Wann kommt man aus der Hölle zurück?

      Wann kommt man aus der Hölle zurück?

      Hallo zusammen,

      ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll......

      Mitte Januar bekam mein Mann plötzlich Atemnot und wir fuhren zur Notfallpraxis. Der behandelnde Arzt wies meinen Mann direkt stationär ein und 2 Tage später hatten wir die niederschmetternde Diagnose: große Lungenembolie, Lungenkrebs und überall Metastasen, es gab wohl nichts, was nicht befallen war. Der Schock saß und mir wurde direkt klar, mein Juppi wird nie wieder nach Hause kommen, dabei hatten wir doch noch so viel vor :(
      Genau 4 Wochen nach der Diagnose hat mein Jupp mich verlassen und damit komme ich überhaupt nicht klar.
      Ich war mittags im Krankenhaus und als ich ging, waren seine Worte "pass auf dich auf, ich liebe dich"
      4 Stunden später rief der Oberarzt an und sagte, der Zustand meines Mannes habe ich abrupt verschlechtert und ich solle kommen. Natürlich waren alle Ampeln rot und ich kam eine Minute zu spät...1 Minute

      Wenn ich unsere Hunde nicht hätte, käme ich überhaupt nicht klar, aber sie brauchen mich und das ist auch gut so, doch irgendwie habe ich das Gefühl, in die Hölle gefahren zu sein und da nicht mehr rauszukommen.
      An einem Tag geht es einigermaßen und der nächste Tag ist dann wieder schwarz wie die Nacht.

      Wie bekommt Ihr das hin?
      Er fehlt mir jede Sekunde und mein Herz zerreißt beim Anblick seines Bildes oder allein, wenn ich nur an ihn denke.

      Traurige Grüße
      Conny
      Oh Conny, ich weiß genau wie du dich fühlst. So war das bei mir vor einem halben Jahr nur hatte ich das Gefühl in ein ganz tiefes Loch gefallen zu sein und jeder Versuch da raus zu klettern scheitert. Man kann es sich in solchen Momenten nicht vorstellen, aber es wird besser. Langsam, Schritt für Schritt, aber es wird. Du kannst nichts tun als darauf zu warten. Lass den Schmerz zu, nur so kannst du ihn verarbeiten. Ich würde dich gerne in den Arm nehmen und ganz fest halten, so bleibt mir nur dir die nötige Kraft zu wünschen.
      Ganz liebe Grüße von Soraja
      Danke für Deine lieben Worte, Soraja und ich glaube, es ist gut mit Menschen zu sprechen, die so etwas auch erleben und nachfühlen können, wie schwer es ist, den Verlust des geliebten Partners zu verkraften.
      35 Jahre voller Liebe, Vertrautheit, die einfach da war. Wir lernten uns jung kennen und es war auf beiden Seiten die berühmte Liebe auf den ersten Blick. Ich kann auf eine lange glückliche Zeit mit meinem Jupp zurückblicken und das macht es noch schwerer.
      Wäre es nur noch eine Ehe auf dem Papier gewesen, täte es nicht ganz so weh.

      Danke fürs Lesen

      Ganz liebe Grüße
      Conny
      Jupp? Hieß er vielleicht auch Josef? Viele mit diesm Namen werden ja Jupp genannt.
      Mein Josef war ja "nur" 8 Jahre bei mir, aber er hat mir mehr gegeben als mein Ex-Mann das in 29 Jahren konnte. Ich sage mal er war meine ganz große Liebe.
      Aber weißt du, du kannst auf eine lange glückliche Zeit zurück blicken, dann genieße doch diese Erinnerungen, die bleiben dir für den Rest deiner Zeit, die kann dir keiner mehr nehmen. Ich wünsche dir eine ruhige Nacht liebe Conny
      Ja Soraja, er hieß Josef, wie jeder zweite in der Eifel.:)
      Ich glaube, ob 8 oder 35 Jahre sind egal, was zählt ist die Liebe, die Vertrautheit und das gegenseitige Respektieren machen die gemeinsame Zeit aus, an die wir gern und voller Herzeleid zurückblicken.
      Ich wünsche Dir auch eine gute Nacht........leichter gesagt als getan, oder kannst Du gut schlafen?
      Ja, das glaub ich auch. Nicht die Jahre sind von Bedeutung sondern das was uns mit unseren Männern verbunden hat.
      Das schlafen ist auch bei mir immer noch ein Problem. Ich nehme Valdoxan, was zwar ein Psychopharmakon ist, aber eben schlafanstoßend ist, oder sein sollte. Ich brauch aber dennoch lange zum einschlafen und wache immer wieder auf. Aber was solls, das gehört wohl alles zum Trauerprozess dazu. Dann versuchen wir das mal wieder mit dem Schlafen, gute Nacht Conny
      Hallo Soraja,
      ich hoffe, Deine Nacht war erträglich......ist ja immer so eine Sache.
      Meine Hausärztin hat mit Opipramol aufgeschrieben, was ich 2 Std vor dem Schlafengehen nehme und so gut habe ich seit Jahren nicht geschlafen. Es ist ein leichter Angstlöser
      Den ersten Ostertage haben wir überstanden.

      Liebe Grüße
      Conny.
      Hallo Conny,
      meine Nacht war naja, wie meist. Heute nehm ich mal wieder eine Pipamperon die ich mal als Dauermedikament hatte und nur Anfangs gut gewirkt hat. vor ca. 6 Wochen hab ich sie abgesetzt und nehm heute ab und an mal, wenns gar nicht mehr geht eine.
      Opipramol hatte ich auch mal, aber die hat meine Ärztin abgesetzt, weil sie wohl bei längerer Einnahme abhängig machen könnten. Am liebsten würde ich ja ganz auf Tabletten verzichten, aber ab und zu muss man ja mal schlafen dürfen. Ganz ohne Schlaf geht es ja aber auf Dauer nicht.
      Ja stimmt, morgen noch so ein Tag, dann ist das Ostern auch geschafft.
      Dir auch ganz liebe Grüße von Soraja

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Soraja“ ()

      N'abend Soraja,
      Schlaf ist gerade jetzt wichtig, denn sonst geht man ganz vor die Hunde.
      Wenn Dir das Medikament hilft, nimm es
      Ich bin auch kein Freund dieser Pillen, aber mir ist das im Moment so egal. Sollte eine Abhängigkeit entstehen, ist das so.
      Die Abende sind so schrecklich. Man sitzt allein mit seinen Ängsten und Sorgen und würde gern mit dem Partner sprechen, aber nichts ist wie es war
      Schlaf schön und liebe Grüße
      Conny
      Seit ungefähr einer Woche träume ich jede Nacht von meinem Juppi. Es sind keine Alpträume, aber sie sind so belastend, dass ich klatschnass wach werde und hellwach bin.
      Trauer hat extreme Seiten

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