ich habe meinen Mann verloren

      ich habe meinen Mann verloren

      Am 2.9.2018 ist mein Mann eingeschlafen.Er hatte Krebs.aber es sah gar nicht so schlecht aus,wenn man das so sagen kann.Er sollte dann in die Reha,worauf er sich auch freute,aber dann ..auf einmal waren epileptische Anfälle da,und im Prinzip ist er dann an den Folgen eines solchen Anfalls verstorben.An den ersten Tagen war ich im Prinzip nie allein.Aber dann war ich mit "Allem" allein.Die Zeit bis zur Beerdigung,war,ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll....Dann sind alle zur Beerdigung gekommen,und danach ist jeder wieder "seiner Wege gegangen".Hat seinen normalen Alltag.Nur ich weiß nicht mehr weiter.Ich träume jede Nacht von Ihm,gehe jeden Tag zum Friedhof,sitze an seinem Grab und denke-sonst hab ich an deinem Bett gesessen,und jetzt sitze ich an Deinem Grab.Es ist alles irgendwie sinnlos für mich.Manchmal denke ich-wann ist es vorbei,wann kann ich zu ihm?.Sicher wird es irgendwann erträglicher,aber im Moment ist es einfach nur schrecklich.Ich wollte das hier einfach mal los werden.
      Liebe Engelchen,
      mein aufrichtiges Beleid zu Deinem Verlust. Wir alle hier wissen wie schwer diese Zeit ist und wie Du leidest. Auch ich habe vor nunmehr schon nehr als 3 Jahren meinen Mann verloren nach fast 30 Jahren Ehe und vor allem ohne jede Vorwarnung und Möglichkeit des Abschieds.
      Nach so kurzer Zeit gibt es kaum Trost in der Trauer. Jeder Tag muss einzeln bewältigt werden udn am besten plant man auch nicht in die Zukunft sondern versucht in kleinen Schritten diese traurige Realität zu leben. Ich weiss man will das nicht hören aber ich verspreche dir es wird besser. Die Trauer verschwindet nicht aber sie wird anders, brennt nicht mehr so stark und gehört dann irgendwie zu deinem Leben dazu.
      Das alles braucht Zeit und Geduld mit dir selber. Das wünsche ich Dir und viel Kraft vom ganzen Herzen
      Jenny
      Ein leises, wie immer aber liebes Willkommen hier bei uns liebe Engelchen.
      Schön, dass du in deinem Schmerz her gefunden hast, hier wo sich so viele traurige Geschichten sammeln.
      Keiner ist wirklich allein, auch wenn das hier nur virtuell ist, manchmal aber da hilft es schon weiter sich hier auszutauschen.
      Zu lesen und zu wissen, es geht vielen ebenso oder ähnlich.

      Ich wünsche dir alles, was es gerade für dich braucht um deinen Weg durch die Trauer zu finden und zu gehen.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Engelchen,
      es tut mir sehr leid für deinen Verlust.
      Wenn du hier deinen Kummer loswerden willst oder einfach bei anderen lesen kannst, das wird dir helfen, mir hat es das ganz sehr geholfen. Es ist noch viel zu früh für dich, glaub mir. Aber es wird irgendwie anders werden. Ich habe anfangs auch oft zu meinem Mann gesagt "bitte hol mich". Das tu ich auch jetzt noch, aber nicht mehr so oft. Und die Bekundungen "wir sind immer für dich da" zur Beerdigung, die kenn ich auch. Aber so geht das gar nicht, du musst selbst versuchen für dich da zu sein. Geh zum Friedhof wenn es dir hilft. Ich war teilweise täglich dort, und heute ist es immer noch tröstlich dort zu stehen, nicht mehr jeden Tag. Allerdings war ich in der Silvesternacht dort zum Anstoßen und Kerze anzünden, hab ich gebraucht an dem Tag. Ich lebe, gehe zur Arbeit, bin für die Kinder und Enkel da, aber ich gehe ihnen nicht auf den "Sack", und verlange tägliche Anwesenheit bei mir.
      Ich bin mutig geworden und unternehme was alleine. Zuhause läuft das Radio, damit es ja nicht zu still ist.
      Ich wünsche dir ganz viel Kraft für die Zukunft. Schau einfach ab und an hier rein, das hilft wirklich und du kannst auch Kummer loswerden, den du sonst nur in dich reinfrist oder deinem Umfeld nicht zumutest.
      Liebe Grüße Steffi
      Hallo Liebe Steffi,

      Ich danke Dir.Ja es wird irgendwie anders werden,aber die Wunden werden nicht heilen,wie es immer so schön heißt.Ich habe demnächst einen Termin bei einer Terapeutin.Vielleicht hilft mir das.Mit meiner Familie oder mit Freunden kann ich nicht so richtig reden.Entweder Sie wollen es nicht hören oder nicht mehr hören.Ich habe zumindest das Gefühl.Auf jeden Fall können sie mir nicht helfen.Ich geh fast jeden Tag zum Friedhof.Manchmal erzähl ich meinem Mann was,manchmal steh ich nur still am Grab.Nächsten Monat fange ich wieder an zu arbeiten,dann ist man doch ein wenig abgelengt.

      Liebe Grüße Engelchen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Engelchen“ ()

      Liebes Engelchen,

      das machst du richtig mit der Therapeutin. Ich hab mir auch vom Hausarzt eine Überweisung geben lassen. Weil das neutraler Boden ist und ich reden kann und Antwort bekomme. Familie, Freunde sind auch für mich da, aber ich denke oft, nein denen kann ich nicht so auf den Wecker gehen. Letztes Wochenende hatte ich Geburtstag. Das war so ein Tag der Kategorie "das erstemal seit dem Tod meines Mannes". Auf dem Geburtstagskuchen stand nur e i n e Kerze, weil es für mich der erste Geburtstag danach war. Und eigentlich war mir der Tag ganz egal. Und nun rückt der erste Todestag immer näher. Das ist noch so Fixpunkt vor dem es mir graut. Bleib stark und sei lieb umarmt von mir.
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