Habe meinen geliebten Partner verloren

      Habe meinen geliebten Partner verloren

      Hallo,
      mein geliebter Partner mit nur 39 Jahren am 10.10.2018 nach schwerer Krankheit in meinen Armen eingeschlafen.
      Er kam ins Krankenhaus und 3 Wochen später ist er gestorben.
      Ich fühle mich so alleine und die Beerdigung steht an.
      Ich selber bin 43 Jahre alt und bei mir lebt meine 16 jährige Tochter.


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      Hallo SternB,
      erstmal möchte ich dir mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen,
      leider passt "schön dich hier begrüßen zu können" nicht wirklich in dieses Forum aber trotzdem ist es schön, dass du hierher gefunden hast.
      Du befindest dich gerade in einer ganz schlimmen Zeit und der Schmerz und die Trauer sind so ungeheuerlich genauso wie der Tod des geliebten Partners und ist. "Ungeheuerlich" das ist der Begriff der mir seit dem plötzlichen Tod meines Mannes immer durch den Kopf geht wenn ich an das Geschehene zurückdenke. Ich weiß nicht ob ich deinen Schmerz nachfühlen kann, dein Mann war noch so viel jünger als meiner als er sterben müsste, aber ich habe zumindest eine Ahnung wie schlimm es sein muss. Mir hat dieses Forum sehr geholfen. All der Schmerz, die Trauer, das Leid, das Chaos der Gefühle, die Verzweiflung......alles das wird hier so gut verstanden und es hilft sehr wenn man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann.
      Ich wünsche dir von Herzen, dass dir der Austausch hier genauso viel hilft wie mir. Vielleicht ist auch das Tagebuch eine Option für dich. Mir hat es sehr geholfen mir dort alles von der Seele zu schreiben und so zumindest das Gefühl zu haben mit meinem geliebten Dellenmenschen zu kommunizieren. Und auch das Wissen, dass andere hier aus dem Forum mein Tagebuch still mitlesen und mir so das Gefühl geben verstanden zu werden hat mir sehr geholfen.
      Nun wünsche ich dir aber erstmal ein stilles Willkommen.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Habe meinen geliebten Partner verloren

      allesanders schrieb:

      Hallo SternB,
      erstmal möchte ich dir mein aufrichtiges Mitgefühl aussprechen,
      leider passt "schön dich hier begrüßen zu können" nicht wirklich in dieses Forum aber trotzdem ist es schön, dass du hierher gefunden hast.
      Du befindest dich gerade in einer ganz schlimmen Zeit und der Schmerz und die Trauer sind so ungeheuerlich genauso wie der Tod des geliebten Partners und ist. "Ungeheuerlich" das ist der Begriff der mir seit dem plötzlichen Tod meines Mannes immer durch den Kopf geht wenn ich an das Geschehene zurückdenke. Ich weiß nicht ob ich deinen Schmerz nachfühlen kann, dein Mann war noch so viel jünger als meiner als er sterben müsste, aber ich habe zumindest eine Ahnung wie schlimm es sein muss. Mir hat dieses Forum sehr geholfen. All der Schmerz, die Trauer, das Leid, das Chaos der Gefühle, die Verzweiflung......alles das wird hier so gut verstanden und es hilft sehr wenn man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann.
      Ich wünsche dir von Herzen, dass dir der Austausch hier genauso viel hilft wie mir. Vielleicht ist auch das Tagebuch eine Option für dich. Mir hat es sehr geholfen mir dort alles von der Seele zu schreiben und so zumindest das Gefühl zu haben mit meinem geliebten Dellenmenschen zu kommunizieren. Und auch das Wissen, dass andere hier aus dem Forum mein Tagebuch still mitlesen und mir so das Gefühl geben verstanden zu werden hat mir sehr geholfen.
      Nun wünsche ich dir aber erstmal ein stilles Willkommen.
      LG
      allesanders
      Vielen lieben Dank für deine lieben Zeilen.
      Mein herzliches Beileid.
      Wielange ist es bei dir her, dass dein Mann gestorben ist?
      Ja ich habe schon in das Tagebuch geschrieben und werde es weiter machen. Lg


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      Hallo, SternB! Könnte jetzt auch " es tut mir sehr leid" schreiben. Das tut es zwar in der Tat, aber damit ist dir ja nicht geholfen. Beerdigung steht an... noch eine scheinbar unüberwindliche Klippe ... Als wäre alles nicht schon schlimm genug... Da müssen wir durch, da hilft alles nichts. Und ganz ehrlich, wer mir erzählt, da nimmt man Abschied.. naja, Abschied nehmen von jemandem, den so geliebt hat, der so permanent noch in vielen Dingen um einen ist... das ist ja leichter gesagt, als getan... Was aber tatsächlih so ist, aus meiner Erfahrung, wenn die Beerdigung rum ist, kriegt man ein wenig mehr "Luft". Trauer fängt dann, wohl erst an... Jeder Mensch empfindet das individuell. Aber ein Stückchen Kraft schicken, du bist nicht allein, das geht. Von Herzen!
      Hallo SternB,
      mein Mann ist vor gut 2 Jahren gestorben.
      Es tut immer noch weh und trotzdem führe ich inzwischen wieder ein "normales Leben".
      Ich denke diesen "Knacks" den man durch dieses ungeheuerliche Ereignis bekommt behält man für den Rest des Lebens, man gewöhnt sich nur daran damit zu leben.
      Was jetzt nicht heißen soll, dass das Leben nach dem Tod des geliebten Partners nicht mehr schön sein kann. Es kann wieder schön sein aber es wird nie wieder so sein wie es war.
      Ich denke, dass mein Nickname den ich mir damals ausgesucht habe wirklich alles ausdrückt.
      Ich weiß nicht ob die Beerdigung deines Mannes schon stattgefunden hat. Falls nicht wünsche ich dir liebe Menschen die dich auffangen und für beistehen.
      Ach, eigentlich kannst du diese Menschen die ganze Zeit gebrauchen.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Habe meinen geliebten Partner verloren

      allesanders schrieb:

      Hallo SternB,
      mein Mann ist vor gut 2 Jahren gestorben.
      Es tut immer noch weh und trotzdem führe ich inzwischen wieder ein "normales Leben".
      Ich denke diesen "Knacks" den man durch dieses ungeheuerliche Ereignis bekommt behält man für den Rest des Lebens, man gewöhnt sich nur daran damit zu leben.
      Was jetzt nicht heißen soll, dass das Leben nach dem Tod des geliebten Partners nicht mehr schön sein kann. Es kann wieder schön sein aber es wird nie wieder so sein wie es war.
      Ich denke, dass mein Nickname den ich mir damals ausgesucht habe wirklich alles ausdrückt.
      Ich weiß nicht ob die Beerdigung deines Mannes schon stattgefunden hat. Falls nicht wünsche ich dir liebe Menschen die dich auffangen und für beistehen.
      Ach, eigentlich kannst du diese Menschen die ganze Zeit gebrauchen.
      LG
      allesanders
      Hallo allesanders, die Beerdigung ist erst in fast 2 Wochen.
      Es ist schwer zu ertragen.
      Vorallem wenn ich Nachmittag draussen bin alles erinnert mich an meinen Freund.
      Ich denke immer er steigt wo aus und kommt.
      Lebst du alleine und wie gehts dir?

      Lg

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      Liebe SternB,
      ich kenne dieses noch nicht akzeptieren. Ich habe auch ganz oft gedacht mein Mann kommt jeden Moment um die Ecke oder zur Tür herein.
      Es dauert bis man das wirklich versteht. Ich glaube ganz akzeptiert habe ich es bis heute nicht.
      So lange auf die Beerdigung zu warten stell ich mir schrecklich vor. Irgendwie fing bei mir die wirkliche Auseinandersetzung mit dem Tod meines Mannes erst nach der Beerdigung richtig an.
      Ich lebe inzwischen in einer kleinen Wohnung. Unser Haus musste ich verkaufen denn das hätte ich auf Dauer nicht halten können und es wäre mir mit dem großen Garten auch zu viel Arbeit gewesen. Ich bin aber nicht alleine. Ich habe relativ schnell (und ich meine damit wirklich schnell) meinen heutigen "Lebensmensch" kennengelernt. Wir wohnen aber nicht zusammen. Er hat eine eigene Wohnung und sein Sohn lebt bei ihm. Wir verbringen die Wochenenden und Feiertage abwechselnd bei ihm oder bei mir und wir telefonieren täglich. So hat jeder seinen Freiraum und trotzdem sind wir nicht alleine. Es ist ja so, dass man schon ein viel erlebt und durchlebt hat. Jeder hat so seine Macken und Eigenheiten und so ist es für ein friedliches und erfülltes Zusammensein, zumindest für uns, besser nicht immer aufeinanderzuglucken.
      Was in einigen Jahren mal sein wird werden wir abwarten. Jetzt leben wir erstmal im Hier und Jetzt.
      Wenn es dich interessiert kannst du gerne in meinem Tagebuch lesen.
      Aber ich denke du hast im Augenblick mehr als genug mit deinen eigenen Gefühlen zu tun.
      LG
      allesanders

      Es gibt Menschen, die wir in der Erde begraben; aber andere, die wir besonders zärtlich lieben, sind in unser Herz gebettet. Die Erinnerung an sie mischt sich täglich in unser Tun und Trachten, wir denken an sie, wie wir atmen, sie haben in unserer Seele eine neue Gestalt angenommen, nachdem zarten Gesetz der Seelenwanderung das im Reich der Liebe herrscht.

      Honoré de Balzac


      Habe meinen geliebten Partner verloren

      allesanders schrieb:

      Liebe SternB,
      ich kenne dieses noch nicht akzeptieren. Ich habe auch ganz oft gedacht mein Mann kommt jeden Moment um die Ecke oder zur Tür herein.
      Es dauert bis man das wirklich versteht. Ich glaube ganz akzeptiert habe ich es bis heute nicht.
      So lange auf die Beerdigung zu warten stell ich mir schrecklich vor. Irgendwie fing bei mir die wirkliche Auseinandersetzung mit dem Tod meines Mannes erst nach der Beerdigung richtig an.
      Ich lebe inzwischen in einer kleinen Wohnung. Unser Haus musste ich verkaufen denn das hätte ich auf Dauer nicht halten können und es wäre mir mit dem großen Garten auch zu viel Arbeit gewesen. Ich bin aber nicht alleine. Ich habe relativ schnell (und ich meine damit wirklich schnell) meinen heutigen "Lebensmensch" kennengelernt. Wir wohnen aber nicht zusammen. Er hat eine eigene Wohnung und sein Sohn lebt bei ihm. Wir verbringen die Wochenenden und Feiertage abwechselnd bei ihm oder bei mir und wir telefonieren täglich. So hat jeder seinen Freiraum und trotzdem sind wir nicht alleine. Es ist ja so, dass man schon ein viel erlebt und durchlebt hat. Jeder hat so seine Macken und Eigenheiten und so ist es für ein friedliches und erfülltes Zusammensein, zumindest für uns, besser nicht immer aufeinanderzuglucken.
      Was in einigen Jahren mal sein wird werden wir abwarten. Jetzt leben wir erstmal im Hier und Jetzt.
      Wenn es dich interessiert kannst du gerne in meinem Tagebuch lesen.
      Aber ich denke du hast im Augenblick mehr als genug mit deinen eigenen Gefühlen zu tun.
      LG
      allesanders
      Liebes Allesanders, vielen Dank für deine lieben Zeilen.
      Ich habe auch schon in das Tagebuch geschrieben. Kann ich das denn wie genau weiter schreiben?
      Wie machst du das?
      Ich lese es sehr gerne von dir. Wie finde ich deins?
      Ich komme mit der App noch nicht so zurecht. Wielange ist es bei dir her wo dein Mann starb? Nach wielanger Zeit hast du deinen Freund gefunden und wo habt ihr euch kennengelernt?
      Ich möchte auch auf keinen Fall alleine bleiben, da gehe ich kaputt.
      Wie meinst du das genau wegen der Beerdigung, dass danach dir alles genau bewust war? Ist das dann noch schlimmer bei dir geworden?
      Ich vermisse meinen Freund so sehr. Wir haben uns immer gedrückt, geküsst und Hand in Hand gelaufen. Ich hatte noch nie in meinem Leben so eine Enge Bindung zu einem Mann. Liebe Grüsse SternB

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      HALLO SternB, ich begrüße dich auch in unserer Runde und spreche dir mein herzliches Beileid aus.
      Habe meinen lieben Mann vor 38 Wochen völlig überraschend verloren. Hier kannst du doch ein wenig Trost finden und sehen, wie vielen es so geht. Es ist bei dir ja noch nicht lange her, aber was ist schon Zeit. Ich vermisse meinen Mann nach 40 gemeinsamen Jahren so sehr und kann es noch nicht fassen. Die Beerdigung ist nochmal ein schwieriger Akt, den Verlust so zu erleben. Es wird nicht leichter danach, anders, das stimmt. Mich zieht es fast jeden Tag zum Friedhof, die ersten Male hab ich mich vor Tränen hinknien müssen, aber laß das zu, wenn es dir hilft. Ich habe überall Fotos in der Wohnung, sogar im Bad am Spiegelschrank.
      Und schreib dir den Kummer hier von der Seele. Wünsche dir ganz viel Kraft, denn du hast ja noch eine junge Tochter bei dir, meine zwei Jungs sind schon groß, 36 und 27, und außer Haus. Sie vermissen ihren Vati, aber ich mein Lebensmittelpunkt. Liebe Grüße Steffi
    Liebeskummer Sorgen Forum