Mein geliebter Ehemann ist plötzlich in der Nacht gestorben

      Mein geliebter Ehemann ist plötzlich in der Nacht gestorben

      Hallo ,ich bin neu hier und durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Ich bin so unendlich traurig, ich habe am 23.November meinen Mann über Nacht ganz plötzlich verloren. Ich bin früh aufgestanden, wie immer, Brötchen geholt, Kaffee gekocht. Ich komme wieder nach Hause und habe mich gewundert,dass mein Mann noch schläft, weil er trotz das er Rentner war,immer noch arbeiten ging, er brauchte es,er konnte nicht ohne Arbeit. Da bin ich in die Schlafstube und wollte ihn wecken, er reagierte nicht auf mein Rufen, da bin ich zu ihm hin, er War leblos und schon kalt. Ich War wie erstart. Habe Nachbarn gerufen, als der Notarzt kam,stellte er nur noch den Tod fest. Er konnte keine Todesursache feststellen, dann kam die Polizei und auch noch die Kripo. Die waren alle sehr nett und sagten mir, dass wäre der normale Vorgang bei ungeklärter Todesursache. Ich War wie in Schockstarre. Der Notarzt sagte mir nur,dass er schon paar Stunden Tod wäre und ruhig eingeschlafen ist. Ich mache mir immer wieder Vorwürfe, dass ich nichts gemerkt habe und ihm nicht helfen konnte. Am Abend zuvor haben wir uns noch unterhalten und hat mir noch Gute Nacht gesagt und früh ist er nicht mehr bei mir. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Im Moment funktioniere ich nur.Am schlimmsten sind die Nächte, ich kann nicht schlafen, nur Kopfkino.Ich War schon beim Arzt, der mir etwas zur Beruhigung gegeben hat.
      Liebe Schirmi!

      Das tut mir so Leid....mein aufrichtiges Beileid.
      Auch mein Mann ist vor 3 Jahren einfach gestorben....ohne Vorwarnung. Die erste Zeit habe ich wie in einer Blase gelebt...Tag für Tag...unfähig irgendwelche Pläne zu machen.
      Diese Forum hat mir sehr geholfen, schreib dir alles von der Seele...es hilft!
      Ich hoffe du bist nicht allein...habt ihr Kinder? Vielleicht sind auch Geschwister und Freunde da die dir jetzt zur Seite stehen...ich hoffe sehr das du Hilfe bekommst so wie du sie jetzt brauchst.

      Ich sende dir ganz viel Kraft und Zuversicht....
      Liebe Grüße
      Sorina
      Alles verändert sich, mit dem der neben einem ist oder neben einem fehlt.
      In meiner Trauer wohnt die Liebe
      Liebe Schirmi,ein leises wie immer aber liebes Willkommen hier bei uns.

      Schön zu lesen, dass dein Sohn kommt und länger als ein Wochenende bliebt.
      Das zut bestimmt gut. lenkt ein wenig ab und vielleicht ergeben sich gute hilfreich tröstende Gespräche, Momente.
      So traurig das alles, wie so oft wenn man hier her findet, bewusst gesucht oder auch zufällig, freue ich mich über jeden der in seiner Traurigkeit hier findet.

      Schaden kann es ja nicht, sich hier umzusehen, vielleicht einen Platz gefunden, an dem etwas der Traurigkeit geteilt werden kann.

      Ich wünsche dir alles, was deinen Weg etwas leichter macht, begleitet, verstehen lässt, was da alles passierte und was es bedeutet, sich in den Wirren der Trauer zu bewegen, während andere voll im Leben stehen, es genießen und nur teilweise Verstehen finden.
      Wenn einem vor allem der Alltag, das gewohnte plötzlich als unbekannte Herrausforderung entgegen tritt.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Liebe Schirmi,

      es tut mir so Leid dass Du das aushalten musst.

      Auch mein Mann ist völlig überraschend gestorben, an seinem 59. Geburtstag, in unserem Winterurlaub dieses
      Jahr im Januar, beim Schlitten fahren. Ich konnte nicht beim Schlitten fahren dabei sein weil ich eine Gehbehinderung habe und auf ihn gewartet habe unten am Berg....

      Ich habe mir oft Vorwürfe gemacht dass ich nicht dabei sein konnte, ihn (unfreiwillig) allein gelassen habe.

      Nachdem der erste Schock vorbei war (wann war das ????) habe ich meinen Frieden damit gemacht und mich
      damit getröstet dass er nicht krank war, lange leiden musste, in der Hektik auf einer Intensivstation gestorben ist.

      Gib Dir selber Zeit mit diesen Verlust umzugehen und tröste Dich damit dass Dein Mann in seiner gewohnten
      Umgebung war und keine Schmerzen aushalten musste als er gegangen ist.

      Ich merke gerade wie schwer es ist Dir, die Du in ähnlicher Situation bist wie ich im Januar, zu schreiben.

      Auch hat es einige Zeit bei mir gedauert bis ich wieder halbwegs schlafen konnte. Oft war ich wach oder bin gar nicht erst eingeschlafen.... Irgendwann habe ich dann eine Schlafmeditation für mich gefunden, seitdem schaffe ich zumindest 5 Stunden am Stück zu schlafen.

      Wichtig finde ich noch dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt für Dich, dass Du mit Deiner Trauer umgehen kannst. Nachbarn oder Bekannte haben oft eine andere Draufsicht und reagieren oft anders als Du es Dir vielleicht vorstellst. Oft wissen sie nicht wie sie mit der Situation umgehen sollen und wie sie Dir begegnen sollen. Sie meinen es nicht böse.

      Wie hat Mäusi letztens bei jemand anderem geschrieben „wir sind nur einen Mausklick weit entfernt“...
      Scheu Dich nicht und schreib Dir Deinen Kummer hier von der Seele, wir wissen wie Du Dich fühlst. Wir versuchen Dir zu helfen, irgendjemand liest hier immer mal rein und antwortet dann....

      Liebe Grüße und alle Kraft der Welt
      Franzi

      .......................................

      - Aufgeben ist keine Option -
      Liebe Schirmi,
      auch ich möchte dir mein tief empfundenes Mitgefühl übermitteln. Meinen Mann habe ich dieses Jahr Ostermontag verloren. Es war wie bei dir, völlig überraschend, völlig unvorbereitet, ich bin als glücklich verheiratete Frau ins Bett gegangen und in einem nicht endend wollenden Albtraum aufgewacht. Bis heute habe ich keinen Trost gefunden, bin fassungslos und fühle mich ohnmächtig, weil ich es nicht verhindern konnte. Geholfen hat mir, daß ich mir hier im Forum den Kummer von der Seele schreiben konnte und das zu jeder Zeit. Es ist immer jemand da gewesen, der mich verstand, auch wenn sich meine Zeilen oft wiederholten, weil dieses Gefühl, es nicht aushalten zu können, mich oft überrollte. Die Antworten der anderen halfen mir, wenn sie aus ihrer eigenen Erfahrung schrieben, doch, du hälst es aus, wir sind in Gedanken bei dir. So wie ich jetzt in Gedanken bei dir bin und dir viel Kraft wünsche, du bist nicht allein.
      Liebe Grüße Emmi
      Hallo, ich danke euch so sehr für eure tröstenden Worte. Es tut so gut.Jeder sagt mir immer, wenn ich Hilfe brauche,ist er da für mich.Nachbarn,Bekannte können mir beim Räumen u.s.w. vielleicht helfen, aber wie wollen Sie mir in meinem Schmerz helfen. Am Tage funktioniere ich einfach so,aber die Nächte sind so grausam. Ich finde einfach keinen Schlaf,immer wieder dieses Kopfkino.
      Ich bin so froh dieses Forums gefunden zu haben. Ich spüre,dass es mir gut tut von euch zu lesen,weil ich weiß, dass ihr mich versteht. Wo ich mir in meimem Umfeld nicht immer sicher bin, jeder der mir begegnet bekundet immer sein Mitgefühl, aber der so etwas noch nie mitmachen musste, kann es nicht nachempfinden.
      Liebe Schirmi,
      still und vorsichtig möchte auch ich Dir mein Mitgefühl schicken. Man sagt oder schreibt das so schnell. Aber in diesem Forum ist es nicht dahin gesagt, alle fühlen mit.

      Halte aus. Viel Kraft, sie ist da, auch wenn man glaubt es nicht zu schaffen.

      Erträgliche Nacht, steh morgen auf und komm gut durch den Tag.
      lb Schirmi,

      oh ja mir fehlenden gerade die Worte und habe Gänsehaut und bin am Heulen. Mein tiefempfundenes
      Beileid für Dich und Deinen Sohn.

      Euch Beiden viel viel Kraft und Stärke.

      Cooki das ist ja auch furchtbar, erst Dein Vater und jetzt auch die Mutter. Es ist einfach unglaublich, was ein Mensch alles ertragen muß. Mein tiefempfundenes Beileid und viel Kraft und Stärke für Dich.
      Vielen Dank liebe Heidi, ich wache auf und die Welt ist ein dunkler Ort. Heute muss ich zum Bestatter, allein und dann räume ich mit meinem Bruder das Zimmer im Pflegeheim aus. Meine Mutter war unser Anker und wir haben sie sehr geliebt. Sie war zwar schon alt, aber mein Schmerz ist sehr groß, im Büro haben sie beim Tod meines Vaters zum Großteil nicht mal kondoliert, nach dem Motto, das war doch abzusehen. Sie verstehen gar nichts. Ich lebe allein und meine Mutter war immer da für mich und meine Geschwister und wir für Sie, ich komme mir vor, als zöge es mir den Boden weg..Meine Geschwister und leben weiter auseinander. Im Job geht es mir lang schon rivhtig mies und jetzt bricht mir alles weg.
      Liebe Schirmi,
      auch von mir ein leises Beileid.
      Als ich das las, mußte ich auch weinen.
      Bin auch noch nicht so stabil. Es haut mich immer wieder zurück.
      Aber das Forum hilft wirklich, das weis ich aus Erfahrung.
      Ich glaube hier bist du richtig. Schreib dir alles von der Seele was dich bedrückt.
      Das tut gut.
      Hallo Cookie,
      auch von mir mein Beileid. Und ich wünsche dir die Kraft alles gut durchzustehen.
      Es ist nicht leicht, aber denke nicht an die Anderen.
      Die verstehen so Vieles nicht.
      Das mußte ich auch sehr leidvoll erfahren. Und es geht mir auch jetzt noch so.
      Viele Worte schmerzen immer noch sehr.
      Ich glaube wir können das nicht ändern.
      Aber wir müssen versuchen damit umzugehen.
      Alles Liebe
      Liebe Cookie,

      ich sende Dir mein Mitgefühl.
      Die Umwelt vermittelt oft. "die war doch schon alt", "bei dem wars doch abzusehen".
      Als meine 90 jährige Oma starb war das ein Einschnitt und ja es "war abzusehen". Die Trauer war groß.
      Lass Dir von keinem vermitteln: Alter Mensch - kein Recht auf Trauer.
      Traure und lass es zu. Befasse Dich nicht mit Menschen die dir das absprechen.
      Du bist schon richtig, wie du so empfindest.

      Alles Liebe.

      Liebe Schirmi,
      ich hoffe Du bist heute "gut" durch den Tag gekommen.
      Meine Gedanken sind auch bei Dir.

      Alles Liebe

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bartnelke“ ()

      Ich bin nach längerer Abwesenheit mal wieder im Forum.
      Auch mein Mann ist ganz plötzlich in der Nacht verstorben.
      Auch ich wollte ihn morgens wecken und fand ihn tot im Bett. Das war der Horror!
      Hier im Forum bist Du nicht allein, das Schicksal eint uns. Ich wünsche Dir viel Kraft.
      Liebe Grüsse
      malsa
      :)
      Hallo Malsa.Wie geht es dir heute und wie bist du mit der Trauer fertig geworden?
      Es ist jetzt 10 Wochen her, als mein Mann friedlich eingeschlafen ist. Die ersten Wochen habe ich nur funktioniert, immer wenn ich sein Auto auf dem Hof stehen sah, dachte ich er komm gleich nach Hause.
      Jetzt begreife ich langsam, er wird nicht wieder kommen und das tut weh.Jeden früh beim Frühstück sehe ich ihn neben mir,seine Zeitung lesen.
      Letzte Woche hatte ich wieder eine schlechte Woche, habe nur geweint.Heute War ich das erste mal wieder nach vielen Wochen zur Wassergymnastik,ich dachte ich muss langsam wieder unter Leute.Ich dachte ich schaffe es nicht, aber ich habe es geschafft. Meine Gymnastik Gruppe tat mir gut.
      Wie lange dauert dieser Schmerz?
      Ich grüße euch ganz lieb Edeltraut
      Hallo Schirmi / Edeltraut.
      Wie lange genau dieser Schmerz dauert kann ich Dir leider nicht beantworten. Eine Redewendung sagt: Jeder trauert anders. Das betrifft auch den Zeitablauf. Jeder braucht seine eigene Zeit zur "Verarbeitung", Ja es ist Arbeit, es braucht Energie. Aus meiner Sicht sogar sehr viel.
      Ich schreibe mal wie es bei mir so war bzw. noch ist. (Das muss zeitlich nicht alles für andere gelten.)
      Zuerst ist da der Schock und die Betäubung. Ein Erlebnis das man nicht glauben kann aber das man händeln soll. Nach einigen Wochen weicht dies alles und der von Dir beschriebene Schmerz kommt brutal hoch. Irgendwann, so nach einem Jahr, ist er bei mir leichter geworden. So was passiert langsam und unmerklich. Es wird leichter und besser. Bei mir kam so nach zwei Jahren die volle Erkenntnis: So ist jetzt mein Leben, ich bin jetzt allein und das habe ich zu akzeptieren. Aber genau diese Gedanken haben mich zutiefst deprimiert. Weil es die Wirklichkeit ist und die ist hart.
      Wo stehe ich heute? Ich weiß es nicht. Ich bin nach wie vor in einem Trauerprozess und der Schmerz und die Trauer kommen immer mal hoch. Mal in kürzeren , mal in längeren Abständen.
      Das liest sich natürlich nicht besonders tröstend. Sagt es doch im Kern, das dauert. Aber es ist halt Arbeit und die braucht Zeit.
      Noch eine Anmerkung: Wie vor langer Zeit meine Mutter verstarb habe ich die Trauer weggedrückt und nicht zugelassen. Keine gute Idee. Das rächt sich. Trauer zulassen, weinen, im Trauerforum lesen/schreiben oder was auch immer, entlastet und ist auf lange Sicht gesünder.
      Ich wünsche Dir Kraft und auch Mut.
      Bartnelke

      Man sagt, die Zeit würde alle Wunden heilen. Das ist eine Lüge. Wenn man jemand aufrichtig von Herzen liebt, dann vergeht der Schmerz über den Verlust nie.
      Liebe Schirmi / Edeltraut,
      Bartnelke hat den Zustand wirklich gut beschrieben. Bei mir sind es jetzt zwei Jahre her und es lief und läuft fast genauso ab. Schmerzlich und traurig ist es immer noch, aber ich kann es ertragen und habe mich dem "anderen" Leben gestellt. Also das Ereignis ist nicht mehr jede Minute oder Stunde präsent.
      Es war auch bei mir so, dass irgendwann - nach Wochen und Monaten - der unerträgliche, körperlich spürbare Schmerz verschwand. Zu Anfang hatte ich so viele und starke Weinkrämpfe, dass ich fast nicht mehr atmen konnte. Glaubte oft, ich wäre in einem falschem Film, in einem Albtraum gefangen, aus dem ich gleich erwache. Und ich wollte nur noch, dass diese furchtbaren Schmerzen aufhören.
      Es war wirklich harte Arbeit, dorhin zu kommen, wo ich jetzt bin: Ich lebe, habe das Niewieder akzeptiert und lebe meinen Alltag.
      Traurig bin ich immer noch, mal weniger mal etwas mehr.
      Und diese Traurigkeit wird wohl - wegen der tiefen Liebe - nie verschwinden. Und ich will sie auch nicht ganz verschwinden lassen. Die Kunst besteht wohl darin, jene Traurigkeit oder Wehmut in das andere Leben zu integrieren, ohne sich selbst aufzugeben.

      Jetzt erst gelingt es mir, mich den Erinnerungen zu stellen und die schönen Erlebnisse herauszufiltern. Vorher waren die Gedanken und übrings auch Fotos zu schmerzvoll.
      Ich hoffe, dass es mir nun nach und nach gelingt, mich mit der brühmten liebevollen Dankbarkeit an jene schönen Jahre zu erinnern. Auch das bedeutet Arbeit und ist wohl noch ein weiter Weg.
      Dennoch habe ich keine andere Wahl und schaue mit meiner gewohnten Neugier, was die Zeit, die für mich noch bestimmt ist, bereit hält.

      AL,
      Syli
    Liebeskummer Sorgen Forum