Meine Mama fehlt so sehr

      Meine Mama fehlt so sehr

      Heute ist wieder so ein Tag bin irgendwie so traurig. Ich weiss nicht wie ich das alles schaffen soll. Ich kann nicht glauben das meine über alles geliebte Mama fort ist einfach so sie lies mich einfach so alleine auf dieser kalten Welt zurück.
      Ihr Leben war so traurig irgendwie sie konnte schon Jahre die Wohnung nicht mehr verlassen sie hatte pech in der Ehe hat ihr halbes Leben lang getrunken und Medikamente genommen. Ich hab so oft und so lange nicht verstanden wie alleine sie sich fühlen musste und welche ängste sie haben musste. Ich dachte immer es reicht wenn ich bei ihr bin aber ich hätte mehr auf sie eingehen sollen. Ich konnte ihr nie sagen das ich sie so sehr lieb hatte weil ich über meine gefühle damals mit ihr nicht sprechen konnte leider dabei hab ich sie soo sehr lieb gehabt das ich mein ganzes leben angst hatte sie irgendwann zu verlieren. Aber gott sei dank ist es wie wenn ich ein Zeichen von meinen Schutzengel oder von Gott bekam denn die letzten Monate vor ihren Tod konnte ich plötzlich ihr fast alles sagen. Und wir haben die Zeit auch genossen obwohl es nur ein paar Monate waren.
      Sie war 74 Jahre alt starb 1 monat vor ihren 75 geburtstag sie hatte so schwere Osteoporose das sie oft im Krankenhaus war mit Wirbelbrüchen. Dann im Dezember 2016 brach ihr Oberschenkelhals von selbst und dann gings steil bergab. Sie war in Übergangspflege für 3 Monate bis alles verheilt ist aber dort wars eine sehr schlimme zeit. Sie stürzte mit gipsfuss und brach sich ein paar lendenwirbel sie war aber nicht zum operieren Ärzte meinten es wird so verheilen. Dann Vorhofflimmern Krankenhaus sie verweigerte die Nahrung hat erst gegessen wie ich sie fütterte. Dann in Übergangspflege gab sie auf wollte nichtmehr mitmachen bei Therapien. Wieder habe ich sie mit aller kraft und allen mitteln versucht zu motivieren. Es klappte dann aber sie hatte dann probleme weil sie soviel Wasser hatte aber sie bekammens in griff.

      Als sie damals dann im April 2017 zu mir heimkam war für mich alles neu. Sie konnte nurnoch mit Rollator gehen. Ich hatte angst vor dem Wasser wusste nie wie ich ihr richtig die Medikamente geben sollte ich hatte angst das ihr Oberschenkel wieder brach da er nicht so gut verheilte. Ich sass ständig beim Hausarzt erklärte ihre beschwerden und meine angst ihr die Medikamente richtig zu geben und was noch alles kommen kann. Aber der Arzt meinte immer ich sollte sie immer beobachten wenn die Füsse geschwollen werden mehr wassertabletten wenn sie weniger sind dann einfach weniger. Genauso mit ihrem Blutdruck aber das war für mich nicht leicht denn sie hatte manchmal 210 Blutdruck und manchmal nur 90. Dann sah sie schwarze punkte vor den Augen da stellte sich raus Glaskörperblutung also sah sie auch sehr schlecht und niemand konnte ihr helfen. Dann war sie oft verwirrt dann bekamm sie nach einen Krankenhausaufenthalt Sauerstoff zwischendurch wollte sie aufgeben sterben aber wir schafften das.
      Aber die Ärzte lasteten mir nochmehr auf ich muss genau den Sauerstoff kontrollieren wenn er zu nieder ist mehr geben wenn er zu hoch ist weniger. Ich wusste nie was mich erwartet wenn ich von der arbeit kam, wir telefonierten zwar ständig und dennoch hatte ich immer angst.
      Mir wurde alles zuviel konnte mich auf nichts mehr verlassen den sie schwindelte mich auch manchmal bissl an.
      Und noch dazu musste ich ständig entscheiden welche Tabletten sie nehmen durfte. Sie nahm Morphium für ihren Rücken aber sie war ein Mensch mit suchtpotenzial und ich wusste nie ob sie so grosse Schmerzen hat oder ob sie die Tablette nur einfach so möchte.

      Ich weiss das das alles für fremde schwer zu lesen ist aber ich hatte wirklich eine schwere zeit mit meiner Mama.
      Aber sie fehlt mir soooo sehr und das alles fehlt mir so sehr auch wenn ich sehr oft komplett am verzweifeln war meine Nerven verrückt spielten ich nachts aufschreckte weil ich sie im Traum rufen hörte und dennoch sie war meine Mama ich hab alles gern gemacht weil ich sie so sehr geliebt habe
      Ganz still und leise, ohne ein Wort,
      gingst du von deinen Lieben fort.
      Du hast ein gutes Herz besessen,
      nun ruht es still, doch unvergessen.
      Es ist so schwer, es zu verstehen,
      dass wir dich niemals wiedersehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Samara“ ()

      Für einige wird das wohl schwer zu lesen sein, für andere aber nicht liebe Samsara.
      Es ist die Mutter, der mit wichtigste Mensch im Leben, wenn denn die Beziehung stimmt - ich weiß ja wie oft kein Mutter KInd Band vorhanden ist, so schade dann aber dann ist es so und schwer zu ändern.

      Ja sie verändern sich in ihrer Krankheit, so habe ich es bei meiner Mama und bei meiner Oma empfunden.
      Ob es schwindeln ist, oder Rücksichtsnahmen mir war das nicht immer klar, ich wusste einfach nur sie tat es nie aus Boßheit.
      Wie schwer es für die Mutter sein muss, ich habe mich das oft gefragt, andere nur danach wie schwer das für mich sein müsste.
      Ich denke es war für niemanden leicht.
      Man will ja, kann nicht, man tut so gut man kann, egal ob man manches mal noch versteht was man da wirklich tut.

      Am Ende aber waren wir einfach Mensch, ich und meine Mama auch, nicht fehlerfrei, einfach nur voller LIebe die auch nicht immer nur von heiterem Sonnschein beschienen ist.
      Nein Liebe kann es schon schwieriger machen, ich für mich weiß das.
      Je mehr Liebe, je weniger Abstand den man ab und an aber nötig bräuchte um objektiv zu bleiben.

      Und dann tritt diese Stille ein, der leere Raum, die Zeit ist nicht mehr verplant, man muss sich nicht mehr nach der lieben Mutter oder Krankheit richten, es ist als hätte sie alles mitgenommen -so dachte auch ich.
      Mitgenommen aber hat sie nur was sie betroffen hat, alles was dein ist, ist noch da, du hast nur verlernt es zu nutzen, dich nach deinen Bedürfnisen zu richten.

      Auch hat sie dich nicht einfach zurück gelassen liebe Samsara, sie ist ihren Weg gegangen, ihren Weg, den du nur mit ihr geteilt hast.
      Es ist nicht dein Weg, dein Weg geht hier auf Erden weiter, er liegt vor dir, du muss nur gehen, wenn du auch gerade nicht weißt, wie, wohion, warum.
      Dein Lebensinhalt scheint weg zu sein, er war es aber nur für bedingte Zeit verdrängt, nun musst du in dir nach Inhalten schauen - sie sind da, versteckt nur, ruhend einfach, bis sie wieder gebraucht werden.

      Kleine Schritte, es braucht seine Zeit, deine Zeit, erst heißt es begreifen was da alles passiert ist, noch ankommen lassen was du für dich brauchst.
      Und ja ich denke zu verstehen was da in dir wütet.


      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      ich kann es auch verstehen Samara, aber Deine Mama hat Dich nicht alleine gelassen, belaste Dich nicht noch mit diesen Gedanken. Für sie war der Weg zu Ende und irgendwann hört man wohl auf zu kämpfen.
      Wie Funny schon schreibt hast Du lange Zeit Deine Mama als Lebensinhalt gehabt, alles drehte sich um sie, Dich hast Du dabei vergessen und jetzt ist da nichts mehr, man fällt in ein tiefes Loch und hadert mit sich und der ganzen Welt.
      Ich habe letztes Jahr meinen Papa verloren, er war für mich auch der liebste Mensch auf Erden, er war sehr krank, hat sich dann aber
      nachts ganz still und leise aus dem Leben geschlichen. Kurzzeitig habe ich da auch gedacht "wie konntest Du nur", andererseits war ich so froh das er nicht mehr leiden musste. Man ist da sehr zwiespältig mit seinen Gedanken und es dauert bis man damit fertig wird.
      Ich hatte meine Schwester mit der ich immer reden konnte und das tut noch heute gut.

      hast Du schon mal überlegt Dir Hilfe zu holen? Oder hast Du jemanden mit dem Du über all das reden kannst? Es muss mal raus.

      Guck mal, Du hast alles gegeben und getan für Deine Mama und Du bist auch "nur" ein Mensch. Ist doch klar das man manchmal genervt war oder nicht mehr konnte. Ich denke Deine Mama hat das auch verstanden.

      ich wünsche Dir ein gutes Verarbeiten, nicht aufgeben.

      LG
      Sabine
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