Die liebe meines Lebens, mein Lebensmensch

      Der morgen ist für mich das schlimmste, aufstehen und zu wissen, er ist wieder nicht bei mir. Entscheidungen alleine treffen müssen, den ganz normalen Alltag bewältigen, schon alleine sich anzuziehen und in die Gänge zu kommen, ist für mich so schwer. Wir waren so fleißige, lustige,frohe Menschen, zeitig auf, immer am arbeiten, gemeinsam und auch gerne. Nie war uns etwas zu anstrengend, nie waren wir für etwas schon zu müde. Das war die Kunst meines Mannes, mir das Arbeiten mit seiner fröhlichen und herzlichen art , immer erträglich zu machen. Jetzt schaff ich es mit auch und krach mir die Zähne zu putzen, und alles so halbwegs aufrecht zu erhalten. Er fehlt mir so, so furchtbar. Es tut schrecklich weh.
      das mit dem parfüm ist eine gute Idee...vllt sollte ich sein lieblingsdeo auf dem Kopfkissen benützen...
      Seine Ordner und Unterlagen durchwühlen ist seeeeeeehhr schlimm, seine Notizen lesen, seinen Namen auf den Briefköpfen, das war immer alles sein Bereich, um den er sich gekümmert hat und jetzt muss ich da ran....es tut jedesmal weh...
      Beim Einschlafen stell ich mir vor, er liegt neben mir und ich halte seine Hand, wie immer, das hilft mir...
      So viele Dinge, die er sich sehr hart in seinem kurzen Leben erarbeitet hat, stehen jetzt sinnlos rum, zb sein nagelneuer Autoanhänger, sein Werkzeug in der Garage oder im Keller, sein Auto , sein Stolz....seine beruflichen Ausbildungen hart erkämpft, alles umsonst....Mein Schatz, ich hab dich lieb...
      Liebe Eva....genau so ist es....wir wollten uns seit September letzten Jahres ein neues Auto kaufen....wir hatten zwei alte Autos und weil mein Schatz berentet war seit Mai 2019 wollte wir nur noch eins haben...haben mit einem SUV geliebäugelt und sind viele Autohäuser abgefahren... ich habe es tatsächlich geschafft, im März beide alten Autos zu verkaufen und mir ein Auto gekauft...zwar keinen SUV, sondern eine Nummer kleiner..und glaub mir, es war sehr tränenreich...aber er wollte immer, dass ich sicher unterwegs bin.....es ist alles so furchtbar schwer...und noch was....wenn es auch verrückt klingt...ich schlafe nicht nur mit seinem Schal, der nach seinem Parfüm duftet....ich schlafe auch in seinen T-Shirts, die er geliebt hat...und wenn ich einkaufe, dann kaufe ich Artikel, die er geliebt hat...ich esse, was wir zusammen gerne gegessen haben....
      Liebe Renate...mir geht es auch so...Wenn am Morgen der Wecker klingelt, glaube ich, den Tag nicht zu schaffen..ich stehe im Bad und es kostet mich so viel Anstrengung in die Dusche zu gehen...ich möchte schreien..ich will wieder unter die Bettdecke kriechen und mich einigeln.....aber ich muß zur Arbeit.... und ich schaffe es ...irgendwie....und am Ende des Tages bin ich stolz auf mich, dass ich es geschafft habe....und so wird es weiter gehen...Tag für Tag....und ich vertraue darauf, dass es mir irgendwann gelingen wird, mein Leben zu genießen...auch wenn mir ein ganz wichtiger Mensch darin fehlt..aber ich habe Kinder und Enkel..und die brauchen mich und ich sie...und mein Schatz hat immer zu mir gesagt: " Du bist so eine starke Frau, du hast es verdient glücklich zu sein.."Glücklich zu sein, ohne ihn, kann ich mir noch nicht vorstellen...
      mein Mann war auch seit letztem Mai berufsunfähig, 7. Mai letzter Arbeitstag.
      Ich schlafe auch in den Shirts und Hosen, die er zum Schlafen an hatte.
      Einkaufen ist auch schwer, weil ich vieles für ihn gekauft hab und jetzt geh ich dran vorbei. Vllt sollte ich auch wieder das einkaufen, was er gerne mochte, z.b. die Katjes-Joghurt-Gummis. McDonalds mochte er sehr gerne. Er hat überhaupt das Essen sehr geliebt, er war ein richtiger Feinschmecker. Doch am Ende konnte er immer weniger essen und die letzten 2 Wochen gar nichts mehr.....grausam!!
      Heute wär wieder unser Krimiabend gewesen. Ich sitze nur noch selten auf der Couch im Wohnzimmer und schaue wenig fern. Auch unsere Lieblingssendung gzsz , die wir seit 20 Jahren gesehen haben, schau ich nicht mehr. An den Tischen stehen Fotos von ihm und abends zünde ich immer Kerzen an.
      Tagsüber stell ich mir vor, er ist in der Arbeit, aber wenn er dann abends nicht heim kommt...Ich steh am Fenster und warte, stelle mir vor, wie er die Strasse entlang fährt und dann rückwärts im Carport einparkt. Wenn er nicht auf der Couch liegt, denk ich mir er ist wieder mal im Bad und wechselt seinen Urin-oder Stomabeutel. Der spezielle Mülleimer steht immer noch im Bad. Ach man....kann das nicht alles nur ein böser Traum sein, ich will endlich wach werden. Das hab ich abends im Bett vorm Einschlafen zu ihm einmal gesagt, ich möchte, das wir das alles nur träumen.....
      Ich lese auch immer unsere Whatsappunterhaltung, das ist dann so real, als hör ich ihn sprechen...und diese blauen Häkchen...er hats gelesen...
      Meine lieben alles das was ihr da erzählt, ist als ob ihr von mir erzählt. Meine Liebe war ein so wertvoller Mensch, so ungerecht ist das alles. Ich male seit Tagen Steine an, da bin ich wie weg aus dieser mir so fremden Welt. Der Arzt hat mich in Krankenstand geschrieben, schwere Depressionen, trauerbeding, aha. Seit meine Liebe gestorben ist, läuft ich in seinen mir viel zu großen, Hausschuhen rum,trink aus seiner Tasse wo sein Name drauf steht meinen Kaffee, und wenn ich nicht außer haus gehe habe ich seine schlapper Hosen, und T Shirts an , in denen er sich Zuhause immer so wohl fühlte. Wir haben ein großes Bauernhaus, mit einem Eisentor und es scheppert wenn wer kommt, gestern war starker Wind bei uns, es scheppert, aber er kahm nicht. Ich frage mich auch ständig wann dieser Alptraum aufhört, wann endlich. Morgen ist es fünf Wochen, morgen um 12:58 vor fünf Wochen. Ich hab noch zwei Dinge die noch ein wenig nach ihm richen, nach ihm nicht nach deo oder Parfum, sein Kopfkissen, und seine Jogging Jacke die er die letzten Monate trug. Der Geruch geht weg...schön langsam ...ich denk ich werde mir dann auch sein deo aufs Kissen sprühen, es ist dann ob er da wehre . Villeicht glaubt ihr jetzt ich spinne, aber ich schlafe auf seinen Kissen, seine Jacke fest umarmt und hebe immer die Decke befuhr ich mich zurechtlegen, das er sich zu mir legen kann. Ein Ritual, und damit schlaf ich ruhiger ein. Sicher für manche föllig irre , aber ich brauch das. Zu glauben er ist e da. Immer noch bin ich völlig verzweifelt, und traurig. Die Tabletten die ich nehme, helfen . Ich weine viel weniger und bin klarer im Kopf, und kann durchschlafen. Aber ich habe auch sämtliche Emotionen verloren. Verschiebe ich damit nicht nur alles, und holt es mich nicht dann wieder ein? Ich nehm nicht die volle Ladung, und trotzdem, bin ich schon sehr viel ruhiger. Nächste Woche hab ich wieder einen Termin da frag ich mal, ob ich sie vielleicht noch ein wenig reduzieren kann. Ja sonst, wars ein , ich sitz allein zu Hause, und male steine an Tag. Wünsche euch eine gute Nacht...
      Ich denke gerade, wie schön, dass ihr euch hier gefunden habt *drück*

      Sicher ist es schöner sich anders zu finden durch wunderschöne Ereignisse oder an tollen Orten - um so schöner aber das es Orte wie diesen gibt.
      Ich bin anders als vermutet, selten wie erwartet und erst recht nicht wie es andere gerne hätten.


      Licht und Liebe, sind stärker als Tod und Schatten



      Ihr Lieben, nichts ist irre oder verrückt..alles was wir tun, damit es uns besser geht, ist völlig in Ordnung. Wir haben unsere Partner verloren..in einem Alter, wo wir alle eigentlich noch mal richtig durchstarten wollten...ja..es ist ungerecht....jede von uns hat die große Liebe verloren..und deshalb tut es auch so weh...so extrem schön unsere Beziehungen waren, so extrem trauern wir jetzt... und dann tut es mir so weh, wenn ich manchmal sehe, wie einige Ehepaare miteinander umgehen..sich streiten über Lapalien, das gemeinsame Leben nicht genießen, sich nicht wertschätzen..dann werde ich wütend und denke : " Ja..ihr habt euch noch und geht so Scheiße miteinander um und ich muß all meine Träume begraben und lernen allein klar zu kommen."
      Ich weiß auch nicht, woher ich meine Kraft schöpfe..aber glaubt mir, es wird eine Zeit kommen, in der wir wieder lächeln können. Es wird uns unser restliches Leben begleiten, aber es wird anders werden. Ich war gestern auf dem Friedhof und habe eine Frau aus unserem Dorf getroffen, deren Mann sich vor 25 Jahren das Leben genommen hat. Auch sie sagte mir, dass es in gewissen Situationen immer noch weh tut . Ich musste den ganzen Abend an dieses Gespräch denken. So wird es mir auch gehen..wir müssen uns damit trösten, dass unsere Männer nicht so eingeschränkt hätten leben wollen. Mit solchen Krankheiten, wie wir sie erlebt haben ist das Leben nicht aushaltbar. Wie oft habe ich bemerkt, dass mein Schatz furchtbar darunter leidet, dass er im letzten Jahr körperlich nicht mehr belastbar war. Alles was er früher nebenbei erledigt hat, war ein Kraftakt für ihn. Bei uns kam auch noch das leidige Thema " Zwangsdoping im Jugendalter" dazu. Mein Schatz war zu DDR- Zeiten an der Kinder- und Jugensportschule und wurde zwangsgedopt. Er ist im Oktober 2019 offiziell als Dopingopfer anerkannt worden. Auch ein schwerer Schlag für ihn....sein geliebter Sport hat ihn furchtbar krank gemacht..der Weg dorthin, dass zu erkennen und zu akzeptieren war sehr schlimm....Ich könnte ein Buch schreiben, was uns in den letzten Jahren wiederfahren ist....Auch die letzten 3 Wochen im Krankenhaus..kaum auszuhalten, was da abgegangen ist...
      Seid umarmt..ich denke ganz oft an euch beide....
      Liebe Funny,
      du hast vollkommen recht..es hilft mir so wahnsinnig hier zu schreiben und zu lesen.....Renate´s und Eva´s Geschichten sind so identisch mit meiner..ich bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe....jeden Tag schau ich mehrmals, ob Jemand geantwortet hat.....es tut mir gut..denn hier werde ich verstanden..

      Liebe Grüße Ina
      ich bin auch sehr froh über dieses Forum und schreibe gerne mit euch. Eigentlich stimmt so ziemlich alles überein, was unsere Gefühlswelt, die Erinnerungen und unsere grosse Trauer betrifft.
      Nur leider war meine Ehe nicht so liebevoll, wie ihr sie beschreibt. Bei uns gab es sehr viel Streit, auch in den letzten Wochen und Tagen. Mein Mann konnte sehr verletzend sein und seiner Tochter auch nicht wirklich ein Vater. Deshalb ist ihre Trauer vllt auch nicht so intensiv. Er konnte mit Gefühlen nicht umgehen und seine Liebe nicht zeigen, bis zum Schluss nicht. Ich habe oft sehr darunter gelitten und auch viel geweint deshalb.
      Trotzdem ist und war meine Liebe zu ihm unendlich gross und ich habe bis zu seinem letzten Atemzug alles erdenkliche für ihn getan und ihm auch den Wunsch zuhause zu sterben erfüllt, obwohl es an meine Grenzen ging.
      Grund für sein oft abweisendes Verhalten war seine schlimme Kindheit und das soziale Umfeld. Er hat sich hinter einer dicken Mauer versteckt, versucht alles zu verdrängen, anstatt daran zu arbeiten, um selbst eine glücklichere Familie zu haben. Beruflich und im Bekanntenkreis war er ein sehr geschätzter und beliebter Mensch, doch enge Freunde hatte er nicht, auch mit Familie konnte er nichts anfangen...
      Er ist sehr traurig von uns gegangen, deshalb vllt auch sein langer Kampf bis zum Tod.
      Traurig, weil er nie Liebe von seinen Eltern erfahren hat und unser Familienleben dadurch sehr belastet war.
      Meine Trauer ist vllt deshalb so stark, weil ich die Tränen von seinen Eltern mitweine......
      Liebe ina liebe Eva
      Ich glaub wir haben wirklich viel gemeinsam. Unseren Schmerz auf alle Fälle. Heute war ein seltsamer Tag, irgendwie, sind Leute mit denen ich nie gerechnet hätte, auf einmal da gewesen, um mich in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Wir haben lange geplaudert, viel über meinen Mann gesprochen, und in Erinnerungen geschwenkt. Es war gut, aber auch anstrengend, und tränenreich. Meine liebe war ein geselliger Mann, er hätte sich gefreut. Ich hab sein Foto dazu gestellt und eine Kerze angezündet, so war er auch irgendwie dabei. Der Schmerz, wird täglich stärker, so hab ich das Gefühl und die Sehnsucht immer mehr. Ich weiß nicht ob sich das endern wird, aber ich hoffe das ich einen Weg finden werde, halt damit zu leben, zur Zeit kann ich es nicht. Aber was will ich euch erzählen, ihr habt in such diesen tiefsitzenden immer und überall gegenwärtigen Verlust s Schmerz. Er fehlt mir so, meine große Liebe. Und ich bin auch sehr froh das ich hier in diesen Forum mein Herz ausschütten darf, und mich verstanden fühle. Und ja auch ich schaue mehrmals am Tag, ob jemand geantwortet hat. Und Eva die liebe geht seltsame Wege, egal wie er war , denke an die schönen Momente. Gute Nacht, schläft gut, und hoffentlich durch.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Renate1967“ ()

      Liebe Eva...mich macht dein Post etwas traurig...aber du hast deinen Mann geliebt und das ist das Wichtige. Mein Mann hatte auch 10 Jahre lang keinen Kontakt zu seinen Eltern und Geschwistern..da sind auch ganz fürchterliche Dinge passiert.....Er war in meiner Familie zu hause..ich habe noch drei Geschwister und mein Mann war erst 17 Jahre alt, als er bei mir und meinen Eltern einzog...er war ihr fünftes Kind....heute weiß ich, dass es ganz viele Dinge in seiner Kindheit und Jugend gab, die er nie verarbeitet hat...Als sein Vater 2018 verstarb ( sie haben sich nie ausgesöhnt), hat er wieder Kntakt zu seiner Mama und seinen Schwestern aufgenommen..und ich bin froh darüber..aber er wollte nie so ein Leben wie seine Eltern führen...meine Familie war Vorbild für ihn...Er hat mich auf Händen getragen, alles für seine Kinder gemacht..er war so stolz, wie sie ihren Weg gehen...Seine Enkelkinder waren alles für ihn...Unser Sohn erkrankte im Alter von 13 Jahren an einem Hirntumor..es waren drei fürchterliche Jahre..heute ist er ein gesunder, starker, junger Mann von 28 Jahren und seinem Papa so ähnlich...
      Du hast deinem Schatz all deine Liebe gegeben..und im Innersten wusste er es auch....daran musst du festhalten...erinner dich an schöne Momente...
      Liebe Renate, meinen absoluten und schlimmsten Tiefpunkt hatte ich vor 4 Wochen..ich hatte vorher immer funktioniert..die Zeit im Krankenhaus, dann musste alles für die Bestattung organisiert werden....und dann kam der Einbruch...völlig am Boden, verzweifelt, hoffnungslos, stundenlange Weinkrämpfe, Schreien, Wut...ich tue mich auch immer noch sehr schwer zum Friedhof zu gehen...wenn ich dort bin überkommt mich so eine Wehmut....ich schaff es nicht allein, nehme immer meine Mama mit....
      Liebe Ina, es fällt mir grade schwer mich an schöne Momente zu erinnern, wenn ich lese welch wunderbaren Mann du hattest. Meine Tocher und ich haben oft sehr darunter gelitten, weil er das Verhalten seiner Eltern an uns weitergegeben hat. Unsere Familie war mir heilig, ich wollte das nicht aufgeben und habe tagtäglich gekämpft, die Hoffnung auf eine Besserung nicht aufgegeben.
      Vielleicht hat ihn sein seelischer Schmerz auch körperlich krank gemacht, aber nur er hätte was ändern können, uns zuliebe.
      Ich habe alles getan, was ich aus Liebe tun konnte bis zu seinem Tod und ich habe immer noch das Gefühl, es war zu wenig. Ich hätte ihm helfen müssen, seinen seelischen Schmerz zu verarbeiten, aber er hat alles abgelehnt.....und ist uns mit einer Kälte begegnet, die er auch erfahren hat....auch für meine Eltern war er wie ein Sohn....
      Oh nein, Eva..bitte quäle dich nicht mit solchen Vorwürfen...du hast soviel getan..ich würde ja fast sagen, dass du ganz viel von dir selber aufgegeben hast, der Liebe und der Familie wegen... Man kann Menschen nicht ändern, wenn sie nicht selber etwas ändern wollen.
      Liebe Eva ich finde es sehr schön das du trotz Schwierigkeiten, doch zu deinen Mann gehalten hast. Die liebe von dir zu ihm muss groß gewesen sein. Mein Mann war ein sehr fürsorglicher, guter Mensch, immer freundlich, immer fröhlich, nichts war im zuwider. Er fehlt mir so schrecklich, so lange Zeit waren wir nie getrennt. 5 Wochen ist er jetzt ganz einfach weg, und das für immer. Immer noch nicht will ich esxwar haben, immer noch hoffe ich das alles wieder gut wird. Aber nix wird gut, ich bin sehr einsam auch wenn sich wirklich viele um mich Sorgen. Ich weiß ich muss darüber hinweg kommen, aber ich habe große Angst das ich es nicht schaffe. Ich weiß viel Menschen haben ihre Liebe verloren, und leben ein anderes aber zufriedenes Leben. Ich bin nicht zufrieden, und ich vegetiere Leben zu ich nicht. Täglich frage ich mich ob es irgendwann besser wird, aber mein Herz tut so schrecklich weh, und ich bin so einsam ohne ihm. Er war mein Leben, mein Mittelpunkt, mein seelenverwanter meine große Liebe. Es ist gut hier schreiben zu können, es erleichtert, es ist wie ein Stückchen Last weggeben . Aber die Traurigkeit bleibt. Leider giebt es sehr viele die mit meiner Traurigkeit nicht umgehen können, und deshalb gehen sie mur aus dem weg. Das schmerzt. Aber viele sind auch da und sind eben einfach nur da für mich. Ich hoffe liebe Eva du wirst eines Tages, an das schöne in eurer Beziehung zurückdenken, und ein Lächeln auf den Lippen haben, das hoff ich auch für mich. Schön war alles, jede Sekunde, nur lächeln kann ich noch nicht.
      liebe Renate, wir waren auch noch nie so lange von einander getrennt, morgen werden es 3 Monate, ich kann es nicht glauben. Die Erinnerungen sind, als wäre alles erst gestern gewesen. Selbst bei den vielen langen Krankenhausaufenthalten hab ich ihn täglich besucht für viele Stunden und sogar bei ihm übernachtet. Wenn er von zuhause weg war, auf Dienstreise oder Krankenhaus, dann war er immer sehr liebevoll, hat mehrmals am Tag angerufen und süsse Whatsappnachrichten geschrieben. ...Ich vermisse ihn soooo, ich liebe ihn unendlich...
      Wir waren in 38 Jahren kaum getrennt voneinander. Ab und zu musste auch mein Mann zu Dienstreisen, aber das war eher selten. Wir haben immer alles zusammen gemacht, hatten die gleichen Interessen, sind uns nie Zuviel gewesen.
      Und auch ich bin verzweifelt, wenn ich daran denke, dass absolut NICHTS davon je wieder so sein wird. Und das tut so weh. Oft flattert mein Herz ganz unruhig in meiner Brust, manchmal habe ich das Gefühl, ich könne nicht durchatmen, in meinen Ohren hämmert ein Tinitus und meine Gedanken kreisen den ganzen Tag.....ich kämpfe mich durch jeden einzelnen Tag, hab meinen Schatz im Kopf und im Herzen …..
      morgens wenn ich aufwache ist er mein erster Gedanke bis zum Abend, wenn ich ins Bett gehe.
      Meine Trauerbegleitung sagte mir, ich soll meinen Oberkörper strecken und die Arme weit auseinanderhalten, damit ich besser durchatmen kann...
    Liebeskummer Sorgen Forum