Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

      Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

      Am 11.April 2020 hat mich meine Liebe für immer verlassen. Ich bin wie versteinert, kann es immer noch nicht glauben. Meinem Mann wurde am 7 September 2019 Leberzirose diagnostiziert. Er braucht eine Spender Leber, wurde uns gesagt. Sieben einhalb Monate haben wir gekämpft, gebetet, gehofft. Wir gaben unser gemeinsames Lokal auf, um mehr Zeit für die Krankheit meines Mannes zu haben. Wenn er nicht sowieso stationär im Spital war, fuhren wir zwei bis drei mal wöchentlich zu Untersuchungen. Er kam recht schnell auf die Euro transplant Liste und es war alles so halbwegs gut. Er hatte gute und schlechte Zeiten, aber die Ärzte waren sehr zuversichtlich. Er seien noch jung , und außer der Leber, wäre alles absolut in Ordnung. Im Jänner war ein passendes Organ gefunden, doch sie konnten ihn nicht operieren, weil er eine Infektion hatte. Drei Tage lang. Dann war er wieder auf dr Liste und das Organ war weg. 9 Wochen war er auf Stelle 1 , das heißt die nächste passende Leber, hätte er bekommen. Dann kam Corona. Ich durfte nicht mehr zu ihm, es war schrecklich. Am 4 April riefen mich die Ärzte an ich solle kommen, ich freute mich, endlich konnte ich ihm wieder sehen. Ich würde darüber informiert, das auf Grund der Pandemie, momentan so gut wie keine Transplantationen durchgeführt werden würden, und es schlecht ausschauen würde. Mein Mann hat auf Grund seiner schlechten Leberfunktion, einige Probleme bekommen, schlechtes Blutbild, innere Blutungen, die Nieren machte Schwierigkeiten, er bräuchte schnell eine Organspende sonst würde er es nicht überleben. Ich begann zu weinen, und mein Mann sagte" wein nicht meine Liebe, du darfst mich nicht aufgeben, wir schaffen das". Das war das letzte mal wo ich mit ihm persönlich gesprochen habe. Am 6 April setzten sie ihm in Tiefschlaf. Damit sich der Körper nicht so anstrengt, wurde mir gesagt. Er bekam wieder eine Infektion. Ich durfte zu ihm , aber täglich nur vier Stunden. Bevor sie ihm in Tiefschlaf setzten, hat er mich um drei Uhr morgens angerufen, er war schon verwirrt, ich konnte ihm sehr schlecht verstehen, eines aber verstand ich ganz deutlich." Warum kommst du nicht, meine liebe , bist du böse ..." ich muss dazu sagen , ich war solange ich durfte immer, den ganzen ,Tag bei meinen Mann. Ich war fertig, versuchte ihm zu erklären das ich nicht durfte. Von 10 auf 11 April hörten seine gesamten inneren Organe auf zu arbeiten. Ich würde angerufen, ich solle kommen mein Mann stirbt. Ich war wie vom Blitz getroffen, mein Mann doch nicht, nicht meine Liebe.
      Ich legte seinen Kopf in meinem Arm, mein Ohr auf seine Brust, bat die Schwester die Geräte lautlos zu stellen und umarmte ihn. Bum Bum, Bum Bum , Bum....
      Er starb um 12:58 , am 11 April dieses Jahres, und ich starb mit ihm. Ich bin noch da aber Leben tu ich nicht mehr.
      Wir wären heuer im November 10 Jahre zusammen gewesen, am 25.5.2019 haben wir geheiratet, aus liebe , inniger Liebe. Kein 1ster Hochzeitstag.
      Mein Leben ist leer und sinnlos und ich schaffe nichts mehr. Ich schlafe nicht ,esse nicht , weine nur und verkriechen mich in unseren Zuhause. Er fehlt mir so schrecklich. Meine Kinder aus erster Ehe, die ihn auch sehr lieb hatten, die auch sehr traurig sind, kümmern sich rührend um mich, trotzdem hat nichts mehr einen Wert für mich. Ich hoffe es hört irgendwann auf, dieser Schmerz, dies ständige fragen um das warum, dieses ständige hätte ich doch nur, hätten wir doch nur...
      Villeicht hilft es mir ja, mich mitzuteilen.
      Ein ganz leisen aber um so lieberes Willkommen hier bei uns lieben Renate.
      Schön, dass su in deinem Schmerz her gefunden hast, so frisch noch alles, bist du unter Menschen die wissen.
      Wissen aus erleben müssen, die alle auf dem Weg sind, vom VErlust durch die Trauer, zurück ins Leben, dass nie wieder so sein wird, wie es einmal war.

      Nein auf einmal ist nichts mehr wie es war, kann es auch nie, wie denn auch.
      Schön zu wissen, dass Menschen sind die sich liebevoll kümmern.
      Sich alles von der Seele schreiben hat schon vielen hier geholfen, falls du auch einen PLatz nrachst zum schreiben, de rnur für dich ist, keiner auf deine Worte antworten kann dann schau dir das Tgebuch an.

      Mögen dir diese Seiten eine Hilfe sein auf deinem Weg - ich wünsche dir alles, was es gerade für dich braucht.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Heute war ein sehr Trenenreicher Tag, leider. Der morgen macht mir am meisten zu schaffen. Zu wissen das wieder ein Tag ohne meiner Liebe vor mir liegt, und im Schneckentempo ertragen werden muss. Die Uhr tickt so laut auf der Wand, und die Wände scheinen mich zu erdrücken. Alles leer, und unendliche Stille. Und kein Ausweg, kein Entrinnen. Er fehlt mir so sehr.
      Liebe Renate,
      es tut mir so leid, daß auch du deine große Liebe verloren hast. All die Gefühle, die du schilderst, kenne auch ich und viele andere hier im Forum. So sehr das Gefühl der Einsamkeit einen auch übermannt, du bist nicht alleine. Es ist genau wie du schreibst, da ist diese Leere, diese Stille, für mich auch diese Hoffnungslosigkeit. Es kann ja nicht wieder gut werden, diese Machtlosigkeit ist schwer auszuhalten. Seit 2 Jahren muß ich dieses Leben ohne meinen Mann ertragen, habe für mich den Begriff des "ungelebten Lebens" gefunden. Er fehlt mir, fehlt mir so sehr! Und mit ihm fehlt meinem Leben auch der Sinn. Aber das ist die Trauer. Und wir dürfen trauern! So, wie es jeder für sich braucht und wie er es ertragen kann. Ich habe jede Art von Hilfe angenommen, die sich mir bot, professionell und privat. Das kostete Überwindung und viele Tränen. Auch jetzt packt mich oft die tiefste Verzweiflung, aber wir sind stark, stärker als wir glauben. Lass dir Zeit, du mußt nicht funktionieren. Es geht oft nur in ganz kleinen Schritten. Von einem Tag zum nächsten, aber du wirst es schaffen! Es gibt Menschen, die können mit unserer Trauer nicht umgehen, wollen vielleicht helfen, wissen aber nicht wie und ziehen sich deshalb zurück. Und dann kommt Unterstützung von Leuten, mit denen hat man gar nicht gerechnet. Die sind einfach da und nehmen einen in den Arm. So war es bei mir und darüber bin ich sehr dankbar! Solche einfühlsamen und hilfsbereiten Menschen wünsche ich auch dir an deine Seite. Wir sind irgendwie entwurzelt und brauchen Halt, finde den auch hier im Forum.
      L.G.Emmi
      Danke für die netten Worte, ich weiß nicht wohin ich mich bezüglich professioneller Hilfe wenden soll, ich habe eine trauerbegleitung in Anspruch genommen, die ich aber nach dem zweiten Treffen beendet habe, da ich nur geweint habe, und die obwohl sehr nette Dame sichtlich überfordert war. Ich sollte vielleicht einen Psychologen in Anspruch nehmen, das wäre jemand der geschult darin ist. Eines weiß ich, alleine schaffe ich diesen weg nicht. Ich habe mittlerweile sehr abgenommen, und bin völlig erschöpft. Es hat nichts mit Selbstmitleid zu tun, so wie ich schon zum Vorwurf gemacht bekommen habe, und auch nichts mit Hysterie. Ich habe dem halt am Leben verloren, und habe die irrsten Gedanken. Am 11. April ist der Arzt zu mir gekommen, und hat mir gesagt das sie jetzt die Medikamenten Zufuhr mit meiner Erlaubnis abstellen, da wir meinen Mann sonst nur das sterben erschwärtrn. Ich habe nicht gefragt ob noch eine kleine Chance besteht habe nicht nein gesagt aber warum nicht. Sein Herz hat kurz nur , aber doch plötzlich schneller geschlagen, ich habe nicht darauf reagiert. Ich denke die ganze Zeit vileicht ist es meine Schuld, er sagte doch och darf ihm nicht aufgeben. Ich habe den Arzt gefragt wie lange es noch dauern wird , bis er stirbt. Er sagte 20 - 30 Minuten. Er hat noch zwei einhalb Stunden gelebt. Er wollte nicht gehen, er wollte leben . Der Arzt hat sich geirrt mit der Zeitangabe, villeicht ja auch mit dem das wir ihm das sterben erschweren. Es lässt mir keine Ruhe. Warum hab ich nicht Nein gesagt.
      Ja liebe Renate, es ist einfach schwer, wieder ein Tag der vor einem liegt, dem gegenüber aber steht ein Tag den du geschafft hast.
      Wo dir das LEben zeigt, du schaffst das, du schaffst mehr als du dir zutraust.

      Die quälenden Fragen, hätte würde, was wäre wenn, die Vorwürfe sich die Schuld zu geben.
      Sicher haben viele die gehabt, am Ende aber, wir sind nur Mensch, man vertraut ja dem Arzt, wie soll man mehr wissen, besser wissen.
      Ein Weg der ja hinter ihm liegt nun - wo er in seinen Frieden gegangen ist, du zurück geblieben, eine große LIebe die nie sterben wird, die einen anderen Weg aber findet, in der Zeit, in deiner Zeit, in deinem Können - nein nichts ist wie es war, es ist anders, und der einzig wirkliche Verbündete an unserer Seite ist die Zeit.
      Nein wie willst du das glauben können, glauben ist nicht wissen, überall hier aber zu lesen, dass es anderen ebenso ging.

      Alles aber zu früh, und doch es muss ja weiter gehen, jeden Tag ein Stück.
      In LIebe für diene Liebe um dich kämpfen, ebenso wie du wie ihr für ihn gekämpft habt.
      Gerecht ist das nicht, das Leben ist nie gerecht gewesen es ist uns nur nicht so aufgefallen wie in dem Mment wo wir einen geliebten Menschen verlieren.

      Ach liebe Renate, ich hätte gerne die wahren Worte des Trostes, habe ich aber nicht.
      In Gedanken aber bin ich gerade gnaz bei dir und ich weiß, meine Wündeh werden dich finden.
      Und Amsprechpartner zur weitern HIlfe, sollte in erster Linie dein Hausarzt sein, der kennt dich und sollte am besten Wisesn, wie und wer dir weitere Hilfen bieten kann.

      Ich wünsche dir alle Hilfe, die es da für dich gibt, und vor allem aber den Glauben an dich selsbt, du schaffst das, mit deiner LIebe im Herzen wirst du nie wirklich allein sein.
      LIebe verbindet ü+ber alle Grenzen hinweg.

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Danke liebe Funny ich hoffe so sehr das ich irgendwann nur noch die wunderschöne Erinnerung in mir habe , und ein wenig weniger diesen unsagbaren Schmerz. Wir hatten noch so vieles vor, so viele Pläne. Alleine weiß ich mein Ziel nicht, welches Ziel habe ich ? Zu leben ohne ihm , ohne Liebe ohne Träume. Wir waren ei Herz und eine Seele, immer beisammen, 24 Stunden am Tag alles gemeinsam gemacht. Ein Wirtshaus, einen Heurigen, unseren Weingärten, unsere Liebe zur Blasmusik, er war der Kapellmeister von unserer Ortschaft, ein mehrfach ausgezeichnetes Ehrenmitglied der Gemeinde, tätig bei der Freiwilligen Feuerwehr und immer und für jeden da. Über 100 trauer Bekundungen habe ich bekommen, und jede mit lieben Worten hat mir ein Stück Herz aus dem Leib gerissen. Es wird nach dieser Pandemie Zeit ein Requiem für ihn geben, damit sich alle mit Ehre und Anstalt von ihm verabschieden können. 6 Blaskapellen haben sich dafphr schon angemeldet. Noch ein schrecklicher Tag der auf mich wartet. Aber der 25.5 wird schlimmer werden , da wäre unser erster Hochzeitstag gewesen. Es tut mir gut, alles raus zu schreiben, jemanden von meinen Schmerz zu schreiben, der mich auch versteht, dem ich nicht belaste. Seine Familie, lässt mich leider vollkommen im Stich, sie sind natürlich mit dem eigenen Schmerz beschäftigt. Aber sie sind schon viel weiter, als ich ... ja es war ja auch nicht die liebe ihres Lebens, sondern die meine , die da mit 52 Jahren einfach so , für immer weg ist. Alles geht weiter, nur ich scheine am stand festzuhalten.
      Ich warte , warte das alles vergeht, das alles wieder gut wird, das ich mein Leben zurück bekomme, das jetzige will ich nicht. Ich weiß es geht nicht, aber ich hätte es so gerne wieder, mein immer schönes Leben, meine immer große Liebe. Eure Worte tun mir gut, und ich warte wie ein kleines Kind auf eine Nachricht, die ich geschrieben bekomme von euch, nur um mich ein wenig verstanden zu fühlen, ein wenig geborgen, ein wenig nicht so schrecklich einsam.
      <Liebe Renate,
      das jetzige Leben als das eigene nicht mehr annehmen können, das alte wiederhaben wollen, auch mein größter Wunsch seit 2 Jahren- Diese unstillbare Sehnsucht kann wohl nur verstehen, wer diesen Schmerz schon erleben mußte. Das hat nichts mit Selbstmitleid zu tun und selbst wenn, wir dürfen auch Mitleid mit uns selber haben, denn wir leiden doch aufs Schlimmste. Alles hat sich geändert, Gefühle wie Sicherheit, Geborgenheit, Gebrauchtwerden, Sinnfinden und Freude sind verloren. Das geht an die Existenz, Trauer ist Schwerstarbeit. Dein Hausarzt kann dir helfen, kann die Weichen stellen. Ich war auch bei einer Psychotherapeutin. Da gibt es auch welche mit einer zusätzlichen Ausbildung in Trauerarbeit. Vorrübergehend habe ich Tabletten gebraucht, um mich etwas zu stabilisieren. Aber ich finde es wichtig, die Trauer verarbeiten zu können, sich ihr zu stellen. Sie ist doch auch Ausdruck unserer großen Liebe zu unserem Partner. Manchmal muß man probieren, was einem gut tut.Gemäß dem Motto, alles kann, nichts muß. Wenn du dich in einer Trauergruppe nicht aufgehoben fühlst, vielleicht gibt es eine andere. Oder warte einfach und versuch es später noch mal. Manchmal kommt jemand zu, dessen Dasein einem hilft. Höre auf dein Bauchgefühl, es ist oft ein guter Wegweiser.
      L.G.Emmi
      Ich fühle mich hier in diesen Forum, am besten verstanden, und am besten aufgehoben. Ich werde heute mal zu meinem Hausarzt Kontakt aufnehmen, wieder. Er hat mir schon Antidepressiva verschrieben, nehm ich seit drei Wochen, ich weiß nicht ob sie helfen wer weiß wie es mir ohne sie ginge . Ich habe Angst, schrecklich Angst. Das mir keiner helfen kann, das ich zu traurig zu leben bin, das ich meine große Liebe villeicht nie mehr wieder sehe. Einfach nur Angst, vor jeden Tag.
      Diese Angst ist verständlich, sie macht uns vorsichtig, (wir sind ja auch sehr verletzlich) und läßt uns Hilfe annehmen, genau so, wie du es jetzt machst. Das ist für mich ein Zeichen von großer Stärke. Es braucht Geduld und manchmal muß man einiges probieren, bis man merkt, was einem ein bißchen gut tut. Es sind kleine Schritte und ich komme auch mal ins Stolpern, aber sie lassen mich den Tag meistern, jeden Tag ein kleines bißchen mehr. Meine Gedanken und guten Wünsche begleiten dich.
      L.G.Emmi
      So ist das liebe Renate, egal wie viele um einen Menschen trauern, ist es so individuell wie die Beziehung die man miteinander hatte.
      Bestimmt ebenso schmerzlich wie schön, so viele Menschen zu wissen, die auch trauern, die Abschied nehmen wollen, in Koronazeiten etwas später aber die Bekundungen sind ja da.

      Ich denke so schön so auch schmerzlich wird das werden und ich denke mir die Angst mischt sich mit der Freude darüber.

      Ihn aber wird es freuen, ich kenne auch einige so aktive Menschen und ja ich bin davon überzeugt, er wird anwesend sein, ich kann gar nicht anders als so zu denken, auch wenn es viele Menschen gibt die mich belächeln, anders denken, wissenschaftliche Belege vermissen.

      Schön zu lesen, dass du dich hier aufgehoben und verstanden fühlst, das ist ja auch keine Selbstverständlichkeit.
      Schön das du deinen Hausarzt an deiner Seite hast, er wird wissen, was zu tun ist, wenn es mehr an Hilfe bedarf.
      Am Ende aber musst du allein da durch, den Schmerz besiegen indem du die Trauer annimmst, den Verlust, die Realität.
      Die wahre Trauer kann dir ja keiner abnehmen, mildern aber wenn es auch mit Hilfe von Tabletten heißt.

      Wie ich für mich sage und es auch von anderen weiß, die Trauer muss gelebt werden um am Ende im Leben wieder ankommen du dürfen, neu finden, aus einem wir und uns ein Ich werden zu lassen - das alles braucht Zeit und Verstehen, was eigentlich ja nicht zu verstehen ist.
      So wirst du ihn und eure LIebe in dir durch Welt tragen, auch wenn nichts mehr werden kann wie erträumt, es wird anders und ich wünsche dir wie viele anderen auch das es in dir wieder heller werden wird, heller auch für ihn, denn das wird er sich für dich auch wünschen, dass es dir gut geht, die Lust auf Leben wieder hell leuchtet, mit ihm in deinem Herzen dabei.

      Egal wie dunkel es auch immer ist - Licht und LIebe sind stärker als Dunkeheit
      Gib den Flügeln des Lebens Zeit - damit die Trauer davon fliegen kann

      Mit einer lieben Umärmelung,
      Funny.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Du schreibst.... das tut mir in der Seele gut... danke dir....war heute beim Hausarzt, er meinte ich soll in Spital, brauche ärztliche Hilfe, soll mit der Rettung rein fahren, hab ich nicht gemacht, ich hatte am Nachmittag dann einen Termin bei einer Neurologin, sie hat mir jede Menge Tabletten aufgeschrieben, alle zur Beruhigung, und zum schlafen, und zum nicht mehr so viel weinen müssen. Ich hol sie villeicht morgen. Ich weiß auch nicht, ich bin nicht so ein Tabletten Mensch. Was macht das mit mir, läst es mich vergessen? Aber will ich das? Will ich doch nur essen, schlafen und nicht so traurig sein. So endlos traurig . Hab heute keinen guten Tag. Hab die Kränze vom Friedhof geholt, morgen wird der sargdeckel wieder drauf gelegt, und dann noch die Grab Inschrift. Und dann....? Dann ist's erledigt...? Seine Schwester hat heute gesagt ich soll mich nicht so selbst bemitleiden, das Leben geht weiter. Ist das so...? Für mich steht alles ganz still. Ich warte, warte das es leichter wird. Warte das ich versteh was da passiert ist. Die Neurologin hat gesagt, jeder hat diesen Schmerz, und alle müssen da durch. Hat jeder diese Sehnsucht, diese Trauer, diese Wehmut... ich glaub nur ich. Seltsam das ich fremden Menschen mehr vertraue, als Ärzten. Villeicht weil ihr wisst von was ich spreche.
      Ich gehe schon davon aus, dass ich weiß wovon ich spreche und andere die aus reinem erleben berichten - dennoch sollte man die HIlfe von anderen nicht so weit von sich schieben, sie sind die die wissen was zu tun ist, wenn man selsbt nicht mehr kann, die Richtung verloren hat, unsicher ist und was nicht noch alles das einem in tiefer Trauer so anzuspringen und in seine Gewalt zu bringen weiß.

      Wir können hier sein und auf deine Worte reagieren, und dann aber wirst du allein damit sein und vielelicht gerade hier keinen erreichen, weil gerde keiner aktiv ist.
      Nur die Ärztin weiß was sie dir da an MEdikamenten verschreibt und warum gerade die dir helfen sollen.

      Und bemitleide dich ruhig selbst ein wenig, es wird sonst keiner tun, das steht dir zu, nur verkomme nicht darin, und erwarte nichts von anderen die selsbt mit sich und ihrer Situation überfordert sind.
      Selbstmitleid ist wohl normal ind er Trauer wie man hier so oft lesen kann, nur nicht zu tief eben und nicht zu lange - eben nicht darin verlieren.
      Du hast da gnaz schön deinen Halt verloren, deine Zukunft, ein Stück Sicherheit und all das löst aus, verändert, man kennt sich manchmal selbst nicht mehr.
      Pass gut auf dich auf.
      Am ENde bliebt dir da nur vertrauen müssen, vertrauen auf ihren Beruf, vertrauen darauf das alles wieder gut wird, ja ich schreibe gut, ich weiß auch das es ein anderes gut sein wird als es war aber in den meißten Fällen ist das so.
      Sprich doch mit deinem Hausarzt über die Medikamente und frage ihn was sie auslösen könnten und in wie weit das helfen soll.
      Ich slebst habe keine genommen aber meine Mama hätte die hälfte ihres Lebens nicht allein leben können, hätte sie auf alle Medikamente aus einer Angst herraus verzichtet.

      Sicher aber weiß ich, dass es keinem gut täte zu vergessen, da die Trauer sich holt was sie braucht, früher oder eben später - ein kleine Auszeit aber, etwas das einen zur Ruhe kommen lässt, dem würde ich nicht absprechen wollen.
      Zur Ruhe kommen, Kräfte sammeln, einfach mal einschalfen, durchschalfen und etwas erholter aufwachen könnte schon wie Wunder wirken.

      Alle Verantwortung und Entscheidung aber liegt ganz allein bei dir liebe Renate, ich bin kein Arzt, ich habe das Thema nicht studiert, ich kann nur von mir erzählen.
      Immer nah am Arzt deines Vertrauens aber und nachfragen dann solltest du gute Entscheidungen treffen .
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Auch ich bin kein Freund von Tabletten, aber in dieser Extremsituation, in der wir uns befinden,kann es für mich für einen gewissen Zeitraum durchaus angebracht sein, diese Hilfe anzunehmen. Mein Grundsatz dabei, so wenig wie möglich, soviel wie nötig. Nicht jeder braucht das, aber es ist so wie Funny schreibt, einmal durchschlafen, eine kleine Auszeit, Kraft schöpfen. Oder wie bei mir, das Wissen, etwas in der Hand zu haben, das ich anwenden kann, wenn Panik mir die Luft zum atmen nimmt. Meine Eindruck ist, daß viele Ärzte sehr schnell und sehr viel aufschreiben. Aber man kann ja darüber reden,daß man das nicht möchte, daß es einem eventuell auch Angst macht. Zu einem neuen Arzt (oft der Facharzt) muß man ja auch erst mal Vertrauen aufbauen und du kannst bei Zweifeln immer noch deinen Hausarzt fragen. Ich habe nur kurze Zeit etwas genommen, dafür war es nach einem Jahr noch einmal nötig. Man kann die Trauer nicht betäuben, der Schmerz ist immer da. Mit Hilfe läßt er sich manchmal etwas dämpfen und das ist für mich dann auch in Ordnung. Wenn es dann wieder ohne Tabletten geht, um so besser. Die psychologische Begleitung durch eine Therapeutin war für mich eine große Unterstützung, wenn ich auch die ersten Stunden nur geweint und kaum gesprochen habe. Alles was du machst und wie du es machst ist richtig, wenn es dir hilft, selbst wenn es dir im Moment noch so wenig erscheint.
      L.G.Emmi
      Danke Emmi , ich denke ich werde wie du eben auch meintest, mal nicht die volle Ladung nehmen, hat sie aber auch gesagt, nur bei Bedarf. Aber ich muss was tun, wieder in die Gänge kommen, gestern als ichvzjm Arzt fuhr, bin ich an einer grünen Ampel stehen geblieben, der hinter mir hat natürlich wie irre gehupt, und musste sich einbremsen. Ich steh völlig neben mir und das geht so nicht . Also werd ich das versuchen. Ich habe versucht einfach nicht an ihm zu denken, um nicht mehr so viel weinen zu müssen, aber das hilft gar nichts, mein ganzes Leben habe ich mit ihm verbracht, überall ist er , überall fühl ich ihm , es giebt keine Arbeit in die ich fahre, mit netten Arbeitskollegen die mich ablenken da wo er sowieso nicht war, überall wo ich war und bin war auch er. Das macht es mir so schwer, ich soll mich nicht zusätzlich quälen, sagt seine Schwester, und Rituale einhalten, so wie an Samstag um 12.58 bei ihm am Grab zu sitzen, oder an unserrn Baum fahren, wir hatten letztes Jahr im Weingarten unter einen großen Kirschbaum geheiratet. Aber wo soll ich mich dann verstecken, überall ist er. In der Speisekammer, wo seine Lieblings Speisen stehen die sonst keiner mag, selbst da ist er allgegenwärtig. Ich soll alles wegräumen von ihm soll ich so tun als hätte es ihm nie gegeben, wenn ich es immer noch nicht schaffe seine Zahnbürste wegzuräumen. Ich denke ich muss selber mein Tempo finden , und eines nach dem anderen. Jetzt muss ich mal wieder klarer werden , und dafphr Brauch ich eben vorübergehend diese Medikamente, denke ich
      Lieben Dank
      Renate
      Liebe Renate,
      es ist genau wie du schreibst, du mußt dein Tempo finden. Nur dein Tempo zählt für dich, es ist deine Trauer, dein Verlust ! Es ist doch auch deine Beziehung, diese ganz besondere Beziehung, die man zu keinem anderen Menschen hat. Da kann sich kein anderer reinfühlen, auch wenn sie es gut meinen, es ist für dich nicht gut. Mach es so, wie es sich richtig anfühlt. Jeder trauert anders, da steckt keine Bewertung hinter. Mein Mann ist das erste, an das ich morgens denke und abends das letzte.Und das ist gut so. Ich möchte ihn doch nicht vergessen, ich möchte ihn bewahren, festhalten, er ist verwachsen mit mir in meinem Herzen und in meiner Seele. Zum Glück wird in der modernen Trauerbegleitung nicht mehr von diesem Loslassen-müssen geredet. Einen festen Platz geben und mit diesem großen Schatz in sich nach vorne blicken. Diesen Weg möchte ich für mich gehen. Er ist schwer und ich weine noch viel. Seit 2 Jahren habe ich nichts verändert. Sein Rasierwasser steht neben meinem Deo, sein Hemd hängt neben meiner Bluse.Früher galt das schon als krankhafte Trauer, ist es aber nicht. Mir geben seine Dinge ein bißchen das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Vertrautheit, das brauche ich. Diese mangelnde Konzentration und Fahrigkeit im Alltag, das kenne ich auch.Das macht die Trauer, das wird wieder besser. Mein Vater meinte auch, ich soll nicht jeden Tag zum Friedhof gehen( er ist praktisch in der Nachbarschaft), das quält mich unnötig. Nein, tut es nicht, ich habe das Bedürfnis dazu. Als meine Mutter vor über 30 Jahren starb, konnte ich das nicht, das Grab besuchen war eine Qual, trotz der großen Trauer. Alle Reaktionen sind also möglich und auch angemessen. Mein Bruder glaubt, ich müsse mich zwingen, unsere Musik wieder zu hören. Sie hat meinen Mann und mich immer ganz besonders verbunden. Aber es geht nicht, es zerreißt mir das Herz. Wir müssen nichts ! Wir haben unsere Zeit, unser Tempo und wir kommen auch ans Ziel.
      L.G.Emmi
      Warum ist der Tod so schmerzhaft...

      ich habe meine beste Freundin verloren und konnte mich nicht mal verabschieden. Es war hart sich mit dem Thema Tod auseinander zu setzen.... ich musste lernen neu zu leben... da bin ich auf dieses Video im Internet gestoßen welches dieses Thema auf eine interessante Weise auseinander nimmt und es hat mir geholfen besser damit umzugehen. Wenn’s interessiert:

      Ja nun meine Lieben
      es stimmt tatsächlich, mit den Medikamenten geht es mir besser. Ich bin nicht mehr so verlohren, und wein nicht mehr soviel. Traurig bin ich immer noch , und allein und verzweifelt, aber alles ist so ein wenig in Watte gebackt.Komisch das mann sogar Gefühle unterdrücken kann , mit Medikamenten, ich habe die letzten 2 Tage geschlafen, meine Vergesslichkeit ist besser geworden und ich kann auch kleine Dinge erlädigen. Ich habe beschlossen diese Medikament jetzt mal fürs erste unter Ärztlicher aufsicht einzunehmen, da ich ja irgendwann auch mal wieder funktionieren muss. Ja Funktionieren das tu ich und das wird auch sicher noch besser werden , aber ich fühl mich alleine gelassen und leer damit, und der Sinn fehlt mir, der Sinn zum weitermachen.
      All das schöne was wir noch machen wollten ist eifach ausradiert, und jetzt giebt es kein wir mehr , nur noch ein ich, und das beginne ich schön langsam zu Realisieren und das tut weh , mehr weh als die Zeit wo ich noch nicht gedacht hab das er tod ist, wo ich noch an ein Wunder gehofft hab. jetzt ist es also aus .... alles aus... oder ist es ein anfang... aber welcher ...
      Ja ihr habt recht , es ist noch viel zu früh , um über all das Nachzudenken, zu früh um zu verstähen.
      er fehlt mir wahnsinnig , und ich schnuppere ständig an seinen Kopfkissen, ein wenig kann man ihn da noch richen, aber geht schön langsam weg.
      die Ferlassenschaft macht mir auch zu schaffen, da werden viele unerwartete probleme auf mich zukommen, und eigentlich ist mir das alles viel zu viel , und da was ausfühlen , da was unterschreiben, da was aus den Dokumenten raussuchen , bei irgendwo einen ausdruck ansuchen... ich bin noch viel zu viel entfern von dem normalen Leben und will eigendlich , das ich meine Ruhe habe.
      Ämtern ist Trauern sichtlich egal.
      Ich versuche meinen Tag jeden Tag ein wenig besser über die runden zu bringen und hoffe auch mit ganz kleinen schritten, werde ich irgendwann ein wenig weniger Traurig sein.
      vor allen möchte ich mich nicht nur mit den Medikamenten Lebenswürdig machen, so das ich eben wieder im die Gesellschafft passe. ich nehm die jetzt zur überbrückung, weil ich es sonst vor lauter weinen und Herzschmerzen nicht mal alleine auf die Toilette schaffe. Aber so bald als möglich, möchte ich davon wieder weg , denn so richtig geheuer, sind sie mir nicht.
      es grüßt euch ganz lieb
      Renate
      Liebe Renate...auch ich habe heute wieder einen schlimmen Tag hinter mir..bin nur am Weinen...ich vermisse meinen Schatz auch sooo sehr...alles ist so unwirklich...
      Du schreibst, du schnubberst an seinem Kopfkissen.....so geht es mir auch..bei mir im Bett liegt sein Schal, den er bis zuletzt getragen hat..ich besprühe ihn immer mit " unserem" Lieblingsparfüm.....sein Parfüm steht im Schrank und wenn es irgendwann einmal leer ist, werde ich eine neue Flasche kaufen...und diesen Schal kuschel ich immer ganz eng an mich...das gibt mir so eine Ruhe....er ist da..ganz nah bei mir...
      Ich wünsche dir eine ruhige Nacht...Ina
    Liebeskummer Sorgen Forum