Austausch: junge Frauen, die ihren Vater verloren haben

      Austausch: junge Frauen, die ihren Vater verloren haben

      Hallo ihr Lieben

      ich bin 31, bald 32, mein Vater ist 59.
      Er wird bald sterben und ich brauche jemand mit dem ich mich austauschen kann, der in etwa in meinem Alter ist.
      Vielleicht auch ein Einzelkind...?

      Die meisten meiner Freunde sind leider keine große Hilfe und ich weiß nicht so recht wohin mit mir ab und an :(

      Gibt es hier jemand der in einer ähnlichen Situation wie ich war/ist?

      Ich würde mich sehr über einen Kontakt freuen.

      Liebe Grüße
      Bella

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      Hallo Ihr Lieben

      jetzt am Donnerstag ist die Beerdigung. Gestern Abend war die Trauerrednerin da. Ich weiß gar nicht wie es mir geht. Meine Mutter ist am Ende. Ich verkrafte es momentan noch ganz gut...habe gestern Abend noch ein bisschen geweint als ich dann wieder alleine war. Aber ich habe das Gefühl dass ich in der Zeit in der ich jeden Tag im Hospiz und im Krkhs bei ihm war, schon soviel gelitten habe, das jetzt kaum noch was übrig ist :/ ist das normal? Manchmal fühle ich mich eher wie taub....

      Lg
      Bella

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      Hallo Bella,

      das tut mir sehr leid. Mein aufrichtiges Beileid.

      Ich kann das eigentlich gut verstehen, dass du dich wie taub fühlst. Es ging mir zwischendurch auch so. Und die Trauer kommt in Wellen. Sie sind erst sehr groß und werden dann kleiner. Und irgendwann auch wieder größer. Damit musst du rechnen. Vielleicht reißen sie dir den Boden unter den Füßen weg, aber man kann wieder aufstehen und sich fester positionieren, weil man dann weiß, was auf einen zukommt. Es ist eine harte Zeit und man kann dieses Gefühl wirklich niemandem beschreiben.

      Mir geht es zur Zeit so ,dass ich fast jede Nacht von meinem Papa träume. Er ist so greifbar nah für mich, dass es fast schon unheimlich ist. Vielleicht ist das seine Verbindung zu mir. Es tut gut von ihm zu träumen. Manchmal schmerzt es auch, vor allem, wenn ich nachts wach werde und alles so dunkel ist. Dann kommen mir auch noch immer die Tränen.

      Hast du denn selbst Familie, die dich stützen kann, die dich auch auf andere Gedanken bringen kann?
      Meine Mutter ist immer eine sehr starke Frau gewesen, deshalb hat es mich umgehauen, als ich sie so klein und tieftraurig bei der Beerdigung erleben musste.
      Eine furchtbare Zeit ist das... man kann es nicht anders ausdrücken.

      Ich denke an dich! Unbekannterweise...

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      Hallo Freesie

      das mit den Wellen hat mir eine Bekannte auch gestern erzählt...

      ich weiß (und meine Mutter sagte es auch zu mir) dass ich wahnsinnig viel von ihm habe. Als ich klein war, ist er mit mir zu Hause geblieben und hat sich um mich gekümmert während Mama arbeiten war. Er hat mich auf jeden Fall geprägt. Deswegen habe ich ihn immer bei mir. das tröstet mich. Und ich weiß, dass ich in der letzten Zeit alles für ihn getan habe was ich tun konnte. Ich war da. und ich habe mich gekümmert. mehr hätte ich nicht tun können.

      Nein, ich habe keine eigene Familie. Von Hochzeit und Kindern bin ich leider weit entfernt :/ Das ist auch noch etwas was mich sehr belastet...mein Vater wäre ein großartiger Opa gewesen. Und er hätte es gern gemacht.

      Dankeschön <3

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      Ich wünsche Euch alles, was es für die nächsten Tage braucht.
      Schön wenn es immer wieder Menschen findet, die füreinander da sind.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



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