Ich habe meine geliebte Mutter verloren....

      Ich habe meine geliebte Mutter verloren....

      Hallo zusammen,

      ich bin noch ganz neu hier aber vielleicht finde ich hier ein wenig Hilfe und Verständnis.

      Ich habe am 13.1.2016 meine Mutter verloren, sie war einfach der wichtigste Mensch für mich. Sie war nicht nur meine Mutter sondern auch meine beste Freundin. Ich konnte mit ihr über alles reden.

      Sie bekam im Februar 2015 die Diagnose Lugenkrebs im Endstadium, natürlich war mir bewusst, dass sie das kaum überleben wird, aber wahr haben wollte ich das nie. Ich habe sie zu jedem Arzt und Krankenhausbesuch begleitet, war fast täglich bei ihr. Als es dann immer schlimmer wurde, habe ich sie dann auch zu mir genommen und mich um sie gekümmert. Ich habe ihr versprochen, dass sie bei mir daheim sterben darf und nicht in ein Hospiz muss, das habe ich auch eingehalten. Ich war bei ihr bis sie gestorben ist. Ich war zwar erleichtet, dass sie nun keine Schmerzen mehr hat, aber es war furchtbar, dass Sie einfach nicht mehr da war.

      Viele denken vielleicht oki, es ist ja nun schon 3 Jahre her, aber für mich wird es immer schlimmer. Immer wieder zu realisieren, dass ich sie nie mehr wiedersehe, nie mehr mit ihr reden kann, sie nie mehr in den Arm nehmen kann. Nie mehr diesen wundervollen und Liebenswerten Menschen um mich rum zu haben. Es ist einfach furchtbar für mich und es wird immer schlimmer.

      Ich habe zur Zeit auch keine Arbeit und kaum bis garkeine soziale Kontakte, ich muss das alles mit mir selber machen aber ich weiß langsam nicht mehr weiter, jetzt kommt die Zeit für es ihr immer schlechter ging und somit auch die Zeit für es immer schwieriger für mich wird und ich Träume auch wieder von ihrem Tod, also wie sie gestorben ist und von den letzten Tagen die wir miteinander verbracht haben. Im moment Igel ich mich immer mehr ein, will am liebsten garnicht mehr raus, ich weiß das es falsch ist, aber ich hab meinen kompletten Elan und meine Lebenslust verloren.

      Viele Freunde hatte ich nie, aber solang meine Mutter noch da war, kannte ich das wort einsam sein nicht, seit dem sie nicht mehr da ist, fühle ich mich immer einsam, auch sogar wenn Menschen um mich rum sind.

      Vielleicht können mir eure Erfahrungen etwas weiterhelfen.

      Vielen Dank

      Liebe Grüße Eva
      Ein liebes Willkommen bei uns liebe Eva.

      Wäre schon schön, wenn wir dir hier mit unseren gesammelten Erfahrungen weiter helfen können.
      Es sind viele deiner Worte hier zu lesen, wie schwer das alles ist.
      Zu wissen man sollte etwas ändern, das einem einiges nicht gut tut und man dennoch in diesem Loch aus Trauer und Verzwefelung fest sitzt.

      Nein es ist nicht gut sich einzuigeln, wie sehr man mehr gerne soziale Kontakte hätte.
      Raus aber musst du, es ist schön, wenn einer zieht immer wieder da ist, einen einfach nicht aufgibt - dass aber ist nicht die Regel, wie so oft stellt man sich vieles vor, ich mit Familie hätte gerne mehr ruhige Zeit zum trauern gehabt, nicht immer nur kümmern müssen, damit es allen anderen gut geht.
      Man die Kraft irgendwann kaum mehr aufbringen kann.

      Andere natürlich haben der Ruhe zu viel, gehen davon aus, anderes wäre alles einfacher.
      SChauen bei anderen und sehen dort leider nur das, was andere sehen lassen -viele Tränen und vor allem Ängste bleiben verborgen.
      Ebenso aber kann auch alles sichtbar sein, es schreckt nicht selten ab, überfordert das Umfeld.

      Hier haben wir eine Mischung, alle in der Trauer hergefunden, jeder aber für sich weiter vorn oder weiter hinten auf seinem Weg.
      Manche sind auch wohl schon aus dem was man Trauer nennt raus, die Traurigkeit aber die immer wieder einmal EInzug hält, die schweren Tage oder wie auch jetzt der November, dann die Weihnachtszeit, wühlen oft auf und dann fühlen sie sich hier noch, oder immer wieder gut aufgebhoben.

      Dir wünsche ich hier einen PLatz zu fidnen, der etwas mildern kann, etwas augleichen, was in deiner Umgebung nicht greifbar ist.
      Ja mir schon bewusst, das es ein Leben da Draußen geben muss, das man dort hinein zurück gehört.
      Ein Forum kann sehr hilfreich sein, bei allem aber bleibt es eine Welt in der man nur neben dem wahrem Leben da Draußen überleben kann.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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