für jemanden wie mich, der eigentlich immer seine eigenen Vorstellungen und Gestaltungswünsche hatte.

      Aber so ist nun mal das Leben. Nein, ich beklage mich nicht, denn ich hatte auch sehr großes Glück in meinem Leben, weil ich es lange mit einem wunderbaren Menschen teilen durfte.

      Ich sage nur, wie es eben ist. Und vielleicht findet ja auch mancher andere sich ein Stück weit darin wieder.

      LG

      Marion
      @Marion68 : habe dich persönlich angeschrieben ("Liebe Marion") und damit selbstverständlich nur dich gemeint.

      Ich denke, wir lassen es jetzt gut sein.

      AL Frieda


      ......................................................

      "Wir können der Tatsache nicht ausweichen,
      dass jede einzelne Handlung, die wir tun,
      ihre Auswirkung auf das Ganze hat."

      Albert Einstein
    Liebeskummer Sorgen Forum